Gehalt mit Prämien aufbessern: So erreichst Du Deine Ziele

Fast alle Arbeitnehmer in Deutschland wollen gerne mehr verdienen und ihr Gehalt steigern. Einer aktuellen Umfrage von statista zufolge denken nur 23 Prozent aller Arbeitnehmer, ihr Gehalt sei ausreichend und eine Lohnerhöhung sei nicht notwendig. IM Umkehrschluss wollen drei Viertel der Befragten eine Gehaltserhöhung oder Prämie. Denn mit Prämien lässt sich das Gehalt ordentlich aufstocken.

Hier muss allerdings beachtet werden, dass der Lohn dann variabler ist: Man verdient mal mehr, mal weniger. Da gilt es, auf einige wichtige Dinge zu achten. Grundsätzlich sind Chefs eher dazu bereit, eine neue Prämie zu vereinbaren und zu zahlen, als das Gehalt einfach pauschal aufzustocken. Wie Du eine Gehaltserhöhung oder Prämie richtig angehst, wie Du das Mitarbeitergespräch vereinbarst und Meilensteine richtig definierst, erfährst Du jetzt.

Unterschied Bonus und Prämie

Bonus und Prämie sind nicht dasselbe. So kommt ein Bonus oft der gesamten Belegschaft zugute. Hat ein Unternehmen ein gutes Jahr hinter sich, entschließen sich die Eigentümer oft dazu, einen Bonus an alle auszuschütten. In vielen Unternehmen gibt es dann jährlich einen Pauschalbetrag von 1000 Euro für jeden Mitarbeiter. Dafür muss man nichts weiter leisten als seine normale Arbeit. Dieser Bonus ist mit einer temporären Gehaltserhöhung oder Prämie vergleichbar.

In manchen Konzernen gibt es dann eine Summe, die sich prozentual an dem Einkommen bemisst. Das bedeutet: Wer mehr verdient, bekommt auch einen höheren Bonus. Allerdings existieren ebenfalls Systeme, in denen jeder Mitarbeiter, vom Lehrling bis zum Werksleiter, die selbe Summe erhält. So gibt es einen Ausgleich und die Mitarbeiter, die sonst weniger Lohn erhalten, bekommen prozentual mehr Geld.

Eine Prämie ist individuell. Mitarbeitergespräche helfen dabei, Meilensteine richtig definieren und mit dem Chef darüber sprechen zu können. Wie kann eine gerechte Vergütung mit Prämie aussehen? Soll es eine Gehaltserhöhung oder Prämiegeben? Viele Chefs möchten lieber eine erfolgsabhängige Prämie zahlen oder aufstocken, als das Gehalt einfach pauschal zu erhöhen. Schließlich muss der Mitarbeiter dann mehr Umsatz oder Gewinn bringen, damit die Prämie Gehalt aufbessern kann. So profitiert der Unternehmer und Chef, sowie Du als Mitarbeiter von einer Gehaltserhöhung oder Prämie.

Wie vereinbarst Du eine Prämie?

Die wichtigste Frage ist nun, wie Du überhaupt zu deiner Prämie kommst? Am besten sprichst Du deswegen mit Deinem Chef. Mitarbeitergespräche formulieren ist nicht einfach, aber schicke ihm einfach eine Mail mit der Bitte, Du möchtest über deine Aufgaben im Unternehmen reden. Ob es eine Gehaltserhöhung oder Prämie gibt, ist jetzt noch nicht wichtig. In manchen Berufen, vor allem im Vertrieb, gehören Prämien für Vertragsabschlüsse sowieso schon fest zu der Vergütung dazu.

Wenn das aber nicht so ist, können Mitarbeitergespräche dabei helfen, eine angemessene Vergütung zu erlangen. Sträubt sich Dein Chef dagegen, dir eine Gehaltserhöhung zu gewähren, so kannst du mit einer Prämie Gehalt aufbessern. Vereinbare dazu Mitarbeitergespräche oder nutze eines davon, um deine Aufgaben anzusprechen. Hast du gerade ein Projekt bekommen und willst smart Kriterien für Projektmangement vereinbaren?

Spreche solche Dinge direkt an und vereinbare konkrete Ziele, die Du erreichen sollst, damit Du eine Prämie erhältst. Du kannst ebenfalls versuchen, deine Prämie an das gesamte Betriebsergebnis zu koppeln, doch dann hast Du wahrscheinlich weniger Einfluss darauf und es ähnelt eher einem Bonus.

Versuche deshalb, ganz konkret anhand deiner Aufgaben, eine Gehaltserhöhung oder Prämie zu vereinbaren. Aber wie hoch soll Deine Prämie nun sein? Welchen Maßstab kannst Du ansetzen? Grundsätzlich gibt es dafür leider keine Vorgaben. Deine Prämie hängt maßgeblich davon ab, wie viel Du ohnehin verdienst, welche Aufgaben Du innerhalb des Unternehmens übernimmst und wie groß dein Unternehmen ist.

Steigerst du den Umsatz und Gewinn, winkt Dir sicherlich eine viel höhere Prämie, als wenn Du nur ein Projekt erfolgreich absolvierst. Aber auch hier gibt es bereits Zahlungen an Arbeitnehmer. Wichtig ist, dass Du auch ohne Prämie bereits genug verdienst, damit Du nicht in finanzielle Schwierigkeiten gerätst. Die Prämie sollte tatsächlich dafür da sein, dass Du mehr Geld hast. Sie sollte nicht so gestaltet sein, dass Du sie zwingend verdienen musst, weil es anders nicht geht. Auch dieses Anliegen solltest Du in Mitarbeitergespräche formulieren.

Vorteile für Arbeitnehmer

Wie können Gehaltserhöhung oder Prämie für Dich als Arbeitnehmer von Vorteil sein? Klar, wenn Du mehr verdienst, stellt dich das erstmal zufriedener. Du fühlst dich mehr wertgeschätzt und die Arbeit erledigt sich sicher etwas leichter. Aber welchen positiven Einfluss können Prämien noch haben? Und wie kann eine Prämie Gehalt sogar noch aufbessern?

Oft geht es Arbeitnehmern darum, eine Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie möchten durch die Prämie eine Aufmerksamkeit erhalten, die es sonst das meiste Jahr über nicht gibt. Gerade in großen Unternehmen fällt man oft nicht auf – eine Gehaltserhöhung oder Prämie ändert das allerdings. Es geht darum, Mitarbeitern eine Freude zu machen und sie dadurch zu motivieren.

Auch befindet man sich bei der Arbeit oft im Trott. Eine Prämie, mit konkreter Zielvereinbarung und smart Kriterien für Projektmangement vereinbaren durchbrechen diese Lethargie und können dazu führen, dass Arbeitnehmer mehr in die Arbeit investieren. Sie möchten Ihre in Mitarbeitergesprächen formulierten Ziele erreichen und Meilensteine richtig definieren. Mit klaren Zielen vor Augen arbeitet es sich oft leichter.

Außerdem helfen dir die angesprochenen smart Kriterien im Projektmangement, um genau zu wissen, was Dein Chef von dir will. So winkt vielleicht nicht nur eine Prämie, sondern auch eine Beförderung.

Vorteile für Arbeitgeber

Viele Arbeitgeber scheuen sich erstmal vor dem Bezahlen einer Prämie. Schließlich sehen sie zuerst nur, dass die Ausgaben steigen könnten. Wer aber klug handelt, der wird Meilensteine richtig definieren und zusammen mit dem Arbeitnehmer davon profitieren.

Eine Prämie motiviert Arbeitnehmer und spornt sie dabei an, ein Projekt erfolgreich zu beenden, einen neuen Auftrag an Land zu ziehen oder den Umsatz anderweitig zu steigern. Wenn die Aussicht auf mehr Gehalt winkt, dann wird der Mitarbeiter mehr dafür leisten und somit sich und dem Unternehmen helfen. Laut Experten ist die Wertschätzung hier ein wichtiger Aspekt. Mitarbeiter, die eine Prämie erhalten, fühlen sich mehr wertgeschätzt und sind bereit, mehr dafür zu leisten.

Dies mündet direkt in den nächsten Punkt: Arbeitnehmer werden durch eine Gehaltserhöhung oder Prämie ans Unternehmen gebunden. Zwar geben finanzielle Aspekte heute nicht mehr den alleinigen Ausschlag für ein Bleiben oder Gehen eines talentierten Angestellten, aber eine Prämie kann dafür sorgen, dass die Verbundenheit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bleibt und sogar noch gestärkt wird. Mitarbeitergespräche können dabei helfen, die Bindung weiter zu stärken.

Zu guter Letzt können Arbeitgeber mit einer Gehaltserhöhung oder Prämie sogar Steuern sparen. Während bei der Gehaltserhöhung aber meistens höhere Steuerlasten anfallen, greifen viele lieber auf die Prämie zurück. Hier gibt es einige Varianten, die Steuern zu senken und somit auch als Arbeitgeber von Prämien zu profitieren.

Folgende Prämien wirken steuermindernd für das Unternehmen

– Berufliche Fortbildungen: Tatsächlich können Fortbildungskosten steuerfrei gewährt werden. Somit haben beide Seiten etwas davon: Der Mitarbeiter bildet sich fort und verbessert seine Kenntnisse. Diese können später wieder in einer Gehaltserhöhung oder Prämie münden. Und der Arbeitgeber bekommt einen besser ausgebildeten Mitarbeiter.

– Pro Mitarbeiter kann ein Unternehmen 500 Euro im Jahr zur Gesundheitsförderung nutzen. Diese Maßnahmen dienen dazu, berufsbedingten Bewegungsmangel auszugleichen oder den Stress, der durch die Arbeit entsteht, zu senken. Dies kann ebenfalls für beide Seiten sinnvoll sein. Schließlich ist eine gute Gesundheit sowohl für Dich, als auch für den Arbeitgeber gut und wichtig.

– Außerdem kann Dir dein Unternehmen pro Jahr einen Rabattbetrag von 1080 Euro gewähren. Bedeutet: Du erwirbst Produkte oder Dienstleistungen deines Unternehmens mit einem Rabatt. Dieser kann dann insgesamt pro Jahr 1080 Euro betragen.

Zudem gibt es noch ein paar Sachbezüge und Sachzuwendungen, die steuererleichternd für Arbeitgeber wirken. Doch wenn Du wirklich mehr verdienen möchtest, kommst Du nicht darum herum, Meilensteine richtig definieren zu müssen. Aber wie machst Du das?

Meilensteine richtig definieren

Mitarbeitergespräche formulieren ist nicht einfach. Doch um mit einer Prämie Gehalt aufzubessern, ist es unablässig, die richtigen Meilensteine aufstellen und erreichen zu können. Aber wie geht das genau?

Vor allem geht es darum, konkrete Meilensteine zu formulieren. Keine schwammigen Formulierungen nutzen, die in alle Richtungen gedehnt werden können, sodass am Ende kein konkretes Ziel vorliegt. Mitarbeitergespräche formulieren vernünftige und belegbare Ziele. So werden genaue Umsetzungen, Verkäufe oder Zieldaten genannt, die für den Arbeitnehmer realistisch sind.

Auch als Arbeitnehmer sollte man seine Umsetzungen dem Chef belegen können. Frage regelmäßig nach oder vereinbare Meetings, auf denen der aktuelle Stand besprochen und Ziele eventuell angepasst werden. Damit die Prämie Gehalt aufbessern kann, sollten mehrere Prämien für verschiedene Ziele vereinbart werden. Beispielsweise sind drei Abstufungen denkbar. Je mehr Du für dich und das Unternehmen erreichst, desto mehr Gehaltserhöhung oder Prämie gibt es. So profitieren wiederum beide Seiten davon.

Halte die Meilensteine zusammen mit deinem Chef in einem Dokument fest, sodass sie jederzeit überprüfbar sind. Dann sollte nichts schief gehen. Achte auch darauf, dass Du deine erreichten Ziele belegen kannst, um deine Gehaltserhöhung oder Prämie auch wirklich zu bekommen.

Die sieben besten Tipps für Deine Gehaltserhöhung oder Prämie

  1. Meilensteine richtig definieren: Lasse keinen Spielraum für Missinterpretationen deines Chefs zu und bereite dich darauf vor, alle erreichten Ziele belegen zu können
  2. Vereinbare Mitarbeitergespräche, um Meilensteine zu definieren und den Status Quo abzugleichen: Bist Du auf einem guten Weg oder musst Du noch etwas anpassen?
  3. Bekommst du keine Gehaltserhöhung oder Prämie, frage deinen Chef, was er dir sonst anbieten kann. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für ein Unternehmen, dir etwas Gutes zu tun.
  4. Achte darauf, dass deine Prämie nicht dein Gehalt ersetzt, sondern Dir wirklich einen Mehrwert bringt. Durch dein Gehalt sollte deine Grundsicherung gewährleistet sein, sodass Du nicht zwingend auf eine Prämie angewiesen bist.
  5. Achte auf gute Bewertungskriterien nach denen Du von deinem Chef beurteilt werden kannst. Lasse Dich nicht auf Kriterien ein, die Du nur schwer erfüllen kannst. Smart Kriterien für Projektmangement zu vereinbaren erleichtern Dir die Arbeit und Zielvorgaben
  6. Versteuere deine Prämien richtig, damit Du keinen Ärger mit dem Fiskus bekommst
  7.  Frage regelmäßig nach einer Gehaltserhöhung oder Prämie. Rechne aber damit, dass Du Meilensteine dafür angepasst werden. Wichtig ist es, Meilensteine richtig definieren und Ziele in Mitarbeitergespräche zu formulieren.

Wie versteuert man seine Prämie?

Wichtig ist natürlich auch die richtige Versteuerung. Schließlich willst Du wegen deiner Prämie keinen Ärger mit dem Finanzamt riskieren. Aber worauf musst Du bei der Versteuerung achten? Grundsätzlich bekommst Du die Prämie wie dein Gehalt ausbezahlt und musst dich erstmal um nichts kümmern. Dein Arbeitgeber bezahlt die Prämie und führt automatisch die Steuern und Sozialabgaben ab. Leider fallen dabei häufig hohe Steuersätze an, weil die Prämie Dein Gehalt erhöht und damit die Steuerlast.

Wichtig ist es deshalb, schon vorher diese Abzüge in einem Lohnrechner durchzurechnen und eine höhere Prämie zu fordern. Du bekommst den Prämienbetrag schließlich nicht netto, sondern brutto ausgezahlt. Der Steuersatz richtet sich je nach deiner persönlichen Einkommenssituation, deshalb kann hier kein pauschales Urteil gefällt werden. Wichtig ist nur, deine Ansprüche vorher auszurechnen, damit Dich keine unerwarteten bösen Überraschungen treffen.

Falls Du aus irgendeinem Grund eine Prämie außerhalb deines normalen Gehalts erhältst und diese Prämie nicht auf deinem Lohnzettel erscheint, solltest Du sie unbedingt bei der nächsten Steuererklärung angeben, damit Du keinen Ärger mit dem Fiskus bekommst. In der Regel kümmert sich aber der Arbeitgeber um alles.

Fazit

Gehaltserhöhung oder Prämie? Diese Frage stellen sich viele Arbeitnehmer. Du hast gesehen, dass Du mit einer klug ausgehandelten Prämie dein Gehalt aufbessern kannst. Mitarbeitergespräche sind dafür unerlässlich. Setze dich mit deinem Chef zusammen, definiere Ziele für dich, wie diese kontrolliert werden und wie Du angemessen dafür vergütet wirst. Meilensteine richtig definieren ist nicht einfach, sollte Dir aber jetzt gelingen.

Achte unbedingt darauf, dass Dir die Prämie brutto ausgezahlt wird. Bekommst Du also 1000 Euro Prämie, so bleiben davon etwa zwischen 500 Euro und 600 Euro übrig – je nach deinem persönlichen Steuersatz. Willst Du also 1000 Euro netto bekommen, solltest Du vorher mit einem Lohnrechner durchrechnen, was Du fordern solltest. Grundsätzlich sollte es für Dich einfacher sein, eine Prämie zu erhalten, als eine pauschale Gehaltserhöhung.

Diese Prämie ist oft an eine oder mehrere Forderungen geknüpft, doch diese sollten Dich auch motivieren und fördern. Sprich deinen Chef auch auf steuermindernde Zusatzleistungen an, sodass ihr beide davon profitiert. Egal ob Gehaltserhöhung oder Prämie, mit diesen Tipps holst du mehr aus dir heraus.

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2 Kommentare zu „Gehalt mit Prämien aufbessern: So erreichst Du Deine Ziele“

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