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[inwave_heading preview_style_1=““ title=“Telefoninterview – Das erwartet Dich und so meisterst Du es“ color_title=“#00366d“]

Du hast eine Einladung für ein telefonisches Bewerbungsgespräch bekommen und fragst Dich jetzt, was Dich erwartet? Dann bist Du hier genau richtig. Wir erklären Dir warum ein telefonisches Bewerbungsgespräch durchgeführt wird, welche Vor- und Nachteile das Telefoninterview hat und wie Du Dich am besten auf die Telefoninterview Fragen vorbereiten kannst.

Telefoninterview als Deine Chance

Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch, denn Du bist eine Runde weiter. Das anstehende Telefoninterview ist ein gutes Zeichen für dich. Schließlich hat sich Dein potentieller neuer Arbeitgeber Deine Bewerbung durchgelesen und festgestellt, dass Deine Person beziehungsweise Deine Fähigkeiten interessant sind, weshalb er Dich näher kennenlernen will.

Das Bewerbungsgespräch am Telefon hat noch nichts zu bedeuten

Allerdings bedeutet das noch nicht, dass Du den Job bereits in der Tasche hast. Die Kehrseite der Medaille: Deine Bewerbung in Schriftform hat noch nicht zu 100 Prozent überzeugt, weshalb sich der Personaler oder auch der Chef selbst ein runderes Bild von Dir verschaffen möchte. Und das am besten ohne großen Aufwand. Nämlich mittels Telefoninterview.

In der Regel sind vor dem Telefoninterview noch einige Fragen offen geblieben. Zum Beispiel folgende:

Hast Du vielleicht einen lückenhaften Lebenslauf eingereicht, welcher einer weiteren Erklärung bedarf? Oder hast Du vielleicht eine längere Zeit im Ausland verbracht und dies ist aus deinem Lebenslauf nicht ersichtlich? In diesem Fall kannst Du davon ausgehen, dass ein telefonisches Bewerbungsgespräch dafür genutzt wird, Dich zu fragen wo und warum Du im Ausland gelebt hast.

Vielleicht bist Du aber auch schon eine ganze Weile arbeitslos und boxt Dich mit verschiedenen Praktika durch. Diese und viele weitere Fragen können im Telefoninterview auf Dich zukommen. Du solltest also vorbereitet sein und diese Fragen nicht nur prompt sondern auch souverän beantworten können.

So bereitest Du Dich auf das Bewerbungsgespräch am Telefon vor

Damit Du am Telefon gut brillieren kann, ist die Vorbereitung auf das Telefoninterview essentiell. Das bedeutet aber nicht, dass Du ein Überfall-Interview akzeptieren musst. Wenn Du aus heiterem Himmel angerufen wirst, um telefonisch interviewt zu werden, kannst Du dies ruhig ablehnen. In diesem Fall sagst Du freundlich aber bestimmt, dass es gerade unpassend ist und fügst hinzu, dass Du aber gerne einen zeitnahen Termin ausmachen möchtest.

Und falls dies nicht schon angegeben wurde, kannst Du dabei auch gleich nachfragen, wie lange das Bewerbungsgespräch am Telefon dauern wird. Auf diese Weise kannst Du Dir genug Zeit einplanen und setzt Dich selbst nicht so unter Druck. Außerdem verrät die Dauer des Telefonates auch gleichzeitig etwas darüber, welchen Fragen Dir eventuell gestellt werden könnten.

Das Telefongespräch: Die Dauer ist entscheidend

Wenn das Bewerbungsgespräch am Telefon nur 20 Minuten dauert, kannst Du davon ausgehen, dass Dein Gesprächspartner lediglich ein paar Basisinformationen in Erfahrung bringen will. Dann geht es meistens nur um ein paar weiterführende Informationen zu Deiner Person oder eventuelle Lücken, welche in Bezug auf Deinen Lebenslauf geklärt werden sollen.

Wenn das Gespräch allerdings eine Stunde dauern soll, dann kannst Dir sicher sein, dass tiefergehende Fragen gestellt werden. Das bedeutet, dass Du Dich für das Telefoninterview auf Fragen vorbereiten solltest, welche auch in einem klassischen Bewerbungsgespräch von Angesicht zu Angesicht gestellt werden. Dann könnten im Telefoninterview Fragen gestellt werden, welche Deine Ziele und Pläne betreffen. Und diese sind ohne Vorbereitung meist schwer zu beantworten.

Die Vor- und Nachteile des Telefoninterviews

Vorteile

Das Bewerbungsgespräch am Telefon bringt Dir einen ganz entscheidenden Vorteil: Deine Gegenüber kann potentielles Zappeln oder kleine Gesten nicht sehen. Es spielt absolut keine Rolle, ob Du nun mit Deinen Füßen wippst oder auch Deine Beine zittern lässt. Ganz gleich ob Du mit einem Anti-Stress-Tool spielst, mit den Fingern reibst oder einfach beim Antworten an die Decke schaut.

All dies kann der Personaler nicht sehen. Gerade wenn Du zu den Menschen gehörst, die schnell nervös werden, kannst Du Dich telefonisch „gehen lassen“. Du befindest Dich bei Dir zu Hause und hast eine gewohnte Umgebung, in der Du telefonisch einfach gelöster agieren kannst. Und das kann sich positiv auf das Gespräch auswirken.

Nachteile

Wenn Du allerdings zu den Menschen gehörst, die sich über eine ausgeprägte Körpersprache mitteilen, ist das Bewerbungsgespräch am Telefon eher ein Verlust. Wenn Du Deine Aussagen grundsätzlich gern durch ausgebildete Gestiken unterstützt und damit auch überzeugen kannst, wird es telefonisch schwierig, die eigene Person ins richtige Licht zu rücken.

Und mal abgesehen davon, kann die gelöste Haltung in den heimischen vier Wänden auch dazu führen, dass Du das Bewerbungsgespräch am Telefon zu locker angehst. Wenn Du in eine legere Haltung verfällst, kann sich das natürlich fatal auf das Telefongespräch auswirken.

Die Vorbereitung auf das Interview

Auch wenn Du den Job noch nicht in der Tasche hast, bekommst Du schon vorab ein paar „Hausaufgaben“ auferlegt, um die Vorbereitung für das Telefoninterview zu optimieren. Du solltest unbedingt Informationen sammeln. Am besten Du besuchst schon vor dem Telefongespräch die Homepage des Unternehmens. Dort sammelst Du so viele Informationen wie möglich. Dies können unter anderem Folgende Informationen zu folgenden Punkten sein:

  • Arbeitgeber
  • Größe des Unternehmens
  • Branche
  • Pläne
  • Produkte oder Top-Personalien

Auf diese Weise kannst Du sicherstellen, dass Du Fragen dieser Art sofort beantworten kannst und nicht in eine unangenehme Situation gerätst. Zum Beispiel wenn Dich der Personaler fragst, warum Du Dich bei diesem Unternehmen überhaupt beworben hast, wenn Du nicht einmal weißt, welches Produkt angeboten oder welcher Service zur Verfügung gestellt wird.

Außerdem hast Du dann den Vorteil, dass Du später eigene Fragen stellen kannst. Auf diese Weise bekommst Du noch mehr Informationen und suggerierst deinem Gegenüber, dass Du ein echtes Interesse an der Position und die Vorbereitung auf das Interview wirklich ernstgenommen hast.

Bereite Dich telefonisch auf Standardfragen vor

Es gibt Fragen, die sind grundsätzlich dabei, wen es darum geht ein Telefoninterview zu führen. Zum Beispiel, wenn es um die unangenehme Frage nach den Stärken und Schwächen geht. Niemand möchte diese Fragen gerne beantworten, aber sie gehören nun einmal zur Vorbereitung auf das Gespräch dazu. Zu Beginn werden jedoch häufig Fragen zum Lebenslauf beziehungsweise zur Berufslaufbahn gestellt. Dazu solltest Du knackige Antworten parat haben.

Lerne Deinen Lebenslauf auswendig

Gerade wenn Du beruflich schon viel „herumgekommen“ bist und Dein Lebenslauf drei oder vier Seiten lang ist, solltest Du Dich zur Vorbereitung für das Telefongespräch unbedingt damit auseinandersetzen, Deinen Lebenslauf perfekt zu beherrschen. Wenn Dir der Personaler also zu einem bestimmten Zeitraum Deiner beruflichen Laufbahn eine Frage stellt, solltest Du diese konkret beantworten können.

Und zwar wie aus der Pistole geschossen. Andernfalls könnte der Personaler zweifeln und sich fragen, ob Du in deinem Lebenslauf geflunkert hast. Konfrontiere Dich mit Deinen in der Vergangenheit ausgeübten Jobs und überlege dir, was Du dazu Positives sagen kannst. Das gilt vor allem dann, wenn Du gefragt wirst, warum Du „dort“ aufgehört hast. Dann sollte Deine Antwort nicht lauten, weil der Chef unfreundlich zu Dir war.

Nutze berufliche Netzwerke

Wenn Du bereits den Namen deines Gesprächspartners kennst, kannst Du Dich auf Xing und in anderen beruflichen Netzwerken über diese Person informieren. Auf diese Weise nimmst Du dem „großen Unbekannten“ den Schleier und hast vielleicht sogar die Möglichkeit, einen persönlichen Bezug herzustellen. Dieser könnte zum Beispiel wie folgt aussehen: „Ich habe gelesen, dass Sie auch gerne joggen…“.

Erwarte den Überraschungsanruf

Nicht jedes Unternehmen ist bereit, seinen Bewerbern einen festen Termin zu geben. Zumindest nicht sofort. Dies kann zu einem echten Stresstest werden. Um ein unerwartetes Telefoninterview führen zu können, musst Du ebenfalls gut vorbereitet sein: Melde Dich am Telefon grundsätzlich mit vollem Namen und gib auch etwaigen Mitbewohnern Bescheid. Solltest Du einen Anrufbeantworter besitzen, ist es wichtig die Ansage zu checken und im Zweifelsfall einen seriösen Text auf das Band zu sprechen.

Spielt das Smartphone mit?

Klar, Smartphones sind eine echte Bereicherung, wenn es um die mobile Erreichbarkeit geht. Doch eben diese Erreichbarkeit, kann Dir bei der Vorbereitung auf das Interview auch einen Strich durch die Rechnung machen. Zum Beispiel, wenn Dein Akku leer ist oder Du gerade mit der U-Bahn fährst und keinen Empfang hast. Auf diese Weise stellst Du Deine Gewissenhaftigkeit sicher. Schließlich könnte der Personaler auf die Idee kommen, dass Du auch im Job schlampig bist, wenn Du schon nicht auf diese kleinen und selbstverständlichen Details achtest.

Ein offizielles Outfit tragen

Keine Frage, dieser Tipp klingt erst einmal sehr skurril. Schließlich geht es um ein telefonisches Bewerbungsgespräch und nicht um einen Videocall. Es ist allerdings Fakt, dass die Wahl Deiner Kleidung und Deine Körperhaltung unbewusst auf Dein Verhalten abfärben. Das ist auch der Grund dafür, weshalb Experten dazu raten, im Homeoffice Hemd, Krawatte und Schuhe, statt eines Bademantels zu tragen.

Es ist deshalb ratsam, dass Du Dich so kleidest, als wenn Du zu einem klassischen Bewerbungsgespräch gehen würdest. Es kann durchaus sein, dass Du Dein Lampenfieber damit kurzfristig erhöhst. Aber durch das Adrenalin welches dann durch Deinen deinen Körper jagt, bist Du aufmerksamer und verbesserst telefonisch Deine Überzeugungskraft.

Du kannst davon ausgehen, dass Dein Gegenüber wesentlich mehr am Telefon hört, als Dir lieb ist. Ganz schlecht wäre zum Beispiel, wenn Du gerade am Ausschlafen bist und durch den Anruf geweckt wirst. Wenn Du dann mit einem verschlafenen „Hallo?“ ans Telefon gehst, kannst Du davon ausgehen, dass Deine Chancen auf den Job in den Keller abrutschen.

Das Telefoninterview führen: Tipps während des Gespräches

Achte darauf, dass Du Hintergrundlärm vermeidest. Schließlich will der Personaler Deine Antworten auch verstehen können. Bellende Hunde, spielende Kinder und fahrende Autos sollten definitiv nicht Bestandteil sein, wenn es darum geht das Telefoninterview zu führen. Ebenso tabu sind TV, Musik und Radio im Hintergrund.

Das wirklich Schlimme am Hintergrundlärm ist die Tatsache, dass Du Deine Prioritäten falsch setzt und dies den Personaler auch noch wissen lässt. Frei nach dem Motto: Es ist wichtiger was im Hintergrund läuft, als Du und Dein Jobangebot. Ihr seid nur zweite Wahl. Das ist ein Verhalten, welches niemand von einem hochmotivierten Mitarbeiter erwartet.

Ein besonderer Tipp an alle Frauen: Auf das Tragen von großen Ohrringen sollte verzichtet werden, wenn Du ein Telefoninterview führen willst, bei dem nichts am Hörer klappert und den Personaler irritiert.

Bei der Vorbereitung für das Telefoninterview solltest Du auch darauf achten, dass Du die entsprechende Atmosphäre schaffst. Dazu kannst Du zum Beispiel Deinen Gegenüber nach seiner Laune fragen. Auf diese Weise schaffst Du gleich zu Beginn eine sympathische Stimmung. Unter Umständen führt dies sogar zu einem angenehmen Smalltalk. Und Du darfst bei deinem Telefongespräch ruhig viel lächeln. Denn das Lächeln kann man am Telefon hören.

Die Stimme ist entscheidend

Des Weiteren solltest Du auf Deine Stimme achten. Deine Sprechweise sollte deutlich und selbstbewusst sein. Also achte darauf, dass Du sowohl die Lautstärke, als auch Deine Atmung und das Tempo regulierst. Letzteres ist besonders wichtig, da viele Menschen zu schnell sprechen, wenn sie nervös werden. Es ist immer hilfreich aufzustehen, um eine feste Haltung, beziehungsweise einen festen Stand einzunehmen.

Atme tief mit dem Bauch, da die Brustatmung allein zu flach für einen selbstbewussten Auftritt ist. Zudem solltest Du Deine Ausdrucksweise bedenken, wenn Du ein seriöses Telefoninterview führen willst. Es gibt Menschen, die am Telefon in eine umgangssprachliche Mundart verfallen. Das ist extrem unangebracht, um im Telefoninterview Fragen zu beantworten.

Es gibt Studien aus denen hervorgeht, dass diese Menschen weniger Intelligent wirken. Außerdem solltest Du darauf achten, dass Du Füllwörter vermeidest. Ein „äh“ oder „öhm“ solltest Du Dir besser verkneifen. Wichtig ist auch, dass Du Ablenkung verhinderst. Das sollte zwar eine Selbstverständlichkeit sein, aber es gibt tatsächlich Menschen, die essen, rauchen oder am Laptop tippen, während sie das Telefoninterview führen.

Vergiss das Wasser nicht

Ebenso hilfreich kann es sein, Wasser bereitzustellen. Denn wenn Du nervös wirst, kann es schnell passieren, dass Du einen trockenen Hals bekommst. Stell Dir deshalb stilles Wasser neben das Telefon. Selbstverständlich ohne Sprudel. Schließlich willst Du dem Personaler im Telefoninterview ja nicht mit einem Aufstoßen gegenübertreten.

Außerdem musst Du damit rechnen, dass die englische Sprache von Dir erwartet wird. Handelt es sich um einen internationalen Konzern, kann es durchaus sein, dass der Personaler zwischendurch ins Englische wechselt. Allerdings weisen die Personaler in der Regel vorher darauf hin, sodass dem Bewerber die Möglichkeit eingeräumt wird, umzudenken. Also keine Panik! Wichtig ist, dass Du damit rechnen musst und dementsprechend vorbereitet bist.

Sprechpausen sind völlig angemessen

Akzeptiere Pausen im Telefoninterview. Auch wenn es insbesondere am Telefon unangenehm ist, wenn peinliches Schweigen herrscht. Im Telefoninterview solltest Du Sprechpausen eher dafür nutzen, um über das Gesprochene nachzudenken und Deine Gedanken zu sammeln. Auf keinen Fall solltest versuchen, die Stille zu überbrücken, indem Du Dein Gegenüber zutextest.

Ebenso wichtig ist es, dass Du nachfragst, wenn Du etwas nicht verstanden hast. Meistens verläuft das Telefoninterview so ab, dass Sätze gesprochen werden, welche erst einmal fremd klingen und nicht sofort Sinn ergeben. Sollte Dir dies passieren, frage ruhig nach. Bitte den Personaler einfach darum, dass er den Satz noch einmal wiederholt. Falsche Scham ist hier unangebracht. Denn eine dumme Antwort ist schlimmer, als eine Nachfrage.

Ganz wichtig: Ausreden lassen

Der Personaler hat den Vortritt. Er ist derjenige, der das Telefoninterview führt, weshalb Du ihn grundsätzlich ausreden lassen solltest. Wenn Du ihm ins Wort fällst, rückst Du Dich nur ins schlechte Licht. Und das gilt es im Telefoninterview zu vermeiden. Und verabschiede Dich persönlich.

Es ist wichtig, dass Du Dir den Namen des Personalers merkst und diesen persönlich damit ansprichst. In der Regel meldet sich der Personaler am Anfang des Gespräches mit seinem Namen. An dieser Stelle solltest Du besonders aufmerksam zuhören. Und wenn Du den Namen akustisch nicht verstanden hast, dann frage ruhig nach!

Aber nicht erst am Ende des Telefonates, indem Du die Frage stellst: „Wie war ihr Name nochmal?“ Damit suggerierst du, dass Du nicht aufmerksam zugehört hast. Sage stattdessen lieber: Verzeihung, ich habe ihren Namen akustisch nicht verstanden. Damit hinterlässt Du einen deutlich besseren Eindruck.

Wenn ein Telefoninterview per Video ansteht

Wenn Du Dich einem Telefoninterview per Video stellen musst, solltest Du zwar seriöse Kleidung wie zum Beispiel einen Anzug oder ein Kostüm anziehen, Du solltest aber auch darauf achten, dass Du Kleidung wählst, in welcher Du Dich wohlfühlst. Denn man sieht es Dir an, wenn Du steif in unbequemer Kleidung vor der Webcam sitzt. Natürlich sollte auch etwas Maske sein.

Und das gilt auch für Männer. Ein glänzendes Gesicht ist einfach nicht hübsch anzuschauen. Da kann schon ein bisschen Puder helfen, um vor der Webcam eine gute Figur zu machen. Wenn Du keine entsprechenden Produkte zu Hause hast, dann kannst Du auch ein Papiertuch nutzen, um Dein Gesicht vorsichtig abzurubbeln.

Spezieller Tipp: Männer sollten auf Seitenlicht achten. Das wirkt einfach markanter. Frauen hingegen sollten Frontallicht verwenden, da dies einen weiblicheren Eindruck vermittelt. Du solltest Dich auf jeden Fall von Deiner Schokoladenseite präsentieren.

Schließlich hat jeder Mensch eine Gesichtshälfte, die einfach besser rüberkommt. Mittels Spiegel findest Du heraus, welche Seite das ist und positionierst die Webcam dann so, dass diese Seite mehr zu sehen ist. Achte nicht nur vor der Webcam, sondern auch im Telefoninterview darauf, dass Du kurze und einfache Sätze formulierst und nicht geschwollen sprichst.

Typische Fragen im Telefoninterview

Neben den Standardfragen, welche wir am Anfang dieses Ratgebers aufgeführt haben, sind die Personaler häufig daran interessiert, latente und raffinierte Fangfragen zu stellen. Die Art und Weise, wie Du auf diese Fragen reagierst, verrät deinem Gegenüber viel über Deine Ziele, Deine Motivation, Deine Werte und Deine Arbeitsweise.

Hier lautet die Grundregel: Niemals versuchen, etwas zu vertuschen. Denn nichts ist peinlicher, als sich in Widersprüche zu verstricken. Zumal Deine Chancen auf den Job dann gleich Null sind. Besser ist es, wenn Du aus Deinen Niederlagen heraus erklärst, was Du in Zukunft besser machen willst. Zum Beispiel bei einem Studienabbruch oder einem Jobverlust. Das soll aber nicht bedeuten, dass Du Dich rechtfertigst.

Es ist wichtig, dass Du zu Deinen Fehlern stehst und nach vorne blickst. Je gründlicher und aufrichtiger Du solche Situationen analysierst, desto überzeugender wirkt Dein Auftritt. Ein Bruch im Lebenslauf ist schon lange keine Schande mehr. Ganz im Gegenteil: Das zeugt heutzutage von echten Persönlichkeiten.

Vorbereitung für das Telefoninterview: Weitere heikle Fragen

Jedes Telefoninterview beinhaltet die Kategorie „schwierige Fragen“. Es ist wichtig, dass Du Dich auf diese vorbereitest. Die Frage danach, was Du an deinem bisherigen Job am wenigsten mochtest zum Beispiel.

Dabei handelt es sich um eine offene Frage, welche dafür gedacht ist, auf eine unaufdringliche Art herauszufinden, wie Du als Bewerber mit Frustrationen und negativen Situationen umgehst. Auch die Frage danach, was Dich an diesem Job am meisten interessiert, könnte Dich aus der Reserve locken, wenn Du nicht darauf vorbereitet bist.

Bei dieser Frage handelt es sich ebenfalls um eine Offene, welche den Bewerber zwingt, eine ebenso differenzierte und konkrete Aussage zu treffen. Dabei gibst Du ganz unbewusst viel über Deine Karriereziele, Deine Interessen und Deine letzte Beschäftigung zu erkennen.

Nicht vergessen: Du bewirbst Dich selbst und Deine Person

Eine weitere unschöne Frage wird gestellt, wenn der Personaler wissen will, ob Du in deinem letzten Job eher Anführer oder Ausführer warst. Die meisten sind gewillt, an dieser Stelle mit „Anführer“ zu antworten.

Doch dann muss diese Antwort auch begründet werden. Und darauf solltest Du vorbereitet sein. Eine ebenso häufig vorkommende Aufforderung im Bewerbungsgespräch ist, dass Du deinem Gegenüber etwas über Dich erzählen sollst, was nicht in deinem Lebenslauf steht. Sicher, dabei handelt es sich um eine provokante und aggressive Frage.

Aber das ist ja nunmal der Sinn und Zweck des Bewerbungsgespräches: Dass Du Werbung für Deine eigene Person machst. Und das bedeutet, dass Du Dich abhebst und klarstellst, dass Du besser als die anderen Bewerber bist. Und vor allem geht es darum, dass Du in Erinnerung bleibst. Deshalb kannst Du auch gleich zur Sache kommen und den Prozess abkürzen.

Wie geht es Ihnen gerade?

Dabei handelt es sich ganz sicher nicht um eine banale Frage, denn schließlich siegt die Macht über den ersten Eindruck. Was ist, wenn Du bei einer so simplen Offerte nicht überzeugend parlieren kannst? Wie willst Du dann bei Kunden oder bei Kollegen ankommen, geschweige denn zum Unternehmen passen?

Was genau wissen Sie über das Unternehmen?

Das Schöne an dieser Frage ist, dass hier nicht nur Klischees und Fachwissen abgeklopft werden. Diese Frage macht auch deutlich, wie intensiv Du Dich mit deinem potentiellen künftigen Job konfrontiert und wie gründlich Du recherchiert hast. Die Frage wird aber auch gern als offene Aussage getroffen: Erzählen Sie mir doch etwas über das Unternehmen!

Wie sieht der perfekte Job für Sie aus, wenn Sie diesen selbst gestalten könnten?

In der Regel wird dem Bewerber mit dieser Frage ein Lächeln entlockt. Und dann kommen sie: Die Schweißperlen auf der Stirn. Denn an dieser Stelle ist zu erkennen, wie reflektiert Du mit dem Job umgehst. Die Frage zeigt auch auf, welche Pläne Du hast und ob Du ein Treiber Deiner Karriere bist. Viele Menschen lassen sich eher treiben.

Was können Sie ihren neuen Kollegen beibringen oder was können diese von Ihnen lernen?

Mit dieser Frage zielt der Personaler auf den Mehrwert ab, welchen Du als Neuling zum Unternehmen beisteuerst. Außerdem wird diese Antwort deinem Gegenüber aufzeigen, wie kollaborativ Du bist.

Was werden Sie in den nächsten drei Monaten als erstes unternehmen, wenn wir Sie jetzt einstellen?

Bei dieser Frage geht es wirklich ans Eingemachte. Mit dieser Frage zwingt der Personaler den Kandidaten dazu, konkrete Handlungen zu verbalisieren, indem er seinen neuen Job schon an dieser Stelle imaginiert. Damit lieferst Du gute Indizien, ob Du in den ersten 90 Tagen Erfolg haben wirst oder doch nicht zum Unternehmen passt.

Fazit – Ein Telefoninterview ist nicht leicht

Keine Frage, ein Telefoninterview ist mit Stress, Adrenalin und Nervosität verbunden. Aber da die Telefoninterviews inzwischen immer häufiger durchgeführt werden, kommen viele Menschen bei der Jobsuche nicht drum herum. Wer sich gut vorbereitet, hat die besten Chancen, das unangenehme Gespräch souverän zu meistern.

Das Wichtigste ist, dass Du Deinen potentiellen neuen Arbeitgeber davon überzeugen kannst, dass Du den Job haben willst, weil er Dir gefällt und nicht weil Du dazu gezwungen bist, um Deinen Alltag finanziell zu meistern. Bei einem Telefoninterview geht es nicht nur darum, was Du sagst und wie Du es sagst, sondern auch was der Personaler sonst noch hören kann. Hintergrundgeräusche sind deshalb ein absolutes No-go. Du sollst Dich schließlich voll und ganz auf den Personaler und das Telefoninterview konzentrieren. Einfache Tipps wie ein Glas stilles Wasser gegen den trockenen Hals, können dabei schon wahre Wunder bewirken. Ebenso wie eine standfeste Haltung und die Kleidung, die Du währenddessen trägst.

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