Mit diesen Eigenschaften überzeugst Du Deinen Chef im Vorstellungsgespräch

Glückwunsch! Du hast es tatsächlich geschafft- Deine Bewerbungsunterlagen haben den Chef oder Personalleiter so überzeugt, dass Du zum Vorstellungsgespräch einladen wurdest. Nun heißt es also: die Chance nutzen und im Bewerbungsgespräch punkten. Doch wie kannst Du Deine Mitbewerber schlussendlich „ausstechen“ und das Rennen um den begehrten Job machen? Welche Eigenschaften werden von Dir im Vorstellungsgespräch erwartet?

Gibt es tatsächlich „gute Eigenschaften im Vorstellungsgespräch“, die Du kennen solltest? Wie kann ich mich perfekt auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten? Der nachfolgende Text liefert Dir Antworten auf genau diese Fragen und gibt Dir zudem Tipps, wie Du im Bewerbungsgespräch Punkte und Sympathiepunkte sammeln kannst.

Warum sind gute Charaktereigenschaften überhaupt wichtig?

Gute Eigenschaften öffnen Dir nicht nur Türen im Vorstellungsgespräch, sondern auch im täglichen Miteinander mit den Menschen. Schließlich sind wir zwar Individuen, leben jedoch in einer Gesellschaft zusammen. In dieser muss selbstverständlich jeder auf den anderen Rücksicht nehmen.

Gute Eigenschaften werden aber auch im Job gefordert, da sie nicht nur das Miteinander erleichtern, sondern wirtschaftlich von Vorteil sind. Letztendlich sucht der Chef einen neuen Arbeiter, der für ihn (und die Firma) Aufgaben und Arbeiten übernimmt. Im Vorstellungsgespräch zählst Du in erster Linie als Mensch, aber auch als Arbeitskraft, die in das Unternehmen integriert werden soll. Der Chef muss somit Vorstellungsgespräch herausfinden, ob Du die Person bist, die vom Unternehmen gewünscht wird.

Gute Eigenschaften im Vorstellungsgespräch: welche genau sind das?

1. Die Fach- und Sachkompetenz

Diese Eigenschaft ist im Vorstellungsgespräch besonders wichtig. Warum? Schließlich ist genau dies der Hauptgrund, warum Du Dich im Unternehmen beworben hast. Dein Chef möchte von Dir wissen, welche Erfahrungen Du bereits in dem Arbeitsgebiet gesammelt hast, ob Du Dich mit dem Unternehmen oder der Branche entsprechend auskennst. Hier kannst Du zum Beispiel wunderbar auf Praktika oder bisherige Berufserfahrungen zurückgreifen und dem Arbeitgeber berichten. Signalisiere Interesse am Unternehmen und stelle zum Beispiel eine Frage, die Dir angemessen und wichtig erscheint, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet.

2. Teamfähigkeit

Einer der wohl wichtigsten Eigenschaften, die Du besitzen solltest. Nicht nur im Privatleben solltest Du in der Lage sein, Aufgaben im Team zu meistern, sondern selbstverständlich auch in Deinem Beruf. Diese Eigenschaft wird wohl von jedem Personaler verlangt, einfach deshalb, weil sie von unschätzbarem Wert ist und Zusammenarbeit immer gefragt ist. Du solltest aber nicht nur in der Lage sein, im Team zu arbeiten, sondern solltest auch Verantwortung übernehmen und dies ruhig im Bewerbungsgespräch betonen. So sieht der Chef, dass Du sowohl Teamspieler bist, aber auch selbständig Aufgaben erledigen kannst.

3. Selbstständigkeit/Eigenverantwortlichkeit

Diese Eigenschaft deckt sich ein bisschen mit den vorherigen Eigenschaften, wird von den Personalchefs jedoch gerne gesehen. Mit diesen Charaktereigenschaften zeigst Du, dass Du in der Lage bist, selbständig Aufgaben zu erkennen, diese abzuarbeiten, aber auch um Hilfe zu fragen (etwa bei Kollegen oder Vorgesetzten) wenn es nötig sein sollte. Zudem bedeutet Eigenverantwortlichkeit auch ein Stück weit, dass Du sehr genau weißt, wo Deine Stärken und Schwächen liegen, wann Du lieber einmal nachfragen solltest oder wo Du Dinge am besten nachschlagen kannst. Als Beispiel kannst Du Deine vorherigen Arbeitserfahrungen schildern oder Projekte erwähnen, an denen Du selbständig beteiligt warst.

Im Vorstellungsgespräch ebenso gerne gesehen ist die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Schließlich möchtest Du Dich und das Unternehmen voranbringen. Auch hier kannst Du einen Eindruck aus früheren Arbeiten, Praktika oder Projekten vermitteln, die Du Deinem zukünftigen Chef erzählst, um Ihn von Deinen guten Eigenschaften zu überzeugen.

Weitere gute Eigenschaften im Vorstellungsgespräch

Ebenso gerne gesehen bei Chefs ist die Fähigkeit zur Mobilität. Damit ist nicht Pünktlichkeit oder Zuverlässigkeit gemeint, denn diese Eigenschaften sollten selbstverständlich sein. Vielmehr geht es bei der Mobilität darum, beruflich umherzureisen oder auch die Bereitschaft zu zeigen, einen Umzug zu erwägen. Flexibilität und Mobilität werden heutzutage immer wichtiger, da auch die Unternehmen global denken und ihre Mitarbeiter zum Teil auf Dienstreisen oder Fortbildungen schicken, die nicht am direkten Standort der Firma sind. Den Punkt der Mobilität kannst Du zum Beispiel wunderbar unterstreichen, indem Du auf vergangene Auslandsaufenthalte oder auf Dein Studium/Praktikum im Ausland verweist.

5. Offen für Kompromisse und aufgeschlossenes Verhalten

Wer zu sehr mit dem Kopf durch die Wand möchte, wird es beim Vorstellungsgespräch schwer haben. Zwar sind auch Eigenschaften wie Durchsetzungsfähigkeit gerne gesehen, allzu sehr herausstechen sollte sie jedoch nicht. Vielmehr erwartet Dein Chef von Dir, dass Du Dich im Zuge der Teamfähigkeit auch vernünftig mit Kollegen oder Vorgesetzen einigen kannst, wenn es einmal zu Konflikten oder Problemen kommen sollte. Ein idealer Verweis könnte hier zum Beispiel Deine Tätigkeit als Mediator oder Konfliktlöser in der Schule/Studium/Praktikum sein.

So sieht Dein Chef, dass Du mit Konfliktsituationen vertraut und in der Lage bist, Lösungswege oder Vorschläge anzubieten. Auch Aufgeschlossenheit zählt zu den guten Eigenschaften in einem Bewerbungsgespräch. Ein aufgeschlossenes Verhalten hat auch etwas mit der Art zu tun, wie Du auf Deine Mitmenschen zugehst, wie Du auf neue Ideen und Vorschläge reagierst. Wiegelst Du zuerst die Risiken und Contra-Punkte ab? Oder hörst Du Dir Vorschläge erst einmal in Ruhe an?

Gute Eigenschaften im Vorstellungsgespräch: Zielstrebigkeit und Lernbereitschaft

Du arbeitest gern fokussiert auf Dein Ziel hin und ruhst nicht eher, bist Du Deine Aufgabe vollendet hast? Auch diese Eigenschaft wird gerne gesehen. Hier musst Du jedoch aufpassen, dass Du nicht zu „forsch“ herüberkommst, da zu zielstrebiges Verhalten auch falsch oder zu dominant ausgelegt werden kann. Die nächste Eigenschaft, die Du wunderbar an Deinem Lebenslauf „vertiefen“ kannst, ist die Bereitschaft zu Lernen und sich immer weiterfortzubilden.

Du hast beispielsweise angefangen, eine Fremdsprache oder ein Instrument zu erlernen? Damit zeigst Du Deinem Chef, dass Du bereit bist, Dich weiterzubilden. Frage beispielsweise bei Gelegenheit nach, welche Weiterbildungsmaßnahmen das Unternehmen anbietet oder- noch besser, erzähle, dass Du mit Interesse die Fortbildungsmöglichkeiten auf der Internetseite gelesen hast.

Wie den Chef /Personaler im Bewerbungsgespräch überzeugen?

Gute Eigenschaften im Vorstellungsgespräch sind natürlich eine schöne Sache. Jedoch muss der Chef von diesen auch überzeugt werden. Erhältst Du nun die Einladung zum Bewerbungsgespräch, solltest Du Dich auf dieses entsprechend vorbereiten. Dazu gehört nicht nur das passende und vor allem saubere (und gebügelte) Outfit und ein annehmbares Erscheinungsbild, sondern auch die innere Einstellung, mit der Du zum Bewerbungsgespräch gehen solltest.

Gute Eigenschaften im Bewerbungsgespräch hervorzuheben ist deshalb sinnvoll, weil es im Bewerbungsgespräch vor allem darum geht, sich besser kennen zu lernen. Der Arbeitgeber möchte vor allem wissen, wer genau hinter der eingesendeten Bewerbungsmappe steckt und ob der erste Eindruck sich mit Deinem „echten Ich“ deckt. Als gute Eigenschaften im Vorstellungsgespräch gelten natürlich die oben genannten, die immer sehr gut bei Chefs ankommen. Dennoch müssen auch andere gute Eigenschaften im Vorstellungsgespräch genannt werden: so bewirbst Du Dich zwar um diesen Job, solltest aber nicht zu unterwürfig oder gar als „Bittsteller“ auftreten. Hier ist sogar ein gesundes Selbstbewusstsein gefragt, da auch Dein Chef registriert, wenn Du zu unterwürfig oder schüchtern erscheinst.

Als gute Eigenschaften im Vorstellungsgespräch gelten immer noch die „Soft Skills“, zum Beispiel Kommunikationsbereitschaft und ein höfliches Verhalten. Bedenke: schon beim Hereinkommen und der Begrüßung wird Dein Chef sich ein erstes Bild von Dir machen. Wie bist Du gekleidet? Wie verläuft der Händedruck? Vor allem der Händedruck sollte niemals zu „schlaff“ sein, gerade wenn Du eine Frau bist. Ein „gesunder“ Händedruck vermittelt dem Chef ein gutes Selbstbewusstsein, dies sollte auch Deine Körperspannung und gesamte Haltung ausdrücken.

Charaktereigenschaften wie offenes und gefühlvolles Verhalten machen symphytisch

Als gute Eigenschaften im Vorstellungsgespräch sollten auch die oben genannten Charakterzüge nicht fehlen. So haben Studien in Texas belegt, dass ein zu „cooles“ Verhalten bei den Chefs gar nicht gut ankommt. Bist Du als Bewerber „zu überzeugt“ von Dir, wird dies oft als empathielos oder rücksichtslos verstanden. Vermittle schon bei der Begrüßung, dass Du Dich freust, eingeladen worden zu sein. Am besten gelingt dies natürlich mit einem Lächeln. Eine offene Kommunikation wirkt ebenfalls positiv: so könntest Du während der Begrüßung sagen, dass Du Dich freust hier zu sein oder Dich nochmals für die Einladung bedanken. Etwas Smalltalk kann die Stimmung ebenfalls aufbessern.

Oft fragen die Chefs zum Beispiel, wie die Anreise gelaufen ist und ob Du gut hergefunden hast. Hier solltest Du wenn nur Positives berichten- etwa, dass Du Dich zwar zunächst fast verlaufen hättest, dann aber schnell nach dem Weg gefragt hast oder Dein Handy benutzt hast. So zeigst Du Deinem Chef: ich kann auch in „heiklen“ Situationen schnell reagieren und durch Kommunikation an mein Ziel gelangen. Niemals solltest Du Fragen mit „Einzeilern“ beantworten. Also nicht zum Beispiel einfach nur „gut“ oder „ja“ antworten. Dies wirkt nicht nur unhöflich, sondern auch unkommunikativ und steif.

Gute Eigenschaften im Vorstellungsgespräch vereinen: die Selbstpräsentation

Die so genannte „Selbstpräsentation“ kommt in fast jedem Bewerbungsgespräch vor. So wird der Chef zum Beispiel sagen: „Erzählen Sie doch mal ein bisschen über sich“ oder „Warum sollte unser Unternehmen Sie einstellen?“. Dieser Part des Bewerbungsgesprächs ist dient vor allem dazu, sich einen weiteren Eindruck von Dir zu verschaffen. Wie geht der Bewerber mit dieser Frage um? Hält er den Stress aus? Inwiefern passen die Aussagen im Lebenslauf zu den Aussagen hier im Gespräch? Gute Eigenschaften im Vorstellungsgespräch kommen nun vielfach zum Ausdruck. So musst Du Deinen Chef natürlich von Dir überzeugen, musst jedoch auch spontan in der Lage sein, einen Übergang zum Unternehmen zu schaffen.

Die Selbstpräsentation dauert in der Regel nur wenige Minuten und heißt nicht, dass Du nun Deinen kompletten Lebenslauf erzählen sollst. Der Chef möchte wissen, warum ausgerechnet Du auf die ausgewiesene Stelle im Unternehmen passt. So kannst Du beispielsweise so beginnen, in dem Du Dich für die Einladung bedankst oder ganz ehrlich sagst, dass Du Dir schon Gedanken zu diesem Punkt gemacht hast. Du stellst Dich noch einmal kurz namentlich vor, erwähnst Deine letzte Arbeitsstelle oder Deinen Abschluss.

Überlege Dir im Vorfeld zwei bis drei Stationen/Projekte/Arbeitsfelder, die Du damals absolviert hast und die zur jetztigen Stellenausschreibung passen. Damit schlägst Du auch einen Bogen zum neuen Arbeitgeber und stellst eine Verbindung her. Dazu musst Du Dich im Vorfeld natürlich eingehend mit der Stellenanzeige und dem Unternehmen an sich beschäftigen. Wichtig in diesem Part des Vorstellungsgespräches ist es, die Chefs von Dir zu überzeugen. Jedoch solltest Du natürlich nicht arrogant oder eingebildet erscheinen.

Als gute Formel hat sich hier die „Ich bin-ich kann- ich will“ Formel erwiesen. So kannst Du Dich zunächst vorstellen und Deinen letzten Abschluss erwähnen. In der ich-kann Phase folgen nun die wichtigen Stationen aus Deinem Lebenslauf oder Eigenschaften, die zum Unternehmen passen. Dies drückst Du in der „Ich will“ Phase aus. Was möchtest Du in diesem Unternehmen leisten? Es muss klar sein, dass Deine Entwicklung in genau diesem Unternehmen weitergehen soll.

Gute Eigenschaften im Vorstellungsgespräch: wahres Interesse und Begeisterung

Auch dies sind gute Eigenschaften im Vorstellungsgespräch, die Dein Chef unbedingt sehen möchte. Dies heißt also, dass Du nicht bloß Deine Vorstellung „herunterleiern“ solltest, sondern wirklich mit Begeisterung dabei sein solltest. Diese Begeisterung sollte auch bis zum Schluss des Gesprächs beibehalten werden. Eine sehr beliebte Frage von Personalchefs ist: „Haben Sie sonst noch irgendwelche Fragen?“. Hier solltest Du auf keinen Fall einfach mit „nein“ antworten. Dies kommt im Vorstellungsgespräch gar nicht gut an. Informiere Dich im Vorfeld ausreichend und stelle zum Beispiel eine Frage zu einem spannenden Projekt, welches das Unternehmen gerade durchführt.

Gute Eigenschaften in einem Vorstellungsgespräch sind also zwingend notwendig, um im Vorstellungsgespräch bei den Chefs zu punkten. Dennoch solltest Du natürlich immer noch „Du“ bleiben und Dich keineswegs total verstellen.

Qualifikationen im Vorstellungsgespräch – So bringen Sie sie richtig & souverän rüber

Der Zweck eines Vorstellungsgesprächs besteht darin, zu zeigen, warum Sie die richtige Person für diesen Job sind. Der beste Weg, dies zu tun ist Ihre Fähigkeiten, Ausbildung und Erfahrungen deutlich zu machen. Diese haben Sie darauf vorbereitet, diese Aufgaben für den Job besser zu erfüllen als jeder andere in Betracht gezogene Kandidat.

Es ist wichtig dem Personalchef zu zeigen, dass Sie nicht nur über die Qualifikationen verfügen, sondern auch, dass Sie sie anwenden können. Erinnern Sie die Person, die Ihnen gegenüber sitzt, an Ihre relevanten Zertifizierungen und überzeugen Sie sie, dass Sie die richtige Wahl sind.

Die gute Nachricht ist, dass der Personalchef Ihnen höchstwahrscheinlich viele Möglichkeiten bietet, Ihre Eignung für die Rolle unter Beweis zu stellen. Die meisten Vorstellungsgespräche beinhalten eine Reihe von Fragen des Personalverantwortlichen. Seien Sie aufmerksam und hören Sie gut zu bei Fragen zu Ihren Qualifikationen. Seien Sie bereit für Antworten, die zeigen, warum Sie gut zu diesem Job passen.

Stärken und Schwächen für das Vorstellungsgespräch

Es gibt typische Fragen im Vorstellungsgespräch, die Arbeitgeber stellen, unabhängig von der Position und dem Unternehmen. Eine der häufigsten Bewerbungsfragen ist: „Was ist Ihre größte Schwäche?“, oft gefolgt von der Frage, „Was ist Ihre größte Stärke?“.

Diese Fragen können auf viele verschiedene Arten formuliert werden, aber die Arbeitgeber fragen sie aus den gleichen Gründen. Einerseits will der Arbeitgeber erfahren, was Ihre Stärken, Schwächen, Qualifikationen oder Zertifizierungen sind, andererseits spielt es eine große Rolle, wie sie mit diesen Fragen umgehen und wie Sie darauf vorbereitet sind. Die Vorbereitung auf Ihr Vorstellungsgespräch ist also mitentscheidend für ein gutes Ergebnis. Denken Sie darüber nach, wie Sie typische Fragen im Bewerbungsgespräch beantworten können.

Negative und positive Fähigkeiten sind für jeden Job unterschiedlich. Was eine Stärke für einen Bewerber sein könnte, kann für einen anderen Bewerber etwas ganz anderes bedeuten. Im Allgemeinen gibt es einige Stärken und Schwächen, die Sie bei einem Vorstellungsgespräch erwähnen sollten und welche lieber nicht.

Hier sehen Sie zwei Beispiele, wie solche typischen Fragen im Bewerbungsgespräch aussehen könnten und was eine passende Antwort dazu wäre:

Was sind Ihre größten Stärken?

Diese Frage gibt Ihnen die Möglichkeit, sowohl über Ihre fachlichen als auch über Ihre sozialen Kompetenzen zu sprechen. Um zu antworten, teilen Sie Qualitäten und persönliche Attribute und beziehen Sie sie dann wieder auf den Job, für den Sie sich gerade bewerben.

Beispiel: „Ich bin ein natürlicher Problemlöser. Ich finde es lohnend, tief zu graben und Lösungen für Herausforderungen aufzudecken – es ist wie das Lösen eines Rätsels. Es ist etwas, worin ich mich immer ausgezeichnet habe, und etwas, das mir Spaß macht. Bei der Produktentwicklung geht es in hohem Maße darum, innovative Lösungen für herausfordernde Themen zu finden, was mich überhaupt erst zu diesem Karriereweg geführt hat.“

Was sind Ihre größten Schwächen?

Es kann unangenehm sein, seine Defizite in einem Umfeld zu diskutieren, in dem man erwartet, dass man sich auf seine Leistungen konzentriert. Wenn Sie jedoch richtig geantwortet haben, kann das Teilen Ihrer Schwächen zeigen, dass Sie selbst bewusst sind und Ihre beruflichen Eigenschaften, die für viele Arbeitgeber äußerst attraktiv sind, kontinuierlich verbessern wollen. Denken Sie daran, mit der Schwäche zu beginnen und dann die Maßnahmen zu besprechen, die Sie zur Verbesserung ergriffen haben. Auf diese Weise beenden Sie Ihre Antwort mit einer positiven Note.

Beispiel: „Ich habe manchmal Schwierigkeiten, Nein zu sagen und bin am Ende von meiner Arbeitsbelastung überwältigt. Zu Beginn meiner Karriere habe ich so viele Projekte übernommen, dass ich abends und am Wochenende arbeitete. Es war stressig. Ich erkannte, dass dies kontraproduktiv war, und so begann ich, Workload-Management-Tools zu verwenden und bessere Erwartungen an mich und meine Teamkollegen zu stellen.“

Wie beantwortet man typische Fragen im Vorstellungsgespräch?

Wenn Sie Bewerbungsfragen beantworten, denken Sie immer an die Stellenbeschreibung und die damit geforderten Fähigkeiten. Bei Fragen zu Ihren Stärken konzentrieren Sie sich auf diejenigen, die Sie haben und die für den Job erforderlich sind. Wenn beispielsweise ein Job viel Arbeit in Teamprojekten verlangt, könnten Sie mit Ihrer Teamfähigkeit und Ihrer Sozialkompetenz überzeugen.

Wenn Sie Fragen zu Ihren Schwächen beantworten, vermeiden Sie solche, die Sie für den Job ungeeignet machen würden. Zum Beispiel, wenn der Job viel technisches Geschick erfordert, sagen Sie nicht, dass Ihre Schwäche die Technologie ist. Auch egal welche Defizite Sie wählen, versuchen Sie, Ihre Antwort positiv zu beeinflussen.

Sie sehen also, dass es Möglichkeiten gibt, sich gut auf ein Vorstellungsgespräch vorzubereiten und sowohl Defizite, positive Fähigkeiten als auch andere Qualifikationen gekonnt zum Ausdruck zu bringen.

Um Ihr nächstes Vorstellungsgespräch dementsprechend gut vorzubereiten sollten Sie also Antworten auf mehrere Fragen zu Ihren Skills vorbereiten.

Tipps zur Beantwortung von Fragen zu Ihren Qualifikationen im Vorstellungsgespräch

Bereiten Sie sich rechtzeitig für Ihr Vorstellungsgespräch vor

Das Wichtigste, um Fragen zu Ihren Fähigkeiten für den Job zu beantworten, ist die Vorbereitung. Lesen Sie vor dem Vorstellungsgespräch die Stellenausschreibung noch einmal gut durch. Notieren Sie sich alle Anforderungen für den Job. Denken Sie darüber nach, welche Fähigkeiten, Erfahrungen und Fertigkeit Sie haben, die den Anforderungen des Jobs entsprechen.

Stellen Sie sicher, dass Sie für jede Ihrer Qualifikationen mindestens ein Beispiel haben, wie Sie diese Fähigkeit oder Fertigkeit am vorherigen Arbeitsplatz oder im Alltag allgemein nachgewiesen haben. Achten Sie darauf, dass Sie diese Qualifikationen während des Interviews hervorheben.

Eine weitere Möglichkeit der Vorbereitung ist die Recherche über das Unternehmen. Lernen Sie die Unternehmenskultur sowie die Mission und die Ziele des Unternehmens kennen. Dies wird Ihnen helfen, Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen sowohl mit dem Job als auch mit dem Unternehmen in Verbindung zu bringen. So können Sie sich auch für typische Fragen im Vorstellungsgespräch vorbereiten.

Hören Sie genau zu

Einer der häufigsten Fehler im Vorstellungsgespräch ist, dass man zu viel redet. Ein weiterer Fehler besteht darin, nicht darauf zu achten, was die Person, die das Vorstellungsgespräch führt, sagt. Beides deutet darauf hin, dass Sie den konkreten Fragen ausweichen.

Denken Sie daran, dass ein Vorstellungsgespräch ein Gespräch ist und kein Monolog. Sie sind da, um sich mit der anderen Person in Kontakt zu treten, also wirklich zuzuhören, was sie zu sagen hat.

Lassen Sie sich Zeit

Wenn Sie die Antwort auf eine Frage nicht kennen, nehmen Sie sich einen Moment Zeit. Es wird sich unnatürlich anfühlen – 30 Sekunden des Nachdenkens mögen sich für Sie wie eine halbe Stunde Stille anfühlen – aber es ist viel besser, eine kurze Pause zum Nachdenken zu nehmen, als zu eilen. Es ist in Ordnung, mehr Informationen anzufordern, um zu klären, was es mit der Frage auf sich hat. Tatsächlich kann dies dazu führen, dass Sie selbstbewusster und vertrauenswürdiger erscheinen.

Verwenden Sie Beispiele zu Ihren Qualifikationen im Vorstellungsgespräch

Wenn Sie eine Frage zu Ihren Qualifikationen beantworten, verwenden Sie nach Möglichkeit immer Beispiele. So können Sie nicht nur dem Arbeitgeber sagen, warum Sie qualifiziert sind, sondern ihm auch zeigen, wie Sie diese Fähigkeiten anwenden. Wenn Sie ein Beispiel aus Ihrer bisherigen Berufserfahrung geben, konzentrieren Sie sich darauf, wie Ihr Einsatz dieser Fähigkeit zum Erfolg des Unternehmens beigetragen hat.

Wenn Sie beispielsweise angeben, dass Sie ein/e erfahrene/r Projektmanager/in sind, können Sie ein Beispiel für ein Projekt geben, das Sie geleitet haben. Zusätzlich können Sie erwähnen, dass dieses Projekt rechtzeitig abgeschlossen wurde und dem Unternehmen geholfen hat Geld zu verdienen oder Geld zu sparen. Sollten Sie Erfahrungen in bestimmten Bereichen haben, zeigen Sie dies auch. Sie müssen immer daran denken, dass es auch noch andere Bewerber für diesen Job gibt.

Vermeiden Sie Negatives im Vorstellungsgespräch

Reden Sie nicht schlecht über Ihren alten Chef, Ihre Kollegen oder Ihre Firma. Das könnte negativ beim Arbeitgeber ankommen, auch wenn die alte Firma ein Konkurrenz sein könnte.
Denken Sie daran, dass der Arbeitgeber vor allem nach Menschen sucht, die gute Arbeit im Team leisten. Wenn Sie während des Gesprächs positiv denken, wird sich zeigen, dass Sie nicht nur für die Arbeit qualifiziert sind, sondern auch, dass Sie ein motivierendes Arbeitsumfeld für die Gruppe schaffen.

Demonstrieren Sie Ihre Fähigkeiten im Vorstellungsgespräch

Beschreiben Sie nicht nur Ihre Fähigkeiten für den Job, sondern bieten Sie auch an diese nachzuweisen. Sollten beispielsweise Schreibfähigkeiten für den Job relevant sein, bringen Sie eine Schreibprobe mit zum Bewerbungsgespräch. Demonstrieren Sie, wie Sie Ihre Fähigkeiten anwenden. Am Praxisbeispiel wird das am besten deutlich.

Ein weiterer positiver Aspekt, womit Sie den Arbeitgeber beeindrucken können ist das Ziele setzen. Erklären Sie dem Arbeitgeber, welche Ziele Sie für den Job haben. Wie möchten Sie diese Ziele erreichen. Setzen Sie sich am besten ein Limit, was Sie in den ersten 2-3 Monaten erreichen möchten, so zeigen Sie, wie engagiert Sie für diesen Job sind.

Typische Fragen im Vorstellungsgespräch

Ihrem bevorstehenden Vorstellungsgespräch sollte nichts mehr im Weg stehen, wenn Sie sich gut vorbereiten und Ihre Skills zum Einsatz bringen. Nachfolgend werden Ihnen einige typische Fragen im Vorstellungsgespräch vorgelegt, mit denen Sie sich auf Ihre zukünftigen Bewerbungsfragen vorbereiten können. Sie werden sehen, es wird Ihnen einfacher fallen auf Ihre Fähigkeiten einzugehen, Ihre Qualifikationen zum Ausdruck zu bringen und gekonnt mit allgemeinen Bewerbungsfragen umzugehen.

Typische Fragen im Vorstellungsgespräch

  1. Erzählen Sie etwas von sich.
  2. Warum sollten wir Sie einstellen?
  3. Was ist Ihr langfristiges Ziel?
  4. Was ist Ihre größte Leistung?
  5. Wie hat Sie Ihre Ausbildung auf Ihre Karriere vorbereitet?
  6. Sind Sie ein Teamplayer?
  7. Hatten Sie jemals einen Konflikt mit einem Chef oder Professor? Wie haben Sie es gelöst?
  8. Was ist Ihre größte Stärke?
  9. Was ist Ihre größte Schwäche?
  10. Wenn ich einen Ihrer Professoren (oder einen Chef) bitten würde, Sie zu beschreiben, was würde er oder sie sagen?
  11. Welche Eigenschaften sollte Ihrer Meinung nach ein erfolgreicher Mitarbeiter haben?
  12. Wie würden Sie Ihren idealen Job beschreiben?
  13. Warum haben Sie sich für diese Karriere entschieden?
  14. Wann haben Sie sich für diese Karriere entschieden?
  15. Welche Ziele haben Sie in Ihrer Karriere?
  16. Wie planen Sie, Ihre Karriereziele zu erreichen?
  17. Wie definieren Sie persönlich den Erfolg?
  18. Beschreiben Sie eine Situation, in der Sie erfolgreich waren.
  19. Was glauben Sie, was es braucht, um in dieser Karriere erfolgreich zu sein?
  20. Welche Leistungen haben Ihnen die größte Zufriedenheit in Ihrem Leben beschert?
  21. Was motiviert Sie?
  22. Erzählen Sie mir von einigen Ihrer jüngsten Ziele und was Sie getan haben, um sie zu erreichen.
  23. Was sind Ihre kurzfristigen Ziele?
  24. Wie sehen Ihre mittelfristigen Ziele aus?
  25. Was würde Ihr ehemaliger Chef über Sie sagen?
  26. Sind Sie eine zielorientierte Person?
  27. Wo wollen Sie in zehn Jahre sein?
  28. Können Sie mit Konflikten umgehen?
  29. Mit welchem großen Problemen hatten Sie in letzter Zeit zu kämpfen?
  30. Können Sie gut mit Druck umgehen?
  31. Warum haben Sie sich für diesen Betrieb entschieden?
  32. Welche Veränderungen würden Sie an diesem Betrieb vornehmen?
  33. Macht es Ihnen Spaß, unabhängig zu recherchieren?
  34. Haben Sie Pläne für eine Weiterbildung?
  35. Wie viel Training denken Sie, werden Sie benötigen, um ein produktiver Mitarbeiter zu werden?
  36. Warum wollen Sie in dieser Firma arbeiten?
  37. Was wissen Sie über unser Unternehmen?
  38. Warum interessieren Sie sich für unser Unternehmen?
  39. Wie vertraut sind Sie mit der Community, in der wir uns befinden?
  40. Sind Sie bereit umzuziehen? In der Zukunft?

Das Vorstellungsgespräch – Ein Buch mit sieben Siegeln oder doch ein guter Gradmesser?

Es gibt durchaus angenehmere Dinge als Vorstellungsgespräche. Für den Traumjob muss aber jeder mindestens einmal im Leben ein Vorstellungsgespräch durchlaufen. Der Regelfall ist eher der, dass man im Leben mehrere Jobs durchläuft und dafür auch jeweils mehrere Bewerbungsverfahren und damit auch Gespräche durchlaufen muss. Bei jeder Bewerbung auf eine Stelle musst Du als Bewerber insgesamt mindestens 2 Hürden überwinden. Die erste Hürde ist die Prüfung Deiner Bewerbungsunterlagen, die Du beim Unternehmen eingereicht hast.

Wenn Deine Bewerbungsunterlagen als gut eingestuft werden, wirst Du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Das Vorstellungsgespräch ist dann die zweite zu überwindende Hürde. Gegebenenfalls ist bei mehrstufigen Bewerbungsverfahren nach dem ersten Vorstellungsgespräch noch ein Assessment-Center zu durchlaufen und/oder es folgen noch weitere Gespräche mit unterschiedlichen Personengruppen aus dem Unternehmen, die am Entscheidungsprozess der Personalmaßnahme beteiligt sind.

Dem Vorstellungsgespräch kommt in jedem Bewerbungsverfahren eine exponierte Rolle zu, da das Gespräch beiden Seiten eine Erkenntnis darüber vermittelt, ob eine Zusammenarbeit menschlich und fachlich passen würde. Grundsätzlich ist es für Dich als Bewerber wichtig, im Vorstellungsgespräch ein Gefühl zu erlangen, ob das Unternehmen mit dem Gedanken spielt, Dich einzustellen und damit das Gespräch ein Erfolg war. Dieser Artikel zeigt auf, an welchen Zeichen Du erkennen kannst, dass Dein Vorstellungsgespräch ein Erfolg war.

Ablauf in einem Bewerbungsverfahren

Jedes Bewerbungsverfahren durchläuft in der Regel dieselben Phasen. In der ersten Phase wird durch ein Unternehmen oder eine Institution, die eine Stelle zu besetzen hat, eine Stellenanzeige geschaltet. In der zweiten Phase folgt die schriftliche Bewerbung  des Bewerbers. In der dritten Phase werden die Bewerbungsunterlagen durch das Unternehmen geprüft und insbesondere nach den Kandidaten Ausschau gehalten, die die definierten Anforderungen an die zu besetzende Stelle am besten erfüllen.

Die Kandidaten, die am besten für die zu besetzende Stelle geeignet sind, werden zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Bei mehrstufigen Bewerbungsverfahren folgen gegebenenfalls noch weitere Schritte. In der Regel erfolgt bei einem Großteil der Bewerbungsverfahren spätestens nach einem zweiten Vorstellungsgespräch die Entscheidung. Je nach Hierarchiestufe der zu besetzenden Stelle wird gegebenenfalls durch die Unternehmen noch ein Assessment-Center oder eine Begutachtung der Kandidaten in der engeren Wahl durch einen Psychologen durchgeführt.

Dem Vorstellungsgespräch kommt im Bewerbungsverfahren aber eine besondere Bedeutung zu. Aus diesem Grunde ist es für Dich als Bewerber auch besonders wichtig, einschätzen zu können, ob Dein Vorstellungsgespräch ein Erfolg war oder nicht. Vor allem die lange Wartezeit nach einem Vorstellungsgespräch und damit die Ungewissheit darüber, ob man mit einer Zusage rechnen kann oder nicht, ist für viele Bewerber quälend.

Die Wartezeit ist leichter zu ertragen, wenn es einem gelingt, einschätzen zu können, ob man sich im Vorstellungsgespräch so gut verkauft hat, dass eine Zusage wahrscheinlicher ist als eine Absage. Das Ziel jeder Bewerbung ist es, eine Zusage nach dem Vorstellungsgespräch zu erhalten. Nur woran erkennst Du, ob es sich um ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch handelte? Kannst Du mit einer Zusage nach dem Vorstellungsgespräch rechnen? Wirst Du den Job bekommen, auf den Du Dich beworben hast?

Anzeichen für ein erfolgreiches Gespräch

Der Unterschied zwischen einem erfolgreichen und einem nicht erfolgreichen Gespräch ist nicht zwingend sofort erkennbar und offensichtlich. Vielmehr entscheiden oft Nuancen darüber, ob ein Bewerber eine Stellenzusage oder eine Absage erhält. Dennoch lässt sich anhand unterschiedlicher Indikatoren erkennen, ob ein Vorstellungsgespräch tendenziell eher erfolgreich oder nicht erfolgreich verlaufen ist. Diese Anzeichen zu verstehen und richtig zu deuten, macht es Dir leichter, die zum Teil lange Wartezeit auf die Reaktion des Unternehmens, auszuhalten.

Gesprächsdauer

Der Verlauf von Vorstellungsgesprächen folgt einem gewissen Muster. Nach einer kurzen Vorstellung der Vertreter des Unternehmens obliegt es in der Regel dem Bewerber sich ausführlich vorzustellen. Je nachdem wie gut es Dir als Bewerber gelingt, den Personaler von Dir zu überzeugen, umso mehr wird das Gespräch in die Tiefe gehen. Manche Vorstellungsgespräche dauern gerade einmal 15-20 Minuten.

Aufgrund der Kürze des Gespräches kann man schon davon ausgehen, dass der Personaler kein gesteigertes Interesse an dem Bewerber hat und keine weitere Zeit verlieren möchte. Dauert das Vorstellungsgespräch hingegen über eine Stunde und entwickelt sich eine angenehme Gesprächsatmosphäre ist dies zunächst ein gutes Zeichen. Denn wäre das Unternehmen nicht an Dir interessiert, würde es auch nicht so ein langes Vorstellungsgespräch mit Dir führen.

Gesprächsatmosphäre

In der Regel merkst Du an der grundsätzlichen Atmosphäre im Vorstellungsgespräch, ob das Vorstellungsgespräch für Dich gut läuft. Ist die Grundstimmung aller Beteiligten im Vorstellungsgespräch locker und gut gelaunt und wunderst Du Dich selbst, wie schnell die Zeit vergangen ist, so ist dies eindeutig ein gutes Zeichen und es wird womöglich ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch.

Entsteht ein konstruktiver Dialog, in dem beide Seiten Fragen stellen und Antworten geben, so ist dies positiv zu bewerten. Du kannst auch an der Gestik und Mimik des Personalers und gegebenenfalls weiterer unternehmensseitiger Gesprächsteilnehmer feststellen, ob das Vorstellungsgespräch gut für Dich läuft. So ist es auf jeden Fall als gut zu bewerten, wenn Deine gegenüber oft lächeln und zustimmend nicken und vor allem Dir interessiert zuhören und Dich ausreden lassen.

Gesprächsinhalte

Auch anhand des Inhaltes des Vorstellungsgespräches kannst Du beurteilen, ob das Vorstellungsgespräch für Dich ein Erfolg wird oder nicht. Wenn der Personaler im Gespräch das Unternehmen näher beschreibt und zum Beispiel auch auf die Unternehmenskultur, auf die Vision des Unternehmens und das Leitbild eingeht, so kannst Du dies für Dich als Erfolg bewerten.

Wenn der Personaler Dir das Team beschreibt, in dem Du arbeiten würdest und auf Teammeetings, sowie Möglichkeiten zur Weiterqualifizierung eingeht, so kannst Du dies ebenfalls positiv bewerten. Ein klares Signal, dass das Unternehmen an Deiner Mitarbeit interessiert ist, ist die Frage nach Deiner Verfügbarkeit. Wirst Du danach gefragt, welche Kündigungsfrist Du in Deinem jetzigen Arbeitsvertrag hast und ab wann Du für die neue Stelle verfügbar wärst, dann zeigt dies eindeutig, dass das Unternehmen großes Interesse daran hat, Dich für die ausgeschriebene Stelle zu gewinnen.

Wirst Du nach Deinen Gehaltsvorstellungen gefragt, so zeugt dies auch von Interesse und ist als positives Signal zu werten. Auf die Frage solltest Du Dich gezielt vorbereiten und eine realistische und angemessene Zahl nennen, nachdem Du vor dem Vorstellungsgespräch Erkundigungen eingeholt hast. Alternativ kannst Du im Gespräch ausführen, welches Gehalt Du in Deiner aktuellen Beschäftigung beziehst.

Allgemein gilt: Je tiefer beide Seiten im Vorstellungsgespräch in Details eintauchen und je angeregter der Austausch zwischen Unternehmen und Bewerber ist, umso höher sind die Erfolgsaussichten für den Bewerber.

Fragen im Vorstellungsgespräch

Es ist sehr positiv zu bewerten, wenn Dir die Möglichkeit eingeräumt wird, im Vorstellungsgespräch Fragen zu stellen. Fragen im Vorstellungsgespräch stellen in erster Linie der Personalleiter bzw. die Unternehmensvertreter. Aber wenn auch Dir die Möglichkeit gegeben wird, Fragen zu stellen, so ist dies als positiv zu bewerten.

Unternehmensrundgang

Als besonders positiv ist es zu bewerten, wenn Du nach dem eigentlichen Vorstellungsgespräch noch eine kurze Führung durch den Betrieb erhältst. Wenn Dir gar Deine potenziellen zukünftigen Kollegen persönlich vorgestellt werden, dann ist dies schon fast gleichzusetzen mit einer mündlichen Zusage zu Deinem neuen Job. Personaler machen sich nämlich nicht die Mühe mit allen Kandidaten einen Rundgang zu machen.

Du bist dann in der Tat in der engeren Wahl. Der Rundgang kann dann womöglich auch noch eine Entscheidungsgrundlage bilden. Dies ist dann der Fall, wenn Dir Deine neuen Kollegen vorgestellt werden. Hier musst Du Dich natürlich und sympathisch verkaufen und Dir ein paar Themen für einen Small-Talk zurechtlegen, damit Du auch hier einen guten Eindruck hinterlässt.

Weitere Indizien für ein gut gelaufenes Vorstellungsgespräch

Neben den bereits genannten gibt es noch weitere Anhaltspunkte für ein gut gelaufenes Gespräch.
Wenn Du das Gefühl bekommst, dass Dein Gesprächspartner mit seinen Formulierungen konkreter wird, so kann dies ein gutes Zeichen sein. Sagt er zum Beispiel Sätze wie „In dieser Abteilung werden Sie arbeiten.“ dann zeigt dies Deine guten Erfolgsaussichten auf den Job.

Entgelt und besondere Leistungen

Ein weiterer Aspekt, der außerordentlich positiv zu bewerten ist, ist das Thema Entgelt und sonstige Leistungen für Mitarbeiter. Wenn die Unternehmensvertreter über die Leistungen des Unternehmens sprechen und Du das Gefühl hast, dass das Unternehmen Eigenwerbung betreibt und Dich von sich überzeugen möchte, um Dich zu gewinnen, dann hast Du Pluspunkte gegenüber Mitbewerbern auf die Stelle. Weiterhin ist es gut, wenn man Dir im Gespräch die nächsten Schritte konkret erläutert.

Wenn man Dir verbindlich zusagt, dass man sich in der kommenden Woche meldet, um ein konkretes Vertragsangebot zu unterbreiten, so ist dies die Gewissheit, dass das Gespräch sehr gut gelaufen ist. Wenn Du nach dem Gespräch per E-Mail Deinen Ansprechpartner kontaktierst, um Dich für das Gespräch zu bedanken und Du dann umgehend eine freundliche Rückantwort erhältst, dann kannst Du dies auf jeden Fall als Indiz dafür nehmen, dass das Gespräch gut gelaufen ist.

Fazit

Vorstellungsgespräche haben im Bewerbungsverfahren eine sehr große Bedeutung. Leider erhalten Bewerber nach dem Gespräch nur in den seltensten Fällen ein eindeutiges Feedback. So wird die Wartezeit nach dem Gespräch bis zu einer Rückmeldung zur reinen Tortur. Nichts ist unangenehmer als nicht zu wissen, woran man ist. Um dieses unangenehme Gefühl zu mildern, besteht nur die Möglichkeit, Vorstellungsgespräche trotz einer hohen Nervosität intensiv zu verfolgen und auf Details im Gespräch zu achten.

Wer nämlich gut beobachtet und zuhört, der kann schon im Gespräch ein Gefühl dafür bekommen, ob das Gespräch ein Erfolg war oder nicht. Dabei geht es nicht nur rein um die Gesprächsinhalte, sondern auch um die Dauer des Gesprächs und die Gesprächsatmosphäre. Zudem geht es auch um Mimik und Gestik der Unternehmensvertreter im Gespräch und darum, ob man sich unternehmensseitig für den Bewerber Zeit nimmt.

Je mehr Interesse das Unternehmen am Bewerber ausstrahlt, desto größer sind die Erfolgsaussichten, dass es zu einer Zusage kommt. Im Gespräch selbst liefert die verbale und nonverbale Kommunikation Anhaltspunkte. Je freundlicher und angenehmer die Gesprächsatmosphäre und je tiefergehend die Gesprächsinhalte, je deutlicher die Mimik und Gestik der Unternehmensvertreter Freundlichkeit und Interesse ausstrahlt und je mehr Ihnen im Gespräch die Gelegenheit gegeben wird, Fragen zu stellen und je angeregter der Austausch zwischen den Parteien im Gespräch ist, desto höher sind die Aussichten, dass es nach dem Gespräch zu einer Zusage und idealerweise zu einem konkreten Vertragsangebot kommt.

Zusage durch die Blume

Wird im Gespräch sogar vereinbart, dass ein Vertragsangebot erstellt wird, so ist dies quasi schon wie eine Zusage zu bewerten. Auch der Umstand, dass man mit Dir einen Rundgang im Unternehmen macht und die Gelegenheit nutzt, um Dir Deine zukünftigen Kollegen vorzustellen, ist quasi wie eine mündliche Zusage zu bewerten. Gewinnst Du im Gespräch das Gefühl, dass Dir die Unternehmensvertreter ein Engagement im Unternehmen schmackhaft machen wollen, so kann dies auch bereits als Erfolg gewertet werden.

Werden Dir im Gespräch alle Unternehmensleistungen en detail vorgestellt und werden Dir Dein zukünftiger Arbeitsplatz, Deine Kollegen, das Team und Fortbildungsmöglichkeiten detailliert erläutert, so kannst Du dies auch als positives Indiz ansehen, dass die Wahrscheinlichkeit eines Jobangebots sehr hoch ist und es sich um ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch gehandelt hat.

Folglich gibt es eine ganze Reihe von Punkten, an denen man erkennen kann, ob ein Vorstellungsgespräch erfolgreich war oder nicht. Ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch mit Fragen im Vorstellungsgespräch, und zwar von beiden Seiten, ein intensiver Austausch und eine verbindliche Aussage (idealerweise mit der Avisierung eines Vertragsangebots) am Ende des Gesprächs ist der Traum aller Bewerber. Vielen ist er nicht vergönnt, aber wenn Du diese Situation einmal erlebst, wird Dir das Warten auf eine Rückmeldung des Unternehmens nicht mehr so lange vorkommen. Du wirst nämlich dann während der Wartezeit eine positive Grundstimmung haben.

„Erzählen Sie doch mal was über sich!“ – So nutzt Du das Vorstellungsgespräch zur Selbstpräsentation

Du hast ein bevorstehendes Vorstellungsgespräch und bist schon sehr nervös? Du überlegst die ganze Zeit, wie du was sagen könntest und ob das dann denn auch reicht? Du zweifelst langsam an all Deinen Fähigkeiten und Talenten und bist knapp davor, das ganze Vorstellungsgespräch wieder abzusagen?

Erstmal: Hab keine Angst! Personaler sind auch nur Menschen und reagieren in erster Linie einmal menschlich. In einem Vorstellungsgespräch geht es um so viel mehr, als nur um den Inhalt und einiges davon ist gar nicht wirklich mit Absicht zu beeinflussen. Trotzdem gilt es natürlich einige Regeln zu beachten – und genau über diese wollen wir jetzt sprechen.

Du wirst sehen: Ein Vorstellungsgespräch zu führen kann man lernen!

Der erste Eindruck

Auch wenn dieser Hinweis vielleicht banal klingt: Zieh Dir etwas passendes an! Die Pauschalempfehlung gibt es nicht…es empfiehlt sich jedoch, vor dem Gespräch ein paar Gedanken an die Kleidung zu verschwenden, selbst wenn diese normalerweise nicht zu Deinen Top-5 Themen gehört (oder gerade dann).

Grundsätzlich gilt: Mit einem sauberen, ordentlich gebügelten, eher konservativen Outfit macht man beim Vorstellungsgespräch selten etwas falsch. Natürlich ist die Kleidung aber der Jobausschreibung anzupassen – in einer Werbeagentur wird ziemlich sicher das auffallendere Outfit besser ankommen, bewirbt man sich als Reitlehrer, macht es Sinn in Reithosen aufzutauchen.
Der erste Eindruck entsteht in den ersten Sekunden des Zusammentreffens und man hat niemals eine zweite Chance darauf – nutze daher diese erste Chance so gut wie möglich.

Der Gesprächsbeginn

Wenn die Chemie zwischen Dir und dem Personaler auch nur halbwegs stimmt, ist auch der Beginn des Vorstellungsgesprächs kein Problem. Er wird Dir helfen, einen Einstieg zu finden, indem er Dir unverfängliche Fragen stellt. (Haben Sie gut her gefunden, möchten Sie etwas trinken, etc.) Hierbei kannst Du noch nicht viel falsch machen, sei einfach Du selbst und antworte höflich und ehrlich. Meist folgt danach eine kurze Vorstellung des Unternehmens – pass dabei gut auf und frische damit Deine hoffentlich bereits vorhandenen Kenntnisse über die Firma auf. Das führt uns gleich zum nächsten Punkt.

Kenntnisse über das Unternehmen

Informiere Dich vor deinem Vorstellungsgespräch gut über das Unternehmen, seine Hierarchie, seine Tätigkeiten, seine Markenzeichen. Nicht immer wirst Du diese Kenntnisse dann auch wirklich brauchen – falls aber doch, kannst Du damit Eindruck machen. Es gibt auch „gemeine“ Interviewer, die absichtlich Falschinformationen in das Gespräch einbauen, um zu sehen, ob Du Deine Hausaufgaben gemacht hast. Es wäre schade, hier durch fehlende oder mangelhafte Vorbereitung Punkte zu verlieren.

Wichtige Details hierbei sind:

  • Wo ist der Firmensitz, gibt es Filialen/Tochtergesellschaften und wenn ja wo?
  • Größe und Organisation des Unternehmens (KG, AG, GesmbH,…)
  • Wie viele Angestellte gibt es?
  • Welches Image hat das Unternehmen, wird Werbung gemacht, wen spricht diese an?

Die Standardfragen im Vorstellungsgespräch

„Warum haben Sie sich bei uns beworben?“

„Was sind Ihre größten Stärken/Schwächen?“

„Warum sollten wir ausgerechnet Sie einstellen?“

„Was wissen Sie über unsere Mitbewerber?“ …

Es gibt viele solche Standardfragen und sehr viele Quellen im Netz, wo diese nachgelesen werden können. Diese Fragen kommen nicht einmal halb so häufig im Vorstellungsgespräch vor, wie man den Eindruck gewinnen könnte, wenn man sich auf all die Artikel im Internet verlässt.

Nichts desto trotz macht es jedoch Sinn, sich auch über einige Standardfragen im Vorfeld Gedanken zu machen, denn sollten sie nicht gestellt werden, kann man die Antworten trotzdem immer gut in ein Gespräch einbauen. Es ist zum Beispiel wirklich wichtig, zu wissen was man gut kann und was nicht – und ja, man kann im Vorstellungsgespräch durchaus auch über Schwächen sprechen, allerdings würde ich hierbei doch auf eine entsprechende Frage warten (die auch bestimmt kommen wird, sobald Du über Deine Stärken sprichst).

Lösungen anbieten

Bei Deinen Schwächen solltest Du daran denken, eine potentielle Lösung des Problems anzubieten („Meine Spanischkenntnisse sind ein bisschen eingerostet, ich habe mich schon für einen Kurs auf der Volkshochschule angemeldet, um sie wieder aufzufrischen“). Vor allem die Personalverantwortlichen in großen Unternehmen kennen alle Tricks, mit denen Bewerber arbeiten – so natürlich auch den Trick mit der angebotenen Lösung.

Lass Dich davon aber nicht beunruhigen! Wenn eine unangenehme Frage kommt, spiele mit ihr, bleib dabei ehrlich und authentisch und vor allem: Lass Dir nicht anmerken, dass sie dich verunsichert. In Wahrheit geht es nämlich weniger um die Antwort, als darum, wie Du mit der Frage umgehst.

Die Frage nach den Mitbewerbern soll dem Interviewer zeigen, wie viel Ahnung Du bereits von der Branche hast. Hast Du also noch sehr wenig Erfahrung (weil Du sehr jung bist, oder die Branche wechseln möchtest), ist es umso wichtiger, Dich ein bisschen mit der gewünschten Branche zu beschäftigen, in welcher Form auch immer.

Wenn Du im Tourismusbereich arbeiten willst, geh mit offenen Augen in Hotels, Restaurants, Museen, etc. Beobachte gut, lies die Zeitung für ein paar Wochen und mach Dir Gedanken zu möglichen Bereichen, die zur Branche dazugehören. Dass Du als sehr junger Mensch noch nicht über sehr viel Erfahrung verfügen kannst, ist dem Personalverantwortlichen klar – er will sehen, ob Du Dich mit der Materie beschäftigt hast.

Ruhig Blut

„Wie viele Smarties passen in einen Smart?“ Auch diese, oder eine ähnliche Frage kann im Vorstellungsgespräch vorkommen. Was will der Personaler damit erreichen? Er will sehen, wie Du auf unvorhergesehene Fragen reagierst, wie spontan und einfallsreich Du bist und ob Du „out of the box“ denken kannst. Bei dieser – und eigentlich auch bei den meisten anderen – Frage/n gibt es keine eindeutig richtige Lösung, sondern es geht nur darum, Dich besser kennen zu lernen.

Was aber, wenn die Frage des Interviewers sehr offen gestellt ist und im Prinzip alles möglich ist? („Erzählen Sie etwas Interessantes über sich“)

Die persönliche Präsentation

Damit kommen wir zum wichtigsten Teil des Vorstellungsgesprächs, der Selbstpräsentation. Vielleicht hast Du genau davor am meisten Angst. Wie soll man etwas Interessantes erzählen, ohne dabei zu persönlich zu werden oder irgendwelche versteckten Tabus zu brechen? Wie kann man sich selbst beschreiben und dabei in kurzer Zeit möglichst viel Werbung für sich machen, ohne dass es übertrieben wirkt?

Grundsätzlich gilt: Sei Du selbst, verstelle Dich nicht! Du kannst Dir natürlich einige Punkte zurecht legen, die Du unbedingt anbringen möchtest, aber bitte plane nicht zuviel! Lass Raum für eine offene und sympathische persönliche Präsentation, denn das ist es, was der Personaler hören möchte!

Ein Tipp: Übe das im Selbstgespräch. Im Auto, in der Badewanne, im Bett vor dem Einschlafen – spiele in Deinen Gedanken ein Vorstellungsgespräch durch, sprich über Dich selbst und finde Deine Antworten. Du musst hierbei nichts auswendig lernen, rede einfach drauflos … Du wirst sehen, dass es von Mal zu Mal einfacher wird.

Nimm zusätzlich jede Chance wahr, ein Vorstellungsgespräch zu bekommen – selbst wenn es nicht um Deinen absoluten Traumjob geht. Sieh das Gespräch als Übung an, lerne daraus. Die Selbstsicherheit nimmt von selbst zu, je öfter Du in einer solchen Situation warst und Deine Selbstpräsentation wird besser und besser werden.

Ein weiterer Tipp: Bleib authentisch! Erzähle keine Lügen, erfinde keine Dinge in Deinem Lebenslauf. Mach Dich interessant, aber sei, wie Du bist! Erfahrene Personaler erkennen sofort, ob Du lügst oder die Wahrheit erzählst … und wenn die Lügengeschichten dann aufgedeckt werden, ist es nicht nur sicher, dass Du den Job nicht bekommst, es ist obendrein äußerst peinlich für Dich.

Wenn Du gut in Excel bist, spricht nichts dagegen, das im Vorstellungsgespräch entsprechend zu betonen – bist Du es nicht und es ist für den Job wichtig, geh nicht weiter darauf ein. Solltest Du direkt darauf angesprochen werden, überleg Dir eine neutrale Ausrede (z.B. in diese Richtung: „Ich habe Anwenderkenntnisse, bin aber momentan dabei, diese noch zu verbessern“). Jeder Mensch hat Defizite in irgendeinem Bereich – das weiß auch der Personaler! Viel wichtiger ist es, selbstsicher und sympathisch aufzutreten.

Aber wie beschreibt man sich im Vorstellungsgespräch denn nun am besten selbst? Folgende Themenbereiche sind sinnvoll zu behandeln:

  • Schulbildung (in Abhängigkeit davon, wie es mit Deiner Berufserfahrung aussieht, kann dieser Teil kurz oder länger ausfallen)
  • Berufserfahrung (hierzu zählen bei sehr jungen Bewerbern auch Praktika, Ferienjobs, etc)
  • Hobbies (Hobbies sind deshalb ein wichtiger Punkt im Vorstellungsgespräch, weil der Interviewer den Bewerber dadurch besser kennen lernt. Er kann sieht, welche Interessen Du hast, ob Du begeisterungsfähig bist, wie konsequent Du an Dingen arbeitest und dran bleibst. Grundsätzlich hat jedes Hobby seine Berechtigung, allerdings sind z.B. Extremsportarten, wie Eisklettern oder Cave Diving manchmal wegen der hohen Verletzungsgefahr nicht so gerne gesehen. „Normale“ Sportarten sind jedoch nicht nur akzeptiert, sondern auch erwünscht, da ein sportlicher Lebensstil für einen aktiven, fitten Menschen steht.)
  • Freiwilliges Engagement (Hilfst Du manchmal in einer Obdachlosenküche? Besuchst Du alte Menschen im Altersheim? Bietest Nachhilfe für bedürftige Kinder an? Egal was davon: Sprich unbedingt darüber! Freiwilliges Engagement ist sehr gerne gesehen und bringt Dir Bonuspunkte!)
  • Sonstiges (Du darfst dem Personaler natürlich in Deiner Selbstpräsentation alles erzählen, was Du möchtest und für wichtig hältst, um Dich kennen zu lernen. Achte hierbei nur darauf, dass das Gespräch nicht zu persönlich wird – das ist vor allem dann eine Gefahr, wenn der Personalverantwortliche Dir sympathisch ist. Mache Dir zwischendurch immer wieder bewusst, wo Du bist und wer Dein Gegenüber ist; das hilft, um Dich selbst vor zu persönlichen Antworten zu schützen.)Noch ein kurzes Wort zu etwaigen Lücken in Deinem Lebenslauf: In der heutigen Zeit sind Lücken im Lebenslauf kein Weltuntergang mehr. Entscheidend ist, wie groß die Lücken sind, und wie Du in deiner Selbstpräsentation damit umgehst. Auch hier ist es ähnlich wie bei den Schwächen: Du musst die Lücken nicht selber ansprechen, aber eine Antwort parat haben, sollte Dich doch jemand danach fragen.

Nicht zulässige Fragen

Du weißt wahrscheinlich, dass Dir einige Fragen im Vorstellungsgespräch nicht gestellt werden dürfen. Dazu gehören Fragen zu Deiner Familienplanung, Deiner Religion oder sexuellen Orientierung. Sollte eine solche Frage dennoch kommen, musst Du sie nicht beantworten!

Ist Deine Familienplanung jedoch vielleicht schon abgeschlossen, spricht nichts dagegen, dies unauffällig ins Gespräch einzubauen, denn selbstverständlich ist es jedem Chef lieber, wenn seine neue Mitarbeiterin nicht in den nächsten 2 Jahren schwanger wird.

Apropos Chef: Gerade in kleinen Unternehmen ist es häufig der Chef selbst, der das Vorstellungsgespräch mit Dir führt. Meistens, weil er selbst eng mit seinen Angestellten zusammenarbeitet und sich diese auch selbst aussuchen will.

Ein Gespräch mit dem Chef persönlich ist ein großer Vorteil: Er hat meistens wenig Erfahrung im Personalwesen, kennt also auch viele Tricks nicht, die erfahrene Personalverantwortliche kennen! Hier geht es vor allem um Sympathie und um die Punkte, die ihm persönlich wichtig sind. Letztere lässt er Dich im Vorstellungsgespräch wissen und Du weißt dann meist viel besser, woran Du bist, als im Gespräch mit einem Mitarbeiter der Personalabteilung.

Fazit

Zu guter Letzt sollte nochmal betont werden, dass es wichtig ist, die Selbstpräsentation vorab zu üben! Nicht jeder Mensch ist mit der natürlichen Gabe gesegnet, sich gut selbst beschreiben zu können. Die Selbstpräsentation ist ein Lernprozess, der idealerweise schon früh beginnt, für den es jedoch nie zu spät ist! Um Feedback zu bekommen, übe vor Freunden und/oder Familienmitgliedern.

Keine Angst vor dem Vorstellungsgespräch! Mach das Beste aus Deinem Leben, das macht Dich interessant. Und wer gut vorbereitet ist, ein bisschen geübt ist und etwas Interessantes zu erzählen hat, hat wirklich nichts zu befürchten!

Verrückte Brainteaser, die Dir in einem Bewerbungsgespräch begegnen können

Du hast es durch die ersten Gesprächsrunden geschafft und Fragen wie „Erzählen Sie mir etwas über sich selbst“ und „Warum wollen Sie diesen Job?“ zufriedenstellend beantwortet. Besonders wenn Du Dich für eine technische oder analytische Position beworben hast, könntest Du jetzt mit merkwürdigen Fragen (Brainteaser) konfrontiert werden, die eher in den Bereich Denksport gehören.

Bei dieser Art von Fragen, auch Brainteaser genannt, soll nichts mehr über Deine bisherigen Erfahrungen herausgefunden werden oder ob Du in die Unternehmenskultur passt. Diese Brainteaser werden verwendet, um eine Reihe Deiner spezifischen Fähigkeiten zu testen, darunter Logik, Mathematik, kritisches Denken, Kreativität und die Fähigkeit, unter Druck zu arbeiten. Und oft ist Deine Antwort irrelevant – es kommt darauf an, wie Du zu dieser Antwort gekommen bist.

Für einen Bewerber ist es nicht möglich, sich auf Brainteaser im Bewerbungsgespräch oder andere Testaufgabenvorzubereiten. Niemand weiß eine Antwort auf Fragen wie „Wieviel Toilettenpapier wird täglich in Hamburg verbraucht?“ Oder „Wieviele Ratten gibt es in Berlin?“ Versuche nicht eine vorbereitete Antwort zu finden. An dieser Stelle versucht der Arbeitgeber nur herauszufinden wie Du auf Stresssituationen reagierst.

Was ist ein Brainteaser überhaupt?

Denkaufgaben sind keine neue Erfindung. Menschen sind schon lange an der Lösung von Rätseln interessiert. Tatsächlich war der griechische Mathematiker Archimedes einer der ersten Denker, der mathematische Probleme für seine Mitbürger zu lösen pflegte.

In der Definition der Wörterbücher werden Brainteaser als ein Problem bezeichnet, für das es schwierig ist, eine Antwort zu finden. Vor allem eine Antwort, um das Problem spielerisch zu lösen. Denkaufgaben sind meistens Arten von Puzzlespielen, für deren Beantwortung viel Nachdenken erforderlich ist. In der Regel erfordern Denkaufgaben sich über grundsätzliche Probleme Gedanken zu machen. Die Antwort ist nicht leicht zu finden, oft musst Du Querdenken und Intuition verwenden.

Bei einem Brainteaser im Bewerbungsgespräch liegt der Fokus in der Regel auf der Lösung eines spezifischen Problems. Dies schließt viele andere Arten von Fragen aus, die zwar anspruchsvoll sind, aber nicht als Denkaufgabe gelten. Dies beinhaltet Dinge wie:

  • Schwierige technische Fragen
  • Wertorientierte Fragen
  • Fragen zu Fehlern oder Schwächen

Diese Fragen können herausfordernd sein, sind aber keine Brainteaser.

Zur Unterhaltung sind Denkaufgaben in der Regel in Zeitungen und Zeitschriften zu finden, wo die Leser ihren Spaß damit haben. Als Brainteaser haben diese Denkaufgaben inzwischen ihren Weg in die Welt der Vorstellungsgespräche gefunden. Die Beliebtheit dieser Fragen hängt ein wenig von der Branche sowie vom Land ab. Trotzdem ist es eine gute Idee, Brainteaser zu verstehen, falls Du Dich jemals in einer Situation befindest, in der Du eine Denksportaufgabe zu lösen hast.

Warum Brainteaser im Bewerbungsgespräch gefragt werden

Oberflächlich betrachtet haben diese Fragen nichts mit dem Job zu tun, für den Du Dich beworben hast. Unternehmen verwenden diese Fragen gerne, um Deine Analyse- und Problemlösungsfähigkeiten zu testen und zu bewerten. Die Fragen sollen ermitteln, wie gut Du ein Problem durchdenken und eine Antwort berechnen oder ermitteln kannst, um das Problem zu lösen, ohne verwirrt oder nervös zu werden.

Die Logik hinter diesen Fragen ist, dass die Art und Weise, wie Du während des Bewerbungsgesprächs auf Stress und Brainteaser reagierst, ein Hinweis darauf ist, wie Du mit ähnlichen Situationen am Arbeitsplatz umgehen wirst. Durch die Schaffung eines emotional chaotischen Umfelds werden die Kandidaten unter psychischen Stress gesetzt, um zu sehen, ob sie unter Druck ruhig bleiben, zusammenbrechen oder sogar aufblühen.

Bewerbungsgespräche unter Stress und Brainteaser sind oft sehr kontrovers und schaffen eine emotional aufgeladene Beziehung zwischen dem Bewerber und dem Einstellungsmanager und damit dem Unternehmen. Nicht selten lehnen selbst die erfolgreichsten Bewerber ein Job-Angebot nur aufgrund der Art des Bewerbungsgesprächs ab.

Als Bewerber kannst Du durch Brainteaser im Bewerbungsgespräch wiederholt nach schwierigen oder scheinbar unangemessenen Problemen gefragt werden. Bei den Tests sind manchmal mehrere Personalmanager dabei, die Dich gleichzeitig oder in aufeinanderfolgenden Gesprächen befragen, lange Wartezeiten verursachen oder einen groben Ton verwenden. Zu dieser Taktik gehören auch einschüchternde Fragen wie: „Warum wurden Sie von Ihrem letzten Job entlassen?“ „War Ihr früherer Job zu viel für Sie?“ Diese aggressiven Fragen sollen Dich aus der Ruhe bringen.

Wie kann ich auf Brainteaser im Bewerbungsgespräch sinnvoll antworten?

Der Schlüssel zu diesem Prozess besteht darin, im gesamten Vorstellungsgespräch ruhig und emotionslos zu bleiben. Für viele Bewerber ist es jedoch bei provoziertem oder respektlosem Verhalten nicht so einfach, wie es klingt. Denke auch daran, dass Du die Personalmanager oder potenziellen Chefs genauso befragen kannst, wie sie Dich befragen. Hier sind ein einige Taktiken die Du verwenden kannst:

  • Kläre die Bedeutung der Frage und sei nicht zögerlich oder peinlich berührt. Es ist eine Antwort, die von Dir erwartet wird. Nimm Dir Zeit zum Überlegen und Deine Antwort zu formulieren, bevor Du sie artikulierst.
  • Fordere weitere Details an. Wenn unbekannte oder fehlende Informationen vorliegen, bitte um nähere Angaben, bevor Du fortfährst eine Antwort zu finden.
  • Konzentriere Dich auf die Beschreibung Deiner Methode zur Lösung des Problems, anstatt zu versuchen, eine korrekte Antwort zu finden.
  • Erzähle eine Geschichte, die Deinen Standpunkt zum Ausdruck bringt. Bringe Deine Persönlichkeit und Einzigartigkeit in das Vorstellungsgespräch ein, anstatt sich beim Versuch, eine richtige Antwort zu finden, festzufahren.
  • Lass Dich nicht einschüchtern und sei nicht ängstlich. Sieh die Brainteaser und logisches Denken als Teil eines Prozesses an, der Dir vielleicht zu einem Traumjob verhilft..

Wie Du im Vorstellungsgespräch reagierst, ist ebenso wichtig wie das Ermitteln einer Antwort. Wenn Dir solche Brainteaser im Bewerbungsgespräch gestellt werden, nehme Dir einen Moment Zeit, um Dich zu orientieren, sammle Deine Gedanken und arbeite Dich bis zur Antwort durch.

Wer weiß denn sowas? Verrückte Brainteaser im Bewerbungsgespräch – ein paar Beispiele

Bei Denkaufgaben in Vorstellungsgesprächen werden die Fragen häufig in zwei Kategorien unterteilt: Fragen mit richtigen Antworten und Fragen ohne richtige Antwortmöglichkeit. Hier sind einige Fragen für gängige Denksportaufgaben, die Du möglicherweise während eines Vorstellungsgesprächs gefragt wirst. Zunächst die Fragen bei denen es eine konkrete Lösung gibt:

Beispiel Brainteaser 1: Sie würfeln mit zwei Würfeln. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Summe 8 ist?

Beispiel Brainteaser 2: Es ist 15:15 Uhr. Wie groß ist der Winkel zwischen dem Stundenzeiger und dem Minutenzeiger auf einer Uhr?

Beispiel Brainteaser 3: Was können Sie anhalten, ohne etwas zu berühren oder Ihre Hände zu benutzen?

Antworten auf die Brainteaser

Brainteaser 1: Die möglichen Würfelpaare sind: 2 + 6, 4 + 4, 5 + 3, 6 + 2. Die Wahrscheinlichkeit ist daher 4/36 etwa 11 Prozent.

Brainteaser 2: 7,5 Grad. Der Stundenzeiger in 12 Stunden einmal um die Uhr, das heißt er legt 360 Grad in 12 Stunden oder 30 Grad pro Stunde zurück. Um 15 Uhr zeigt der Stundenzeiger genau auf 3. Dies bedeutet, dass der Minutenzeiger erst 15 Minuten später auf 3 zeigt und der Stundenzeiger 7,5 Grad zurückgelegt hat.

Brainteaser 3: Dein Atem.

In einem Vorstellungsgespräch geht es jedoch oft nicht darum, Deine mathematischen Fähigkeiten zu testen, sondern die Fragen konzentrieren sich mehr auf Dein logisches Denken und Deine Kreativität. Aus diesem Grund werden oft Denkaufgaben verwendet, die mehrere Antwortmöglichkeiten zulassen. Hier noch ein paar Brainteaser Beispiele:

Wenn Sie bei einem Turnier 5.623 Teilnehmer haben, wie viele Spiele wären notwendig um den Gewinner zu ermitteln?

Antwort: Es gibt wahrscheinlich eine unbegrenzte Anzahl von Antworten zu diesem Denkaufgabe. Bei diesem Brainteaser im Bewerbungsgespräch geht es darum, weitere Fragen zu stellen. Fragen, die Du stellen kannst, um das Denkaufgabe zu lösen, sind

  • Sind die Teilnehmer einzelne Teilnehmer oder Mitglieder größerer Teams?
  • Wenn Teams, wie viele Teams gibt es?
  • Wie ist die Turnierstruktur? Einzelne Ausscheidungsrunden oder kann jedes Team eine bestimmte Anzahl von Spielen spielen?

Noch ein paar Brainteaser Beispiele?

Ein Apfel kostet 40 Cent, eine Banane 60 Cent und eine Pampelmuse 80 Cent. Wie viel kostet eine Birne?

Hier ist eine Antwortmöglichkeit: 
Wenn Du 20 Cent pro Vokal berechnen, kostet das Zwei-Vokal-Wort Apfel 40 Cent, drei Vokal-Bananen 60 Cent und Vier-Vokal-Grapefruit 80 Cent. Nach dieser Logik kostet eine Birne dann 40 Cent.

Schätzen Sie wie viele Plastiktüten jährlich in Deutschland hergestellt werden.

Der Trick bei dieser Frage ist, dass eine typische Bevölkerungsanalyse nicht ausreicht. Du musst die Verwendung von Plastiktüten in Geschäften, Wohnräumen sowie die von Unternehmen und öffentliche Organisation in Betracht ziehen.
Laut FAZ wurden in Deutschland 2017 etwa 2,4 Milliarden Tüten in Umlauf gebracht (Tendenz sinkend).

Tipps zur Beantwortung von Testaufgaben im Vorstellungsgespräch

Papier und Bleistift mitbringen

Bei vielen Unternehmen kannst Du zum Lösen eines Brainteasers Papier und Bleistift verwenden. Hilfreich ist es außerdem Millimeterpapier mitzubringen, falls Sie Du Diagramm oder eine Grafik erstellen möchtest. Frage vorher nach, ob die Verwendung von Papier und Bleistift akzeptiert wird.

Entspanne Dich und atme tief durch

Manche Menschen werden durch diese Art von Bewerbungsfragen nervös, weil sie irrelevant erscheinen oder nicht gelöst werden können. Der Personalmanager ist jedoch sehr gespannt, wie Du mit dem Stress dieser Fragen umgehen kannst. Atme deshalb tief ein und beruhige Dich, bevor Du mit der Antwort beginnst. Keine Panik, wenn Deine Antwort nicht gleich verstanden wird. Nicht alle Fragen sind einfach und nicht alle haben eine richtige oder falsche Antwort.

Etwas Zeit gewinnen

Bevor Du antwortest kannst Du etwas Zeit gewinnen. Bevor Du Deine durchdachte Antwort formulierst, kannst Du zum Beispiel sagen: „Das ist eine faszinierende Frage, die ich so noch nie erhalten habe.“

Bitte um Klarstellung

Wenn Du etwas nicht verstanden hast, frage nach und bitte um Klarstellung. Versuche herauszufinden, wonach der Arbeitgeber bei einer Antwort sucht. Bei der Frage, wie viel Toilettenpapier in Hamburg täglich benötigt wird, kannst Du zum Beispiel sagen: „Interessante Frage – haben Sie dabei an den durchschnittlichen Verbrauch oder den Verbrauch zu bestimmten Zeiten gedacht?“

Berechne Deine Antwort laut

Da die Antwort meistens weit weniger wichtig ist als die Schritte, die Du unternimmst, um sie zu erreichen, solltest Du dem Personalmanager jeden Schritt Deines Lösungsprozesses mitteilen. Es ist in Ordnung, wenn Du Dich dazu entscheidest, die Taktik während der Problemlösung zu ändern. Schließlich suchen die meisten dieser Unternehmen nach Mitarbeitern, die mehrere kreative Lösungen für reale Geschäftsprobleme entwickeln können.

Erläutere Deine Antwort

Es ist wichtig zu erkennen, dass Dir viele ungewöhnliche Fragen gestellt werden, um zu sehen, wie Deine Gedankengänge funktionieren. Der zukünftige Arbeitgeber erwartet nicht von Dir, dass Du für eine bestimmte Aufgabe die einzig „richtige“ Lösung findest. Du solltest nur begründen können, wie und warum Du eine bestimmte Art gefunden hast. Natürlich ist es immer eine gute Antwort, auf Qualitäten zu verweisen, die den beruflichen Anforderungen entsprechen.

Scheue Dich nicht, Fragen zu stellen

Du solltest Dich wohlfühlen, wenn Du dem Interviewer Fragen zum Brainteaser stellst. Ein Vorstellungsgespräch ist ein Dialog zwischen zwei(oder mehr) Personen und keine Prüfung. Fühle Dich bei der Beantwortung dieser Fragen nicht völlig allein. Sei jedoch darauf vorbereitet, dass der Personalmanager Dir mitteilt, dass er Dir keine bestimmten Informationen geben kann oder Dir irgendwie helfen kann.

Was tun, wenn Dir keine Antwort einfällt?

Wenn Du durch die vielen seltsamen Fragen ratlos oder unvorbereitet bist, solltest Du die Möglichkeit in Betracht ziehen, alles noch einmal in Ruhe zu überdenken. Es ist akzeptabel zu fragen, ob Du später noch einmal zurückkehren kannst. Ansonsten lass die Fragen unbeantwortet. Die meisten Personalmanager möchten nicht, dass Bewerber durch schwierige Fragen belastet werden und den Fokus verlieren.

Lasse nicht zu, dass Deine Probleme auf seltsame Fragen zu reagieren Deine Fokussierung und Haltung das restliche Vorstellungsgespräch beeinträchtigt. Du musst nicht perfekt sein, um ein Bewerbungsgespräch erfolgreich zu führen.

Fazit

Da Bewerbungsgespräche nicht immer einem ähnlichen Muster folgen, ist es unmöglich zu wissen, ob und wie Du Brainteaser beantworten musst oder nicht. Denke daran: Der Erfolg des Vorstellungsgespräches hängt nicht davon ab wie gut Du die einzelnen Fragen beantwortest. Mache die Brainteaser deshalb nicht zum zentralen Punkt Deiner Gesprächsvorbereitung.

Trotzdem kann es hilfreich sein, einige dieser Grundlagen im Voraus zu verstehen, da Du dann in der Lage bist, ruhig und gelassen zu bleiben, falls eines dieser merkwürdige Brainteaser Beispiele auftaucht. Der Schwerpunkt Deiner Vorbereitung sollte darauf liegen, zu verstehen, was diese Denkaufgaben zu bedeuten haben und was der Personalmanager damit zu erreichen versucht.

Nachdem das Vorstellungsgespräch beendet ist, solltest Du Dich bei den beteiligten Personen bedanken. Das ist eine gute Etikette, und es hilft Dir dabei, diese Personen im Auge zu behalten, wenn sie entscheiden, wer die nächste Vorstellungsrunde erreicht.