Vorstellungsgespräch absagen – so verhältst Du Dich richtig

Während der Jobsuche verschicken viele Bewerber unzählige Bewerbungsschreiben. Denn eines ist klar: je mehr Bewerbungsschreiben der Bewerber für eine für sich passende Arbeitsstelle in verschiedenen Unternehmen verschickt, um so höher ist die Chance, den gewünschten Job zu ergattern.

Ziel der unzähligen Bewerbungsschreiben ist auch, die Chance auf ein persönliches Vorstellungsgespräch zu erhalten. Nur im persönlichen Vorstellungsgespräch kann man seinen zukünftigen neuen Vorgesetzten von seinen Qualifikationen überzeugen.

Viele Bewerbungen und die daraus resultierenden Vorstellungsgespräche bedeuten aber auch, dass man das eine oder andere Vorstellungsgespräch wieder absagen muss. Doch wie kann man eine freundliche Absage formulieren, ohne einen schlechten Eindruck zu hinterlassen? Der gute Eindruck, der überhaupt erst zu einem Vorstellungsgespräch geführt hat, sollte auf jeden Fall erhalten bleiben, denn vielleicht muss das Bewerbungsgespräch später doch noch geführt werden.

Wie Du ein Vorstellungsgespräch absagen kannst und wie eine professionelle Absage ausschauen muss, dazu mehr in diesem Blog.

Vorstellungsgespräch absagen – warum eine professionelle Absage unbedingt erforderlich ist

Manch einem, der in die Situation gerät, ein Vorstellungsgespräch absagen zu müssen, fällt es nicht leicht. Man fühlt sich schnell unwohl dabei. Oft hat man das ungute Gefühl, dass es von dem Unternehmen nicht gut aufgenommen wird und wer weiß, ob man sich nicht doch noch bei diesem Unternehmen bewerben möchte.
Die Absage vom Bewerber zum Arbeitgeber, beziehungsweise die Absage der Initiativbewerbung ist aus vielen Gründen allerdings sehr wichtig.

Fairness gegenüber anderen Bewerbern

Gute Stellen sind gefragt, es gibt sie nicht wie Sand am Meer. Entsprechend viele Bewerber für den Job gibt es. Da Vorstellungsgespräche für das Unternehmen recht zeitintensiv sind, werden die Termine nur an Personen vergeben, die erfolgversprechend sind. Das heißt, für jeden Termin für ein Vorstellungsgespräch, den Du erhältst, bekommt ein Mitbewerber eine Absage. Es ist ein Zeichen der Fairness anderen Bewerbern gegenüber, das Gespräch so früh wie möglich abzusagen, wenn Du kein Interesse mehr daran hast.

Respekt zeigen

Auch wenn Du Dich nicht gerade behaglich dabei fühlst, es ist einfach ein Zeichen des Respektes gegenüber dem Personalchef und dem Unternehmen, bei dem Du Dich beworben haben. Sag den Gesprächstermin deshalb mit einem guten Grund frühzeitig ab, das Unternehmen wird es Dir danken.

Stell Dir bitte folgende Situation vor: Deine Zeit ist begrenzt. Du hast einen freien Termin gefunden, ihn vergeben. Du hast Dich auf das Gespräch gut vorbereitet. Nun sitzt Du in Erwartung eines eventuell neuen Mitarbeiters in Deinem Büro und wartest – und keiner kommt! Kein Anruf, keine E-Mail, kein Brief – Dein Gesprächspartner lässt sich einfach nicht blicken. Du wärst verärgert? Richtig und dazu hättest Du alles recht der Welt.

Genau so ergeht es vielen Personalchefs, deren geladener Gesprächspartner einfach seinen Termin unter den Tisch fallen lässt. Eine erneute Bewerbung bei diesem Unternehmen wird damit so gut wie unmöglich. Also bitte immer ein Vorstellungsgespräch absagen.

Kein Interesse vortäuschen

Um ein Vorstellungsgespräch nicht absagen zu müssen, nehmen einige den Termin wahr, obwohl längst kein Interesse mehr besteht. Das ist ebenso reine Zeitverschwendung für Dich und das Unternehmen. Der Personalchef wird auch schnell merken, dass sein Gegenüber keinerlei Verlangen mehr an der Stelle hat, auch wenn er Rede und Antwort steht. Auch hier besteht die Gefahr, den Personalchef zu verärgern und sich alle Chancen für eine zukünftige Bewerbung zu verbauen.

Initiativbewerbung

Die Absage einer Initiativbewerbung ist besonders wichtig. Hier sucht das Unternehmen nicht im klassischen Sinn nach einem neuen Mitarbeiter, sondern Du hast Dich einfach auf „gut Glück“ auf einen Job in diesem Unternehmen beworben. Somit ist es für das Unternehmen besonders ärgerlich, wenn er eine Absage der Initiativbewerbung erhält. Am besten gestaltet sich die Absage einer Initiativbewerbung mit Vorlage. Muster für eine „Absage für Initiativbewerbung – Vorlage“ findest Du im Internet auf verschiedenen Webseiten. Auch für eine normale Absage findest Du unter den Stichpunkten“ Bewerber, Absagen und Vorlage“ im Internet etliche Muster.

Kleiner Tipp: Hast Du von verschiedenen Unternehmen noch keine Rückmeldung auf Deine Bewerbung erhalten, jedoch eine neue Stelle gefunden, ziehe Deine Bewerbung sofort zurück. Du sparst den Unternehmen damit viel Zeit und Arbeitsaufwand.

Das Vorstellungsgespräch absagen – die Gründe

Ein neuer Job wurde gefunden und angenommen

Ein Vorstellungsgespräch absagen – das passiert nicht einfach so. Der Hauptgrund ist in der Regel, dass der Bewerber eine neue Stelle gefunden hat. Da man nicht nur eine, sondern gleich mehrere Bewerbungen über einen längeren Zeitraum verschickt, ist es durchaus möglich, dass eine passende Stelle angeboten wird, bevor die restlichen Bewerbungen bearbeitet wurden. Sinnvoll ist es allerdings, wenn alle anderen Bewerbungen erst nach der Unterzeichnung eines neuen Arbeitsvertrages abgesagt werden.

Krankheit

Eine Krankheit kommt meist unverhofft und meist auch zum schlechtesten Zeitpunkt. Sollte es Dich kurz vor einem angesetzten Vorstellungsgespräch „erwischen“ und Du überlegst, trotz Husten, Schnupfen und vielleicht mit Fieber den Termin wahrzunehmen, lass es bitte. Wenn Du krank bist, solltest Du das Vorstellungsgespräch absagen.

Auch wenn Du die Befürchtung hast, dass es vielleicht bei dem Personalchef nicht so gut ankommt, oder Du die Befürchtung hast, ungeeignet und nicht belastbar zu wirken. Wenn Du krank bist, kannst Du Dich einfach nicht von Deiner besten Seite zeigen, Dich nicht positiv und konzentriert präsentieren. Ganz zu schweigen von dem Risiko, Dein Gegenüber noch anzustecken.

Halte Deine Absage Bewerber-Arbeitgeber so knapp wie möglich und gehe nicht ausführlich auf Deine Krankheit ein. Erwähne lediglich, dass Du kurzfristig erkrankt bist und deshalb den Termin nicht wahrnehmen kannst. Erwähne, dass Du jedoch immer noch stark an der Stelle interessiert bist und bitte um einen neuen Termin. Eine kurze Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten und die Bitte um eine positive Rückantwort sollten folgen. Wer ein wenig Hilfe beim Erstellen einer professionellen Absage braucht, kann sich im Internet nach einer Absage Bewerber – Arbeitgeber um schauen.

Kein Wechsel der Arbeitsstelle

Wer in seinem Job unzufrieden ist, spielt schnell einmal mit dem Gedanken, die Stelle zu wechseln. Findet man dann noch eine passende Stellenanzeige, ist eine Bewerbung schnell geschrieben. Der Termin für ein Vorstellungsgespräch steht fest. Doch was soll man machen, wenn man plötzlich doch lieber in seinem alten Beruf bleiben möchte? Auch hier sollte man auf jeden Fall das Vorstellungsgespräch absagen und die Bewerbung vorerst zurückziehen. Vielleicht kommt der Tag, an dem Du Dich doch noch einmal bei diesem Unternehmen vorstellen möchtest. Du hast dann noch eine gute Chance, wenn Du jetzt eine freundliche Absage formulieren wirst.

Das Unternehmen kommt nicht mehr infrage – Absage Initiativbewerbung Vorlage

Anfangs klang sie noch richtig gut – die Stellenanzeige eines Unternehmens. Doch nachdem Du Deine Bewerbung losgeschickt und einen Termin für ein Vorstellungsgespräch bekommen hast, erhältst Du Informationen über das Unternehmen, die Dir nicht behagen. Sei es ein schlechter Umgang mit den Mitarbeitern oder dass unbezahlte Überstunden an der Tagesordnung sind. Auch wenn Du für dieses Unternehmen nicht mehr arbeiten willst, eine kurze, professionelle Absage ist von Vorteil.

Ein Vorstellungsgespräch absagen – wie macht man es am besten?

Ein Vorstellungsgespräch absagen, insbesondere die Absage der Initiativbewerbung – das ist manchmal leider nicht zu umgehen. Du hast dafür mehrere Möglichkeiten. Ein Vorstellungsgespräch absagen ist über E-Mail Kontakt möglich, durch telefonischen Kontakt, per Brief oder durch persönliches Vorsprechen.

Ein persönliches Vorsprechen wirkt im ersten Moment vielleicht sehr elegant und professionell, ist aber Zeitverschwendung. Du müsstest Dir einen Termin geben lassen, nur um persönlich den Termin für das Vorstellungsgespräch absagen zu können – das wäre unsinnig.

Den meisten fällt die Absage eines Termins per E-Mail am einfachsten, weil sie so nicht persönlich mit der zuständigen Person sprechen müssen. Ein Vorstellungsgespräch schriftlich absagen ist die richtige Methode für all jene, die befürchten, den Fragen des Personalchefs am Telefon hilflos ausgeliefert zu sein und dadurch einen schlechten Eindruck zu hinterlassen.

Je kürzer die Frist ist, in der Du Dein Vorstellungsgespräch absagen musst, umso schneller solltest Du jedoch handeln. Für welche Methode Du Dich am Ende entscheidest, liegt an Dir. Für Absagen per E-Mail solltest Du auf Bewerber Absagen mit Vorlage zurückgreifen.

Kurzfristig ein Vorstellungsgespräch absagen – was muss ich beachten?

Je näher der Termin gerückt ist, umso unangenehmer wird es, ein Vorstellungsgespräch absagen zu müssen. Es lässt sich aber leider nicht immer verhindern und eine Absage muss sein, wenn Du den guten Eindruck, den Du mit Deiner Bewerbung hinterlassen hast, aufrechterhalten möchtest.
Auch einen Termin, der schon am nächsten Tag oder gar am gleichen Tag auf dem Plan steht, kannst Du beruhigten Gewissens absagen. Es kommt immer auf das „wie“ an.

Sehr kurzfristige Termine solltest Du stets mittels eines persönlichen Anrufs absagen. Bitte auch nicht den Ehegatten oder einen „guten Bekannten“ anrufen lassen, denn das könnte für Verärgerung beim Personalchef sorgen.
Eine E-Mail ist zwar auch sehr schnell verschickt, Du kannst Dir aber nie sicher sein, wann ein in der Regel sehr beschäftigter Personalchef seine Nachrichten abruft und auch tatsächlich liest. Findet er Deine E-Mail, während er bereits in seinem Büro auf Dich wartet, ist dies ein negativer Punkt für Dich.

Bei einem Telefonat hörst Du auch gleich an der Reaktion, wie Dein Gegenüber die Absage aufnimmt. Du kannst Dich so noch einmal persönlich für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen und einem negativen Eindruck entgegensteuern, in dem Du nochmals ganz klar Dein Interesse an der Stelle und dem Unternehmen bekundest.

Gänzlich ungeeignet, wenn Du kurzfristig ein Vorstellungsgespräch absagen möchtest, ist der Brief. Der Postweg dauert in der Regel zu lange und ist daher zu unsicher, wenn das Gespräch zum Beispiel schon zwei Tage später stattfinden soll.

Ein wichtiger Punkt, den Du bei Absage der Initiativbewerbung beachten solltest, ist die Begründung, die Du vorbringst. Natürlich kannst Du von jetzt auf gleich so erkranken, dass Du nicht in der Lage bist, einen Gesprächstermin wahrzunehmen.

Eine Begründung, dass Du beispielsweise einen anderen, wichtigen Termin hast und deshalb nicht zum Gespräch kommen kannst, zeugt nicht gerade von großem Interesse an der Stelle und lässt Dich unprofessionell erscheinen.

Das Vorstellungsgespräch nicht absagen, sondern verschieben

Der beste Eindruck bleibt, wenn Du ein Vorstellungsgespräch nicht einfach nur absagst, sondern gleich von Anfang an versuchst, es nur um ein paar Tage zu verschieben. Gerade bei kurzfristig abgesagten Terminen ist es sinnvoll, wenn möglich sofort um einen neuen Termin zu bitten. Also nicht:

“ Ich muss meinen Termin bei Ihnen heute leider absagen“

sondern

“ Ich würde mich sehr freuen, wenn wir den Termin um einige Tage verschieben könnten“.

Die Bitte, den Termin um ein paar Tage zu verschieben wird Deine Chancen, den Job zu erhalten, nicht verschlechtern. Richtig verpackt und mit einem guten Grund wie zum Beispiel Krankheit dürfte es kein Problem darstellen.

Absage Bewerber – Arbeitgeber : diese Punkte solltest Du beachten

1. Durch Deine Formulierungen während des Telefonates oder in der E-Mail darf der Personalchef nicht den Eindruck gewinnen, dass Du kein Interesse mehr an der Stelle hast. Das wäre fatal. Zeige während dieses Gesprächs oder in der Mail gleich zu Anfang ganz deutlich, dass Dir dieser Job weiterhin sehr wichtig ist und dass Du das Vorstellungsgespräch unbedingt bei nächst schnellsten Gelegenheit nachholen möchtest.

2. Begründe Deine Absage, beziehungsweise die Bitte, den Termin zu verschieben. Halte während des Gesprächs oder in der E- Mail schon einige alternative Termin bereit, um dem Personalchef die Arbeit zu erleichtern. Auf diese Art ist schnell ein für beide Parteien neuer, passender Termin gefunden.

3. Entschuldige Dich für die Unannehmlichkeiten, die durch Deine Absage entstehen. Nicht zu salopp, aber achte auch darauf, dass Du nicht zu „unterwürfig“ erscheinst.

Absage Initiativbewerbung , Absage Bewerber – Arbeitgeber: Vorlagen

Wenn Du ein Vorstellungsgespräch absagen musst und nicht genau weißt wie, hier ein Muster für die Absage Bewerber – Arbeitgeber.

Vorstellungsgespräch absagen wegen Krankheit:

Meine Bewerbung für „Stellenbezeichnung“
Ihr Schreiben / Ihre E-Mail vom „Datum“

Sehr geehrte/r Herr/Frau „Name“,

leider bin ich kurzfristig erkrankt und kann daher Ihren Terming für ein Vorstellungsgespräch am „Datum“ nicht wahrnehmen.

Wenn es Ihnen möglich ist, könnte ich das Gespräch mit Ihnen an einem der folgenden Terminen nachholen. „Daten einsetzen“

Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen

Dein Vorname und Zuname
Festnetznummer (optional)
Deine Postanschrift
Deine E-Mail-Adresse

Absage der Initiativbewerbung – Vorlage und andere Muster findest Du im Internet auf verschiedenen Karriere Webseiten als Download.

Eine Bewerbung zurückziehen – Wie man es diplomatisch anstellt und sich beruflich neu orientiert

Besonders, wenn man zu Beginn seiner Karriere steht, tun sich gern Stolperfallen auf, wie man Dinge rund um den Bewerbungsprozess handhaben soll. Wie man den richtigen Ton trifft, eine Bewerbungszusage absagen und sich in gutem Licht darstellt, ist dabei nicht einfach. Viele Firmen sind gut vernetzt in der Branche. Dabei will man dann natürlich nichts falsch machen.

Um sich möglichst viele Chancen einzuräumen, bewerben wir uns zu Beginn der Karriere breitgefächert und vielseitig. Dabei werden Stellen angeschrieben, von denen einige mehr und weniger begehrt auf uns wirken. Sobald dann nun aber der Wunschkandidat zugesagt hat und wir uns entschieden haben, steht man vor diesem Problem: Die anderen Bewerbungen wieder zurückziehen, Vorstellungsgespräch absagen – Nur wie?

Im Folgenden erfährst Du, wie Du Dich diplomatisch, strategisch und höflich zurückziehen kannst, und doch in positiver Erinnerung bleibst. So gerätst Du nicht in heikle Zwickmühlen beim Vorstellungsgespräch absagen.

Massenhaft Bewerbungen

In den meisten Fällen reicht es nicht, nur ein Anschreiben rauszuschicken, wenn Du wirklich auf der Suche nach einer beruflichen Neuorientierung bist. Etwa die Hälfte aller Bewerber fahren mehrgleisig und geben in Befragungen an, sich alle Optionen offen zu halten. Das ist auch nicht unklug. Nur wer vielseitig denkt, schafft es, den Traumjob zu ergattern. In den seltensten Fällen fliegt einem die Wunschtätigkeit direkt ins Haus, daher erhöht man seine Chancen, indem man viele Bewerbungen in die Welt hinaus schickt.

Nun dann die Resultate: Du hast Dich entschieden und für dem neuen Arbeitsplatz zugesagt. Jetzt musst Du vielen anderen Firmen absagen, Bewerbungen zurückziehen oder ein vereinbartes Vorstellungsgespräch absagen.

Vorstellungsgespräch absagen – Beweise Rückrad

Jeder gute Personaler sieht es gern, wenn Du Deine Bewerbung ordentlich und ordnungsgemäß zurückziehst. Eine klare und sachliche Absage ist schon wichtig, damit Du Dich nicht blamierst und bei der Firma und gegebenenfalls dem Netzwerk dahinter in gutem Licht erscheinst. Vor allem junge, unerfahrene Bewerber neigen manchmal dazu, an diesen Stolperfallen zu scheitern.

Sie melden sich einfach nicht mehr, aus Angst und Überforderung heraus. Doch das ist nicht gut. Dieses Problem solltest Du nicht aussitzen, da schon mit ein paar kleinen Kniffen professionell und unproblematisch geregelt werden kann, dass Du aus dem Rennen bist. Vorstellungsgespräch absagen? Beweise Rückrad und nimm Dir etwas Zeit dafür.

Vorstellungsgespräch absagen – Für gute Beweggründe muss man sich nicht schämen

Wenn Du eine Bewerbung zurückziehen willst, ein ein Vorstellungsgespräch absagen willst, hast Du dafür gute Gründe. Deine aktuelle Lebenssituation sieht so aus und auch wenn man es sich einfach anders überlegt hat, da man einige Nächte Zeit hatte, darüber zu schlafen, muss sich keiner schämen. Man darf eine Bewerbungszusage absagen, weil man es sich anders überlegt hat. Weil es für dich Gründe gibt, die Dir wichtig sind. Diesen solltest Du klar gegenüberstehen und brauchst Dich nicht zu rechtfertigen, wieso Du eine Stelle doch nicht willst und das ein Vorstellungsgespräch absagen willst.

Aber: Der Ton macht die Musik: Man sollte eben auf die richtige Sprache und das Timing achten, wenn man ein Vorstellungsgespräch absagen will oder eine Bewerbungszusage absagen will. Gute Gründe sind natürlich eine subjektive Sache. Doch nur Mut, sie haben ihre Berechtigung. Hier kommen Beispiele für gute Gründe, was Bewerber sagten, die ihre Bewerbung zurückgezogen haben und ein Vorstellungsgespräch absagen konnten.

Gute Gründe, eine Bewerbung zurückzuziehen

  • „Ich habe irgendwie kein gutes Gefühl bei der Sache. Mein Bauch sagt nein, ich kann es kaum erklären, doch irgendetwas stimmt nicht!“
  • „Ich wurde durch das Unternehmen geführt und mir passte der Umgang der Mitarbeiter untereinander einfach nicht. Es kam mir so vor, als passte ich nicht in ein solches Klima.“
  • „Ich habe einen Probearbeitstag gemacht und dieser war eine Katastrophe. Ich bekam wenig Instruktion und fühlte mich unwohl und verloren auf der Arbeit. Irgendwie kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich das ändern würde, wenn ich drei Monate dort wäre.“
  • „Sie zahlen viel zu wenig für die Anforderungen, die gestellt werden.“
  • „Ein Vorstellungsgespräch absagen? Hab ich gemacht. Ich fand die Firma zuerst richtig gut, machte einen soliden Eindruck, aber was ich seither alles in Foren so gelesen habe, stimmt mich nachdenklich. Ich glaube, das ist nichts für mich.“

Es gibt allerlei Gründe, es sich noch einmal zu überlegen und ein Vorstellungsgespräch absagen zu wollen. Das Gehalt steht als Motivation logischerweise ziemlich weit oben in der Rangfolge, doch auch Faktoren wie das Prestige der Firma und das allgemeine Wohlbefinden am Ort selbst, sind wichtige Indikatoren, ob Du dort künftig Deine neue Position siehst oder eher auf wackeligen Füßen stehst.

In vielen Fällen geht es auch um sehr private Hintergründe

Weiterhin sind natürlich jede Menge privater Gründe ausschlaggebend. Stelle Dir nur vor, Du hast eine neue Beziehung begonnen und diese hat sich vertieft. Ihr plant zusammen zu ziehen und Du wirst zu ihr in eine andere Stadt gehen, damit ihr euer Leben gemeinsam verbringen könnt. Oder aber Deine Mutter erkrankt und Dein Leben nimmt von heute auf morgen eine andere Laufbahn, da Du sie pflegen willst.

Es ergeben sich im Leben Umstände, die Deine Job-Perspektive und ganze Lebenssituation schlagartig verändern können. Ein bewusster Umgang mit diesen Themen ist dann äußerst hilfreich. Denn auch der Chef eines großen Unternehmens ist nur ein Mensch. Wenn man es schafft klar und professionell zu kommunizieren, wird man Verständnis ernten, wenn man das vereinbarte Vorstellungsgespräch absagen muss.

Rat einholen

Oft sind wir mit diesen beruflichen Umorientierungen gefordert. Bis hin zu überfordert. Man weiß weder ein noch aus und wälzt sich nachts schlaflos von einer auf die andere Seite. Wie wir mit Problemen der Lebensgestaltung und beruflicher Neuorientierung umgehen sollen, kann uns ziemlich in Beschlag nehmen und frisst unsere gesamte Energie.

Was Du an der Stelle gegen Kopfkino und Sorgenkarrussell tun kannst, ist Dich einer vertrauten Person, Freunden, Familie, Lebenspartner anzuvertrauen und Dich auszusprechen. Was Dir auch immer im Kopf herumgeht. Es sollte jemand sein, der Dich kennt. Denn dann kannst Du Rat erhalten.

Meist hilft die Außenperspektive sehr bei der Entscheidungsfindung, gerade jemand, der weiß, wie Du tickst, spürt heraus, wohin Dein Weg gehen kann. Also vertraue Dich an und sprich über jeden Gedanken im Hinblick auf Deine berufliche Neuorientierung, denn das hilft gegen schlaflose Nächte.

Erfahrungsaustausch

Soziale Medien und Feedback ehemaliger Angestellter können verheerend auf ein Unternehmen wirken. Es mag also sein, dass Du etwas liest, negative Presse und Erfahrungsberichte, was Dein gesamtes Bild des Unternehmens wandelt. Plausible Gründe, es sich noch einmal zu überlegen. Ein Tipp gegen Unsicherheit rund um die Bewerbungen bei einem Unternehmen: Suche den Erfahrungsaustausch. Im Facebook und Social Media Zeitalter ist das heute leichter denn je. Die ersten Klicks werden sogar getätigt, bevor man sich überhaupt hinsetzt und eine Bewerbung zu schreiben beginnt.
Der Erfahrungsaustausch ist heute leichter denn je, jedoch sollte man auch nicht allem glauben schenken, was man dort zu lesen bekommt. Sondern: Immer auch bedenken, wie wohl möglich Kontexte und involvierte Persönlichkeiten aussahen, die beispielsweise gegenüber einem Unternehmen kritisch schreiben. Nicht jeder Chef war unfair und nicht jeder Klinsch am Arbeitsplatz Mobbing!
Suche Dir also viele Infos aus Erfahrungen zusammen, bilde Dir aber selbst ein Urteil.

In welcher Form Du Deine Bewerbungszusage absagen kannst

Wie es nun anstellen, auf diplomatische und höfliche Weise? Du kannst eine Absage telefonisch, postalisch oder virtuell – auf die modernste Form – durchführen. Besonders konfrontativ ist immer der direkte Anruf, Du beweist eine Menge Schneid und Souveränität, wenn Du einfach durchrufst und in freundlichen Worten erklärst, dass Du Dich für etwas anderes entschieden hast. Das liegt nicht jedem.

Mancher bevorzugt es, einseitig zu sprechen, also zu schreiben. Dann kann das Gegenüber antworten, wenn es besser passt. Diese Form der Absage ist sehr respektvoll und diskret. Auch wird heute in Firmen oft kein so steifes Kommunikationsmodell gelebt, sondern gern auch auf die Sprachmemo auf Whatsapp zurückgegriffen. Auch das kann eine sympathische und lockere Variante sein, abzusagen.

Der Klassiker ist branchenweit jedoch nach wie vor: Die Email.

Sie ist unaufdringlich, sachlich, höflich. In Karriereangelegenheiten hat sie sich bisher als häufigste Kommunikationsform etabliert. Dies mag auch daran liegen, dass Email-Verkehr noch einen Teil der Privatsphäre achtet.

Du siehst nicht, wann das Gegenüber Deine Nachricht gelesen hat und wie viel Zeit es sich mit der Antwort genommen hat. In Fällen von Abbrüchen, Rückzügen, Kündigungen und dergleichen ist die Email-Kommunikation für die betreffenden Parteien am Angenehmsten.

Wie Du sprachlich mit dem Rückzug Deiner Bewerbung umgehen kannst

Was wohl den meisten Schwierigkeiten bereitet, ist die richtige Ausdrucksweise, wenn Du ein Vorstellungsgespräch absagen und eine Bewerbungszusage absagen willst. Egal, ob Du in Beziehungen Schluss machen oder beruflich eine Bewerbung zurückziehen willst, einen Korb auszuteilen ist niemals leicht und man hegt hinterher oft Schuldgefühle, ob man sich wohl richtig ausgedrückt hat.

Hier kommt ein kleiner Ablauf, wie man das handhaben kann:

1. Begrüße das Gegenüber freundlich und höflich!

2. Lass den anderen im Gespräch ankommen und hilf ihm auf die Sprünge: In großen Unternehmen geraten einzelne Bewerber schnell in Vergessenheit, weil dort einfach soviel los ist. Erinnere Dein Gegenüber nochmal freundlich, indem du erzählst, wann Du da warst und plaudere ein bisschen in der Art: „Ich durfte mich ja am Mittwoch mal vorstellen und sogar gleich einen kleinen Rundgang mit Ihnen machen. Dabei haben wir auch Frau XY getroffen. Das war ja ganz interessant und auch toll, dass ich gleich so einen direkten Einblick bekommen habe.“

3. Leite über zum schwierigste Teil: „Das war alles ganz spannend für mich zu sehen, und doch muss ich leider sagen, dass sich für mich in den letzten Tagen nun doch noch andere Möglichkeiten ergeben haben, denen ich den nachgehen möchte.“ Betone hier nicht, dass eine andere Stelle besser ist, Du das lieber tun möchtest oder vielversprechenderer Optionen oder Gehalt bietet. Es genügt, die Stelle als „anders“ zu betiteln, Hintergründe für die Attraktivität brauchen da keine Rolle zu spielen. Das wirkt unseriös, belasse es dabei und bleibe zurückhaltend.

4. Runde das ganze ab: „Es ist wirklich ein toller Job und eine tolles Team. Ich wünsche Ihnen in jedem Fall noch einen erfolgreichen Jahreswechsel!“ Gehe mit den besten Wünschen aus dem Gespräch, verabschiede Dich freundlich und sei vor allem Du selbst. Es bringt nichts, zu Heucheleien oder wenig aufrichtigen Floskeln zu greifen, wenn Du sonst ganz anders sprechen würdest. Nutze Deinen eigenen Stil und traue Dich Dich ganz offen zu zeigen.

Die Beziehung, die Haltung und das Timing

Von ganz entscheidender Bedeutung sind auch die Beziehung, also Nähe und Haltung zu der betreffenden Person. Seid ihr euch im ersten Gespräch sehr sympathisch begegnet und habt sogar herum gescherzt, ging es locker zu, dann eignet sich auch ein lockerer Umgang bei der Absage. Oder verhielt es sich eher steif und unpersönlich, dann sollte auch Deine Absage nicht zu flapsig, sondern etwas formeller ausfallen.

-> Es muss einen Anschluß zu der ersten Begegnung geben. Und einen runden Ausgang bestenfalls auch, wenn du eine Bewerbungszusage absagen willst.

Hinzu kommt das richtige Timing. Warte nicht zu lange, um das Bewerbung zurückziehen anzugehen: Das Vorstellungsgespräch absagen solltest Du wenige Tage später. Wer sich bitten lassen muss, kommt negativ an. Eigeniniative hingegen ist gefragt!

Lasse Dir jedoch mindestens eine Nacht Bedenkzeit. Das ist die goldene Regel der Entscheidungsfindung. Wir brauchen mindestens eine Nacht Abstand zu einem Thema, um wieder objektiv darauf blicken zu können, wenn wir eine Bewerbungszusage absagen wollen.

Fazit – Souveränität beweisen und cool bleiben

Eine Bewerbung zurückziehen ist eine Sache von Timing, Stil, Persönlichkeit und auch Taktik. Wenn man eine Bewerbungszusage absagen will, steht man vor vielen Unsicherheiten, die sich besonders auf die sprachliche Umsetzung drehen. Wie soll man das formulieren? Wie wird der andere das auffassen? Dinge, die einem schlaflose Nächte, Sorgen-Kopfkino und Bauchschmerzen verursachen können. Es ist günstig, sich in Ruhe vorher mit Menschen zu beraten, die einen gut kennen und wissen, was für Dich der geeignete Weg sein könnte. Im Moment, wenn Du das Vorstellungsgespräch absagen gehst, sollte man vor allem sachlich, freundlich und authentisch bleiben, nicht zu viele Emotionen oder persönliche Präferenzen teilen und das ganze immer an die vorherige Begegnung anpassen. So bleibst Du in guter Erinnerung und brauchtest Dich auch nicht um die Absage herum zu schummeln. Die Bewerbung zurückziehen – Mit Stil und Achtung: So beweist Du Souveränität und bleibst cool!