Bewerbungsschreiben – wie es auch Dir perfekt gelingt

Wie gut ein Bewerbungsschreiben erstellt ist, entscheidet darüber, ob ein Bewerber zu einem Gespräch eingeladen wird oder nicht. Dabei können die Zeugnisse und Referenzen nicht verändert werden. Anders sieht es mit dem Bewerbungsschreiben aus. Hier kann der Bewerber punkten, indem er die formalen Kriterien einhält und Sympathien und Neugier seiner Person gegenüber aufbaut.

Wer eine erfolgreiche Bewerbung schreiben will, sollte daher das Hauptaugenmerk auf das Anschreiben legen. Dabei ist wichtig, das Ziel der Bewerbung im Blick zu behalten. Das Bewerbungsschreiben kann nicht zu einem neuen Job führen. Es soll lediglich dazu dienen, dass der potentielle Arbeitgeber den Bewerber im Rahmen eines Gesprächs besser kennenlernt. Je besser das Bewerbungsschreiben, umso kürzer ist der Weg zum neuen Job.

Eine Bewerbung schreiben braucht Vorbereitung

Bevor Du Dich an das Schreiben machst, bereite Dich ein wenig vor. Recherchiere über das Unternehmen und verschaffe Dir einen ersten Eindruck vom betreffenden Arbeitsplatz. Das Internet ermöglicht Dir, Informationen zu sammeln. Durch dieses Bild gelingt es Dir leichter, den richtigen Ton zu treffen. Daraus ergibt sich auch gleich, dass jede Bewerbung für sich allein erarbeitet werden muss. Bewerbung schreiben hat nichts mit einer Postwurfsendung zu tun. Massensendungen mit Standardformulierungen sind nicht sinnvoll. Jeder Empfänger will spüren, dass Du mit Deinem Bewerbungsschreiben genau ihn meinst.

Eine Bewerbung schreiben in der korrekten Form

Die Form eines Anschreibens unterliegt formalen Bedingungen, die unbedingt eingehalten werden sollten. Dazu gehört auch, dass das Anschreiben auf den ersten Blick einen guten Eindruck macht. Wer das Bewerbungsschreiben per Post versendet, sollte daher unbedingt auf ein sauberes Druckbild und auf hochwertiges Papier achten. Umweltschutzpapier und 80 g/qm -Papier sind zu vermeiden. Das Papier sollte weiß sein und eine Stärke von 90 bis 100 g/qm aufweisen. Die Ränder sollten klar erkennbar sein und der Text muss in sinnvolle Absätze gegliedert werden, damit er leichter zu lesen und zu verstehen ist. Mit dem optischen Eindruck allein ist es aber noch nicht getan. Es gibt noch weitere wichtige formale Kriterien für eine gute Bewerbung.

Absender und Empfänger müssen korrekt und vollständig sein

Anrede und Absender müssen stimmen. Dazu gehört, die eigene Anschrift vollständig anzugeben. Die Mailadresse und die Telefonnummer gehören unbedingt dazu. Diese Angaben erleichtern dem Personalchef oder Arbeitgeber, dass er auf Dein Anschreiben reagieren kann, ohne erst die anderen Unterlagen nach Deiner Telefonnummer oder Deiner E-Mail-Anschrift zu suchen. Nicht immer bleiben alle Unterlagen zusammen. In großen Unternehmen werden Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnisse vielleicht auf drei Abteilungen verteilt.

Die Anschrift des Unternehmens musst Du natürlich korrekt angeben. Wenn Du weißt, wie der Personalchef heißt, wird Deine Bewerbung zu seinen Händen geschickt. Das gleiche gilt natürlich für eine Personalchefin. Wenn Dir diese Angabe nicht vertraut ist, schreibst Du an die Personalabteilung. In der Anrede macht sich der Name immer viel besser als ein unpersönliches „Sehr geehrte Damen und Herren“. Notfalls rufst Du einfach im Unternehmen an und fragst nach dem Namen des zuständigen Mitarbeiters.

Die DIN 5008 und andere Vorgaben für das Anschreiben

Grundsätzlich wird die DIN 5008 für Bewerbungen genutzt. Wenn Du eine Bewerbung schreiben willst, solltest Du Dir diese Vorgaben einmal ansehen. Sie ist allerdings nicht unbedingt Vorschrift und dient nur als eine Orientierung. Wichtig ist jedoch die Betreffzeile korrekt anzugeben und die vorgeschriebenen Abstände einzuhalten. Die Betreffzeile wird fett formatiert. Das Wort „Betreff“ oder „Betr.“ entfällt. Dein Bewerbungsschreiben sollte auf keinen Fall mehrseitig sein, fasse Dich kurz. In Netz gibt es sehr gute Mustervorlagen, die Dir eine gute Orientierung bieten.

Die folgende Checklist kann Dir helfen, Dein Bewerbungsschreiben zu überprüfen, bevor Du es abschickst.

1. Ist der Absender korrekt und vollständig angegeben?
2. Ist der Empfänger korrekt angegeben?
3. Wird der richtige Ansprechpartner im Unternehmen namentlich genannt?
4. Ist die Betreffzeile fett formatiert?
5. Stimmt die Anrede mit dem Empfänger überein?
6. Ist der Text in sinnvolle Abschnitte gegliedert?
7. Ist die Grußformel korrekt?
8. Sind die Anlagen vermerkt?

Der sprachliche Aufbau

Dein Bewerbungsschreiben enthält im besten Fall alle Informationen, aus denen der zukünftige Chef ableiten kann, dass Du genau die passende Person für die ausgeschriebene Stelle bist. Dabei fängt der Inhalt bereits mit der Betreffzeile an. Schreibe hier nicht „Bewerbung“, sondern gib die Nummer der Anzeige oder die Bezeichnung des Arbeitsplatzes so an, wie es in der Stellenanzeige vermerkt ist.

Sollte es keine Anzeige geben, handelt es sich um eine Initiativbewerbung. Dann steht in der Betreffzeile: „Initiativbewerbung um eine Stelle als…“ Nimm Dir Zeit, wenn Du eine Bewerbung schreiben willst. Arbeite die Einleitung, den Hauptteil und den Schluss sorgfältig aus. Du hast keine andere Chance, von Dir zu überzeugen und auf Dich aufmerksam zu machen als mit diesem Text.

Einleitung

In der Einleitung zeigst Du Dich höflich und sozial kompetent. Beginne mit einer Aussage über das betreffende Unternehmen.

„Ihr Angebot ist mir aus dem Internet bekannt und ich konnte mich als Kunde bereits von der Qualität Ihrer Arbeit überzeugen.“

Dieser Satz muss natürlich der Wahrheit entsprechen.

Möglich ist auch:

„Ihre Stellenanzeige hat mein Interesse geweckt. Beim Besuch Ihrer Homepage ist dieses Interesse noch verstärkt worden.“

Mach ein Kompliment, das nicht zu schmalzig ist, aber dennoch klar erkennbar ist. Es kann schon eine Weile dauern, bis Du die perfekte Einleitung gefunden hast. Doch eine Bewerbung schreiben ist nicht auf die Schnelle zu erledigen. In einer Initiativbewerbung sollte Deine Einleitung den Grund für Dein Bewerbungsschreiben beinhalten. Dieser Grund kann auf keinen Fall sein, dass Du dringend einen Job brauchst. Auch hier geht es wieder darum, dass Du dem Leser zeigst, warum Du sein Unternehmen so attraktiv findest.

Hauptteil

Der Hauptteil ist der wichtigste Teil in Deinem Bewerbungsschreiben. Bevor Du Deine Bewerbung schreiben kannst, solltest Du Dir eine Liste über Deine Kompetenzen und Stärken machen. Wenn es eine Stellenanzeige oder eine Stellenbeschreibung gibt, leg diese bereit. So kannst Du sehen, welche Qualitäten gefordert sind.

Inhaltliche Gestaltung der Bewerbung

Inhaltlich gehst Du auf zwei Aspekte ein, wenn Du eine erfolgreiche Bewerbung schreiben willst.

1. Was fordert der potentielle Arbeitgeber?
2. Was kannst und willst Du einbringen, wenn Du eingestellt wirst?

1. Was fordert der potentielle Arbeitgeber?

Nachdem Du eine sympathische Einleitung formuliert hast, solltest Du Dir überlegen, wie Du auf die Anforderungen Deines zukünftigen Chefs eingehen kannst. Wenn zum Beispiel bestimmte Qualifikationen gefordert sind, über die Du verfügst, reicht ein Satz: „Die erforderlichen Qualifikationen weise ich durch meine beigefügten Zeugnissen nach.“ Du willst viele Argumente für Deine Person in die Bewerbung schreiben, erspare Dir also, den Lebenslauf und die Zeugnisse zu wiederholen. Das kostet nur unnötig Platz im Bewerbungsschreiben. In der Initiativbewerbung steht kurz und knapp, was Du kannst. das kann ungefähr so klingen: „Als Sozialwissenschaftler mit Erfahrung im Seniorenbereich….“, „als Friseurmeister mit dem Spezialgebiet Coloration…“. So weiß der Leser sofort, wen er vor sich hat.

Fordert der potentielle Arbeitgeber die Angabe des frühestens Eintrittstermins oder der Gehaltsvorstellungen, musst Du Dich dazu äußern. Bewerbung schreiben heißt auch, klare Vorstellungen haben. Diese Vorstellungen will Dein Chef natürlich kennen. Als Gehaltsvorstellung kannst Du entweder Dein bisheriges Gehalt als Minimum angeben oder Dich im Internet nach der Höhe erkundigen, die meistens gezahlt wird. Wenn Du allerdings ganz klare Vorstellungen von der Summe hast und keine Kompromisse eingehen willst, schreibe auch das klar in die Bewerbung. Wenn Du zu teuer bist, könnt ihr euch beide weitere Verhandlungen sparen und müsst keine Zeit verschwenden. Diese Angaben stehen im dritten Absatz. Vorher kommen noch Deine Vorzüge.

2. Was kannst und willst Du einbringen, wenn Du eingestellt wirst?

Ein Bewerbungsschreiben ist eine Werbung für Deine Person. Deshalb beschreibst Du zuerst drei Stärken, die sich auf Deine Berufsausübung beziehen. Teamfähigkeit, Belastbarkeit oder Flexibilität sind Beispiele dafür. Auch Kommunikationsfähigkeit oder Lernwilligkeit gehören dazu. Orientiere Dich an der Stellenanzeige, denn Du willst eine passende Bewerbung schreiben. Diese Eigenschaften kannst Du mit einem kleinen Hinweise Belegen: „Meine Teamfähigkeit konnte ich bereits als ehrenamtlicher Rettungssanitäter unter Beweis stellen.“ „Mein bisheriger Arbeitgeber hat mich für meine Belastbarkeit wiederholt gelobt.“

Wenn dieser Absatz gut gelungen ist, folgen noch ein oder zwei Sätze über Dich als Person. So könntest Du anführen, dass Du frei von familiären Verpflichtungen bist und somit nicht auf die Uhr schaust, wenn Feierabend ist. Oder Du beschreibst, Deinen Ehrgeiz, Dinge zu Ende zu bringen etc.

Checkliste für die inhaltliche Ausarbeitung deines Bewerbungsschreibens

1. Ist Die eine freundliche und sympathische Einleitung gelungen?
2. Hast Du berücksichtigt, was der Arbeitgeber in der Stellenanzeige fordert?
3. Konntest Du Deine Stärken benennen?
4. Vermeidest Du, den Lebenslauf zu wiederholen?
5. Hast Du besonders positive Eckdaten zu Deiner Persönlichkeit beschrieben?

Schlussformel

Die Schlussformel soll eine sogenannte „Call to Action“ oder Handlungsaufforderung enthalten. Dabei ist sie nicht zu eindeutig zu formulieren. Natürlich kannst Du keinen Befehl erteilen. „Rufen Sie mich an, wenn Sie eine Spitzenkraft einstellen wollen“ ist etwas zu selbstbewusst. Die Richtung stimmt allerdings.
Beispiele für eine selbstbewusste Schlussformel:

„Ich bin überzeugt, einen wertvollen Beitrag für Ihr Unternehmen leisten zu können. Wenn Sie meine Unterlagen interessant finden, freue ich mich über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch.“

„Ich freue mich, wenn ich in Ihrem Unternehmen einen Platz finde und werde meine fachlichen und persönlichen Kompetenzen mit großem Engagement einbringen. Die Einladung zu einem persönlichen Gespräch nehme ich gern an.“

Das Bewerbungsschreiben schließt mit „mit freundlichen Grüßen“ und Deiner Unterschrift. Deinen Namen musst Du nicht unbedingt zusätzlich mit dem PC schreiben, der Leser weiß ja, wer Du bist.
In die letzte Zeile kommt ein Hinweis darauf, dass zum Bewerbungsschreiben noch Anlagen gehören. Das Wort „Anlagen“ reicht aus, Du musst sie nicht alle einzeln aufführen.

Welcher Platz ist der richtige für das Bewerbungsschreiben?

Das Bewerbungsschreiben kommt bei einer Bewerbung in Papierform oben auf Deine Bewerbungsmappe. Auf keinen Fall solltest Du es einheften. Der Grund dafür liegt auf der Hand. In großen Firmen werden die Bewerbungen vorsortiert. Stimmt etwas mit dem Bewerbungsschreiben nicht, wird die Bewerbung unter Umständen direkt aussortiert. Interessante Bewerbungsschreiben werden direkt an den Personalchef weitergeleitet. Erst, wenn er Deine Unterlagen sehen will, bekommt er die Mappe. Manche Unternehmen werden mit Bewerbung so überhäuft, dass sie ein Verfahren wählen, das die Arbeit der Sichtung erleichtert.

In einer elektronischen Bewerbung wird das Bewerbungsschreiben als pdf. gespeichert. Die Datei heißt: „Anschreiben_Dein Name“. Lebenslauf und Zeugnisse werden jeweils getrennt gespeichert.

Besonderheiten bei der Initiativbewerbung

Die Initiativbewerbung ist, wie oben schon erwähnt, in einigen Aspekten eine Sonderform. Zuerst einmal macht es einen guten Eindruck, wenn der Arbeitgeber erkennen kann, dass Du Dich bewirbst, obwohl keine Stellenausschreibung vorliegt. Du zeigst damit Eigeninitiative. Formal unterscheidet sich diese Art der Bewerbung nicht von der klassischen Bewerbung. Die wesentlichen Unterschiede für das Bewerbungsschreiben der Initiativbewerbung sind hier zusammengefasst.

1. Die Betreffzeile enthält den Hinweis darauf, dass es sich um eine Initiativbewerbung handelt.
2. Du musst im Rahmen einer Recherche herausfinden, worauf der Arbeitgeber besonderen Wert legt, weil Dir keine Infos aus der Stellenanzeige vorliegen.
3. Deine eigenen Qualitäten nehmen etwas mehr Raum ein, denn Du wirbst mit diesem Bewerbungsschreiben sehr direkt für Dich und musst den Bedarf beim Arbeitgeber wecken.

Die Schlusskontrolle ist ein Muss

Kontrolliere am Schluss die Rechtschreibung und die Grammatik. Vielleicht kannst Du einen Freund bitten, Korrektur zu lesen. Oft sieht man seine eigenen Fehler bei aller Sorgfalt nicht. Einer unbeteiligten Person fallen Fehler schneller ins Auge.

Fazit

Eine Bewerbung schreiben ist eine Angelegenheit, die Konzentration und Überlegung erfordert. Formale und inhaltliche Kriterien sollten vor dem Absenden gründlich überprüft werden. Wem es gelingt, sich in die Situation des Arbeitgebers zu versetzen, wird eine Bewerbung erstellen, die Sympathie weckt und realistische Chancen hat, zu einem Vorstellungsgespräch zu führen.

Die Initiativbewerbung: Hilfreiche Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

Eine Initiativbewerbung kann für Dich der perfekte Einstieg in ein neues Berufsleben sein. Du hast ein passendes Unternehmen gefunden, bei dem Du gerne in Zukunft arbeiten würdest? Nur leider inseriert die Firma keine Stellenanzeige, die zu Deinem beruflichen Profil passt? Dann solltest Du nicht gleich den Kopf in den Sand stecken, sondern Dich vielmehr mit einer guten Initiativbewerbung auf Dich als Person aufmerksam machen. Mit einer Initiativbewerbung zeigst Du als Bewerber Engagement, Motivation und Leistungsbereitschaft, doch natürlich musst Du dabei auch einige wichtige Punkte beachten. Welche das sind, erfährst Du in den folgenden Zeilen.

Was ist eine Initiativbewerbung?

Wenn Du Dich initiativ bewirbst, dann tust Du das, ohne dass von dem Unternehmen ein vorheriges Angebot erfolgte. Zwar existiert dabei keine konkrete Stellenausschreibung, aber dennoch sind in der Firma etwaige Arbeitsplätze in dieser Art zu besetzen. Du informierst Dich im Vorfeld intensiv über die Firma und deren Philosophie, bei der Du Dich bewerben möchtest. wobei ein erster telefonischer Kontakt auch bei dieser Bewerbungsart angebracht ist.

Natürlich hat ein Bewerber, der gewissenhaft auf eine Stellenanzeige aus der Jobbörse antwortet, in der Regel auch gute Chancen, einen passenden und ansprechenden Arbeitsplatz zu finden. Aber dennoch zeigst Du mit einer Initiativbewerbung Deinem potentiellen Arbeitgeber, dass Du Deine berufliche Zukunft nicht dem Zufall überlassen willst. Letzten Endes kann dies der ausschlaggebende Punkt dafür sein, dass Du schneller Dein Ziel erreichst und einen neuen Job findest. Du beweist, dass Du aktiv die Zukunft des Unternehmens mitgestalten möchtest, denn wer mit guten Ideen und einer ordentlichen Portion Eigeninitiative an das Projekt „berufliche Entwicklung“ ran geht, wird wahrscheinlich mit derselben Dynamik und Tatkraft und Dynamik die unternehmerischen Projekte umsetzen.

Lohnt sich eine Initiativbewerbung?

Dass eine Initiativbewerbung sinnvoll ist, bestätigen immer wieder verschiedene Umfragen. Erst kürzlich hat das Jobportal StepStone eine Umfrage unter 9500 Stellensuchenden und Arbeitgebern durchgeführt. Diese ergab, dass rund 64 Prozent der Arbeitgeber eingehende Initativbewerbung archivieren und dass es fast bei der Hälfte aller Bewerber (44 Prozent) sogar zu einem Vorstellungsgespräch kommt.

Du als Initativbewerber punktest aus Sicht der Unternehmen allein schon durch Dein hohes Maß an Eigeninitiative sowie mit Deinem großen Interesse, was Du der Firma gegenüber ausdrückst. Werden Deine Unterlagen bei dem Unternehmen archiviert und sollte irgendwann doch ein passendes Stellenprofil ausgeschrieben werden, bist Du Deinen potentiellen Konkurrenten bereits einen Schritt voraus. Somit stehen die Chancen gut, dass der Arbeitgeber direkt auf Deine Kontaktdaten zurückgreift.

Initiativbewerbung Tipps:

Vorab Informationen sammeln

Dein Tatendrang muss unbedingt zielgerichtet sein, sodass Du bei der Auswahl Deiner potentieller Arbeitgeber systematisch vorgehen solltest. Hier können beispielsweise Branchenverzeichnisse der Industrie- und Handelskammer, Networking-Seiten wie LinkedIn oder andere Internetportale sowie Fachzeitschriften weiterhelfen. Wenn Du Dich für ein bestimmtes Unternehmen entschieden hast, solltest Du wie bei einer regulären Bewerbung zunächst die wichtigsten Informationen einholen: Wirtschaftskennziffern, Standorte, Belegschaftszahlen, Betriebsgröße und so weiter. Im Idealfall recherchierst Du dafür nicht nur auf firmeneigenen Webseiten, sondern nutzt auch Pressemeldungen oder besuchst die ein oder andere Fachmesse, auf der sich das Unternehmen präsentiert. In der Regel musst Du bei einer Initiativbewerbung noch besser mit dem Unternehmen vertraut sein, als bei einer normalen Bewerbung.

 Der erste telefonische Kontakt

Wie bereits erwähnt, solltest Du Dich zunächst an die Personalabteilung des Unternehmens wenden und einen ersten telefonischen Kontakt aufbauen. Dies kann die Initiativbewerbung Erfolgsaussichten für Dich erheblich steigern. Schreibe Dir sagen und welche Fragen kann man Dir bereits am Telefon beantworten? Es ist wichtig, dass Du Dich kurz fasst und präzise Deine Botschaft vermittelst. Ein ruhiger und freundlicher Auftritt solltes sich während dem Telefonat von selbst verstehen.

Ein Großteil der Unternehmen ist immer daran interessiert, neue Menschen kennen zu lernen, die viel Eigeninitiative zeigen. Durch einen telefonischen Kontakt können erste Fragen und Anliegen beantwortet werden – und zwar rasch und ohne großen Umstand. Zeigt Dein Gesprächspartner auf Deine Initiativbewerbung Interesse, ist es wichtig, dass Du erfragst, an welchen Ansprechpartner Du die Bewerbung richten sollst. Damit hast Du dann bereits einen ersten Bezug, an den Du in dem Bewerbungsanschreiben anknüpfen kannst.

So bitte nicht

„Ich möchte mich hiermit um eine Stelle im IT-Bereich Ihres Hauses bewerben, weil mit telefonisch mitgeteilt wurde, dass Sie eventuell neue Arbeitskräfte suchen. Ich kann mir vorstellen, Sie in Zukunft zu unterstützen und freue mich, wenn Sie sich bei mir melden.“

So darf bzw. sollte Dein Anschreiben natürlich auf keinen Fall formuliert sein, wenn Deine Initiativbewerbung Erfolgsaussichten versprechen soll. Du fragst Dich warum?

Ganz einfach: Das Anschreiben sagt weder etwas über Deine konkreten Pläne aus, noch über Dich als Person. Darüber hinaus ist es an keinen Ansprechpartner gerichtet und vor allem ist es eines: Schlicht und ergreifend völlig uninteressant. Deine Bewerbung wird damit höchst wahrscheinlich gleich in der nächsten Ablage verschwinden und Du wirst eine ebenso inhaltslose und lapidare Rückantwort in Form einer Absage erhalten. Damit Du bei Deiner Initiativbewerbung einen solchen Fauxpas vermeidest, ist es wichtig, dass Du konkret die wichtigsten Aspekte einer Initiativbewerbung beachtest.

8 Tipps für das Anschreiben Deiner Initiativbewerbung

1. Direkte Formulierungen

Du musst mit Deinem Anschreiben unbedingt das Interesse des Lesers wecken. Dementsprechend musst Du dafür sorgen, dass Deine Worte konkret wiedergeben, was Du sagen willst und vor allem, was Du als Bewerber zu bieten hast. Verklausulierungen und Konjunktive solltest Du dabei unbedingt vermeiden.

2. Falle ruhig mit der Tür ins Haus

Zu Beginn des Anschreibens ist es sinnvoll, die wichtigsten Daten und Fakten zu nennen. Beschreibe Deine aktuelle Position, Deine Qualifikationen sowie den Grund, warum Du Dich für das entsprechende Unternehmen als potentiellen Arbeitgeber entschieden hast. Die genauen Details zu Dir und Deinen Qualifikationen benennst Du dann in Deinem Lebenslauf.

3. Fasse dich kurz

Grundsätzlich sollte das Anschreiben nicht länger als eine Seite sein. Dieser Punkt gilt umso mehr, wenn Du Dich initiativ bewerben willst. Du musst versuchen, auf den Punkt zu kommen, denn Detailfragen können auch noch später im Vorstellungsgespräch geklärt werden. Dein oberstes Ziel ist es, das Interesse des Personalverantwortlichen an Dir und Deinen besonderen Fähigkeiten zu wecken. Nur so zieht Dich ein Unternehmen überhaupt erst für eine Arbeitsstelle in Betracht.

4. Zeitgemäß auftreten

Bei der Initiativbewerbung sind insbesondere Formulierungen wichtig, die nicht nur interessant, sondern auch selbstbewusst klingen. Überflüssige Schmeicheleien über das Unternehmen, wie etwa „Ihre Firma ist mit als Beste der gesamten Branche bekannt“, kannst du getrost weglassen. Auch Sätze wie „Ich würde mich freuen, wenn Sie mir etwas Ihrer geschätzten Zeit schenken könnten“, sind heute in einer Bewerbung mehr als überflüssig.

5. Zeige Profil

Mit einer Initiativbewerbung bewirbst Du Dich auf eine Stelle, die bisher noch nicht ausgeschrieben ist und die unter Umständen in dem Unternehmen auch noch gar nicht existiert. Es ist daher besonders wichtig, dass Du konkrete Angaben über Dich selbst machst. Bei einer Initiativbewerbung ist es sinnvoll, wenn Du direkt den Job benennst, auf den Du Dich bewirbst. Erläutere mit einigen Worten auch, was gerade Dich für die Position auszeichnet. Dabei erwähnst Du die Schwerpunkte Deiner Berufsausbildung und/oder Deiner bisherigen, aktuellen Tätigkeit.

Setze Dich mit den Strategien und den Geschäftsfeldern des Unternehmens auseinander und überlege Dir, welche Anforderungen ein einzelner Mitarbeiter hier erfüllen muss. Recherchiere umfassend, in welche Richtung das Unternehmen Weiterentwicklungen plant und mit welchem Personalbedarf hierbei zu rechnen ist. Vermeide unbedingt unsinnige Floskeln und schwammige Formulierungen. Denke daran, dass Dein potentieller Arbeitgeber Deine Bewerbung sinnvoll einordnen muss, damit er sich im Falle einer passenden Vakanz gleich an Dich erinnern kann.

6. Zeige Leidenschaft

Das wichtigste ist, dass Deine Bewerbung dem Personaler in Erinnerung bleibt. Dass das kein leichtes Unterfangen ist, hängt damit zusammen, dass es sich nicht um eine ausgeschriebene Stelle handelt, auf die Du Dich bewirbst. Damit besteht die Gefahr, dass Dein Bewerbungsanschreiben schnell in die Ablage „Sonstiges“ einsortiert wird und damit in Vergessenheit gerät. Damit Du so etwas verhinderst, musst Du insbesondere betonen, wie hoch motiviert Du bist, für das Unternehmen in Zukunft zu arbeiten. Was reizt Dich besonders an der Firma? Warum bewirbst Du Dich? Was fasziniert Dich in erster Linie an dieser neuen Stelle? Versuche, dem begehrten Arbeitgeber zu verdeutlichen, warum gerade Du mit Deinen individuellen Stärken und Fähigkeiten ideal zu dem Unternehmen und der momentanen Firmenphilosophie passt.

7. Zeigen dem Chef Deine Besonderheiten

Soll Deine Initiativbewerbung Erfolgsaussichten versprechen, ist es wichtig, dass Du Dich von der breiten Bewerber-Masse deutlich abhebst. Dies hat eine noch höhere Priorität, als wenn es sich um eine herkömmliche Bewerbung handeln würde.

Wenn Du ein außergewöhnliches, besonderes Hobby hast, dass unter Umständen sogar noch zu den Geschäftsfeldern des Unternehmens passt, kannst und solltest Du dies bereits in der Initiativbewerbung erwähnen. Oder sprichst Du vielleicht eine etwas exotische Sprache, die glücklicherweise auch noch in einem Land gesprochen wird, in dem die Firma tätig ist? Beschreibe dies ebenfalls unbedingt. Hast Du Seminare oder Weiterbildungen absolviert, die für das Unternehmen von großem Vorteil wären, gehst Du selbstverständlich auch darauf bereits im Anschreiben ein. Denke aber auch immer daran, das Du Deine besonderen Qualifikationen sinnvollerweise immer auf die Interessen Deines potentiellen Arbeitgebers beziehen musst.

Formulierungen für eine gute Initiativbewerbung

Wir möchten Dir nun noch einige Beispiele von Formulierungen mit an die Hand geben, die Du in der Initiativbewerbung nutzen kannst. Wir nennen Dir gleichzeitig auch noch einige Negativbeispiele, damit Du erkennst, wie Du unsere Initiativbewerbung Tipps am sinnvollsten einsetzen kannst:

Die Einleitung

Negativbeispiel: Hallo Herr Mustermann…
Positivbeispiel: Sehr geehrter Herr Mustermann…

Negativbeispiel: Ich habe von einem Bekannten gehört, dass bei Ihnen ein Arbeitsstelle als Lagerist frei wird.
Positivbeispiel: Während meiner telefonischen Kontaktaufnahme mit Herrn/Frau… teilte man mir mit, dass Sie in Ihrem Unternehmen eine Stelle als Lagerist zu besetzen haben.

Treffend und konkret die Initiativbewerbung formulieren

Negativbeispiel: Ich möchte unbedingt in Ihrer Firma als EDV-Mann tätig werden, denn das macht mir schon immer viel Spaß.
Positivbeispiel: Ich durfte als IT-Administrator bei der …GmbH über 100 vernetzte Arbeitsplätze verantwortlich betreuen. Zu meinen Aufgabengebieten gehörten auch die Einweisung neuer Mitarbeiter im Umgang mit Computertechnik, sowie die Sicherheit der Daten im Unternehmen.

Keine leeren Aussagen in der Initiativbewerbung treffen

Negativbeispiel: Ich bin motiviert, sehr belastbar, flexibel und möchte mich damit gerne in Ihrem firmeneigenen Team einbringen.
Positivbeispiel: Ich habe in den letzten sechs Jahren neben meinen regulären Aufgaben auch ein großes Sonderprojekt geleitet. Dabei durfte ich ein Team aus fünf Experten an meiner Seite begrüßen, mit dem ich eine Umstellung des DV-Netzes aus Gründen der firmeninternen Organisation ausschließlich am Abend sowie am Wochenende durchgeführt habe.

Zeige Authentizität in der Initiativbewerbung

Negativbeispiel: Sie können mich wirklich in jedem Bereich einsetzen: Ob im Marketing, im Vertreib oder im Einkauf. Ich löse alle Probleme.
Positivbeispiel: Nach drei Jahren im Außendienst konnte ich bei der Firma… die Markteinführung eines innovativen Produktes begleiten. In den letzten zwei Jahren war ich als stellvertretender Leiter für den Rohstoffeinkauf zuständig.

Fazit: Wie sind bei einer Initiativbewerbung die Erfolgsaussichten?

Eine Initiativbewerbung kann für Dich der erste Schritt in eine neue berufliche Zukunft sein, denn jede Firma schätzt ein gewisses Maß an Eigeninitiative und Motivation bei den Arbeitnehmern. Du solltest Dich natürlich vorab gut über das Unternehmen informieren und einen ersten telefonischen Kontakt herstellen, denn so kannst Du nicht nur herausfinden, inwiefern das Unternehmen überhaupt eine von Dir gewünschte Position zu besetzen hat, sondern auch, an welchen Ansprechpartner Du die Bewerbung konkret richten sollst. Bei all dem ist aber vor allem eines bei den Initiativbewerbung Tipps wichtig: Du musst Authentizität zeigen, denn nur wer über die eigenen Stärken und Schwächen Bescheid weiß und sich selbst damit realistisch einschätzt, kann auch nach Außen hin authentisch wirken.