Stress am Arbeitsplatz – Wie gehe ich damit um und wie lässt er sich vermeiden?

Stress am Arbeitsplatz ist ein leidiges Thema, mit welchem heute viele Arbeitnehmer zu kämpfen haben. Ständig wollen Unternehmen mehr Leistung bei weniger Zeit und natürlich größeren Gewinnen. Die Angestellten sind diejenigen, welche unter diesem hohen Druck am meisten leiden. Doch es gibt durchaus Mittel und Wege, welche es Dir ermöglichen, den Druck aus dem Arbeitsalltag herauszunehmen und die Tage somit weniger stressig zu gestalten.

Allerdings musst Du hierfür etwas tun und Dein eigenes Verhalten genau beobachten. Nur so kannst Du alte Gewohnheiten langfristig ändern und den Stresspegel effektiv verringern. Beruflicher Stress kann auch gesundheitlich Folgen haben, daher sollte der richtige Umgang mit Stress am Arbeitsplatz theoretisch für alle Berufstätigen eine Rolle spielen – einer gesunden Psyche zuliebe!

Der richtige Umgang mit Stress am Arbeitsplatz will gelernt sein

Natürlich gibt es diverse Mittel und Wege, um bereits vorhandenen Stress effektiv abzubauen. Doch der Umgang mit Stresssituationen wird den wenigsten Menschen einfach so in die Wiege gelegt. Stattdessen kann beruflicher Stress nur dann abgefangen werden, wenn Du Dich selbst besser kennenlernst. Nur wer in der Lage ist, die eigenen Launen und Handlungen zu reflektieren, kann den Alltag ganz ohne Stress meistern. Zumeist haben sich gewisse Verhaltensweisen bereits so weit automatisiert, dass diese nur noch mit viel Elan und Willen zur Veränderung machbar sind.

Führe Dir immer vor Augen: Der Umgang mit Stress am Arbeitsplatz muss mühsam erlernt werden. Sollten manche Methoden zur Bewältigung von Stress beim Arbeiten einmal nicht auf Anhieb klappen, so ist das kein Drama. Hauptsache, Du gibst Dich Deinem Schicksal nicht hin, sondern tust aktiv etwas gegen Stress am Arbeitsplatz.

Wodurch entsteht der Stress bei der Arbeit überhaupt?

Bevor Du Dir die Frage stellst „Wie gehe ich mit Stress um?“ solltest Du vielleicht erst einmal wissen, wie der Stress am Arbeitsplatz überhaupt entsteht. Zumeist geht es besonders während bestimmter Zeiten sehr hektisch im beruflichen Alltag zu. Das kann zum Beispiel kurz vor Weihnachten sein oder immer, wenn es zeitlich in Richtung Feierabend geht. In bestimmten Firmen ist es zudem üblich, dass Projekte an festen Wochentagen an Kunden übergeben werden – auch dann ist beruflicher Stress ein großes Thema.

Fixe Termine, welche den Abschluss eines großen Projekts festlegen, sorgen ebenfalls für Stress. Der vermehrte Druck sorgt nicht nur für Hektik bei Arbeitnehmern, sondern bringt oftmals auch die Chefetagen gehörig ins Rotieren. Die Vorgesetzten geben den Druck an Ihre Untergebenen weiter und diese stressen ihre Kollegen – ein Teufelskreis beginnt und die allgemeine Laune sinkt. Kommen dann auch noch unvorhergesehene Ereignisse wie zum Beispiel die Krankheit eines Mitarbeiters oder eine besonders dringend zu erledigende Aufgabe hinzu, ist beruflicher Stress vorprogrammiert.

Wie gehe ich mit Stress um?

Der richtige Umgang mit Stress am Arbeitsplatz ist nicht per se für jedermann gleich. Doch es gibt einige Methoden, welche bei vielen verschiedenen Menschen funktionieren. Beruflicher Stress macht auf Dauer krank, daher lohnt es sich durchaus, wenn Du Dich mit dem Thema auseinandersetzt. Selbst das Empfinden von Stress ist bei jedem Arbeitnehmer eine sehr individuelle Sache. Je nach Veranlagung empfinden die einen bereits eine To-Do-Liste mit mehr als zwei Punkten als stressig, während andere selbst bei einer viel längeren Aufgabenliste noch völlig gelassen bleiben. Früher oder später sollte allerdings jeder lernen, wie sich Stress am Arbeitsplatz vermeiden oder zumindest verringern lässt.

Vielen Menschen hilft es, wenn sie den eigenen Blick auf die Dinge ändern. Sieh Dich nicht immer nur aus der Warte Deiner Kunden, Chefs oder Kollegen. Kehre stattdessen zu Dir selbst zurück und nimm einmal ganz bewusst all die Dinge wahr, welche Du in letzter Zeit erfolgreich erledigt hast. Natürlich sollst Du Dich nicht auf den berühmten „Lorbeeren“ ausruhen. Trotzdem verschafft eine leichte Veränderung des Blickes auf die eigenen Taten eine gewisse Selbstsicherheit, welche den Stress bei der Arbeit ganz automatisch mindert. Sieh den bereits vorhandenen Druck von einer positiven Seite. Benutze ihn dazu, um Dich zu motivieren, Deine Fähigkeiten noch weiter zu verbessern und sieh neue Aufgaben nicht als puren Stress am Arbeitsplatz an.

Neben dem veränderten Blickwinkel kann es auch hilfreich sein, für eine bestimmte Zeitspanne bewusst inne zuhalten. Atme tief durch, lehne Dich für einen kurzen Moment zurück und konzentriere Dich mit all Deinen Sinnen auf etwas Angenehmes. Das kann zum Beispiel ein schönes Hobby sein, der nächste Urlaub im fernen Süden oder liebe Menschen. In blinden Aktionismus solltest Du hingegen niemals verfallen, den das führt nur zu zusätzlichem Stress, welchen Du Dir noch dazu selbst machst. Wer sich nicht mit dem Umgang in Stresssituationen auseinandersetzt und stattdessen sofort darauf los arbeitet, der macht häufiger Fehler. Diese führen zu noch mehr Stress am Arbeitsplatz.

Stress bei der Arbeit Schritt für Schritt vermeiden

Gerade in Zeiten von akutem Stress bringt es überhaupt nichts, besonders schnell arbeiten zu wollen. Hierdurch entstehen höchstens neue, zusätzliche Aufgaben durch unsauberes und übereiltes Arbeiten. Viel mehr nützt es in solchen Situationen, Aufgaben Step by Step anzugehen. Es ist ein Irrglaube, das man unter zu viel zeitlichem Druck eben einfach schneller arbeiten müsse, um besonders viel zu schaffen.

Stattdessen lautet das Zauberwort: Konzentration. Je fokussierter Du an eine Aufgabe herangehst, desto schneller und besser kannst Du diese fertigstellen. Für die nötige Konzentration benötigst Du natürlich entsprechend viel Ruhe. Für diese musst Du im Arbeitsalltag zumeist selbst sorgen. Dich stören zum Beispiel die laut plappernden Kollegen? Dann setze Dir zum Arbeiten Kopfhörer auf und höre ruhige Musik oder verwende Ohrstöpsel.

Umgang mit Stress am Arbeitslatz bedeutet immer, aktiv etwas gegen störende Komponenten zu tun. Gleiches gilt für zu grelles Licht oder eine unangenehme Raumtemperatur. Lasse diese Störfaktoren nicht tatenlos über Dich ergehen, sondern tue aktiv etwas dagegen – im Zweifel auch trotz seltsamer Blicke seitens der Kollegen.

Beruflicher Stress: Aufgaben öfter mal an andere abgeben

Als besonders motivierter Mitarbeiter möchte man natürlich stets alles alleine machen. Wenn Du allerdings von Vornherein bereits weißt, dass Du Aufgaben gar nicht befriedigend erledigen kannst, dann gib einen Teil der Aufgaben ab. Manchmal ergibt es mehr Sinn, ehrlich zu sich selbst zu sein. Es ist keine Schwäche, eine Überforderung bei sich selbst zu erkennen, sondern eine echte Stärke. Auch Dein Unternehmen und der Chef werden es Dir danken, wenn Du vorausschauend handelst, indem Du Aufgaben gezielt delegierst.

Positiver Nebeneffekt: Wer Aufgaben auch an andere verteilt, tut nicht nur effektiv etwas gegen Stress bei der Arbeit, sondern zeigt auch, dass er als Führungskraft taugen könnte. Planst Du einen beruflichen Aufstieg, solltest Du die Zügel also ruhig ab und zu aus der Hand geben. Besonders wichtige Aufgaben sind hiervon natürlich ausgenommen. Delegiere stattdessen lieber besonders ungeliebte Aufgaben – beruflicher Stress wird hierdurch effektiv gemindert.

Umgang mit Stresssituationen: Weniger Perfektion ist manchmal mehr

Natürlich wollen wir alle unsere Aufgaben so gut wie möglich erfüllen. Gerade im Arbeitsleben gehört es zum guten Ton, mögliche Anforderungen an Quantität und Qualität am besten zu toppen. Allerdings solltest Du Deine eigenen Grenzen kennen und diese gerade in besonders stressigen Situationen akzeptieren lernen. Es ist zwar gut, sich hohe Ziele zu setzen, allerdings geht ein falscher Perfektionismus mit einem erhöhten Stresslevel einher. Setzt Du Deine Ansprüche an Dich selbst so hoch an, dass Du diese niemals erreichen kannst, so wird Dich das auf Dauer nur demotivieren. Außerdem verursacht Dir ein daraus resultierendes negatives Selbstbild nur noch zusätzlichen Stress.

Gleiches gilt dann, wenn der Drang nach Perfektionismus von außen kommt. Stellt jemand völlig überzogene Forderungen an Dich, dann weise ihn freundlich aber bestimmt darauf hin. Dieses Vorgehen erfordert viel Mut, zahlt sich aber langfristig aus. Wenn zusätzlicher zeitlicher Druck hinzukommt, wirst Du abwägen müssen, ob Du lieber eine besonders perfekte Arbeit abliefern möchtest oder besser die zeitlichen Grenzen einhalten willst und dafür „nur“ ein gutes Ergebnis erzielst. In vielen Fällen ist die zweite Lösung der richtige Schritt, um Stress am Arbeitsplatz nachhaltig zu vermeiden und den Umgang mit Stress am Arbeitsplatz zu optimieren.

Umgang mit Stress am Arbeitsplatz: Beruflicher Stress hat keine Chance dank eines Plans

Der richtige Umgang mit Stress am Arbeitsplatz gelingt nur dann, wenn Du Dir einen echten Plan zurechtlegst. Es genügt hierbei völlig, wenn Du alleine diesen Plan kennst und strikt befolgst. Du solltest Dir allerdings im Voraus genau überlegen, welche Ziele Du realistisch gesehen mit welchem konkreten zeitlichen Pensum erreichen kannst, ohne in Stress zu verfallen. In erster Linie ist es wichtig, dass Du Dir feste Prioritäten setzt, welche Du durchaus nummerieren kannst, wenn Dir das beim Planen hilft. Das Gegenteil eines guten Plans ist das klassische Chaos, in welches sich Arbeitnehmer immer dann gerne stürzen, wenn der Stress zu groß wird.

Planst Du hingegen Schritt für Schritt das weitere Vorgehen zum Beispiel für einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen, lassen sich die Aufgaben bereits zum Anfang so verteilen, dass erst gar kein Durcheinander entsteht. Wer stets den Überblick über seine Pflichten behält, der verfällt erst gar nicht in einen Stress bei der Arbeit. Schließlich hast Du alles im Blick, oder? Das lässt sich allerdings nur dann realisieren und umsetzen, wenn Du mit Dir selbst einen festen Deal vereinbarst: Der Plan wird eingehalten – komme, was da wolle. Nur so kannst Du Dir selbst die nötige mentale Stabilität vermitteln, welche Du brauchst, um den Umgang mit Stress am Arbeitsplatz zu optimieren.

Stress am Arbeitsplatz vermeiden durch persönlichen Rückzug

Neben der Erledigung von Aufgaben wird in den meisten Jobs auch von Dir erwartet, dass Du Dich sozial einbringst. Hierzu zählt das regelmäßige Team-Event ebenso wie der Kaffee im Kreise von Kollegen und Vorgesetzten. Auch die Mittagspause verbringen viele Teams gemeinsam. Doch der andauernde Kontakt zu Kollegen kann auch für Stress bei der Arbeit verantwortlich sein. Würdest Du Deine Pausen lieber nutzen, um ein wenig mit Dir und der Welt alleine zu sein? Dann kommuniziere das gegenüber Deiner Kollegen präzise, aber höflich. Umgang mit Stress am Arbeitsplatz bedeutet auch immer, auf Deine eigenen Bedürfnisse zu hören. Wenn Du das Bedürfnis nach Ruhe, Stille und Privatsphäre hast, dann ist das keine Schande.

Ganz im Gegenteil: Wenn Du auf Deine eigenen Bedürfnisse eingehst, verminderst Du Stress effektiv. Hiervon profitiert auch Dein Arbeitgeber. Schließlich arbeitest Du nach einer kleinen sozialen Auszeit wieder viel besser als unter unfreiwilliger Dauerbeschallung. Vielleicht reagiert Dein Team im ersten Moment ablehnend auf Deine Entscheidung, mehr Zeit für Dich zu brauchen. Lasse Dich hiervon nicht irritieren, denn nur Du alleine bist dafür verantwortlich, Dein persönliches Stresslevel möglichst niedrig zu halten und den Umgang mit Stresssituationen zu meistern.

Die lieben Kollegen werden sich an die neue Situation gewöhnen. Und wer weiß – vielleicht wird der eine oder andere es Dir gleichtun und zukünftig ebenfalls den sozialen Druck etwas herunterfahren. Auch während des Arbeitens kann es hilfreich sein, sich für einen Moment von Kollegen und Chefs abzugrenzen, um sich ganz auf die Arbeit zu konzentrieren und sich gezielt zu fokussieren. Das vermeidet unnötigen Stress.

Sofern Dein berufliches Umfeld es nicht so einfach akzeptiert, dass Du mehr Freiraum benötigen, solltest Du dringend das persönliche Gespräch suchen. Lege Deine Beweggründe für den Rückzug genau dar und hebe besonders hervor, dass dieses Vorgehen rein gar nichts mit der Sympathie oder Antipathie gegenüber Deiner Mitmenschen zu tun hat. Stelle klar, dass es für die erwarteten Arbeitsergebnisse nur Vorteile hat, wenn Du etwas mehr Ruhe bekommst und hebe hervor, dass Du diese Maßnahme zum besseren Umgang mit Stress am Arbeitsplatz einsetzt. In der Regel werden Arbeitgeber und Teams hierauf positiv reagieren. Immerhin zeugt Dein Verhalten bei näherem Hinsehen von einer Menge Eigenverantwortung.

Fazit: Mehr Selbstreflexion für weniger Stress bei der Arbeit

Nur wer sich selbst gut kennt, erkennt Symptome von akutem Stress bereits von Anfang an. Manchmal ist es notwendig, einen Gang zurückzuschalten, um im Anschluss wieder mit vollem Elan bei der Sache zu sein. Führe Dir immer wieder vor Augen, dass es wichtig ist, auf die eigenen Bedürfnisse einzugehen. Stress kann nur dann vermieden werden, wenn Du alle Maßnahmen zu dessen Vermeidung konsequent anwendest – auch dann, wenn es Dir einmal nicht so leicht fällt. In erster Linie kommt es darauf an, dass Du Dich nicht vom akuten Stress überrollen lässt, sondern immer die Kontrolle behältst. Der Kontrollverlust geht stets mit einem erhöhten Stresspegel einher – dieses Phänomen lässt sich mit den oben genannten Maßnahmen effektiv vermeiden.

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5 Kommentare zu „Stress am Arbeitsplatz – Wie gehe ich damit um und wie lässt er sich vermeiden?“

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