Der Anfang vom Ende – die No-Gos im Vorstellungsgespräch

No-Gos im Vorstellungsgespräch sind Verhaltensweisen, die Du tunlichst bei Deinem Bewerbungsgespräch unterlassen solltest. Denn für das Unternehmen ist dieses Gespräch oftmals die erste Möglichkeit, Dich kennen zu lernen. Der erste Eindruck ist entscheidend. Aus diesem Grund ist es für Dich wichtig, verschiedene Dinge zu berücksichtigen, um einen guten ersten Eindruck beim Unternehmen Deiner Wahl zu hinterlassen. Dann hast Du gute Chancen, dass das Unternehmen sich letztendlich für Dich entscheidet und Du den gewünschten Job bekommst.

Mit den nachfolgenden Tipps zum Vorstellungsgespräch schaffst Du es, etwaige No-Gos im Vorstellungsgespräch zu umgehen. Egal, ob es um dein Outfit oder um peinliche Fragen im Vorstellungsgespräch geht – du solltest Dich im Voraus gründlich informieren, damit Du für jede Situation gewappnet bist. Denn Vorbereitung ist das A und O für eine erfolgreiche Bewerbung.

Pünktlichkeit

Pünktlichkeit ist die Basis für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch. Unpünktlichkeit gehört zu den absoluten No-Gos im Vorstellungsgespräch. Denn für den Arbeitgeber ist es entscheidend, dass Du als potenzieller Arbeitnehmer pünktlich zur Arbeit erscheinst. Wenn Du es bereits versäumst, das wichtige Vorstellungsgespräch zur richtigen Zeit zu beginnen, stehen die Chancen dafür schlecht. In den Augen des Arbeitgebers wirkst Du unzuverlässig, sodass Du höchstwahrscheinlich keine Chance auf den gewünschten Job hast.

Nur in schwerwiegenden Situationen hat ein Arbeitgeber für Unpünktlichkeit im Vorstellungsgespräch Verständnis. Falls es absehbar ist, dass Du aufgrund eines Unfalls oder schwerwiegenden privaten Zwischenfalls zu spät kommst, solltest Du den Arbeitgeber frühzeitig informieren. Ausreden wie ein verspäteter Bus sind völlig fehl am Platz. Da Unpünktlichkeit zu den No-Gos im Vorstellungsgespräch gehört, solltest Du lieber überpünktlich da sein und die verbleibende Zeit mit einem kleinen Spaziergang rund um das Gebäude nutzen.

Das falsche Outfit

Auch die Wahl eines falschen Outfits gehört zu den No-Gos im Vorstellungsgespräch. Die Wahl der richtigen Kleidung hängt dabei entscheidend von dem Beruf und Unternehmen ab, bei dem Du Dich bewirbst. Denn bei einer Bewerbung für eine Stelle als Zimmermann werden zum Beispiel andere Ansprüche an Dein Outfit gestellt, als wenn Du Dich für die Arbeit in einer Großkanzlei bewirbst. Das richtige Outfit ist somit abhängig vom Dresscode des potenziellen Arbeitgebers. In konservativen Unternehmen, bei denen Du bei der täglichen Arbeit in Anzug oder Bluse erscheinst, solltest Du auch beim Vorstellungsgespräch elegante Kleidung tragen.

Das Tragen von zu lässiger Kleidung wie Jeans und T-Shirt gehört dann zu den No-Gos im Vorstellungsgespräch. Allerdings besteht auch die Gefahr, dass Du overdressed zum Bewerbungsgespräch erscheinst. Denn bei einer Stelle als Verkäufer erwartet wohl niemand, dass Du das Vorstellungsgespräch im teuren, maßgeschneiderten Anzug wahrnimmst. Folglich gehört zu den Tipps für das Vorstellungsgespräch, dass Du Dich mit dem Unternehmen auseinandersetzt. Je nach Art der Stelle und des Unternehmens solltest Du dann Dein Outfit wählen.

Die unmittelbare Vorbereitung vor dem Vorstellungsgespräch

Zu den weiteren No-Gos im Vorstellungsgespräch gehört die mangelnde Vorbereitung. Denn Arbeitgeber erwarten von Dir, dass Du mit einer gewissen Vorbereitung zum Bewerbungsgespräch erscheinst. Die Vorbereitung zeugt von Deinem Interesse für die Stelle und das Unternehmen. Dies kommt positiv beim Unternehmen an. Wenn Du Dich allerdings nicht vorbereitet hast, wirkt das auf den Personalchef des Unternehmens als Folge von mangelhaftem Interesse. In den Augen der Personaler scheinst Du Dich für das Unternehmen nicht ausreichend zu interessieren – kein guter erster Eindruck.

Du solltest zum Beispiel vor dem Gespräch Dein Handy ausschalten. Denn ein klingelndes Handy im Gespräch zeugt von einer mangelhaften Vorbereitung und mindert Deine Erfolgsaussichten deutlich. Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn Du Deine Bewerbungsunterlagen und Schreibmaterial mitbringst. Somit kannst Du zum Beispiel Notizen machen, wenn der Chef Ausführungen über sein Unternehmen macht. Dies zeugt von hohem Interesse für die jeweilige Stelle und erhöht Deine Chancen.

Wer sich für eine Stelle und ein Unternehmen interessiert, wird auch im Nachhinein unermüdlichen Einsatz bringen – dies ist die Hoffnung der Personalchefs. Zu den No-Gos im Vorstellungsgespräch zählt jedoch, wenn Du jedes Wort des Personaler mitschreibst. Du solltest aktiv am Gespräch teilnehmen und ausschließlich wichtige Dinge notieren. Hier ist ein Mittelweg gewünscht.

Der Name des Gesprächspartners

Eigentlich selbstverständlich, aber schon oft passiert – ein Bewerber vergisst den Namen seines Gegenübers. Dies gehört zu den wichtigsten Tipps für das Vorstellungsgespräch. Ganz gleich, wie schick Dein Outfit ist – wenn Du schon bei der Begrüßung ins Stottern gerätst, ist der erste Eindruck unwiderruflich zerstört. Du solltest vor dem Bewerbungsgespräch den Namen des Gegenüber unzählige Male üben. Wer den Namen des Personalchefs kennt, vermeidet zumindest eines der unverzeihlichsten No-Gos im Vorstellungsgespräch.

Die langfristige Vorbereitung für das Vorstellungsgespräch

Darüber hinaus solltest Du Dich nicht nur unmittelbar vor dem Vorstellungsgespräch vorbereiten. Auch die fehlende langfristige Vorbereitung und Informationsgewinnung zählen zu den No-Gos im Vorstellungsgespräch. Bewerber, die nichts über das jeweilige Unternehmen wissen, haben schlechte Chancen auf eine Zusage. Du solltest Dich im Voraus gründlich über das Unternehmen informieren. Dazu gehören zum Beispiel die Geschichte, die verschiedenen Standorte und selbstverständlich die Aufgaben und Tätigkeiten des Unternehmens.

Zudem gehört es auch zu Deinen Pflichten, Dich über die Anforderungen und Aufgaben der jeweiligen Stelle zu informieren. Eine Bewerbung ohne Wissen über die Stelle wirkt für den Personalchef oberflächlich. In den Augen des Unternehmens ist es Dir egal, was Du für einen Job bekommst. Dies lässt nicht darauf schließen, dass Du anschließend mit Herz und Seele den Job ausüben willst. Deswegen gehört es zu den No-Gos im Vorstellungsgespräch, wenn Du keinerlei Vorstellungen von der Arbeit hast. Klare Vorstellungen von der eigenen Zukunft im Unternehmen wirken immer positiv.

Vermeidung von hohen Forderungen

Zu den No-Gos im Vorstellungsgespräch gehört das Stellen übertriebener Forderungen an den potenziellen Arbeitgeber. Kaum etwas ist für den Arbeitgeber so abschreckend als Bewerber, die schon beim Bewerbungsgespräch lautstark einen Firmenwagen oder etwaige Zusatzleistungen fordern. Der Arbeitgeber geht dann davon aus, dass Du ausschließlich an der Sicherung Deiner Existenz interessiert bist. Dann steht die Befürchtung im Raum, dass das Wohl des Unternehmens für Dich eher zweitrangig und die zu erwartende Leistungsbereitschaft niedrig ist.

Selbstverständlich kannst Du auf Fragen des Personalchefs nach Deinem Gehalt, ehrliche Vorstellungen angeben. Denn niemand muss sich unter Wert verkaufen. Vielmehr zeugt es auch von vorhandenen beruflichen und fachlichen Qualifikationen, wenn Du Dein Gehalt nicht zu niedrig ansetzt. Utopische Forderungen sind selbstverständlich fehl am Platz.

Überhebliches Auftreten

Auch das überhebliche Auftreten gehört zu den No-Gos im Vorstellungsgespräch. Wenn Du arrogant Deine früheren Leistungen zur Schau stellst, bedeutet dies oftmals nur eins: Du bist leider wenig teamfähig. Der Arbeitgeber wird sich dann höchstwahrscheinlich für einen anderen Bewerber entscheiden. Eine leicht zurückhaltende Zurschaustellung von Leistungen und Verdiensten ist geboten. Auch negative Aussagen und Respektlosigkeiten gegenüber den vorherigen Arbeitgebern solltest Du unterlassen. Denn dies gehört zum schlechten Umgangston.

Zudem gibt es einen weiteren Grund, warum negative Aussagen über vorherige Arbeitgeber zu den No-Gos im Vorstellungsgespräch zählen. Höchstwahrscheinlich trennen sich irgendwann einmal die Wege von Dir und Deinem neuen Unternehmen. Dann besteht die Gefahr, dass Du wiederum mit negativen Aussagen über Konkurrenten bei einem weiteren Bewerbungsgespräch punkten möchtest. Da der Ruf eines Unternehmens von hoher Bedeutung ist, wird sich das Unternehmen nicht für Dich entscheiden – ganz gleich, wie professionell Dein sonstiges Verhalten und wie hochwertig bspw. Dein Outfit ist.

Überzogene Ambitionen

Auch die Formulierung von überzogenen Ambitionen ist bei einem Bewerbungsgespräch fehl am Platz. Wenn Du beispielsweise verlauten lässt, dass Du irgendwann den Job des Personalchefs übernehmen möchtest, stehen Deine Chancen schlecht. Überzogene Ambitionen sind No-Gos im Vorstellungsgespräch. Wenn sich der Personalchef bedroht fühlt und unangenehme Konkurrenz in Dir sieht, wird er sich nicht für Dich entscheiden. Mit den überzogenen Ambitionen wirst Du es schwer haben, eine geeignete Stelle zu finden. Denn jeder ist sich selbst stets am Nächsten. Allerdings ist es gern gesehen, wenn gewisse Ambitionen vorhanden sind. Du solltest folglich ein Mittelmaß wählen.

Lügen auf Fragen im Vorstellungsgespräch

Zu den weiteren Tipps für das Vorstellungsgespräch gehört die wahrheitsgemäße Beantwortung von relevanten Fragen. Wenn Dich der Arbeitgeber nach beruflichen Details, Qualifikationen oder Lücken im Lebenslauf befragt, solltest Du es tunlichst unterlassen, die Unwahrheit zu erzählen. Denn Lügen gehören zu den No-Gos im Vorstellungsgespräch. Beantworte auch unangenehme Fragen zu Deiner Vergangenheit ruhig und wahrheitsgemäß. Der Personalchef wird es Dir danken. Denn ohne Selbstreflexion ist eine stetige Verbesserung nicht möglich. Da sich Arbeitgeber aber Arbeitnehmer wünschen, die sich kontinuierlich weiterbilden und verbessern wollen, ist der souveräne Umfang mit unangenehmen Fragen im Vorstellungsgespräch ein großes Plus.

Fragen im Vorstellungsgespräch selbst stellen

Oftmals gibt Dir der Personalchef am Ende des Gesprächs die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Wer keine Fragen hat, hat kein Interesse an dem Job. So lautet das Stigma der meisten Personalchefs. Aus diesem Grund solltest Du Dir bereits im Voraus unterschiedliche Fragen zum Unternehmen überlegen. Je nach dem Verlauf des Vorstellungsgesprächs kannst Du dann am Ende des Gesprächs eine noch nicht beantwortete Frage stellen. Falls das Bewerbungsgespräch umfassend war, sollte Dir zumindest eine Standardfrage einfallen. Dies kann zum Beispiel sein, wie Dein Arbeitsalltag aussieht. Dies zeugt von Interesse und wirkt sich positiv auf das Bild des Personaler von Dir aus. Zusammen mit einem eleganten Outfit steigen Deine Chancen auf Deinen Traumjob.

Schwächen offenbaren

Nobody is perfect. Das weiß auch der Personalchef und Unternehmer. In vielen Bewerbungsgesprächen ist die Frage nach den vermeintlichen Schwächen des Bewerbers an der Tagesordnung. Wenn Du dann offenbarst, dass Du keinerlei Schwächen hast, zeugt das von mangelnder Selbstreflexion oder Überheblichkeit. Dies gehört zu den No-Gos im Vorstellungsgespräch und kommt nicht gut an. Aus diesem Grund solltest Du Dir im Voraus eine Schwäche überlegen, die Du dann dem Personalchef offenbarst. Besonders gut kommt es dabei an, wenn Du zugleich angibst, dass Du bereits an der Schwäche arbeitest.

Den Gesprächspartner ausreden lassen

Wenn Du im privaten Umfeld immer etwas zu sagen hast und gerne Deinem Gegenüber ins Wort fällst, solltest Du Dich im Bewerbungsgespräch zurückhalten. Dies gehört zu den wichtigsten Tipps im Vorstellungsgespräch. Denn Vorgesetzte und Personalchefs sind es meistens gewöhnt, ihre Vorstellungen unwidersprochen preiszugeben. Wenn Du dem Personaler ins Wort fällst, erfüllst Du eines der No-Gos im Vorstellungsgespräch und wirst keine positive Resonanz bekommen.

Der letzte Eindruck

Doch nicht nur der erste Eindruck ist entscheidend für den Erfolg der Bewerbung. Wenn das Ende des Vorstellungsgesprächs naht, versuchen viele Bewerber dem Personaler Tendenzen zu entlocken. Teilweise drängen die Bewerber sogar auf eine Entscheidung. Dies gehört jedoch zu den No-Gos im Vorstellungsgespräch. Denn der Personaler sitzt am längeren Hebel und trifft die Personalentscheidung nach gründlicher Überlegung.

Vielmehr gehört es zur guten Sitte, dass Du Dich am Ende des Gesprächs für die Einladung bedankst. Denn der letzte Eindruck bleibt im Gedächtnis, da sich die Personaler oftmals direkt im Anschluss weiterreichende Notizen machen. Wenn Du also Deine Chancen im Vorstellungsgespräch wahren möchtest, solltest Du für einen guten letzten Eindruck sorgen.

Das Vorstellungsgespräch – die Basis für den künftigen Traumjob

Mit den vorhergehenden Tipps für ein Vorstellungsgespräch hast Du gute Chancen auf den gewünschten Job. Du musst lediglich die genannten No-Gos im Vorstellungsgespräch vermeiden. Denn der erste Eindruck ist wichtig – sowohl für Dich als auch für den Personaler. Outfit, Vorbereitung und Benehmen sind das A und O für einen souveränen Auftritt.

Du kannst die unterschiedlichen Tipps im Voraus nach und nach durchlesen und das Procedere durchgehen. Eine gewisse Unsicherheit und Nervosität ist bei einem wichtigen Vorstellungsgespräch Gang und Gäbe. Wer im Voraus das Gespräch trainiert und sich auf alle Situationen vorbereitet, schafft es allerdings, die Nervosität auf ein Minimum reduzieren – beste Aussicht für ein souveränes Vorstellungsgespräch mit anschließender positiver Entscheidung.

About The Author

3 Kommentare zu „Der Anfang vom Ende – die No-Gos im Vorstellungsgespräch“

  1. Pingback: "Haben Sie noch Fragen?" - Diese Fragen solltest Du stellen

  2. Pingback: So antwortest Du schlagfertig im Bewerbungsgespräch

  3. Pingback: Mit diesen kreativen Fragen lernen Sie Ihre Bewerber richtig kennen

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top