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[inwave_heading preview_style_1=““ title=“Lücken im Lebenslauf – Tipps, wie Du elegant die Lücken schließt“ color_title=“#00366d“]

Ein lückenloser, tabellarischer Lebenslauf wirkt positiv und attraktiv auf Arbeitgeber. Während der Ausbildungszeit gibt es wenige Dinge, vor denen so stark gewarnt wird, wie vor Lücken im Lebenslauf. Doch teilweise ist es nicht möglich, den Lebenslauf lückenlos zu gestalten. Wie kann man Themen wie Krankheit, Reisen oder Arbeitslosigkeit im Lebenslauf darstellen, ohne abschreckend auf die Personalabteilung zu wirken?

Wir informieren Dich darüber, wie du mit Lücken im Lebenslauf umgehen solltest und wie Du am besten auf provokante Fragen im Einstellungsgespräch reagierst. Dein Lebenslauf muss nicht lückenlos sein, damit du die Stelle erhältst. Außerdem verraten wir Dir, welche Lücken im Lebenslauf in welcher Branche möglicherweise auch einen Vorteil darstellen können und Dich in ein besseres Licht rücken.

Denn viele vermeintliche Lücken sind eigentlich auch Stärken und es gibt sehr gute Wege, mit diesen umzugehen.

Die richtige Einstellung zu Lücken im Lebenslauf

Zunächst einmal ist es wichtig, anzuerkennen, dass eine Lücke im Lebenslauf schon einmal vorkommen kann und nichts per se Schlechtes darstellt. Es passiert vielen Menschen, dass sich ein Studium als Fehlentscheidung erweist und abgebrochen wird oder, dass der Berufseinstieg etwas länger dauert als geplant.

Auch ein Jobwechsel kann scheitern und man erhält nicht in der Probezeit die Kündigung. Was tut man nun? Eine Lücke im Lebenslauf ist an sich kein Problem, doch die Neugierde der Personaler ist sofort geweckt und bietet Raum für Spekulationen. Wie gehst Du am besten damit um?

Es gibt zwar die Möglichkeit, zu beschönigen, zu lügen oder zu verschweigen, doch Personaler sind geschulte Experten, was Lücken im Lebenslauf angehen und kommen den meisten Schwindeleien sofort auf die Schliche. Daher verraten wir Dir bessere Umgangsformen mit den Lücken in Deinem Lebenslauf.

Ab wann gilt ein Lebenslauf nicht mehr als lückenlos?

Es existiert kein Gesetz oder eine eindeutige Regel, ab wann eine Lücke im Lebenslauf als Lücke bezeichnet wird. Die meisten Personaler betrachten jedoch alles Pausen, die über einen Zeitraum von ein oder zwei Monaten hinausgehen als Lücke, solange nicht eindeutig erkenntlich ist, was in dieser Zeit gemacht wurde. Denn unter einem Monat gibt es häufig auch Phasen, in denen man eine Reise unternommen hat oder eine zwangsläufige Lücke während eines Jobwechsels erlebt hat.

Auffällig sind Lücken leider auch dann, wenn Du in der Bewerbung versucht hast, sie zu umgehen. Viele Bewerber machen den Fehler, dass sie sich für Jahres- anstatt Monatsangaben entscheiden. Diese Angaben sollen verschleiern, dass der Betroffene eine längere Lücke im Lebenslauf hat. Gleiches gilt für den Fall, dass Kandidaten keinen chronologischen Lebenslauf verfassen, sondern sich stattdessen für ein Erfahrungsprofil auf ihrem Lebenslauf entscheiden.

Das sieht meist so aus, dass bestimmte Qualifikationen zwar aufgeführt werden, doch nur mit einer Zeitlänge seit dem Erwerb dieser Qualifikation und nicht mit einer zeitlichen Einordnung in den Lebenslauf erfolgen. Personaler werden jedoch nicht ohne Grund von vielen Bewerbern etwas gefürchtet. Sie kennen all diese Tricks und werden bei derartigen Verschleierungsversuchen erst recht misstrauisch. Schlimmstenfalls kann das damit enden, dass eine Bewerbung direkt aussortiert wird und der Bewerber nicht einmal zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird.

Schreibe besser in den Lebenslauf, arbeitssuchend gewesen zu sein als die Lücke einfach zu verheimlichen.

Absolute No-Gos für die Lücken im Lebenslauf

Dieser Schuss geht immer in den Ofen: Lügen, um eine unangenehme Lücke im Lebenslauf zu verheimlichen. Wenn man im Lebenslauf lügt und bestimmte Tätigkeiten oder Weiterbildungen hinzudichtet, um eine Lücke zu vertuschen, kommen im Jobinterview möglicherweise Fragen zu genau dieser Angabe. Spätestens hier gerät man ins Wanken, denn die Stresssituation während eines Jobinterviews ist ohnehin schon groß und man verhaspelt sich schnell.

Damit verspielst Du Deine Reputation endgültig. Außerdem ist eine Falschangabe im Lebenslauf auch ein Kündigungsgrund für viele Personaler, der auch nachträglich fristlos dazu führen kann, dass Du Deinen Job los bist. Im Bewerbungsgespräch selbst bedeutet eine enttarnte Lüge ebenfalls das sofortige Aus. Doch auch eine Tarnung der Lücke, die keine Lüge ist, stellt keine Empfehlung für einen optimalen Umgang mit der Lücke dar.

Häufig wird Bewerbern geraten, einen längeren Partytrip nach Australien lieber als „intellektuelle Bildungsreise“ darzustellen oder eine Phase der Arbeitslosigkeit als „Zeit der intensiven Potenzialanalyse“ zu bezeichnen. Beides sind keine guten Ideen. Diejenigen, die Deine Bewerbung lesen werden, haben bereits Hunderte oder Tausende Bewerbungen in den Händen gehalten und wissen genau, welcher Code für was steht. Daher sollte man stets ehrlich bleiben.

Gute Lücken im Lebenslauf muss man nicht verheimlichen

Es gibt zahlreiche Lücken, die fast jeder Mensch schon einmal erlebt hat und die beim Leser des Lebenslaufs Verständnis anstelle von Misstrauen wecken. Dazu zählt zum Einen der Studienwechsel. Es kann jedem Menschen passieren, dass man sich zu Beginn des Studiums irrt und auf den nächsten freien Platz im gewünschten Studiengang etwas warten muss.

Das ist nicht Deine Schuld, sondern hängt vielmehr mit Hochschulformalitäten zusammen. Einen schlechten Eindruck macht ein Studienwechsel nur dann, wenn man mehrfach und alle paar Semester das Fach gewechselt hat. Außerdem empfiehlt es sich, die Wartezeit bis zum neuen Studienplatz mit Praktika oder einem ehrenamtlichen Engagement zu überbrücken. Du solltest also davon absehen, im Lebenslauf als arbeitslos zu erscheinen und Dich stattdessen auf Deine Stärken konzentrieren.

Berufseinstieg, Krankheit und kürzere Arbeitslosigkeit im Lebenslauf

Diese drei Punkte führen am häufigsten zu einer Lücke im Lebenslauf. Doch für diese Lücken besteht meist ein großes Verständnis aufseiten der Arbeitgeber. Berufseinsteiger haben es häufig nicht leicht, an ihren ersten Job zu geraten, denn viele Unternehmen entscheiden sich im Zweifel eher gegen einen Berufseinsteiger.

Dennoch sollte man während der Suchphase auch nebenbei etwas Nützliches machen, wie beispielsweise eine Online-Weiterbildung in einem Programmierkurs oder das Erlernen einer Sprache. Bei einer Phase der Krankheit im Lebenslauf oder, wenn ein schwer erkranktes Familienmitglied von Ihnen gepflegt werden musste, musst Du das nicht verheimlichen, sondern kannst voll und ganz dazu stehen.

Außerdem musst Du keine genauen Details, nicht einmal den Namen der Krankheit selbst, preisgeben. Es reicht, wenn in Deinem Lebenslauf steht „Auszeit aus gesundheitlichen Gründen, inzwischen vollständige Genesung und Einsatzbereitschaft“ oder auch „Pflege der schwer erkrankten Mutter“. Dafür hat jeder Personaler Verständnis und Du musst Dich für diese Lücke nicht rechtfertigen.

Eine Krankheit im Lebenslauf ist kein Grund, Dich nicht einzustellen. Eine kurze Arbeitslosigkeit ist der dritte, häufig auftretende Grund für eine Lücke im Lebenslauf. Denn offensichtlich hast Du Dich stets bemüht, schnell wieder einen Job zu finden und das beweist nicht nur Zielstrebigkeit, sondern auch Engagement.

Richtiges Verhalten nach einer Kündigung im Lebenslauf

Du wurdest gefeuert, Du hast deinen Job verloren und suchst jetzt bereits seit längerer Zeit nach einer Neuanstellung. In diesem Fall ist es besonders wichtig, zuerst nachzuschauen, weshalb genau Dir gekündigt wurde. Denn anhand dieser Unterscheidung ergeben sich verschiedene Varianten der richtigen Reaktion, wenn Du im Bewerbungsgespräch darauf angesprochen wirst.

Wurde Deine Abteilung dichtgemacht, zum Beispiel als Folge einer Fusion mit einer anderen Firma oder einer Umstrukturierung? Oder hat Dein Unternehmen im großen Stil stellenabgebaut, weil es sich wirtschaftlich nicht über Wasser halten konnte? Oder ist Dein ehemaliger Arbeitgeber sogar bankrott gegangen? In diesem Fall kann man bei Dir von Glück im Unglück sprechen. Du hast zwar eine Lücke aufgrund von Arbeitslosigkeit in Deinem Lebenslauf, aber du kannst zurecht sagen, dass es nicht an Dir lag und der Bewerbung zum Beispiel einen Pressebericht beifügen.

In Deinem Lebenslauf schreibst du am besten den Grund der Kündigung hinter die Tätigkeit und stehst auch dazu. Denn dafür, dass Dein ehemaliger Arbeitgeber einiges nicht konnte, kannst Du nichts. Das wissen auch Personaler. Wenn Deine Kündigung allerdings selbst verschuldet war, dann hilft nicht mehr viel. Denn jede Erklärung oder Begründung läuft ins Leere, wenn das Versagen auf Deiner Seite lag.

Dennoch kannst Du auch in diesem Fall etwas Schadensbegrenzung betreiben, indem du zum Beispiel die Kündigung erwähnst, aber nicht mehr dazu sagst. Hüte Dich vor Rechtfertigungsversuchen oder Erklärungen, denn die haben im Lebenslauf nichts verloren. Wenn im Lebenslauf arbeitslos als Wort auftaucht, ist das natürlich keine gute Idee.

Doch Du solltest versuchen, nicht über blöde Kollegen oder einen dummen Chef herzuziehen, wenn es sich vermeiden lässt. Denn auch wenn Du noch so recht hast, wirkst Du im Bewerbungsgespräch nicht positiv.

Wie Du Lücken im Lebenslauf richtig ausfüllst

Es gibt gewisse Möglichkeiten, die Lücken in Deinem Lebenslauf zumindest in den Hintergrund rücken zu lassen und dabei immer noch seriös und professionell zu erscheinen. Zuerst solltest Du die Stellenanzeige genau studieren und Dir überleben, welche Qualifikationen und Fähigkeiten für die ausgeschriebene Stelle besonders relevant sind.

Denn der Lebenslauf muss stets individuell an die jeweilige Ausschreibung angepasst werden. Außerdem kannst Du vorher überlegen, welche Hard Skills gefordert werden und welche Soft Skills Dir möglicherweise einen Vorteil gegenüber den Mitbewerben schaffen. Daraufhin kannst Du Dir darüber Gedanken machen, wie Du Deine Lücken am besten mit der Stellenanzeige in Einklang bringst.

Dazu kannst Du Dich fragen, ob Du in der Zeit der Lücke nicht doch auch etwas gemacht hast, dass sich in den roten Faden Deines Lebenslaufs integrieren lässt. Möglicherweise hast Du ja auf einer Reise Deine Sprachkenntnisse verbessert oder ehrenamtlich etwas für die Gesellschaft geleistet? Auch ein privater Programmierkurs kann den Lebenslauf deutlich aufwerten und aus einer Lücke eine Stärke machen.

Was tun bei einer Lücke wegen Reisen?

Gerade bei Universitätsabsolventen, die sich gerade auf ihre erste Stelle bewerben, sind zahlreiche Reisen auf dem Lebenslauf vermerkt, die dazu beitragen, dass einige Lücken erklärt werden müssen. Doch je nachdem, auf welchen Job Du Dich bewirbst, können Reisen auch einen massiven Vorteil gegenüber Deinen Mitbewerbern darstellen. Zum Einen macht nicht jeder eine mehrwöchige oder sogar monatelange Reise um die Welt.

Um sich das zu trauen, gehört einiges dazu. Es zeigt, dass Du mutig, neugierig und selbstständig bist. All diese Eigenschaften qualifizieren Dich auch für bestimmte Bereiche des Berufs. Außerdem sind Reisen im Lebenslauf sehr gerne gesehen bei Personalern, die ohnehin planen, Dich auf Geschäftsreisen in die ganze Welt zu schicken.

Hierfür sind stets die Personen am besten geeignet, die diese Erfahrung bereits im privaten Kontext gemacht haben und nicht mit der Situation überfordert wären, sich in einem fremden Land und einer anderen Kultur zurechtfinden zu müssen. Das können diejenigen nicht vorweisen, bei denen der Lebenslauf lückenlos ist.

Fazit

Es gibt zahlreiche Mittel, um Lücken im Lebenslauf besser aussehen zu lassen, als sie sich in dem Moment selbst vielleicht angefühlt hat. Wichtig ist vor allem, nicht zu lügen oder kleinlaut zu werden, sondern Dich gut auf das Bewerbungsgespräch vorzubereiten und selbstbewusst sagen zu können, was Du in diesen Lücken gemacht hast. Ein lückenloser, tabellarischer Lebenslauf liegt ohnehin bei fast niemandem vor.

Dich im Lebenslauf als arbeitssuchend zu bezeichnen, sieht besser aus als zu sagen, Du seist arbeitslos gewesen. So können kleine Tricks und Kniffe den Lebenslauf stark aufwerten und Dir trotz Lücke die Chance für einen neuen Job bieten. Außerdem sind viele Lücken, die Dir vielleicht Kopfzerbrechen bereiten, in den Augen der Personaler keine Lücken, sondern Stärken, die von Deinen positiven Seiten zeugen.

Nun musst Du es nur noch schaffen, im Bewerbungsgespräch genau diese Haltung anzunehmen.

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