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[inwave_heading preview_style_1=““ title=“Wie schreibe ich einen Lebenslauf und was genau gehört da rein?“ color_title=“#00366d“]

„Wie schreibe ich einen Lebenslauf?“ – Diese Fragen stellen sich viele, die schon lange keine Bewerbung mehr geschrieben haben, sei es weil sie lange in einem Unternehmen tätig waren, gerade den Schulabschluss erlangt haben oder ein Studium abgeschlossen haben.

Daraus ergeben sich auch meist noch viele weitere Fragen, wie zum Beispiel: „Was gehört eigentlich alles in einen Lebenslauf?“ „Welche Struktur sollte dieser aufweisen?“ „Und welche Fehler sollten unbedingt vermieden werden?“ All diese Fragen und viele weitere zum Thema „Wie schreibe ich einen Lebenslauf?“ werden im nachfolgenden Ratgeber ausführlich beantwortet.

Tabellarischer Lebenslauf

1. Das Layout

Bevor es mit dem eigentlichen Inhalt losgeht, solltest Du Dir eine Struktur und ein ansprechendes Layout überlegen. Schließlich sticht das Layout als erstes ins Auge und wenn hier bereits Fehler enthalten sind, indem zum Beispiel ein zu poppiges Design gewählt wurde oder eine unaufgeräumte Struktur, kann dies bereits dazu führen, dass der Personaler die Bewerbung nicht mehr berücksichtigt.

Knallige Farben haben grundsätzlich nichts darin verloren. Des Weiteren sollte ein einheitliches Design gewählt werden, welches sich auch im Anschreiben wiederfindet.

Struktur und Aufbau

Zu den ersten Überlegungen im Bereich vom Layout gehört die Struktur und der Aufbau, sprich alles was an Informationen in den Lebenslauf später rein soll. Das funktioniert am besten, indem Du Dir einen Zettel zur Hand nimmst und alle Informationen zusammenträgst. So kannst Du Dir einen genauen Überblick darüber verschaffen, wie viele Informationen untergebracht werden sollen und wo eventuell Kürzungen vorgenommen werden müssen.

Viele bevorzugen beim Layout zwei Spalten in dem die chronologischen Daten auf der einen Seite stehen und auf der anderen Seite die passenden Informationen dazu. Dies sorgt für eine aufgeräumte Übersicht. Wichtige Abschlüsse oder Auszeichnungen können noch zusätzlich mit einer entsprechenden Formatierung hervorgehoben werden. Wenn Du zwischen den einzelnen Punkten noch weitere relevante Angaben unterbringen möchtest, musst Du natürlich etwas mehr Platz beim Layout einplanen.

Sollen viele Informationen untergebracht werden, musst Du unbedingt drauf achten, dass der Lebenslauf nicht an Übersichtlichkeit verliert. Dies geht am besten, indem du die verschiedenen Angaben, wie zum Beispiel die Jahreszahlen, die Kompetenzen oder die Unternehmen unterschiedlich formatierst. So können die Angaben beispielsweise in fett oder kursiv formatiert werden. Das sorgt dafür, dass der Personaler die relevanten Angaben leichter findet.

Konzept

Genauso wie beim Anschreiben, musst Du auch bei Deinem Layout auf ein einheitliches Konzept achten. Dabei solltest Du insbesondere auf folgendes achten:

Farbgestaltung

Wie bereits erwähnt, können Farben dabei helfen den Lebenslauf zu strukturieren. Dabei solltest Du aber unbedingt darauf achten, dass der Lebenslauf nicht zu bunt wird. Daher ist es besser maximal zwei verschiedene Farbtöne zu nutzen. Zu empfehlen sind hier die Farben des Unternehmens. Dies zeigt dem Personaler, dass man sich mit der Firma beschäftigt hat.

Schriftbild

In allen Dokumenten Deiner Bewerbung solltest Du das gleiche Schriftbild verwenden. Damit es nicht unübersichtlich wird, kannst Du zu verschiedenen Formatierungen in Form von fett, kursiv oder eine Konturlinie greifen. So hast Du bei der Gestaltung ein wenig Spielraum und trotzdem bleibt ein harmonisches Gesamtbild bestehen. Im Bereich der Schriftgröße reichen in der Regel zwei bis drei verschiedene Größen aus, ansonsten wird der Lebenslauf schnell zu unübersichtlich. Die Schriftgröße der Überschriften darf etwas größer ausfallen als der Fließtext. Angaben, die in fett formatiert werden, sind meist schon ausreichend hervorgehoben, so dass nicht noch zusätzlich eine größere Schriftgröße gewählt werden muss.

Grafikelemente

Zur Gestaltung vom tabellarischen Lebenslauf gehören natürlich auch grafische Elemente und zwar in Form von Aufzählungspunkten und Linien. Auch hier solltest Du darauf achten, dass alles einheitlich wird und nicht viele verschiedene Grafikelemente wild durcheinander gewürfelt werden. Dies gilt auch für die Randabstände und die Trennlinien.

Textausrichtung

Wichtig sind beim Lebenslauf erstellen auch die Abstände zum Seitenrand und die Abstände zwischen den Zeilen. All dies sollte ein stimmiges Gesamtbild ergeben und den Formatierungsregeln bei Lebensläufen entsprechen. Grundsätzlich bedient man sich bei geschäftlichen Dokumenten am linksbündigen Flattersatz.

Hier hat man beim Lebenslauf aber etwas mehr Spielraum. Nicht verwenden solltest Du einen Blocksatz, da die Wörter in diesem Fall in kürzeren Spalten unschön auseinandergezogen werden oder es entstehen Lücken. Besser ist es die Jahreszahlen-Angaben rechtsbündig zu setzen und die Informationen dazu linksbündig.

Umfang

Ein tabellarischer Lebenslauf sollte nicht mehr als zwei DIN A4 Seiten aufweisen. Dabei solltest Du aber nicht den Fehler machen, möglichst viele Informationen unterbringen zu wollen und dies damit der Platz auch ausreicht ganz dicht beieinander. Darunter leidet nicht nur die Übersichtlichkeit, es verschlechtert auch enorm die Lesbarkeit.

Grundsätzlich ist es daher besser, wenn Du Dir vorher Gedanken darüber machst, welche Informationen relevant sind und welche Du außen vor lassen kannst, so dass Du einen klar strukturierten Lebenslauf mit klaren Absätzen realisieren kannst.

Hinweis: Es gibt Branchen, wie zum Beispiel im Bereich der öffentlichen Verwaltung oder im Finanzwesen, die besonders viel Wert auf eine einheitliche Struktur legen und dass nicht nur beim Anschreiben. Dabei kommt in der Regel die DIN 5008-Norm zum Einsatz, die genaue Angaben bezüglich der Seitenabstände und der Schriftgröße macht. Auch wer sich nicht in diesen Branchen bewirbt, kann diese Norm bei seiner Bewerbung berücksichtigen. So gehst Du hinsichtlich der Formatierung auf Nummer sicher.

Was gehört alles in den Lebenslauf?

Wenn Du eine grobe Vorstellung vom Layout hast, solltest Du Dir einen Überblick darüber verschaffen, welche Angaben eigentlich im Detail in Deinen Lebenslauf gehören. Meist es ist ratsam sich zuerst mit diesem Bereich auseinanderzusetzen, da so das Layout nicht mehr nachträglich angepasst werden muss, sondern von Anfang an klar ist, welche Positionen enthalten sein müssen.

Zum Grundgerüst gehören immer 5 Bereiche und zwar folgende:

1. Persönliche Daten und Angaben

  • (Bewerbungsfoto)
  • Vor- und Nachname
  • Geburtstag und Geburtsort
  • Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse

Die persönlichen Daten und Angaben musst Du immer in die Kopfzeile vom Lebenslauf schreiben. Hier gibt es keinerlei Spielraum. Die Begriffe Lebenslauf und Deinen vollständigen Namen solltest Du am besten hervorheben, indem Du zum Beispiel eine größere Schriftart wählst oder fett formatierst. Seitdem das sogenannte Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft getreten ist, bleibt es jedem selbst überlassen, ob er ein Bewerbungsfoto seiner Bewerbung hinzufügen möchte oder nicht.

Grundsätzlich ist es aber besser ein Foto beizufügen, damit sich die Personaler einen besseren Gesamteindruck machen können. Optional sind auch Angaben zum Familienstand, zur Konfession und zur Staatsangehörigkeit, da diese Angaben laut AGG auch zu einer Diskriminierung führen können. Demnach bleibt es Dir selbst überlassen, ob Du diese Angaben machen möchtest oder nicht. Wichtig ist dabei nur, dass Du bei allen Angaben bei der Wahrheit bleibst.

2. Beruflicher Werdegang

  • Ausgeübte Berufe, Praktika, Ausbildung, Jobs etc.
  • Erfahrungen, Positionen

Bei der Erstellung von diesem Bereich sollte darauf geachtet werden, dass Du alles übersichtlich und klar strukturierst. Personaler bzw. der potenzielle Arbeitgeber möchte in diesem Bereich drei grundlegende Fragen beantwortet haben und zwar bei welcher Firma Du bisher gearbeitet hast und um welche Unternehmen es sich dabei gehandelt hat.

Des Weiteren möchte der Personaler erfahren, welche Positionen Du bereits besetzt hast, für was Du zuständig warst und was Du bewirkt hast, sprich welche Erfolge du erzielt hast. Wenn Du diese Fragestellungen beim Lebenslauf erstellen berücksichtigst, sollte im Bereich „Beruflicher Werdegang“ inhaltlich nichts mehr schief gehen. Im Detail solltest Du außerdem folgendes beachten:

Arbeitgeber

Bei den Informationen zum Arbeitgeber, solltest Du stets darauf achten, dass alle Firmenbezeichnungen korrekt geschrieben sind. Erwähnt werden sollte auch der Sitz der Firma oder der Firmenteil, indem Du tätig warst. Wenn aus der Firmenbezeichnung nichts konkretes hervorgeht, kann diese auch mit weiteren relevanten Informationen erweitert werden. Dies kann dann zum Beispiel so aussehen: Kleinteile-Zulieferer, 15.000 Mitarbeiter, 130 am Standort Düsseldorf.

Position

Bei der Beschreibung der Positionen sollte direkt erkennbar sein, welche Funktion Du in der Firma ausgeführt hast. Mittlerweile ist es üblich englische Jobbezeichnungen zu nutzen. Diese sollten unbedingt ins deutsche übersetzt werden. So zum Beispiel Key Account Manager, Großkundenbetreuer. Wenn die Position nicht so einfach ins deutsche übersetzt werden kann, darf auch eine kurze Beschreibung in Klammern hinzugefügt werden.

Aufgaben und Erfolge

In diesem Bereich musst Du auflisten welche Aufgaben und Erfolge Du in der jeweiligen Position übernommen bzw. erreicht hast. Unbedingt vermeiden solltest Du das einfache Auflisten der Aufgaben. Im Vordergrund sollte dabei der Nutzen für den Arbeitgeber stehen, dem Du ihm gebracht hast.

Eine gelungene Beschreibung Deiner Aufgaben und Erfolge kann zum Beispiel folgendermaßen aussehen:

Leiter interne Logistik
Schmitz (Deutschland) GmbH, Betriebsstätte Düsseldorf
Verantwortlich für Kommissionierung und Lager, 10 Mitarbeiter
Aufbau der neuen Logistikabteilung
Reduzierung der Kosten um 70 Prozent

Hinweis: Je nach beruflicher Karriere, können die einzelnen Bereiche noch zusätzlich unterteilt werden. Dies ist zum Beispiel bei Daten zu empfehlen, die für den Job oder für die Ausbildung, für die Du Dich bewirbst, besonders relevant sind.

Ausbildung

Der Bereich Ausbildung sollte alle relevanten Information zur schulischen Bildung beinhalten, also auch die Grundschule sowie Haupt- oder Realschule oder Gymnasium, sowie den jeweiligen Abschluss mit Notendurchschnitt. Je älter Du bei Deiner Bewerbung bist, desto unwichtiger werden diese Angaben.

Von einem 40-jährigem Bewerber mit entsprechender Berufserfahrung möchte der Personaler nicht wissen in welche Grundschule dieser gegangen ist, hier reicht die Erwähnung der weiterführenden Schule und der Abschlussnote, manchmal sogar nur das Studium und der Abschluss. Wichtig ist außerdem, dass Du beim Lebenslauf erstellen stets darauf achtest die chronologische oder antichronologische Reihenfolge zu beachten, je nachdem für welche Variante Du Dich entschieden hast.

3. Besondere Kenntnisse

  • Auszeichnungen, Weiterbildungen, Zertifikate
  • Fremdsprachen, Führerschein, PC- und EDV-Kenntnisse

Wie bereits aufgelistet, können in diesem Bereich alle relevanten Informationen zu besonderen Kenntnissen aus Praktika, Auslandserfahrungen, einer Weiterbildung, Stipendien und vielem mehr aufgeführt werden. Dabei solltest Du aber nicht den Fehler machen und wirklich einfach alles auflisten, was Dir in den Sinn kommt.

Hier gilt nämlich nicht: Je mehr, umso besser. Es sollten wirklich nur die Bereiche aufgelistet werden, die zur Stelle passen, auf die Du dich bewirbst und die dafür einen Mehrwert bieten. Was nicht zur Stelle passt, also besser weglassen. Auf die Reihenfolge solltest Du ebenfalls in diesem Bereich achten, sprich das Wichtigste zuerst.

4. Interessen

  • Relevante Projekte, Ehrenämter und Hobbys

Viele machen hier den Fehler und unterschätzen die Angabe ihrer Interessen und Hobbys. Auf die Chancen für ein Vorstellungsgespräch und generell auf den gewünschten Job wirken sich die Hobbys und Interessen in der Regel zwar nicht aus, dafür helfen Sie dem potentiellen Arbeitgeber sich einen umfangreichen Gesamteindruck vom Bewerber zu verschaffen.

Außerdem gibt es oftmals Interessen, die bestimmte Fähigkeiten voraussetzen, die auch auf dem vielleicht zukünftigen Arbeitsplatz einen Nutzen haben können. Wer zum Beispiel in einem Verein spielt, sei es Fußball, Basketball oder Handball, ist in der Regel auch teamfähig, weil bei diesen Sportarten das Teamspiel im Vordergrund steht. Risikosportarten sind wiederum kontraproduktiv und sollten lieber nicht erwähnt werden.

5. Datum und Unterschrift

Der Lebenslauf wird mit Datum und Unterschrift beendet. Dies bestätigt, dass alle gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen.

Beispiel:

Düsseldorf, 15. Oktober 2018
Unterschrift

Lebenslauf schreiben: Die Zeitangaben

Alle Zeitangaben, die Du angibst, müssen lückenlos sein. Für eine Zeitangabe solltest Du folgendes Format nutzen 04/2002, sprich 04 für den Monat April und 2002 für das Jahr. Eine Zeitangabe kann dann folgendermaßen aussehen:

04/2002 – 04/2005 Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau im Zoofachgeschäft Pfote & Co. Düsseldorf

Lücken solltest Du wenn möglich vermeiden. Um eine Lücke handelt es sich aber erst, wenn zwischen zwei Zeitangaben mehr als drei Monate liegen, da diese einem Bewerber durchaus als Orientierungsphase zugesprochen werden und sich somit nicht negativ auf die Bewerbungschancen auswirken können.

Wenn eine Lücke im Lebenslauf enthalten ist, die mehr als 4 Monate beträgt, kannst Du stark davon ausgehen, dass Du im Vorstellungsgespräch danach gefragt wirst. Des Weiteren solltest Du bei den einzelnen Stationen und Positionen irrelevante Informationen weglassen und nur die wirklich relevanten Informationen auflisten.

Worauf achten Personaler beim Lebenslauf besonders?

Es gibt Bereiche, die Personaler bei der Sichtung der Bewerbungsunterlagen besonders beachten. Schließlich sichten sie in der Regel mehrere hundert Bewerbungen pro Tag, da muss es schnell gehen. Häufig haben sie deshalb nur wenige Minuten Zeit, um eine Bewerbung zu begutachten. Aber auf welche Bereiche achten Personaler beim Lebenslauf besonders?

Struktur schaffen

Beim Blick auf die Bewerbung und so auch auf den Lebenslauf fällt einem natürlich sofort die Struktur bzw. der Aufbau ins Auge. Umso wichtiger ist es, dass Du deinen Lebenslauf übersichtlich gestaltest und auf zu viele optische Spielereien unbedingt verzichtest. Alle relevanten Informationen sollten auf einen Blick ersichtlich sein. Das macht einen guten ersten Eindruck und hilft dem Personaler sofort die wichtigen Fakten herauszufiltern.

Vorsicht vor widersprüchlichen Angaben

Eine Bewerbung muss ein einheitliches Gesamtbild ergeben. Wichtig ist daher, dass alle Informationen der Wahrheit entsprechen und aufeinander abgestimmt sind, so dass keine Widersprüche entstehen. Widersprüche sorgen dafür, dass Du an Glaubwürdigkeit verlierst und dass bedeutet in der Regel das Aus für Deine Bewerbung. Daher solltest Du diesen Bereich sehr ernst nehmen und am besten einmal mehr über Deine Bewerbung lesen.

Kernkompetenzen beachten

Unabhängig davon ob es sich um eine Arbeitsstelle oder um einen Ausbildungsplatz handelt, zeichnet sich jede Stelle dadurch aus, dass sie von ihrem Bewerber bestimmte Kernkompetenzen erwartet. Dabei unterscheidet man zwischen Muss- und Kann-Qualifikationen. Wird in der Stellenausschreibung der jeweiligen Firma zum Beispiel ein abgeschlossenes Studium erwartet, sollte dieses im Lebenslauf unbedingt hervorgehoben werden und dies wortwörtlich.

Dies ist deshalb so wichtig, da teilweise sogar Computer eine gewisse Vorauswahl bei den Bewerbungen treffen und dabei achten sie explizit auf diese Art von Schlüsselwörter. Falls diese Schlüsselwörter nicht vorhanden sind, wird der Bewerber sofort aussortiert.

Optisches Erscheinungsbild

Das optische Erscheinungsbild ist bei einer Bewerbung und so auch beim Lebenslauf ein sehr wichtiges Kriterium, welches Du keinesfalls unterschätzen solltest. Es ist für viele Personaler sogar ein Entscheidungskriterium. Die meisten Personaler bevorzugen den Lebenslauf in antichronologischer Variante, so dass die aktuelle Position zuerst aufgeführt wird. Gerne gesehen sind auch Stichpunkte zu den wichtigsten Aufgabenbereichen im jeweiligen Beruf und die beruflichen Erfolge.

Rechtschreibung und Schreibstil

Dass die Rechtschreibung einwandfrei sein muss, sollte jedem klar sein. Wichtig ist auch der Schreibstil. Dieser sollte einheitlich sein, grammatikalisch korrekt und leicht verständlich.

Foto

Bei einer Bewerbung darf natürlich kein privates Bild als Bewerbungsfoto zum Einsatz kommen. Schließlich ist der Arbeitgeber auf der Suche nach einem Mitarbeiter und nicht nach einem neuen Freund. Dein Foto solltest Du am besten immer bei einem Fotografen machen lassen. Wichtig ist außerdem, dass Du auf dem Foto angemessene Kleidung trägst. Schließlich muss schon auf dem Foto Deine Fachkompetenz ersichtlich sein.

Lücken

Ein Lebenslauf wird natürlich immer auf eventuelle Lücken überprüft. Diese werden immer besonders beachtet. Entscheidend ist hier natürlich auch immer, um welche Art von Lücke es sich handelt, sprich wie lange der Zeitraum war. Im Idealfall weist ein Lebenslauf keine Lücken auf. Von einer Lücke spricht man immer dann, wenn in einem gewissen Zeitraum kein Studium oder keine Berufsausbildung, eine Beschäftigung, Weiterbildung oder ein Praktikum stattgefunden hat.

Aber was tun, wenn solche Lücken nun mal im Lebenslauf vorkommen? Eine Lücke sollte am besten mit ehrlichen Fakten und/oder Begründungen gefüllt werden. Wenn zum Beispiel eine Krankheit für die längere Auszeit verantwortlich war, ist es durchaus möglich, dies in den Lebenslauf zu schreiben.

Es könnten dann zum Beispiel folgende Formulierung gewählt werden: Auszeit aus gesundheitlichen Gründen, inzwischen wieder vollständig einsatzbereit. Wer über einen längeren Zeitraum arbeitslos war, sollte angeben welche Bemühungen in dieser Zeit unternommen wurden, um eine neue Arbeitsstelle zu finden. Einen guten Eindruck macht auch, wenn man sich in dieser Zeit auf den neuesten Stand gehalten hat indem beispielsweise ein VHS-Kurs besucht wurde.

Wie schreibe ich einen Lebenslauf? – Häufige Fragen in der Übersicht

1. Gibt es Alternativen zum tabellarischen Lebenslauf?

Beim Lebenslauf in der Bewerbung ist hierzulande die tabellarische Variante üblich. Nach dem Foto und den allgemeinen Angaben stehen die relevanten Karriereschritte und weitere Informationen oben. Darauf folgt in absteigender Reihenfolge der weitere berufliche Werdegang bis hin zur Ausbildung und Grundschule.

Diese Variante wird auch als antichronologisch bezeichnet und wird, wie bereits erwähnt, von den meisten Personalern aufgrund der verbesserten Übersichtlichkeit bevorzugt. Eine weitere oft anzutreffende Variante ist die chronologische Aufzählung. Hier wird mit dem jüngsten Karriereschritt, je nach Alter des Bewerbers mit der Grundschule oder mit dem Schulabschluss begonnen und ganz unten steht dann der aktuellste Karriereschritt.

Für die bessere Übersichtlichkeit werden Zwischenüberschriften gewählt und zu den einzelnen Stationen werden auch Eckdaten in Stichpunkten beigefügt. Grundsätzlich bietet so ein Aufbau den großen Vorteil, dass leichter Zusatzinformationen untergebracht werden können. Dabei liegt der Fokus eher auf die individuellen Stärken und Fähigkeiten als auf den chronologischen Karriereablauf.

2. Welche Details sollten nicht erwähnt werden?

Es gibt Details, die beim Lebenslauf schreiben nicht mehr berücksichtigt werden müssen, weil sie für den Personaler uninteressant sind. Früher war es zum Beispiel üblich auch den Beruf der Eltern aufzuführen. Dies interessiert heutzutage aber niemanden mehr, weshalb Du diesen Bereich unbedingt rauslassen solltest. Die Religionszugehörigkeit ist in der Regel auch nicht mehr wichtig, ausgenommen Du bewirbst dich bei einem kirchlichen Arbeitgeber.

Bewerber ab Mitte 30 müssen in der Regel auch nicht mehr erwähnen, ob sie einen PKW-Führerschein besitzen oder welche Abiturnote sie hatten. Es gibt inzwischen einige persönliche Details, die heutzutage nicht mehr so relevant sind. Dazu gehört auch der Geburtsname oder Namensänderungen, sei es durch eine Adoption oder Scheidung, genauso wenig wie die Namen der Eltern, des Ehepartners und deren Berufe. Dies kannst und solltest Du unbedingt weglassen.

3. Kann ich digitale Medien in meinen Lebenslauf einbinden?

Die Digitalisierung hat natürlich auch längst die Bewerbung erreicht. So gibt es durchaus Bewerber, die beim Lebenslauf schreiben nicht mehr nur auf das klassische Blatt Papier setzen sondern auch digitale Medien einbinden. Dabei werden die Bewerber immer kreativer, so dass durchaus eigene Homepages erstellt werden, die weiterführende Informationen zum beruflichen Werdegang beinhalten, aber auch Videos und soziale Medien.

Auch wenn Du Dich in einem technischen oder digitalen Beruf bewerben möchtest, ist es unüblich digitale Inhalte, wie Links zu Webseiten in den Lebenslauf einzufügen. Es gibt aber durchaus Jobs, in denen ein digitales Portfolio gängig ist und sogar erwartet wird. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Jobs als Web Designer oder als Application Entwickler.

Wenn Du unbedingt etwas aus diesem Bereich integrieren möchtest, sollte dies immer eine hochwertige Qualität aufweisen. Wenn Du nicht erfahren genug bist, solltest Du dies lieber lassen. Grundsätzlich gilt hier, dass der klassische Lebenslauf in der Bewerbung immer im Vordergrund steht und dieser auf keinen Fall mit digitalen Spielereien überladen werden sollte. Es reicht aus, wenn du zum Beispiel ein Video einbindest, um dem Personaler zu zeigen, dass Du diesen Bereich beherrscht.

4. Wie sollten die einzelnen Abteilungen im Lebenslauf gewichtet werden?

Auch dies ist ein wichtiger Bereich, der sich bei fehlerhafter Aufteilung negativ auf die Übersichtlichkeit auswirken kann. Feste Regularien gibt es in diesem Bereich zwar nicht, trotzdem kann es ratsam sein, sich an eine gewisse Aufteilung zu halten. Wenn Du zu den Berufsanfängern gehörst, sollten die persönlichen Daten und Interessen rund 20 Prozent ausmachen und die Soft Skills und die Ausbildung 80 Prozent.

Gehörst Du zu den Bewerbern mit Berufserfahrung, sollte der Lebenslauf zu 10 Prozent für persönliche Angaben genutzt werden, zu 30 Prozent für die relevanten Angaben zur Ausbildung und die restlichen 60 Prozent für die berufliche Laufbahn.

5. Wohin gehört der Lebenslauf in der Bewerbung?

Der Lebenslauf gehört bei einer Bewerbung immer hinter dem Anschreiben. Wenn Du eine Online-Bewerbung verfasst, wird der Lebenslauf in der Regel als PDF-Dokument als Anhang beigefügt.

Lebenslauf schreiben: Nützliche Zusatz-Tipps

Design Varianten ausprobieren

Es ist besser sich beim Lebenslauf erstellen insbesondere beim Layout Zeit zu lassen und zunächst verschiedene Varianten auszuprobieren, um das für sich perfekte Layout herauszufinden und welcher Aufbau am besten geeignet ist. Anregungen kannst Du Dir auch zahlreich im Internet einholen.

Ausdrucken

Am Bildschirm wirken Dokumente immer etwas anders, daher solltest Du Dein Dokument auch in analoger Form vor Dir haben. Daher ist es ratsam den Lebenslauf auszudrucken, um ihn zu beurteilen. So kannst Du auch schneller sehen, ob sich irgendwelche Fehler eingeschlichen haben. Insbesondere Schriftgrößen lassen sich am PC schlechter einordnen.

Korrekturlesen

Unbedingt erforderlich ist natürlich immer das Korrekturlesen vom Lebenslauf in der Bewerbung, auch wenn einem die Rechtschreibprogramme am PC dies deutlich vereinfachen. Auch hier ist es ratsam, dass Dokument zusätzlich auszudrucken und auf seine Fehler hin zu überprüfen. Am besten ist es immer, wenn noch zusätzlich jemand anderes über das Dokument liest. In der gedruckten Variante kannst Du die Fehler sofort anstreichen und hast eine besser Übersicht.

Schriftgröße

Nicht nur die gewählte Schriftart spielt beim Lebenslauf erstellen eine wichtige Rolle sondern auch die Schriftgröße. Die größte Schriftgröße mit 15 Punkten sollte lediglich bei der Überschrift und beim Namen gewählt werden. Ein tabellarischer Lebenslauf mit weiteren Zwischenüberschriften ist natürlich wichtig. Bei den Zwischenüberschriften sollte dann die Schriftgröße 13 Punkt gewählt werden. Beim Fließtext wird die Schriftgröße 11 Punkt empfohlen.

Fazit

Der vorangegangene Ratgeber sollte Dir hoffentlich eine ausführliche Antwort auf die Frage die wichtigsten Fragen gegeben haben. Ein tabellarischer Lebenslauf ist neben dem Anschreiben ein sehr wichtiger Bestandteil einer Bewerbung, dessen Wichtigkeit Du nicht unterschätzen solltest. Nimm Dir lieber etwas mehr Zeit und überlege genau, welcher Aufbau und welche Struktur Dir am besten gefällt und zur jeweiligen Stelle passt. So sollten auch Deine Jobchancen besser sein.

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