Wie Du das Angebot eines Headhunters richtig ablehnst

„Guten Tag Frau/Herr XY, ich habe eine spannende und äußerst lukrative Karrierechance im Gepäck…“ – Wenn Du auch auf Karriere-Netzwerken, wie Xing oder LinkedIn aktiv bist, hast Du mit Sicherheit auch schon einmal eine solche Anfrage von sogenannten Headhuntern erhalten.

Jetzt stellt sich die Frage, wie und ob man darauf reagieren soll? Das Angebot vom Headhunter ablehnen, Interesse bekunden oder einfach ignorieren? Das kommt natürlich erst einmal darauf an, ob Du überhaupt auf der Suche nach einem neuen Job bist.

Wie Du Dich verhalten sollst, wenn Du an einem Tapetenwechsel interessiert bist, verraten wir Dir später. Zunächst klären wir erstmal, wer Headhunter sind und wie sie arbeiten. Du solltest auch wissen, woran man einen seriösen und diskreten Headhunter erkennt. Dann erklären wir Dir, wie Du Dich verhalten solltest, wenn Du interessiert bist und auch, wie das mit dem Angebot absagen richtig funktioniert.

Was versteht man unter Headhuntern?

Headhunter kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „Kopfjäger“. Was sich vielleicht etwas bedrohlich anhört, ist nichts anderes als Personalberater, die von Unternehmen eingesetzt werden, um neues Mitarbeiter zu finden. Da die Kosten eines Headhunters oder auch Recruiters recht hoch sind, werden sie meist für „höhere“ Positionen eingesetzt.

Wie arbeiten Headhunter?

Ein großes Netzwerk ist essenziell für diesen Beruf. Sie arbeiten meist mit speziellen Softwares, die soziale Netzwerke, wie LinkedIn, nach Profilen mit speziellen Kriterien durchsuchen.
Wenn Dein Profil den Anforderungen entspricht, werden sie Dich mit einem etwas geheimnisvollen Text anschreiben, der Dir einen ungefähren Überblick über die vakante Stelle gibt. Jedoch werden seriöse und professionelle Headhunter keine genauen Angaben, wie den Namen des Unternehmens, machen. Diskretion ist nämlich in der Personalberatung genau so wichtig, wie ein großes Netzwerk.

Wie Du einen seriösen und diskreten Headhunter erkennst

Seriösität

  • Ein seriöser Headhunter nennt immer seinen Namen. Ist das nicht der Fall, hat er wahrscheinlich etwas zu verbergen
  • Stellt er erst die Frage nach Deinem Interesse oder nach Deinem Lebenslauf? Ersteres wäre zu empfehlen, denn sein Auftraggeber hat schließlich den Wunsch, die Stelle mit einem Kandidaten zu besetzen, der an der Stelle interessiert ist und nicht nach 3 Monaten schon wieder wechselt
  • Wenn Dein Lebenslauf dem Headhunter vorliegt, wird er ihn auch nur für die besagte Position weitergeben. Sollte es der Fall sein, dass Dein Lebenslauf noch auf ein anderes Stellenprofil passt, wird er Dich vorher kontaktieren und fragen, ob das für Dich in Ordnung ist

Diskretion

  • Ein diskretes Vorgehen eines Headhunter wird dadurch ausgezeichnet, dass er Dich beim ersten Telefonat fragt, ob Du überhaupt frei reden kannst. Würden nämlich gerade Deine Kollegen neben Dir sitzen, wäre das etwas unpassend
  • Auch wenn Du gerne wissen möchtest, wie er auf Dich kommt, wird ein diskreter Headhunter das mit Sicherheit nicht erzählen

Angebot annehmen

Ob Du das Angebot annehmen möchtest, hängt natürlich davon ab, ob Du mit Deinem jetzigen Job zufrieden bist. Ist das der Fall, dann herzlichen Glückwunsch! Du kannst Dich auf jeden Fall glücklich schätzen. Ist das jedoch nicht der Fall, könntest Du in Erwägung ziehen, auf das Angebot einzugehen. Doch hierbei gibt es, genau wie bei der Absage, einiges zu beachten:

1. Frag nach einem schriftlichen und autorisierten Jobprofil

Das sollte Dir ein seriöser Headhunter nicht ausschlagen. Bei dem Erstkontakt warst Du bestimmt etwas aufgeregt und kannst nun nochmal überprüfen, ob der Job Dich wirklich interessiert.

2. Die richtigen Fragen stellen

Fragen bezüglich der Branche, des Standortes und der Position sind völlig legitim! Wovon Du allerdings ablassen solltest, sind Fragen, wie „Wie sind Sie auf mich gekommen und woher haben Sie meine Nummer?“ sind unprofessionell. Außerdem wirst Du darauf keine Antwort erhalten, denn wie oben schon erwähnt, ist Diskretion oberstes Gebot in der Personalberatung. Auch die Frage nach dem Gehalt ist beim ersten Gespräch noch unangebracht und wird sich im Verlauf sicherlich klären.

3. Kein Kontakt auf Unternehmensgeräten

Wenn Du den Anruf mit Deinem Arbeitshandy annimmst, achte auf jeden Fall darauf, dass Du ungestört bist. Auch der E-Mail Verkehr mit der dienstlichen E-Mail Adresse ist eine heikle Angelegenheit. Durch dumme Zufälle kann es immer mal passieren, dass es einer Deiner Kollegen sieht und dann geht die stille Post los. Außerdem hat der Bundesgerichtshof vor vielen Jahren entschieden, dass Headhunter den Kontakt so kurz wie möglich halten müssen, wenn sie die Infrastruktur Deines aktuellen Unternehmens nutzten. Also: Vorzugsweise Gespräche oder Chats mit Headhunter am besten außerhalb der Arbeitszeit und nicht an Arbeitsgeräten führen.

4. Nicht überheblich werden

Der Anruf vom Headhunter bedeutet noch lange nicht, dass Du den Job hast. Es bedeutet lediglich, dass Du in Betracht gezogen wirst. Du durchläufst nichtsdestotrotz ein Bewerbungsverfahren, wenn auch mit erheblichen Vorteilen: Beschränkte Konkurrenz und das Wissen, dass Deine Qualifikationen dem Job grundsätzlich entsprechen. Das bewart Dich natürlich nicht davor, dem Headhunter ein Bewerbungsschreiben und die restlichen Unterlagen zuzuschicken. Auch mehrere Interviews, sowohl am Telefon, als auch persönlich, werden folgen.

5. Deinen Marktwert abschätzen lassen

Sobald ein Headhunter merkt, dass Du nur Deinen Marktwert abchecken möchtest oder Du Dich überlegen fühlst, weil er ja auf Dich zugekommen ist, bist Du schneller wieder aus seinem Netzwerk draußen, als Du drin warst. Sieh den Headhunter als Karrierehelfer an, der Dir Alternativen und Möglichkeiten aufzeigt.

Merke: Der Headhunter versucht, einen geeigneten Kandidaten für ein Unternehmen zu finden und wird dafür bezahlt. Da er sicherlich kein schlechtes Ergebnis abliefern möchte, wird er von der ersten Sekunde an testen, ob Du auf diese Stelle passen würdet. Nur weil Du die nötigen Qualifikationen hast, heißt es noch lange nicht, dass Du auch die richtigen Soft Skills mitbringst.
Der erste Kontakt ist meistens nur kurz, aber von größter Wichtigkeit. Er bietet die Grundlage, ob Du weiterhin im Rennen um die vakante Position bist, oder ob Du Dich durch unprofessionelles Verhalten gleich selbst ins Aus schießt.

Einfach ignorieren?

Auch wenn Du vielleicht öfters und regelmäßig Anfragen bekommst, die Dich nerven, wäre es trotzdem nicht klug, diese zu ignorieren. Auch wenn man momentan kein Interesse an einer neuen Tätigkeit hat, sollte man dem Headhunter eine kurze Rückmeldung geben und das Jobangebot ablehnen.

Vieles im Leben läuft über „Vitamin B“, und auch Du kannst und solltest Dein berufliches Netzwerk erweitern. Berufliche Bekanntschaften und Kontakte sind nämlich einer der ausschlaggebenden Faktoren für Deine Karriere. Egal, ob Du schneller einen Job findest oder bessere Aufstiegsmöglichkeiten dadurch hast, irgendwann wird Dir Dein Netzwerk schon helfen. Dafür musst Du Dein Vitamin B allerdings schon pflegen. Und einfach ignorieren ist nicht gerade die feine, englische Art, oder?

Richtig absagen

Um es festzuhalten: Anfragen von einer Personalberatung zu ignorieren, kommt also nicht in Frage. Aber wie sagt man nun Angebot ab? Es ist wichtig, dass Du Dich auch in sozialen Netzwerken so positiv und professionell präsentierst, wie Du es auch in Deinem „realen“ Arbeitsleben tun würdest. Hier ein paar Handlungsempfehlungen, damit eine freundliche Absage gelingt:

Angebot absagen – So machst Du es richtig

Ganz egal, ob Du die Erstkontakt-Aufnahme des Headhunters ablehnen möchtest, oder Du Dich vielleicht sogar schon etwas mehr für die Stelle interessiert hast, ist es wichtig, dass Du bei der Absage respektvoll dem Headhunter gegenüber bleibst.

Falls es sich um die Erstkontaktaufnahme handelt und Du aber schon direkt weißt, dass das Angebot nicht relevant für Dich ist, dann sei so fair und kommuniziere es freundlich und direkt. Eine mögliche Formulierung könnte sein:

„Sehr geehrter Herr/ Frau Z,
vielen Dank für Ihr Angebot. Ich muss Ihnen allerdings mitteilen, dass ich momentan kein Interesse daran habe, mich beruflich neu zu orientieren und Ihr Angebot deshalb ablehne.

Viel Erfolg bei der weiteren Suche und liebe Grüße,
XY“

Falls Du Dich schon etwas intensiver mit der Jobangebot beschäftigt haben solltest, ist das Angebot absagen immer noch eine Option. Das passiert in dem Beruf der Personalberatung keine Seltenheit und Headhunter können durchaus verstehen, dass man manchmal doch Angst vor einer neuen Herausforderung hat oder beim Reflektieren festgestellt hat, dass einem der jetzige Arbeitsplatz doch gut gefällt.

Respektvoll das Angebot absagen

Falls Du das Angebot absagen möchtest, sei so fair und respektvoll und sag dem Headhunter einfach Bescheid, dass Du Dich doch gegen sein Angebot entschieden hast. Eine klare und direkte Kommunikation ist eine sehr gute Eigenschaft und er wird Deine Ehrlichkeit und die freundliche Absage zu schätzen wissen.

Wie wir oben schon festgestellt haben, ist es nicht sonderlich professionell, Anfragen einfach zu ignorieren. Genau so unprofessionell wäre es von Dir, wenn Du nicht mehr auf Anrufe oder Mails reagierst oder noch schlimmer, zu einem verabredeten Termin nicht erscheinst. Ganz nach dem Motto “ Der wird schon merken, dass ich doch kein Interesse habe“ läuft es nämlich nicht. Das Einzige, was Du damit zum Ausdruck bringst, sind schlechte Manieren und keinen Respekt.

Es ist ja schließlich nicht so, als hätte der Headhunter keinerlei Arbeit und Zeit in die Kontaktaufnahme mit Dir gesteckt. So vermittelst Du ihm nur, dass Du Deine Zeit für wertvoller hältst, als die seine. Damit könntest Du Dir außerdem weitere Jobangebote zu nichte machen und die Chancen, auch in Zukunft interessante Stellenangebote zu erhalten, sinken rapide.

Merke: Das Angebot vom Headhunter ablehnen ist nicht schlimm, solange Du ehrlich und respektvoll bleibst und es ihm offen kommunizierst. Beim Jobangebot ablehnen ist wichtig, dass Du einen professionellen und positiven Eindruck hinterlässt. Wenn Dich der Headhunter für geeignet hält, wird er Dich weiterhin im Hinterkopf behalten. Und wer weiß, vielleicht hat er ja das nächste Mal Deinen Traumjob im Angebot?

In Kontakt bleiben, obwohl Du das Jobangebot ablehnen musstest

Das Jobangebot ablehnen und trotzdem in guter Erinnerung bleiben, ist das Eine. Das Andere ist, mit ihm in Kontakt zu bleiben. Das kann ein schmaler Grat sein. Versuche deshalb am besten, ihn in einem sozialen Netzwerk, wie z.B. Xing zu suchen. Der Tipp macht natürlich nur Sinn, wer er Dich nicht über ein solches gefunden und angeschrieben hat.

Nun gilt es, ein gutes Gleichgewicht zu finden: Melde Dich hin und wieder bei Ihm, damit er Dich weiterhin auf dem Radar hat. Zum Beispiel kannst Du Dich auf etwas Konkretes beziehen, was er Dir erzählt hat. Vermittle ihm, dass es für beide Seiten sinnvoll ist, in Kontakt zu bleiben und versuche, eine persönliche Beziehung zu ihm aufzubauen. Aber Vorsicht: Das heißt nicht, dass Du ihn penetrant zuspamen sollst.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass Du dem Headhunter einen Kontakt von Dir empfiehlst, wenn Du das Gefühl hast, dass es passen könnte. Er ist Dir bestimmt für einen persönlichen Tipp dankbar. Es kann also doch noch eine positiver Kontakt zwischen Dir und dem Headhunter entstehen, auch, wenn Du das Angebot absagen musstest.

Fazit

Als Headhunter bezeichnet man Personen, die von Unternehmen für die Personalberatung eingesetzt werden und dabei helfen, neue Mitarbeiter für bestimmte Positionen zu finden. Dafür durchsuchen sie ihr Netzwerk und auch soziale Netzwerke, wie Xing, nach geeigneten Kandidaten ab.

Wenn Du ein Jobangebot erhälst, gibt es zwei Möglichkeiten: Interesse zeigen, oder aber freundlich absagen. Anfragen zu ignorieren, kommt auf jeden Fall nicht in Frage. Wenn Du das Jobangebot ablehnst, solltest Du darauf achten, dies respektvoll und fair zu machen. Einfach nicht mehr auf Mails oder Anrufe zu reagieren zeugt nur von einem schlechten Benehmen und mangelndem Respekt. Außerdem sinken Deine Chancen, weitere attraktive Jobangebote zu erhalten, rapide. Und wer weiß, vielleicht wäre das nächste Angebot ja Dein Traumjob gewesen.

„Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber …“ – Über den richtigen Umgang mit Kritik und wie Du souverän und gelassen reagierst

Im Alltag passiert es uns oft, dass wir in Situationen geraten, in denen wir Kritik ausgesetzt sind. Manchmal ereilt uns ein „gut gemeinter Ratschlag“ dann aus dem Hinterhalt und kommt völlig unerwartet. Die Reaktionen sind dann oft äußerst unangenehm: Wir fühlen uns gekränkt, Kritik sitzt stechend und schmerzend in unserer Brust, wir verlieren die Kontrolle über die Situation. Oft nehmen wir sofort eine rechtfertigende Haltung ein. Weglaufen, eingeschnappt spielen oder wütend werden – dies sind vor allem im Arbeitsumfeld keine zulässigen Reaktionen. Sie können den Arbeitsplatz sogar gefährden.

Mit Kritik umgehen kannst Du aber lernen. Das solltest Du auch, denn im Laufe des Lebens stößt Du immer wieder an Grenzen, wenn Du damit keinen Umgang entwickelst. Daher fassen wir hier zusammen, worauf es ankommt, wenn Du einen souveränen und gelassenen Umgang mit Kritik lernen willst.

„So arbeiten wir hier eigentlich nicht!“ – Kritik im Arbeitsleben

Eine allzu häufig entstandene Situation ist, wenn Dein Chef oder Vorgesetzter Dich „durch die Blume“ auf etwas hinweist: Vielleicht hast Du die Akten an den falschen Ort geräumt, ein Kundentelefonat, das er mitbekommen hat, zu umgangssprachlich geführt oder einen Fehler im Rechensystem der Firma verursacht. Gerade, wenn man neu im Unternehmen ist, muss man sich erst einmal in Ruhe einleben und sorgfältig alles nachlernen, was die Belegschaft bereits seit Jahren routiniert durchführt. Während Deine Kollegen voll in der Materie stehen, schwirrt Dir aber noch der Kopf bei den ganzen neuen Abläufen. Und dabei Fehler zu machen, ist etwas völlig Normales im Lernprozess.
„So arbeiten wir hier eigentlich nicht“, ist dann ein beliebter Klassiker, wie Deine neue Arbeitsweise bewertet wird. Versteckt heißt es dann ja schon: „Machen Sie das bitte anders. So finden wir es nicht gut. Ändern Sie das bitte.“

Die Momente, in denen Kritik im Arbeitsleben auftritt, sind jedoch nicht nur dann gegeben, wenn jemand noch im Lernprozess steht. Auch sind Geschmäcker und Arbeitsstile sehr divers und variieren manchmal sehr stark. Es kann auf der Arbeit schon oft vorkommen, dass Du eine Situation so bewertest, Dein Vorgesetzter möchte es aber ganz anders handhaben. Er geht vielleicht konventioneller an eine Aufgabe heran. Du eher freier. Oder umgekehrt. Es kommt zu Themen wie Hierarchie und auch Macht. Wer hat das sagen? Wer darf wen wann kritisieren? Und wann ist diese Kritik auch unberechtigt oder unangemessen? In manchen Firmen geht das Thema Umgang mit Kritik sehr weit und sogar bis ans Eingemachte: Schikane, Mobbing und Ausgrenzung können auftreten.

Daher ist es entscheidend, sich in all diesen Situationen nicht passiv zu verfangen, sondern einen bewussten und reflektierten Umgang mit Kritik zu erlernen. 

„Ich meine ja nur…“ – Kritik im Privaten

Anders liegt Kritik in Beziehungen, Freundschaften und Partnerschaften im Privatleben vor. Auch hier kann es zu Verletzungen kommen, die die Beziehungsdynamik und -geschichte langanhaltend und nachhaltig beeinflusst.

Sagte er ihr einmal zu Beginn ihrer Partnerschaft, dass ihm ihr Kleidungsstil oder die Art ihrer Aufmachung nicht zusagt, fühlt sie sich mitunter noch Jahre später von ihm in ihrem Look kritisiert und letztlich nicht attraktiv. Oder aber eine Freundin entgegnet halb Spaß, halb Ernst zur anderen Freundin, als diese übereilt und völlig aus der Puste am Treffpunkt erscheint: „Das kenne ich ja schon, dass Du öfter zu spät kommst!“

Bemerkungen dieser Art sind auch eine Form von Kritik an der anderen Person, ihren Einstellungen, ihren Verhaltensweisen, ihrem Standpunkt. Im Privaten hat man dann allerdings im Unterschied zur Arbeit eigentlich die Möglichkeit, eine dieser Situationen wieder auszuwerten. „Du hast mich an der Stelle verletzt!“ – „Oh, das wollte ich nicht. Aber findest Du nicht, dass Du oft zu spät dran bist?“ So lässt sich das ganze besser klären, als vielleicht im Arbeitsprozess. Nichts desto trotz muss man sich der Kritik stellen und sich offen und mutig damit konfrontieren.

Sehe ich die Kritik als gerechtfertigt an? Hat meine Freundin, Partner usw. vielleicht Recht mit dem, was er sagt? Oder setze ich dagegen, dass derjenige mir Unrecht tut und bestehe darauf, dass mein Gegenüber vielleicht überbewertet und besonders anspruchsvoll ist. An mir herummäkelt? Zu pingelig ist?

Es sollte unbedingt vor allem im privaten Bereich und innerhalb lebenslanger Freundschaften und Beziehungen darauf geachtet werden, dass der destruktive Umgang mit Kritik eine Beziehung für immer beeinflussen kann und wird. Läuft einer eingeschnappt weg und das vorliegende Problem wird totgeschwiegen, wird das aber für alle Zeiten auf das „Beziehungskonto“ eingezahlt. Und auch wenn die Beziehung fortan konstruktiv weitergeführt wird, stehen diese Konflikte irgendwie dennoch immer im Raum.

Destruktiv mit Kritik umgehen – Was hindert uns an Gelassenheit und Souveränität? (Innerer Kritiker)

Wie wir Kritik konstruktiv begegnen, hängt im großen Maße von unseren früheren Erfahrungswerten, unserem Selbstbild, Einstellungen und unserer Geschichte zusammen. Man spricht im Zusammenhang auch von unserem „inneren Kritiker“. Dieser ist ein kleines Stimmchen in unserem Kopf – aber manchmal auch ein ziemlich lautes – welches alle Befürchtungen und Zweifel, Ängste und Sorgen ausformuliert. Der innere Kritiker wird beeinflusst, von der Art, wie wir in der Frühphase unserer Prägung als Kind, von unseren Eltern, Freunden, dem Umfeld ernst genommen wurden. Welches Feedback haben wir erhalten, wenn wir unseren eigenen Weg wählten? Wurden wir unterstützt oder eher abgestraft, wenn wir etwas Neues ausprobierten?
Der innere Kritiker wird immer aktiv, wenn wir Direkte Kritik im Außen erhalten. Und oft agiert er dann destruktiv.

Feedback und Verbesserungsvorschlägen kann der innere Kritiker entweder so begegnen: „Ich hab es Dir gleich gesagt, dass es falsch war!“ In dem Fall spiegelt sich ein eher negatives Selbstbild. Oder aber auch so: „Ich war mir schon nicht so sicher. Na ja, gut, dass ich es jetzt herausgefunden habe!“ Im zweiten Fall ist erkennbar, dass mit Kritik konstruktiv umgegangen wurde, in die eigenen Fähigkeiten vertraut wurde und die Kritik nutzbar gemacht wurde.

Was ist nun aber ein destruktiver Umgang mit Kritik?

4 Punkte, die Du vermeiden solltest, wenn Du auf Kritik stößt:

1. Unterbrich den anderen nicht!

Du solltest Dir erstmal in Ruhe alles genau anhören, bevor Du dem anderen Direkt ins Wort fällst. Wenn wir dies nämlich tun, verpassen wir einiges, was hinterher wohl möglich noch kommen würde, manchmal sogar noch ein Lob.

2. Rechtfertige dich nicht sofort!

Wer Direkt in die Rechtfertigung einsteigt, zeigt dem anderen Direkt, dass er schwach im Selbstwert ist. Vor allem Vorgesetzte und Chefs wollen sehen und hören, dass Du das Geschilderte Ernst nimmst, Dir Deine Gedanken dazu gemacht hast, bestimmt aber auch, dass Du Dir nicht alles bieten lässt. Dass Du sachlich an die Geschichte herangehst, ist immer äußerst wichtig. Destruktiv auf Kritik reagieren, lässt Rückschlüsse auf Deinen Selbstwert zu.

3. Gerate nicht in Aggressionen und bleib bei Dir!

Bleib unbedingt ruhig. Nur keine Panik! Selbstbeherrschung ist ein wichtiges Thema. Wer gleich aggressiv wird oder die Schuld auf einen Kollegen schieben will, der wird vom Arbeitgeber in schlechtem Licht erscheinen. Dann nämlich wirkst Du unsicher, unfair und unreif auf den anderen; dieser Umgang mit Kritik ist destruktiv.

4. Verstumme auch nicht!

Das Gegenextrem, wenn Du mit Tadel und Feedback destruktiv umgehst, ist es völlig zu erstarren, sobald jemand etwas an Dir bemerkt oder bewertet. Manche Menschen können den Direkten „Angriff“ gar nicht anders aushalten, als zu weinen und wenn das nicht geht, erstarren sie, laufen danach zur Toilette und brechen dort zusammen. Dies kommt besonders dann vor, wenn jemand mit seiner eigenen Geschichte und Vergangenheit noch überhaupt nicht ausgesöhnt ist. Also unreflektiert alles von sich geschoben hat, was das Leben ihm jemals über sich erzählen wollte. Äußerst destruktiv!

Diese Dinge werden sich irgendwann rächen: Beschäftige dich lieber einmal richtig mit Dir selbst, dann weißt Du auch, welche Stärken und Schwächen andere an Dir bemerken könnten und wie Du daran arbeiten kannst, anstatt dauernd vor Dir selbst wegzulaufen.

Konstruktiv mit Kritik umgehen – Kritik nutzbar machen

Mit Kritik destruktiv umzugehen, wird dich im Leben kaum weiter bringen. Und Du trittst regelmäßig vor die selben Schranken und Grenzen. Diese unangenehmen Gefühle holen dich doch wieder ein und Du tust daher gut daran, die Kritik für dich konstruktiv nutzbar zu machen, nur so hast Du etwas davon!

Die folgenden Tipps helfen Dir dabei, wie Du mit Kritik umgehen kannst

1. Höre Dir genau und alles in Ruhe an, was gesagt wird, und filtere, worum es eigentlich geht!

Konstruktiv Kritik verteilen ist auch nicht immer leicht. Manchmal gerät auch beim Sender einiges Durcheinander und erhält eine subjektive Färbung. Man ist eben auch nicht mit jedem immer befreundet. Filtere also genau heraus, worum es hier für dich geht. Ist die Aufgabe wirklich falsch erfüllt worden? Geht es um eine konkrete Verhaltensweise oder Einstellung, die wir an den Tag legen? Oder ist der Angriff möglicherweise etwas persönlicher geraten, weil Deine Kollegin insgeheim auf dich wütend ist, weil Du immer auf dem besseren Parkplatz parkst, weil Du drei Minuten eher da bist?

2. Beachte die Beziehung zum Sender!

Kritik ist auch dann konstruktiv, wenn Du genau darauf achtest, wie Deine Beziehung zu der Sender-Person ist. Will Sie in manchen Fällen einfach ihre Machtposition nicht gefährdet sehen, tust Du gut daran, freundliche und diplomatisch zu nicken und das ganze aber innerlich an Dir vorbeirauschen zu lassen. So wie etwa: „Die hat sich ein wenig auf dem Radar, also mach Dir nichts weiter aus dem Gesagten. Um die Person aber auch nicht zu vor den Kopf zu stoßen, bin ich freundlich und beherrscht. Ganz neutral eben!“

3. Formuliere die Erwartungshaltung richtig aus!

Bei manchen Kritikpunkten, fällt der Umgang mit Kritik sehr schwer, da wir nicht so genau spüren können, was der andere nun eigentlich von uns will. Da ist es konstruktiv, wenn Du am Ende des Gesagten, Direkt nachfragst, wie etwas gemeint ist und die Erwartungshaltung konkret ausformulierst: „Ich soll also künftig,… ist das richtig?“ Du zeigst dem Gegenüber, dass Du Ernst nimmst, was er gesagt hast und vor allem, dass Du absolut willens bist, an Deinem Verhalten, Charakter und Fähigkeiten zu arbeiten. Man beweist Einsatz und wertschätzt den anderen und seinen Standpunkt, wenn man nachher formuliert, wie es nun weitergehen kann.

4. Sei unbedingt neutral!

Gegebenenfalls fällt Kritik auch manchmal destruktiv aus, wenn es persönlicher wird. Wir sind alle nur Menschen. Und manchmal nervt einen auch auf Arbeit das eine oder andere am anderen, da man es leider tagein-tagaus ertragen muss. Lass dich nicht beirren! Bleibe unbedingt sachlich und neutral und blende persönlichen Dinge besser aus. Natürlich nur bis zu einem bestimmten Punkt. Sollte die Kritik so destruktiv veräußert werden, dass es an Mobbing grenzt, solltest Du dich selbstverständlich an anderer Stelle beschweren und anzeigen, dass Du findest, das Gesagte sei grenzüberschreitend gewesen. Auch hier beeinflusst wieder unsere Frühprägungsphase unsere Toleranzschwelle. Daher also gut Acht geben auf Zwischentöne und mögliche Überinterpretationen!

5. Lass Dir selbst und dem anderen nach der Kritik Raum!

Manchmal ist es nach dem Gesagten unbedingt von Vorteil, wenn Du Dir und dem anderen Zeit zum Durchatmen lässt. Kritik kann schmerzen, und sie auszuteilen ist oft auch nicht so leicht. Daher lasst euch nach Möglichkeit erst einmal etwas in Ruhe und verdaut das Gesagte vorerst. Wer wieder einen klaren Kopf bekommt, der kann später viel sachlicher daraufblicken und ist im Stande, schmerzende Gefühle von sachlichen Tätigkeiten und Aufgaben zu trennen.

Wenn Du also bewertet wirst, mach Dir die geteilte Kritik mithilfe dieser Punkte nutzbar und ziehe etwas Positives aus dem Ganzen. Unterscheide, welche Beziehung Du mit der Person hast und differenziere, was man genau auf sachlicher Ebene nun von Dir erwartet. Stelle Nachfragen und sicher, dass Du auch wirklich alles verstanden hast, so funktioniert ein Umgang mit Kritik konstruktiv und wird fruchtbar. Zudem festigst Du Deine Stellung im Team und zeugst Deinen Kollegen Respekt.

Fazit

Mit Kritik umgehen fällt niemanden leicht. Doch Du kannst es lernen. Und solltest es, damit Du im Leben nicht immer wieder vor den gleichen Schranken endest, mit nichts als einem schmerzenden Gefühl in der Brust. Stelle dich Deiner eigenen Geschichte, dann erfährst Du auch, wieso dich manche Dinge mehr aus der Bahn werfen, als anderen. Wer konstruktiv, reif und respektvoll auf Kritik reagieren kann, der steigt im Ansehen und lernt immer etwas dazu.

7 No-Gos in Bewerbungen

Es gibt No-Gos in Bewerbungen, die unbedingt beachtet werden sollten. Um einen Job oder einen Studienplatz zu bekommen, ist eine Bewerbung erforderlich. Das kann eine Bewerbung auf ein Stellenangebot, oder eine der immer beliebteren Initiativbewerbungen sein. Damit Du nicht über eines der No-Gos in Bewerbungen stolperst, haben wir Dir die 7 schlimmsten Fehler zusammengefasst. Damit kannst Du bei Deiner nächsten Bewerbung genau die Sachen vermeiden, die Personaler nicht lesen wollen.

Stattdessen kannst Du dann Deine Soft Skills hervorheben, indem Du genau die No-Gos in Bewerbungen vermeidest, über die andere Bewerber stolpern. Dadurch kannst Du die Karriere einschlagen, die Du Dir vorstellst. Vielleicht werden Dir im Laufe des Lesens unseres Ratgeberartikels sogar noch weitere No-Gos einfallen, die Du dann ebenfalls vermeiden kannst. Du kannst diese gerne als Kommentar unter unseren Text zu den 7 No-Gos in Bewerbungen setzen!

Die 7 No-Gos in Bewerbungen

1. Der Lebenslauf gehört nicht ins Bewerbungsschreiben!

Ein Bewerbungsschreiben ist die Visitenkarte, die der Personaler als erstes zu Gesicht bekommt. Hier kommt es darauf an, dass diese Visitenkarte auch entsprechend wirkt. Viele Bewerber legen sich deshalb beim Anschreiben für ihre Bewerbung ganz besonders ins Zeug. Und vergessen vor lauter Eifer, dass der Lebenslauf nicht ins Bewerbungsschreiben gehört. So schön der Lebenslauf auch sein mag, so toll die Karriere auch bisher verlaufen ist. Die Details aus Deinem Lebenslauf will der Personaler noch nicht aus dem Anschreiben wissen. Für ihn (oder sie) ist es viel wichtiger, im Bewerbungsschreiben zu sehen, warum Du Dich genau bei seinem Unternehmen für genau diese Stelle bewirbst.

Außerdem ist es wichtig, in einer Bewerbung nicht gleich zu dick aufzutragen, in dem sämtliche Erfolge der bisherigen Karriere ins Anschreiben zu packen. Das zeigt einem Personaler übrigens auch, ob der Bewerber oder die Bewerberin die so genannten Soft Skills mitbringt. Die Soft Skills sind heutzutage in vielen Unternehmen ein wichtiger Punkt, die ein Bewerber mitbringen muss. Wer hingegen gleich im Anschreiben von seiner großen Karriere, den zehn Preisen und den 20 veröffentlichen Büchern berichtet, der wird schnell aussortiert. Heutzutage geht es in Unternehmen vor allem um Teamwork. Da braucht es niemanden, der gleich auf Anhieb von seinen bisherigen Erfolgen protzt, sondern der die passenden Soft Skills mitbringt.

2. Rechtschreibfehler können ein Ausschlusskriterium sein

Je nachdem, für welchen Job Du Dich bewirbst, werden Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler noch toleriert, so lange sie sich im Rahmen halten. Aber Rechtschreibfehler sind überall da ein Ausschlusskriterium, wo Rechtschreibung und Grammatik mit zum Berufsalltag gehören. Das heißt, überall, wo Du Emails oder Briefe schreiben musst für Deinen Job und mit anderen schriftlich kommunizierst, bist Du raus bei einem Personaler. In einem Unternehmen kann niemand einen Angestellten gebrauchen, der im Berufsalltag beim Schreiben von Emails die ganze Zeit Rechtschreibfehler macht. Auch die richtige Zeichensetzung ist wichtig, wenn Du mit anderen Unternehmen und mit Kunden kommunizieren musst im Rahmen Deines Jobs.

Nun hat nicht jeder eine gute Rechtschreibung in die Wiege gelegt bekommen. Wenn Du aber Karriere machen willst in einem Bereich, in dem darauf geachtet wird, solltest Du Dich vor Deiner Bewerbung entsprechend weiterbilden. Übrigens macht sich das auch gut in einem Lebenslauf, wenn Du solche Weiterbildungen gemacht hast. Das wird Dich nicht negativ ausgelegt, sondern das Gegenteil ist der Fall. Zu den Soft Skills gehört es nämlich auch, die eigenen Grenzen zu erkennen, und die Möglichkeiten zu nutzen, diese zu überwinden, um Karriere machen zu können. Scheu Dich nicht davor, zuzugeben, dass Du Probleme mit der Rechtschreibung und der Grammatik hast. Sondern mach Dich auf den Weg, dagegen anzugehen, und lass Dich weiterbilden. Wir alle haben unsere Defizite, aber keiner von uns muss sich davon aufhalten lassen auf seinem Lebensweg und seinem beruflichen Weg!

3. Jeder Personaler erkennt ein Musteranschreiben sofort

Du hast einen Lebenslauf, der sich sehen lassen kann, und Deine Bewerbung fliegt trotzdem in den Müll? Der Grund dafür könnte das Musteranschreiben sein, dass Du Deinem Lebenslauf und Deinen Qualifikationen vorangestellt hast. Wo auch immer Du das Musteranschreiben her hast, sei es vom Arbeitsamt, vom Bewerbungsberater oder aus dem Internet. Wirf es vor Deinem Bewerbungsschreiben weg, und formuliere Dein Anschreiben mit Deinen eigenen Worten. Jeder Personaler erkennt ein Musteranschreiben auf 10 km Entfernung. Und der nächste Schritt, den Deine Bewerbung macht, ist dann nicht auf den Stapel der Kandidaten, die im Bewerbungsverfahren eine Runde weiter kommen. Sondern Deine Bewerbung landet direkt auf dem Stapel der Ablehnungen.

Natürlich können Musteranschreiben dabei helfen, zu sehen, wie so ein Anschreiben aussehen kann. Aber es 1 zu 1 abzuschreiben, das gefällt keinem Personaler. Da bekommst Du eher eine hochgezogene Augenbraue denn die Chance auf eine Job. Formuliere Dein Bewerbungsanschreiben so, wie Du bist. Zeig in dem Anschreiben, wer Du bist, ohne schon Teile aus Deinem Lebenslauf zu benennen. Sei Du selbst, und mach Dir klar: Das Anschreiben ist Deine Visitenkarte bei Deiner Bewerbung!

4. Der fehlende Ansprechpartner bei Initiativbewerbungen

Initiativbewerbungen sind ein wichtiger Punkt in der neuen Arbeitswelt. Wer sich für einen Job in einem bestimmten Unternehmen interessiert, wartet nicht mehr ab, bis ein Stellenangebot geschaltet wird. Stattdessen wird eine Initiativbewerbung verfasst, für eine Stelle in genau diesem Unternehmen. Doch der häufigste Fehler, warum Initiativbewerbungen am Ende im Müll landen, ist der fehlende Ansprechpartner. Du willst unbedingt für ein bestimmtes Unternehmen arbeiten? Dann nimm Dir auch die Zeit, den richtigen Ansprechpartner heraus zu finden. Eine Initiativbewerbung kann zwar an die Personalabteilung gerichtet werden. Sie sollte dort aber den passenden Ansprechpartner benennen können, und das schon im Anschreiben.

Stell Dir vor, Frau Müller ist die Ansprechpartnerin in der Personalabteilung des Unternehmens, für das Du unbedingt arbeiten willst. Dann schreibst Du in Deinem Bewerbungsschreiben natürlich nicht Sehr geehrte Damen und Herren, sondern Sehr geehrte Frau Müller. Im Anschreiben benennst Du nach dem Namen des Unternehmens Frau Müller mit Vornamen und Nachnamen. Es kann ja gut sein, dass es zwei Frau Müller in diesem Unternehmen gibt. Und Du willst ja, dass Deine Bewerbung bei genau der Frau Müller landet, die für diesen Bereich zuständig ist.

5. Der falsche oder falsch geschriebene Ansprechpartner

Vor allem Frauen kennen das Problem. Da werden sie in Emails und Briefen mit Herr angesprochen, obwohl sie alles andere als ein Mann sind. Das ist leider auch ein Problem in Bewerbungen. Stell Dir vor, Dein Ansprechpartner für die Bewerbung ist Frau Müller. Und Du liest einfach nur Müller als Name, und gehst davon aus, dass das ein Mann ist. Statt Sehr geehrte Frau Müller zu schreiben, schreibst Du dann Sehr geehrter Herr Müller. Drei Mal darfst Du raten, wo Deine Bewerbung landet. Im Mülleimer, ganz genau!

Wenn Du einen Ansprechpartner für Deine Bewerbung hast, ist es wichtig, diesen richtig zu schreiben. Das heißt, der Name muss unbedingt richtig geschrieben werden. Aus Herr Maier kannst Du nicht einfach Herr Meyer machen. Das nimmt Dir Herr Maier vielleicht nicht persönlich krumm. Aber Deine Bewerbung landet, ganz genau, im Mülleimer. Das heißt, Name und Geschlecht des Ansprechpartners für die Bewerbung müssen stimmen. Sonst landet die Bewerbung nicht auf dem Stapel der Bewerber, die in die nächste Bewerbungsstufe kommen. Sondern sie landet, ganz genau, im nächsten Mülleimer.

Auch der falsche Ansprechpartner gehört zu den No-Gos in Bewerbungen. Deine Bewerbung soll an Frau Müller, weil sie die Personalerin für den von Dir gewählten Bereich. Du schreibst aber, vor lauter Aufregung oder mangelnder Geduld, Herr Maier auf das Bewerbungsschreiben. Und drei Mal darfst Du raten, was dann mit Deiner Bewerbung passiert. Mit hoher Wahrscheinlichkeit landet sie im Müll. Angesichts der Kosten, die für Bewerbungsunterlagen drauf gehen, ist das kein billiges Vergnügen für Dich.

6. Standardformulierungen gehören zu No-Gos in Bewerbungen

Oben haben wir schon das bei Personalern sehr unbeliebte Musteranschreiben erwähnt. Es gibt Bewerber, die verwenden zwar kein komplettes Musteranschreiben. Dafür machen sie etwas, was ebenfalls zu den ultimativen 7 No-Gos in Bewerbungen gehört. Sie nutzen Standardformulierungen. Das sind z.B. Formulierungen, wie „nach einem neuen Wirkungskreis suchen“. Diese Formulierung ist schon seit Jahrzehnten ausgeluscht. Und kein einziger Personaler will sie heute noch in einer Bewerbung lesen.

Vor allem im ersten Satz einer Bewerbung ist es wichtig, keine solche Standardformulierung zu bringen. Der erste Satz ist der Satz, der am meisten hängen bleiben wird. Und es ist der erste Satz, der darüber entscheiden, ob der Personaler oder der Ansprechpartner das Anschreiben weiterliest. Oder ob das Anschreiben gar nicht mehr weitergelesen wird, sondern direkt im Mülleimer landet. Deshalb ist es wichtig, dass Du Dich von solchen Standardformulierungen verabschiedest. So praktisch sie auch sein mögen. Für Dich können sie direkt das Aus in einem Bewerbungsverfahren bedeuten.

Statt Standardformulierungen formuliere frei. Dann lass das Anschreiben vor dem Abschicken noch von jemandem durchlesen, der Dich gut kennt. Und der Dir sagen kann, wo das Bewerbungsschreiben so ganz und gar nicht nach Dir klingt. Denn: Das Anschreiben sollte sich dann auch im Bewerbungsgespräch wiederfinden können. Bist Du da ganz anders, merkt das ein Personaler. Die Folge ist: Du wirst wahrscheinlich direkt aussortiert.

7. Passt Deine Bewerbung überhaupt zur ausgeschriebenen Stelle?

Musteranschreiben und Standardformulierungen sind zwei absolute No-Gos in Bewerbungen. Sie zeugen für einen Personaler davon, dass Du Dir nicht wirklich Zeit und Mühe für das Anschreiben genommen hast. Und sie zeugen davon, dass Deine Bewerbung möglicherweise gar nicht zu der Stelle passt, auf die sie im Unternehmen eingegangen ist. Das heißt, merkt ein Personaler nicht auf Anhieb dem Anschreiben an, dass Du Dich für die ausgeschriebene Stelle bewerben willst, landest Du auf dem Stapel für Ablehnungen.

Deshalb ist es wichtig, das Anschreiben so zu formulieren, dass es genau zur ausgeschriebenen Stelle passt. Bei Initiativbewerbungen gilt das übrigens auch. Hier gilt es, das passende Anschreiben zu der Stelle zu schreiben, die Du gerne besetzen würdest im jeweiligen Unternehmen. Passt Dein Anschreiben nicht zu der Stelle, weil Du in allgemeinen Formeln bleibst, wird das nichts werden mit Deiner Bewerbung. Da wird niemand lesen wollen, dass Du einen neuen Wirkungskreis oder eine neue Herausforderung suchst. Der Personaler oder Ansprechpartner will lesen, warum genau Du Dich für diese genaue Stelle in genau diesem Unternehmen bewirbst. Alles Andere bringt Dich in Deiner Karriere nicht weiter. Und da ist es dann auch ganz egal, wie toll Dein Lebenslauf ist. Solange das Anschreiben nicht zündet, und nicht zum Unternehmen und der jeweiligen Stelle passt, bist Du raus.

Fazit: No-Gos in Bewerbungen vermeiden und Karriere machen!

Wir haben Dir die ultimativen 7 No-Gos in Bewerbungen vorgestellt. Dazu haben wir Dir einige Tipps gegeben, wie Du stattdessen bei Deiner Bewerbung vorgehen kannst. Nun geht es für Dich darum, die No-Gos in Bewerbungen zu vermeiden, um die Karriere machen zu können, die Du verdienst.

Setze statt auf Standardformulierungen und auf ein Musteranschreiben auf Deine Soft Skills. Besinne Dich Deiner eigenen Fähigkeiten und Deiner Stärken. Sei Dir aber auch über Deine Defizite klar. Denn diese genau zu kennen und benennen zu können, gehört auch zu den Stärken. Sei Du selbst, und schreib nicht bei einem anderen Deine Bewerbung ab. Schreib eine Bewerbung so, wie Du bist. Schreib nicht die Bewerbung eines anderen, sondern Deine eigene Bewerbung.

Stress am Arbeitsplatz – Wie gehe ich damit um und wie lässt er sich vermeiden?

Stress am Arbeitsplatz ist ein leidiges Thema, mit welchem heute viele Arbeitnehmer zu kämpfen haben. Ständig wollen Unternehmen mehr Leistung bei weniger Zeit und natürlich größeren Gewinnen. Die Angestellten sind diejenigen, welche unter diesem hohen Druck am meisten leiden. Doch es gibt durchaus Mittel und Wege, welche es Dir ermöglichen, den Druck aus dem Arbeitsalltag herauszunehmen und die Tage somit weniger stressig zu gestalten.

Allerdings musst Du hierfür etwas tun und Dein eigenes Verhalten genau beobachten. Nur so kannst Du alte Gewohnheiten langfristig ändern und den Stresspegel effektiv verringern. Beruflicher Stress kann auch gesundheitlich Folgen haben, daher sollte der richtige Umgang mit Stress am Arbeitsplatz theoretisch für alle Berufstätigen eine Rolle spielen – einer gesunden Psyche zuliebe!

Der richtige Umgang mit Stress am Arbeitsplatz will gelernt sein

Natürlich gibt es diverse Mittel und Wege, um bereits vorhandenen Stress effektiv abzubauen. Doch der Umgang mit Stresssituationen wird den wenigsten Menschen einfach so in die Wiege gelegt. Stattdessen kann beruflicher Stress nur dann abgefangen werden, wenn Du Dich selbst besser kennenlernst. Nur wer in der Lage ist, die eigenen Launen und Handlungen zu reflektieren, kann den Alltag ganz ohne Stress meistern. Zumeist haben sich gewisse Verhaltensweisen bereits so weit automatisiert, dass diese nur noch mit viel Elan und Willen zur Veränderung machbar sind.

Führe Dir immer vor Augen: Der Umgang mit Stress am Arbeitsplatz muss mühsam erlernt werden. Sollten manche Methoden zur Bewältigung von Stress beim Arbeiten einmal nicht auf Anhieb klappen, so ist das kein Drama. Hauptsache, Du gibst Dich Deinem Schicksal nicht hin, sondern tust aktiv etwas gegen Stress am Arbeitsplatz.

Wodurch entsteht der Stress bei der Arbeit überhaupt?

Bevor Du Dir die Frage stellst „Wie gehe ich mit Stress um?“ solltest Du vielleicht erst einmal wissen, wie der Stress am Arbeitsplatz überhaupt entsteht. Zumeist geht es besonders während bestimmter Zeiten sehr hektisch im beruflichen Alltag zu. Das kann zum Beispiel kurz vor Weihnachten sein oder immer, wenn es zeitlich in Richtung Feierabend geht. In bestimmten Firmen ist es zudem üblich, dass Projekte an festen Wochentagen an Kunden übergeben werden – auch dann ist beruflicher Stress ein großes Thema.

Fixe Termine, welche den Abschluss eines großen Projekts festlegen, sorgen ebenfalls für Stress. Der vermehrte Druck sorgt nicht nur für Hektik bei Arbeitnehmern, sondern bringt oftmals auch die Chefetagen gehörig ins Rotieren. Die Vorgesetzten geben den Druck an Ihre Untergebenen weiter und diese stressen ihre Kollegen – ein Teufelskreis beginnt und die allgemeine Laune sinkt. Kommen dann auch noch unvorhergesehene Ereignisse wie zum Beispiel die Krankheit eines Mitarbeiters oder eine besonders dringend zu erledigende Aufgabe hinzu, ist beruflicher Stress vorprogrammiert.

Wie gehe ich mit Stress um?

Der richtige Umgang mit Stress am Arbeitsplatz ist nicht per se für jedermann gleich. Doch es gibt einige Methoden, welche bei vielen verschiedenen Menschen funktionieren. Beruflicher Stress macht auf Dauer krank, daher lohnt es sich durchaus, wenn Du Dich mit dem Thema auseinandersetzt. Selbst das Empfinden von Stress ist bei jedem Arbeitnehmer eine sehr individuelle Sache. Je nach Veranlagung empfinden die einen bereits eine To-Do-Liste mit mehr als zwei Punkten als stressig, während andere selbst bei einer viel längeren Aufgabenliste noch völlig gelassen bleiben. Früher oder später sollte allerdings jeder lernen, wie sich Stress am Arbeitsplatz vermeiden oder zumindest verringern lässt.

Vielen Menschen hilft es, wenn sie den eigenen Blick auf die Dinge ändern. Sieh Dich nicht immer nur aus der Warte Deiner Kunden, Chefs oder Kollegen. Kehre stattdessen zu Dir selbst zurück und nimm einmal ganz bewusst all die Dinge wahr, welche Du in letzter Zeit erfolgreich erledigt hast. Natürlich sollst Du Dich nicht auf den berühmten „Lorbeeren“ ausruhen. Trotzdem verschafft eine leichte Veränderung des Blickes auf die eigenen Taten eine gewisse Selbstsicherheit, welche den Stress bei der Arbeit ganz automatisch mindert. Sieh den bereits vorhandenen Druck von einer positiven Seite. Benutze ihn dazu, um Dich zu motivieren, Deine Fähigkeiten noch weiter zu verbessern und sieh neue Aufgaben nicht als puren Stress am Arbeitsplatz an.

Neben dem veränderten Blickwinkel kann es auch hilfreich sein, für eine bestimmte Zeitspanne bewusst inne zuhalten. Atme tief durch, lehne Dich für einen kurzen Moment zurück und konzentriere Dich mit all Deinen Sinnen auf etwas Angenehmes. Das kann zum Beispiel ein schönes Hobby sein, der nächste Urlaub im fernen Süden oder liebe Menschen. In blinden Aktionismus solltest Du hingegen niemals verfallen, den das führt nur zu zusätzlichem Stress, welchen Du Dir noch dazu selbst machst. Wer sich nicht mit dem Umgang in Stresssituationen auseinandersetzt und stattdessen sofort darauf los arbeitet, der macht häufiger Fehler. Diese führen zu noch mehr Stress am Arbeitsplatz.

Stress bei der Arbeit Schritt für Schritt vermeiden

Gerade in Zeiten von akutem Stress bringt es überhaupt nichts, besonders schnell arbeiten zu wollen. Hierdurch entstehen höchstens neue, zusätzliche Aufgaben durch unsauberes und übereiltes Arbeiten. Viel mehr nützt es in solchen Situationen, Aufgaben Step by Step anzugehen. Es ist ein Irrglaube, das man unter zu viel zeitlichem Druck eben einfach schneller arbeiten müsse, um besonders viel zu schaffen.

Stattdessen lautet das Zauberwort: Konzentration. Je fokussierter Du an eine Aufgabe herangehst, desto schneller und besser kannst Du diese fertigstellen. Für die nötige Konzentration benötigst Du natürlich entsprechend viel Ruhe. Für diese musst Du im Arbeitsalltag zumeist selbst sorgen. Dich stören zum Beispiel die laut plappernden Kollegen? Dann setze Dir zum Arbeiten Kopfhörer auf und höre ruhige Musik oder verwende Ohrstöpsel.

Umgang mit Stress am Arbeitslatz bedeutet immer, aktiv etwas gegen störende Komponenten zu tun. Gleiches gilt für zu grelles Licht oder eine unangenehme Raumtemperatur. Lasse diese Störfaktoren nicht tatenlos über Dich ergehen, sondern tue aktiv etwas dagegen – im Zweifel auch trotz seltsamer Blicke seitens der Kollegen.

Beruflicher Stress: Aufgaben öfter mal an andere abgeben

Als besonders motivierter Mitarbeiter möchte man natürlich stets alles alleine machen. Wenn Du allerdings von Vornherein bereits weißt, dass Du Aufgaben gar nicht befriedigend erledigen kannst, dann gib einen Teil der Aufgaben ab. Manchmal ergibt es mehr Sinn, ehrlich zu sich selbst zu sein. Es ist keine Schwäche, eine Überforderung bei sich selbst zu erkennen, sondern eine echte Stärke. Auch Dein Unternehmen und der Chef werden es Dir danken, wenn Du vorausschauend handelst, indem Du Aufgaben gezielt delegierst.

Positiver Nebeneffekt: Wer Aufgaben auch an andere verteilt, tut nicht nur effektiv etwas gegen Stress bei der Arbeit, sondern zeigt auch, dass er als Führungskraft taugen könnte. Planst Du einen beruflichen Aufstieg, solltest Du die Zügel also ruhig ab und zu aus der Hand geben. Besonders wichtige Aufgaben sind hiervon natürlich ausgenommen. Delegiere stattdessen lieber besonders ungeliebte Aufgaben – beruflicher Stress wird hierdurch effektiv gemindert.

Umgang mit Stresssituationen: Weniger Perfektion ist manchmal mehr

Natürlich wollen wir alle unsere Aufgaben so gut wie möglich erfüllen. Gerade im Arbeitsleben gehört es zum guten Ton, mögliche Anforderungen an Quantität und Qualität am besten zu toppen. Allerdings solltest Du Deine eigenen Grenzen kennen und diese gerade in besonders stressigen Situationen akzeptieren lernen. Es ist zwar gut, sich hohe Ziele zu setzen, allerdings geht ein falscher Perfektionismus mit einem erhöhten Stresslevel einher. Setzt Du Deine Ansprüche an Dich selbst so hoch an, dass Du diese niemals erreichen kannst, so wird Dich das auf Dauer nur demotivieren. Außerdem verursacht Dir ein daraus resultierendes negatives Selbstbild nur noch zusätzlichen Stress.

Gleiches gilt dann, wenn der Drang nach Perfektionismus von außen kommt. Stellt jemand völlig überzogene Forderungen an Dich, dann weise ihn freundlich aber bestimmt darauf hin. Dieses Vorgehen erfordert viel Mut, zahlt sich aber langfristig aus. Wenn zusätzlicher zeitlicher Druck hinzukommt, wirst Du abwägen müssen, ob Du lieber eine besonders perfekte Arbeit abliefern möchtest oder besser die zeitlichen Grenzen einhalten willst und dafür „nur“ ein gutes Ergebnis erzielst. In vielen Fällen ist die zweite Lösung der richtige Schritt, um Stress am Arbeitsplatz nachhaltig zu vermeiden und den Umgang mit Stress am Arbeitsplatz zu optimieren.

Umgang mit Stress am Arbeitsplatz: Beruflicher Stress hat keine Chance dank eines Plans

Der richtige Umgang mit Stress am Arbeitsplatz gelingt nur dann, wenn Du Dir einen echten Plan zurechtlegst. Es genügt hierbei völlig, wenn Du alleine diesen Plan kennst und strikt befolgst. Du solltest Dir allerdings im Voraus genau überlegen, welche Ziele Du realistisch gesehen mit welchem konkreten zeitlichen Pensum erreichen kannst, ohne in Stress zu verfallen. In erster Linie ist es wichtig, dass Du Dir feste Prioritäten setzt, welche Du durchaus nummerieren kannst, wenn Dir das beim Planen hilft. Das Gegenteil eines guten Plans ist das klassische Chaos, in welches sich Arbeitnehmer immer dann gerne stürzen, wenn der Stress zu groß wird.

Planst Du hingegen Schritt für Schritt das weitere Vorgehen zum Beispiel für einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen, lassen sich die Aufgaben bereits zum Anfang so verteilen, dass erst gar kein Durcheinander entsteht. Wer stets den Überblick über seine Pflichten behält, der verfällt erst gar nicht in einen Stress bei der Arbeit. Schließlich hast Du alles im Blick, oder? Das lässt sich allerdings nur dann realisieren und umsetzen, wenn Du mit Dir selbst einen festen Deal vereinbarst: Der Plan wird eingehalten – komme, was da wolle. Nur so kannst Du Dir selbst die nötige mentale Stabilität vermitteln, welche Du brauchst, um den Umgang mit Stress am Arbeitsplatz zu optimieren.

Stress am Arbeitsplatz vermeiden durch persönlichen Rückzug

Neben der Erledigung von Aufgaben wird in den meisten Jobs auch von Dir erwartet, dass Du Dich sozial einbringst. Hierzu zählt das regelmäßige Team-Event ebenso wie der Kaffee im Kreise von Kollegen und Vorgesetzten. Auch die Mittagspause verbringen viele Teams gemeinsam. Doch der andauernde Kontakt zu Kollegen kann auch für Stress bei der Arbeit verantwortlich sein. Würdest Du Deine Pausen lieber nutzen, um ein wenig mit Dir und der Welt alleine zu sein? Dann kommuniziere das gegenüber Deiner Kollegen präzise, aber höflich. Umgang mit Stress am Arbeitsplatz bedeutet auch immer, auf Deine eigenen Bedürfnisse zu hören. Wenn Du das Bedürfnis nach Ruhe, Stille und Privatsphäre hast, dann ist das keine Schande.

Ganz im Gegenteil: Wenn Du auf Deine eigenen Bedürfnisse eingehst, verminderst Du Stress effektiv. Hiervon profitiert auch Dein Arbeitgeber. Schließlich arbeitest Du nach einer kleinen sozialen Auszeit wieder viel besser als unter unfreiwilliger Dauerbeschallung. Vielleicht reagiert Dein Team im ersten Moment ablehnend auf Deine Entscheidung, mehr Zeit für Dich zu brauchen. Lasse Dich hiervon nicht irritieren, denn nur Du alleine bist dafür verantwortlich, Dein persönliches Stresslevel möglichst niedrig zu halten und den Umgang mit Stresssituationen zu meistern.

Die lieben Kollegen werden sich an die neue Situation gewöhnen. Und wer weiß – vielleicht wird der eine oder andere es Dir gleichtun und zukünftig ebenfalls den sozialen Druck etwas herunterfahren. Auch während des Arbeitens kann es hilfreich sein, sich für einen Moment von Kollegen und Chefs abzugrenzen, um sich ganz auf die Arbeit zu konzentrieren und sich gezielt zu fokussieren. Das vermeidet unnötigen Stress.

Sofern Dein berufliches Umfeld es nicht so einfach akzeptiert, dass Du mehr Freiraum benötigen, solltest Du dringend das persönliche Gespräch suchen. Lege Deine Beweggründe für den Rückzug genau dar und hebe besonders hervor, dass dieses Vorgehen rein gar nichts mit der Sympathie oder Antipathie gegenüber Deiner Mitmenschen zu tun hat. Stelle klar, dass es für die erwarteten Arbeitsergebnisse nur Vorteile hat, wenn Du etwas mehr Ruhe bekommst und hebe hervor, dass Du diese Maßnahme zum besseren Umgang mit Stress am Arbeitsplatz einsetzt. In der Regel werden Arbeitgeber und Teams hierauf positiv reagieren. Immerhin zeugt Dein Verhalten bei näherem Hinsehen von einer Menge Eigenverantwortung.

Fazit: Mehr Selbstreflexion für weniger Stress bei der Arbeit

Nur wer sich selbst gut kennt, erkennt Symptome von akutem Stress bereits von Anfang an. Manchmal ist es notwendig, einen Gang zurückzuschalten, um im Anschluss wieder mit vollem Elan bei der Sache zu sein. Führe Dir immer wieder vor Augen, dass es wichtig ist, auf die eigenen Bedürfnisse einzugehen. Stress kann nur dann vermieden werden, wenn Du alle Maßnahmen zu dessen Vermeidung konsequent anwendest – auch dann, wenn es Dir einmal nicht so leicht fällt. In erster Linie kommt es darauf an, dass Du Dich nicht vom akuten Stress überrollen lässt, sondern immer die Kontrolle behältst. Der Kontrollverlust geht stets mit einem erhöhten Stresspegel einher – dieses Phänomen lässt sich mit den oben genannten Maßnahmen effektiv vermeiden.

Erfolgsprojekt Raspberry Pi

Ein Raspberry Pi ist ein kreditkartengroßer Computer, der ursprünglich für den Bildungsbereich entwickelt wurde. Inspiriert wurden die Entwickler um den Briten Eben Upton dabei von der BBC Micro von 1981. Das Ziel von Eben Upton war es, ein kostengünstiges Gerät zu entwickeln, das die Programmierkenntnisse und das Hardwareverständnis für eine breite Zielgruppe, außerhalb der IT Studiengänge, an der Universität verbessert.

Aber dank seiner geringen Größe und seines erschwinglichen Preises wurde er schnell von Bastlern, Herstellern und Elektronik-Liebhabern für Projekte angenommen, die mehr als einen einfachen Mikrocontroller, wie zum Beispiel Arduino-Geräte, wollten.

Der Raspberry Pi, der abgekürzt auch als Raspi bezeichnet wird, ist langsamer als ein moderner Laptop oder Desktop. Dennoch ist er ein kompletter Linux-Computer und kann alle erwarteten Fähigkeiten bieten. Zugleich hat er einen niedrigen Stromverbrauch und arbeitet vollkommen geräuschlos. Jedes Modell der Pi Computer arbeitet zudem ohne Lüfter.

Open Source Hardware des Raspberry Pi

Der Raspberry Pi basiert auf einer offenen Hardware, mit Ausnahme des primären Chips auf dem Pi, dem Broadcomm SoC (System on a Chip), der viele der Hauptkomponenten der Board-CPU, Grafik, Speicher, USB-Controller, etc. ausführt. Viele der mit einem Raspi realisierten Projekte sind offen und gut dokumentiert und besteht aus Dingen, die man selbst bauen und modifizieren kann.

Worin bestehen die Unterschiede zwischen den Modellen von Raspberry Pi?

Die Raspberry Pi Foundation hat erst kürzlich ein neues Modell, den Raspberry Pi 3 A+, auf den Markt gebracht, das einige der bisherigen Modelle ersetzt. Nichtsdestotrotz, werden die älteren Pis weiterhin produziert, solange eine Nachfrage besteht. Neue Modelle sind im Allgemeinen rückwärtskompatibel mit früheren Versionen des Boards, sodass alle Tutorials oder Projekte, die für eine frühere Version des Boards erstellt wurden, weiterhin funktionieren.

Seit dem „Raspberry Pi 2 Model B“ gibt es stets zwei Raspberry Pi-Modelle, das A und das B, benannt nach dem bereits erwähnten BBC Micro. Dieser  wurde ebenfalls in einem Modell A und einem Modell B veröffentlicht.

  • Das A-Modell des Pi verfügt über weniger RAM und nur einen USB-Anschluss. Es ist billiger und verbraucht weniger Strom als das B-Modell
  • Das aktuelle Modell B verfügt über vier USB-Anschlüsse, einen Ethernet-Port für den Anschluss an ein kabelgebundenes Netzwerk, WiFi, Bluetooth und 1 GB RAM

Die früheren Boards Pi A und Raspberry Pi 2 Model B wurden auf die Boards A+ und B+ aufgerüstet. Diese Upgrades führen zu kleinen Verbesserungen, wie zum Beispiel einer erhöhten Anzahl von USB-Ports und einem verbesserten Stromverbrauch, insbesondere im Raspberry Pi B+.

Neue offene Hardware: Raspberry Pi

Wenn Du einen Raspberry Pi hast und Dir nicht sicher bist, welche Version Pi Computer vor Dir steht, dann starte ein Terminal und führe den folgenden Befehl aus:

cat /proc/cpuinfo

Die Ausgabe enthält einen Revisionscode. Die Zahlen deuten auf weitere Unterschiede hin, aber wenn es 0002-0006 ist, ist es ein älterer Raspberry Pi 2 Model B mit 256 MB RAM. Wenn es 0007-0009 ist, ist es ein Modell A. Die neueren Modell Bs sind als 000d-000f aufgeführt. Das B+ hat die Kennung 0010, und der A+ ist als 0012 aufgeführt. Die Revision 0011 wurde für das Raspberry Pi Compute Module verwendet.

Welche Arten von Raspberry Pi Betriebssystem gibt es?

Der Raspberry Pi wurde für das Betriebssystem Linux entwickelt. Viele populäre Linux-Distributionen haben nun eine für den Pi optimierte Version.

Zwei der beliebtesten Optionen sind Raspbian, das auf dem Debian-Betriebssystem basiert, und Pidora, das auf dem Fedora-Betriebssystem basiert. Für Anfänger funktioniert jeder dieser beiden Programme gut. Welches Raspberry Pi Betriebssystem Du verwendest, ist daher eine Frage der persönlichen Präferenz. Eine gute Vorgehensweise kann sein, sich für das Betriebssystem zu entscheiden, das dem Dir vertrauten Betriebssystem am nächsten kommt, entweder in einer Desktop- oder Serverumgebung.

Wenn Du mit mehreren Linux-Distributionen experimentieren möchtest und Dir nicht sicher bist, welche Du willst, oder wenn Du die ersten Schritte mit dem Raspi machen möchtest, dann versuche es mit NOOBS. Das NOOBS Raspberry Pi Betriebssystem steht für New Out of Box Software. Wenn Du zum ersten Mal von der SD-Karte bootest, findest Du ein Menü mit mehreren Distributionen (einschließlich Raspbian und Pidora) zur Auswahl. Wenn Du Dich entscheidest, ein anderes auszuprobieren, oder wenn etwas mit Deinem System schief geht, halte einfach die Shift-Taste beim Booten gedrückt. Damit kommst Du in das NOOBS Menü zurück und kannst die Installation auf dem Pi Computer von vorne beginnen.

Es gibt natürlich viele andere Möglichkeiten an Systemen auf dem Pi. OpenELEC und RaspBMC sind beide auf Linux basierende Betriebssystemdistributionen, um den Raspi als Media Center zu nutzen. Es gibt auch Nicht-Linux-Systeme, wie RISC OS, die auf dem Raspberry Pi laufen. Einige Enthusiasten haben sogar den Pi benutzt, um mehr über Betriebssysteme zu erfahren, indem sie ihre eigenen entwickelten.

Was kannst Du mit dem Pi machen?

Ein kleiner, preiswerter und leiser Computer mit niedrigem Stromverbrauch ist toll, aber wofür ist er in der Praxis zu gebrauchen? Der Pi wurde entwickelt, um einfache Programme darauf auszuführen. Einfache Programme können entworfen werden, um eine nahezu unbegrenzte Vielfalt von Dingen zu erreichen.

Beginnen wir mit dem Offensichtlichen. Du kannst den Raspi als Low-Power-PC für eine Vielzahl von Anwendungen verwenden. Der Pi kann eine Textverarbeitung, einen Webbrowser und sogar Emulatoren und ROMs von Videospielsystemen ausführen. Zwar ist das Surfen im Internet mit dem Pi nicht ganz flüssig, dafür fehlt selbst den aktuellen Modellen Hauptspeicher, aber es funktioniert. Um Texte zu erstellen oder zu bearbeiten, ist der Pi ideal. Leise, stromsparend und zugleich schnell genug, auch umfangreiche Dokumente problemlos mit beispielsweise OpenOffice zu bearbeiten.

Der wahre Spaß beginnt, wenn Du einen Raspi Pi nur einer Aufgabe widmest. Der kleine Computer kann als dediziertes Unterhaltungsgerät oder als Teil eines Smart Homes eingesetzt werden. Hier sind nur einige Beispiele für Dinge, die der Community gezeigt haben, wie man mit dem Pi umgeht:

  • Starte einen Emulator und führe klassische Arcade- und Konsolenspiele aus
  • Starte eine Media Center-Software, die den Raspberry Pi in eine kostengünstige Version eines Roku- oder Fire-TVs verwandelt
  • Steuere Deine Espressomaschine (das funktioniert wirklich!)

Der letzte Punkt zeigt, wie seltsam und spezifisch Raspberry Pi Projekte werden können. Mit einem Pi kannst Du fast alles machen, wenn Du ihn mit anderer Hardware kombinierst. Lasse ihn Ihnen eine E-Mail schicken, wenn es beispielsweise an Deiner Haustüre klingelt, oder mache ein Foto, wenn er in Kombination mit einer Kamera Bewegungen erkennt. Die Möglichkeiten sind fast grenzenlos. Jeden Tag gibt es neue Raspberry Pi Projekte, wenn brillante Hobbyisten neue Wege finden, das Gerät zu benutzen.

Welche Alternativen gibt es zum Raspberry Pi?

Der Raspberry Pi ist nicht der einzige kleine Computer auf dem Markt. Tatsächlich gibt es viel mehr Optionen, als wir hier auflisten könnten. Einige Alternativen, von denen Du vielleicht schon einmal gehört hast, sind nachfolgend aufgeführt.

Der Arduino ist ein weiteres Hobbyboard, das sich an diejenigen richtet, die Elektronikprojekte realisieren wollen. Aber, während der Raspberry Pi ein vollwertiger Linux-Computer ist, ist der Arduino nur ein Mikrocontroller. Das heißt, es läuft darauf kein Betriebssystem, sondern sehr spezifische, kleine Codeblöcke. Es gibt zahlreiche Add-on-Boards, die ihm mehr Funktionen bieten. Eine weitere Option sind die Beaglebone Boards, die dem Raspi ähnlicher, aber etwas leistungsfähiger (und auch etwas teurer) ist.

Ein Vorteil der Verwendung von einem Pi gegenüber einigen anderen Alternativen ist die Größe der Community. Wenn Du eine Frage zu einem Raspberry Pi Projekt hast, gibt es viele Leute, die Dir aufgrund der großen Reichweite der Community dabei helfen können.

Wann werden den Raspberry Pi 4 sehen?

Seit seiner Einführung im Jahr 2012 hat sich Raspberry Pi stark weiterentwickelt. Aber auch wenn die Pi Foundation auf Innovation setzt, stellen die Menschen immer noch höhere Ansprüche. Als der Pi 3 auf den Markt kam, sagte Eben Upton, dass das Gerät wahrscheinlich eine Mindestlebensdauer von drei Jahren haben würde. Dies liegt hauptsächlich an der Tatsache, dass das Unternehmen an die Grenzen des 40nm-Herstellungsprozesses gestoßen war. Das würde bedeuten, dass das nächste große Pi-Update frühestens 2019 zu erwarten wäre.

Es besteht die Möglichkeit, dass sich der neue Raspberry Pi 4 darüber hinaus verzögern könnte. Das bedeutet, dass der Pi 4 nicht in unmittelbarer Zukunft am Horizont zu sehen sein wird. Wir haben keine Nachricht von einem potenziellen Nachfolger des Pi 3 B+ gehört.

Wann immer der Pi 4 ankommt, müssen die Fans schnell handeln – mit jeder neuen Markteinführung der Modelle sind die Produkte auf eine massive Nachfrage gestoßen und haben ihre ursprüngliche Produktion schnell verkauft. Der Raspberry Pi 4 wird fast garantiert dasselbe tun. Kaufinteressenten sollten auch damit rechnen, eine Obergrenze für die Anzahl der Geräte zu erhalten, die Sie auf einmal bestellen können. So war es bereits beim Pi Zero, dem $5-Computer der Foundation, bei dem die Stückzahl auf ein Modell je Person begrenzt war.

Pi 4 Spezifikationen und Eigenschaften

Angesichts der Entwicklungsprobleme gibt es noch kein Wort über die technischen Spezifikationen, die im Pi 4 zu finden sein werden. Da das Unternehmen Schwierigkeiten hat, die Leistung mit den aktuellen 40nm zu verbessern, ist es wahrscheinlich, dass wir eine Umstellung auf einen alternativen Herstellungsprozess sehen werden.

Was die Funktionen betrifft, so bietet der aktuelle Pi 3 B+ bereits eine ausgezeichnete Bluetooth und Wi-Fi Unterstützung. Daher werden wir wahrscheinlich keine wesentlichen Netzwerk-Upgrades sehen. Du kannst auch erwarten, dass der Formfaktor gleich bleibt, da sich das Team auf die Interoperabilität zwischen den Pi-Generationen konzentriert.

Die Ports sind ein Bereich, in dem wir vielleicht eine echte Veränderung sehen. So können beispielsweise Thunderbolt 3-kompatible USB Type-C-Ports für Strom-, Daten- und Videoübertragung verwendet werden. Dies bedeutet, dass ein USB-C-Port die Arbeit jedes vorhandenen Eingangs auf dem Pi 3 erledigen kann. Sie sind auch wesentlich kleiner als Full-Size-USB-Type-A-Ports, was dem Pi 4 ein viel schlankeres Profil verleihen würde.

Preisgestaltung Pi 4

Einer der Hauptgründe, warum der originale Raspberry Pi so billig war, war, dass er für Eltern, deren Kinder in die Informatik einsteigen wollten, erschwinglich sein sollte. Dieses Leitbild ist nach wie vor der Kern dessen, was die Pi Foundation tut, sodass wir beim Modell 4 keine wesentlichen Preissteigerungen erwarten würden. Der Schöpfer Eben Upton war dabei stets sehr entschlossen, den Preis so nah wie möglich an der Obergrenze von 35 $ zu halten. So wurde bei jedem Modell überlegt, welche Merkmale notwendig sind, und was als separates Modul angeboten werden kann.

Abgesehen davon werden die Entwickler wahrscheinlich ein wenig mehr herausholen wollen, wenn der Raspberry Pi 4 schließlich eintrifft. Auch dieses Modell wird mit wenig mehr als der Maschine selbst geliefert. Zubehör wie Tastaturen, Displays, Gehäuse oder Kabel müssen separat erworben werden.

Glücklicherweise werden Händler wie Pimoroni, RS Components und The Pi Hut mit ziemlicher Sicherheit fertige Starterkits mit allem, was Du brauchst, verkaufen. Sei jedoch gewarnt, es ist unglaublich wahrscheinlich, dass die Nachfrage, basierend auf der Nachfrage für die letzten Generationen von Pi, die Nachfrage das Angebot bei Weitem übersteigen wird. Dies wird wahrscheinlich zu Engpässen bei der Markteinführung führen. Am besten, Du besuchst regelmäßig die Webseite der Pi Foundation, um über die Entwicklungen informiert zu bleiben.

Fazit

Der Raspberry Pi hat das Low-Cost-Computing revolutioniert und es jedem ermöglicht, seinen eigenen Computer mit einer Anfangsinvestition von nur knapp 35 Euros zu bauen. Der Mikrocomputer hat die Größe einer Kreditkarte und ist in der Lage, Sensoren, Peripherie und andere Extras hinzuzufügen, um ihn in ein voll funktionsfähiges Computersystem zu verwandeln.
Seit der Entstehung waren nicht nur die Lehrer, die von der Einfachheit von Raspberry Pi angezogen wurden. Hacker, Programmierer und andere experimentelle Techies wollten das System in die Finger zu bekommen, um ihre eigenen Computer zu erstellen, ohne in High-Tech-Computerausrüstung investieren zu müssen.

Seit seiner Einführung im Jahr 2012 hat sich der Raspberry Pi stark weiterentwickelt. Der Pi Zero, ein noch kleinerer Computer als seine Vorgänger, ist perfekt für die Steuerung von Robotern und anderen kleinen Geräten, die mehr Computertechnik als nur einen Mikrocontroller benötigen.

Programmieren ist nicht gleich Informatik

Programmieren und Informatik: Zwei Begriffe, die oft vertauscht werden. Das kommt daher, dass das Feld der Informationstechnik eines der kompliziertesten der Berufswelt ist. Die relativ junge Disziplin stellt viele Menschen immer noch vor Rätsel und das, obwohl die Welt ohne ihre technischen Fortschritte nicht mehr auskommen würde.

Allgemein lässt sich sagen, dass Programmieren teil der Informatik ist, diese allerdings viele Themengebiete umfasst, von denen das Programmieren nur eines dieser Teilgebiete ist. Wer also ein Informatik Studium oder IT Studium absolvieren will, wird auch programmieren lernen.
  • Die Informatik beschäftigt sich mit der Darstellung, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen mit der Hilfe von Computern
  • Die Programmierung hingegen ist ein Teilgebiet der Softwareentwicklung. Hier wird ein Programm von einem Entwickler geschrieben, sodass dieses auf einem Computer einsetzbar ist.

Doch es gibt noch viele weitere, tiefgreifende Unterschiede zwischen den beiden Begriffen und gerade, wenn es darum geht, sich für einen Job zu entscheiden, müssen alle diese Unterschiede aufgezeigt werden.

Die Informatik

Geschichte

Der Begriff setzt sich aus den beiden Wörtern Mathematik und Informationen zusammen und kann als eine der Naturwissenschaften gesehen werden. Die Disziplin wurde sowohl aus mathematischen Berufen, als auch aus dem Ingenieurwesen entwickelt, da die genauen Berechnungen von Computern immense Vorteile darstellten.

Erste Ursprünge lassen sich bereits im Mittelalter finden. Bereits damals wurden Geräte entwickelt, um mathematische Probleme systematisch lösen zu können. Der Rechenschieber ist ein analoges Beispiel für einen Computer, mit dem erste primitive Operationen durchgeführt werden konnten. Andere sehen bereits den Algorithmus des Euklid im antiken Griechenland, als den Urahn der Informatik. Hier wurde eine Gleichung aufgestellt, um den kleinstmöglichen, gemeinsamen Teiler zu finden.

Bis heute wird dieser Algorithmus als eine der ersten Aufgaben in vielen Informatik-Studiengängen behandelt. Der Wissenschaftler Konrad Zuse entwickelte dann in der Mitte der 20. Jahrhunderts die erste Maschine Z3 , die als Digitalrechner bezeichnet werden kann. Damit ist gemeint, dass Zahlen- und Operationsdarstellung diskret und binär stattfinden. Die normale Darstellung, an die Menschen gewohnt sind, findet analog und im Dezimalsystem statt.

Durch große Vorstöße in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den Feldern der Transistortechnik und der Mikroprozessortechnik, wurde es ermöglicht, Computer immer handlicher, leistungsstärker und billiger zu machen. Der erste wirklich massentaugliche Computer wurde 1982 von der Firma Commodore veröffentlicht.

Auch die Entwicklung von Programmiersprachen machte die Informatik zu dem, wie wir sie heute kennen. Diese dienen sozusagen als Schnittstelle zwischen dem Menschen und dem Computer und übersetzen die menschlichen Befehle für den Computer in verständliche Signale. Dazu später beim Programmieren mehr.

Heute lässt sich die Wissenschaft in den theoretischen, praktischen und technischen Bereich aufteilen.

Theoretisch

Dieses Teilgebiet behandelt die mathematischen und abstrakten Hintergründe der Wissenschaft. Stochastik, formale Sprachen und Komplexitätstheorien stellen hier die größten Felder dar.
Die Stochastik befasst sich mit den Fragen der Berechenbarkeit und Wahrscheinlichkeit. Hier geht es darum, festzustellen, welche Aufgaben von Computern lösbar sind.

Als Turing-vollständig wird ein Rechnermodell bezeichnet, wenn mit diesem andere Rechnermodelle vollständig bearbeitbar sind. Das heißt, es besteht die Möglichkeit, selbst Änderungen am Algorithmus vorzunehmen. Das wird hier mit mathematischen Formeln bewiesen, wodurch wiederum bewiesen wird, dass das gesamte System der Informatik funktioniert und eine mathematische und logische Grundlage hat.

Formale Sprachen werden dafür benutzt, um dem Rechner Befehle verständlich zu machen. Dazu wird mit Hilfe von mathematischen Formeln ein Katalog von Anweisungen gebildet, die der Computer verstehen kann. So wird die Kommunikation möglich.

Die Komplexitätstheorie beschäftigt sich mit dem Ressourcenverbrauch der Algorithmen.
Da Computer eine beschränkte Rechenleistung haben, ist es wichtig zu wissen, welche Komplexität die Anweisungen besitzen dürfen, um weiterhin vom Rechner bearbeitbar zu sein. In diesem Feld gibt es passende Formeln, um diese Grenzen zu finden.

Praktisch

Im praktischen Teil kommen wir der Programmierung am nächsten. In diesem Gebiet werden Lösungen für reale Probleme gesucht. Softwareentwicklung oder Datenbankverwaltung lassen sich hier finden. Auch Algorithmen von Suchmaschinen oder Sortiermaschinen fallen in diesen Bereich, da diese unser alltägliches Leben einfacher machen. Die Entwicklung von Programmiersprachen oder Dateisystemen ist ebenfalls ein zentraler Bestandteil.

Technisch

Hier geht es um die technischen Hintergründe der Disziplin. Durch Mikroprozessoren können komplexe Schaltkreise im Nanometerbereich gebaut werden, was für komplexere und kompaktere Systeme hilfreich ist. Mikroprozessoren sind auch sehr exakt und fehlerfrei, was für den Betrieb von Rechnern unerlässlich ist. Die Rechnerarchitektur beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel der einzelnen Komponenten.
In modernen Rechnern werden zum Betrieb ein Prozessor, eine Festplatte, eine Grafikkarte und viele weitere Geräte benötigt. Diese müssen auf einander abgestimmt sein, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren.

Programmieren

Das Programmieren ist ein Teil der Softwareentwicklung und befasst sich mit der Erstellung von Computerprogrammen. Die Möglichkeit, Software zu programmieren, wird erst durch Programmiersprachen geboten. Dazu werden die Algorithmen und Befehle, die der Programmierende dem Programm übergeben will, entsprechend formuliert, sodass der Computer den Code kompilieren und lesen kann. Im Anschluss führt er die Befehle dann aus

Genau wie „echte“ Sprachen, besitzen die Programmiersprachen auch eine Syntax, die beachtet werden muss. Damit Softwares programmieren werden können, muss diese Sprache erlernt werden. Wenn man vorhat, ein IT oder Informatik Studium zu absolvieren, ist dies meist mit inbegriffen. Eine andere Möglichkeit ist das selbstständig Erlernen der Programmier-Sprache.

Wer gute Programme schreiben will, sollte auf den Programmierstil achten. Trotz persönlicher Note, sollten Programmierer immer darauf achten, übersichtlich zu schreiben und die Konventionen der Sprache einzuhalten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verständlichkeit. Der geschriebene Code ist meist nicht final. Durch Updates oder neue Anforderungen wird ein Programm oft verändert. Optimalerweise werden beim ersten Programmieren Hinweise und Kommentare hinterlassen, die den Code zu erklären. Softwares sind für Außenstehende oft schwer zu verstehen, weshalb gute Kommentare sehr hilfreich sind und viele Programmiersprachen bieten Features, die extra hierfür gemacht sind.

Auf der Wartbarkeit der Software sollte ebenfalls ein Augenmerk liegen. Bei der ersten Programmierung muss sichergestellt werden, dass die Software gut gewartet werden kann. Sauber getrennte Abschnitte und eine übersichtliche Codierung sind hier gewünscht.

Programmieren ist also dafür da, mit neuen Programmen das Arbeiten an Rechnern leichter zu machen. Jede Aufgabe, die der Rechner anstatt des Menschen selbst verrichten kann, sollte dieser auch durch ein entsprechendes Programm verrichten können.

Fazit

Der Unterschied zwischen Programmieren und Informatik liegt also vor allem in der Breite der Gebiete. Während die Informatik die technischen, theoretischen und praktischen Aspekte abdeckt, findet die Programmierung rein im praktischen Bereich statt. Ein Informatik Studium wird alle drei Aspekte behandeln und so wird es währenddessen auch möglich sein, programmieren zu lernen.

Software programmieren erfordert keine Kenntnisse über die theoretischen und technischen Aspekte der Informatik, diese sind jedoch trotzdem hilfreich. So könnte man vorzeitig erkennen, falls ein Programm zu komplex für den Rechner wird und es anpassen, während man ohne dieses Wissen eventuell sehr unangepasste Programme schreiben würde.

Abschließend kann der Unterschied zwischen Programmieren und Informatik mit einem Anleger auf dem Aktienmarkt verglichen werden. Wenn der Anleger nur weiß, wie er das Geld anlegen kann, aber hat keine Ahnung , wie der Markt funktioniert, wird dieser sein Geld schnell verlieren. Hat sich der Anleger jedoch über die Kurse und die einzelnen Firmen, sowie das System der Börse informiert, steigen seine Chancen, einen Gewinn zu erzielen, enorm.

 

Welche SAP Module gibt es?

Als größter europäischer und weltweit viertgrößter Softwarekonzern mit Sitz in Baden-Württemberg ist SAP insbesondere in der Entwicklung von Software tätig, mit der sich nahezu alle Geschäftsprozesse in einer Firma abbilden lassen: Die SAP Module. Dazu zählen zum Beispiel das Controlling, die Buchführung, der Einkauf, das Personalwesen, die Lagerhaltung, die Produktion und der Vertrieb.

Für jedes dieser Felder gibt es SAP Module; der Konzern, dessen Kürzel sich aus der Wortschöpfung „Systeme, Anwendungen und Produkte in der Datenverarbeitung“ ableitet, unterstützt mit seinen Softwareprodukten Kunden auf der ganzen Welt.

Gegründet von Dietmar Hopp und Hasso Plattner, unterhält SAP inzwischen Niederlassungen in den USA, in Indien, China, Brasilien, Kanada, Israel, Russland, Frankreich, Irland, Bulgarien, Ungarn und Vietnam. Die einzelnen SAP Module sorgen dafür, dass sich Unternehmen heutzutage softwareseitig komplett steuern lassen.

SAP SD

Das Kürzel SD steht für Sales and Distribution. SAP SD wird also im Vertrieb eingesetzt; es gehört zum Bereich Logistik und ist Bestandteil von SAP ERP (darunter versteht man ganz einfach das Unternehmens-Informationssystem, zu dem alle relevanten Bereiche einer Firma zählen, anders ausgedrückt: SAP ERP meint alle SAP Module). Das bedeutet, SD kann in jedem Konzern eingesetzt werden, der SAP ERP nutzt.

Mit SAP SD lässt sich der Verkauf von Dienstleistungen und Produkten in der Geschäftswelt abbilden, die Software bietet eine Vielzahl an Funktionen, die im Verkaufsprozess eine Rolle spielen. Dazu gehören beispielsweise der Verkauf an sich, der Versand und die Faktura. Das Modul ist aber auch in der Lage, eine Retoure abzuwickeln.

Vor allem die Stammdatenpflege spielt bei SD eine wichtige Rolle

Im Vertrieb nimmt der Verkauf eine ganz wichtige Rolle ein, und alle Angebote sollten heutzutage so individuell wie möglich auf den Kunden zugeschnitten sein. SAP SD beinhaltet darum ein Feature, mit dem sich Stammdaten erfassen und pflegen lassen. Für jeden Kunden können so spezifische Konditionen abgespeichert werden, auf die bei einer Angebotserstellung zurückgegriffen wird. Im Prinzip ist im Stammdatensatz eines Kunden aber die komplette Historie hinterlegt – vom Erstkontakt über eingegangene Kundenanfragen bis hin zu konkreten Verkäufen.

Wird ein Verkauf getätigt, so ist für SAP SD noch längst nicht Feierabend. Jetzt geht es um die zeitnahe Lieferung des verkauften Produkts. Die große Stärke von SD ist, dass das Modul auch die Lagerverwaltung beherrscht und die Bewegung der Waren im gesamten System verfolgen kann. Bei korrektem Ablauf verbucht SD den Warenausgang und löst die Rechnungsstellung an den Kunden aus.

SAP MM

MM (Materials Management) ist das SAP Modul, mit dem in der Materialwirtschaft gearbeitet wird. SAP MM stellt dort eine enorm wichtige, weil grundlegende Komponente dar. Denn ohne sie wäre weder der Einkauf, also die Materialbeschaffung, noch die Lagerung bzw. Bestandsführung denkbar. Auch MM ist Bestandteil von SAP ERP.

SAP MM lebt nicht zuletzt von der Vernetzung und der Kooperation mit anderen ERP Modulen. So ist MM etwa in der Lage, die tatsächlich vorhandenen Bestände bestimmter Materialien in andere Module zu integrieren, beispielsweise in die Finanzbuchhaltung (dieses Modul heißt SAP FI). Auch die Rechnungsprüfung übernimmt SAP MM. Die Kosten einer Materialentnahme exportiert das Modul hinüber ins Controlling, und die Materialbedarfsplanung wäre ohne die Daten, die SAP MM bereitstellt, im Prinzip gar nicht möglich.

MM besteht aus zwei Teilen

Das SAP Modul Materialwirtschaft besteht aus zwei Komponenten. Zum einen ist da MM-IM zu nennen, das bei der Inventur und bei der Bestandsführung hilft. IM plant und erfasst die Bewegung von Waren innerhalb eines Konzerns und schreibt die Materialbestände fort. Außerdem kann es bei der Durchführung einer Inventur eingesetzt werden. Ohne diese Funktionen sind sämtliche Unternehmensbereiche, die mit Materialbeständen befasst sind, nicht denkbar – etwa die Produktion.

MM-IM erfasst aber nicht nur die Menge bestimmter Materialien, sondern auch deren tatsächlichen finanziellen Wert. Dieser wird dann in der Finanzbuchhaltung in den entsprechenden Konten erfasst. Aufgrund dieser Automatisierung durch MM-IM sparen sich Firmen enorme Kosten, die etwa durch eine manuelle Führung oder Aufnahme der Bestände entstehen würde.

SAP PP

Das Kürzel PP steht für Produktionsplanung. Diese Planung ist für Betriebe unersetzlich, die im verarbeitenden Gewerbe tätig sind. Nur jene Unternehmen, die in der Produktionsplanung effizient sind, werden ihre monetären Ziele auch erreichen. Es ist heute nicht mehr wie vor Jahrzehnten, dass bestimmte Materialien einfach in großen Mengen im Lager gehalten werden; die Kunden bestimmen mit ihrer Nachfrage das Angebot. Und die Nachfrage ändert sich in bestimmten Produktbereichen beinahe täglich.

Diesen Anforderungen musste auch die Produktionsplanung angepasst werden. Doch die Komplexität ist enorm. Denn einerseits sollen Materialien nur noch in kleinen Mengen auf Lager sein – parallel dazu ist die Produktion (und auch deren Planung) jedoch angehalten, auf Kundenwünsche stets kurzfristig reagieren zu können. Im Prinzip sind das Ziele, die sich konträr gegenüberstehen. Als ob das noch nicht genügen würde, ist nach wie vor auch noch die Komponente „Zeit“ wichtig. Schließlich soll der Kunde nicht ewig auf die Bestellung warten müssen.

Ohne Software wie SAP PP ist die Produktionsplanung kaum zu leisten

Um all diese komplexen Prozesse unter einen Hut zu bringen, wird SAP PP in Unternehmen genutzt. PP, ebenfalls integraler Bestandteil von SAP ERP, erstellt Produktionspläne, die den geforderten Rahmen erfüllen. Darüber hinaus überwacht PP die Umsetzung der Produktionsprozesse. SAP PP konzipiert die Produktionsplanung, indem die Software das Manufacturing Resource Planning (MRP II) vornimmt und die Produkte nach dem Kundenentkopplungspunkt klassifiziert.

Die Fachbegriffe in der Produktion heißen Assemble-to-Order, Engineer-to-Order, Make-to-Order und Make-to-Stock. Das sind die Grundlagen, anhand derer SAP ERP die für die Produktionsplanung nötigen Stammdaten anlagen kann.

SAP PM

PM steht für Plaint Maintenance und umfasst alle für die Abwicklung von Maßnahmen der Instandhaltung nötigen Funktionen. Das SAP ERP Modul PM ist dabei für kleine Anwendungen geeignet, die einzig und allein die Tätigkeiten in der Instandhaltung erfassen. Es kann aber auch für komplexe Anwendungen in diesem Bereich eingesetzt werden, bei denen nicht nur die Instandhaltung durchgeführt wird, sondern auch eine Auswertung notwendig ist.

Vier Hauptfunktionen sind es, die SAP PM ausführen kann:

  1. Da ist zum einen die Inspektion, bei der Maßnahmen eingeleitet werden, die den tatsächlichen Zustand eines technischen Systems feststellen sollen.
  2. Zum zweiten ist die Wartung zu nennen, die dafür sorgt, dass der Soll-Zustand dieses Systems erhalten bleibt, sollte dieser den Vorgaben entsprechen.
  3. Die dritte Funktion ist die Instandsetzung. Damit werden Maßnahmen ergriffen, die zur Wiederherstellung des Soll-Zustands dieses Systems dienen.
  4. Darüber hinaus und viertens beinhaltet SAP PM auch noch andere Maßnahmen, um die Instandhaltung zu organisieren.

PM ist in andere SAP Module integriert

Wie die anderen SAP Module ist auch PM als Bestandteil von SAP ERP komplett in die SAP-Infrastruktur integrierbar und interagiert mit den Modulen aus der Produktion, aus der Materialwirtschaft, aus dem Controlling, aus der Personalwirtschaft oder aus dem Vertrieb. Das ist wichtig, weil beispielsweise die Abrechnung für eine Instandhaltungsmaßnahme direkt im Modul FI gebucht werden kann. Steht die Planung einer Maßnahme an, so erhält SAP PM Informationen anderer SAP Module etwa aus der Materialwirtschaft (MM) oder dem Personalwesen (HR).

Wie alle SAP Module bringt auch PM einem Unternehmen viele Vorteile. So lassen sich etwa Wartungen mit Hilfe von KPIs durchführen und messen, indem SAP PM zum Einsatz kommt. Werden Mitarbeiter geschult, mit diesem Modul zu arbeiten, so können sie effizient dazu beitragen, die Prozesse der Instandhaltung einfacher und auch sicherer zu machen.

SAP Module in SAP ERP erleichtern alle Unternehmensprozesse

Die immensen Vorteile, die die SAP Module für einen Konzern bedeuten, werden natürlich erst klar, wenn sie implementiert worden sind. Einige SAP ERP Module haben wir bereits vorgestellt, doch es gibt noch viele andere: Sieben im Rechnungswesen, insgesamt elf in der Logistik, zwei im Supply Chain Management, drei im Personalwesen. Außerdem existieren fünf Module, die bereichsübergreifend sind, sowie fünf rein technische SAP Module. Dazu kommen speziell für bestimmte Branchen entwickelte Module.

Wie bereits angeklungen liegt der Vorteil der SAP Module vor allem darin begründet, dass sie unter dem Dach des SAP ERP allesamt miteinander agieren können. Bildlich gesprochen: Wenn ein bestimmtes Modul eine bestimmte Information aus einem anderen Bereich benötigt, dann bekommt es diese ganz von allein zur Verfügung gestellt, weil das Modul aus diesem anderen Bereich genau das tut: die Information mit allen anderen ERP-Komponenten teilen.

ERP heißt übrigens Enterprise Resource Planning. Gemeint ist das zentrale Management aller in einem Unternehmen zur Verfügung stehenden Mittel – also etwa das Personal, die Dateninformationen, das Material, das Kapital und einige andere Faktoren.

Nachfolgend noch eine Aufzählung aller SAP ERP Module.

Im Rechnungswesen gibt es die SAP Module

  • FI (Financial)
  • CO (Controlling)
  • TR (Treasury)
  • RE (Real Estate Management)
  • EC (Enterprise Controlling)
  • IM (Investment Management)
  • PS (Project System)

In der Logistik findet ihr die beschriebenen Module

  • SD, MM, PP und PM; darüber hinaus gibt es
  • QM (Quality Management)
  • LO (Logistics General)
  • LE (Logistics Execution)
  • CS (Customer Service)
  • EHS (Environment, Health & Safety)
  • SRM (Supplier Relationship Management)
  • PLM (Product Lifecycle Management)

Im Supply Chain Management kommen die SAP ERP Module zum Einsatz

  • SCM (Supply Chain Management) und
  • APO (Advanced Planning & Optimization)

Im Personalwesen verwendet diese Module

  • HCM
  • ESS und MSS (Human Capital Management, Employee Self-Services und Manager Self-Services).

Des Weiteren spielen in anderen Bereichen noch die SAP ERP Module tragende Rollen

  • BW (Business Warehousing)
  • CRM (Customer Relationship Management) und
  • PI (Process Integration)

Die vielen weiteren Module und Lösungen sind in ihren jeweiligen Bereichen aber ebenso wichtig, ihre Aufzählung würde jedoch diesen Rahmen sprengen.

Programmieren lernen

So kannst Du effektiv das Programmieren lernen

Du willst Dich intensiv mit Softwares auseinandersetzen und nicht mehr nur ein Teil eines Problems, sondern vielmehr dessen Lösung sein? Dann solltest Du schnell und zügig das Programmieren lernen. Ein digitale Welt ohne das Wissen über die wichtigen Programmiersprachen wie Java, C oder HTML ist nicht vorstellbar.

Aber bevor Du Dir jetzt ein paar Sorgen machen musst: Es gibt viele Wege, mit denen Du erfolgreich das Programmieren lernen kannst. Viele davon sind sogar kostenlos. Der nachfolgende Ratgeber zeigt Dir einmal die verschiedenen Möglichkeiten, aber auch die Notwendigkeiten für das effektive erlernen von Programmsprachen auf.

Darum solltest Du Java programmieren können!

Java ist eine der bekanntesten Anwendungen im Internet und für Softwares. Ohne Java wären viele der heutigen Programme schlichtweg nicht denkbar. Java ist aber nicht nur eine attraktive Möglichkeit, um Anwendungen für das Web zu entwickeln. Auch einfache, oder sogar komplexe Programme lassen sich mit Java in der Regel leicht verwirklichen.

Natürlich ist auch hier aller Anfang schwer und Java programmieren lernen wird von Dir ein hohes Maß an Konzentration erfordern. Denn die Möglichkeiten, die Du mit dieser Programmiersprache hast, sind sehr, sehr vielfältig. Java programmieren ist eine Kunst, die auf einen hohen Standard entwickelt werden kann. Vorausgesetzt Du hast genügend Interesse und Zeit, um Dich mit den verschiedenen Lerninhalten auseinanderzusetzen.

Vom Prinzip her ist die Sprache sehr leicht erlernbar, aber die Schwierigkeiten stecken oft im Detail. Sogar erfahrene Programmierer entdecken immer wieder neue Grenzen und müssen sich hierfür neue Lösungen ausdenken. Wenn Du Dich ganz zum Anfang mit Java auseinandersetzen möchtest, dann hast Du Dir schon etwas vorgenommen. Etwas leichter dürfte der Einstieg in die Welt der Programmiersprachen sein, wenn Du Dich vorerst mit HTML oder C auseinandersetzt.

Doch für das Studium, oder für Deinen Beruf ist das Wissen über diese Programmiersprache ein sehr wertvolles Gut. Java programmieren lernen ist für Dich vor allem eine Vorbereitung auf den nächsten Schritt in Deinem Beruf, oder aber auf das Studium der Informatik oder anderer technischer Wissenschaften.

Darum solltest Du C programmieren lernen!

C ist eine sehr einfache und leicht erlernbare Programmiersprache. Auch aus diesem Grund hat diese Sprache den Ruf ideal für Einsteiger zu sein. Du kannst mit ihr simple Anwendungen, aber auch teilweise komplexe Probleme lösen. Wichtig ist, dass die Struktur von C mehr oder weniger der Standard für alle anderen Programmiersprachen ist. Wenn Du in C programmieren kannst, dann kannst Du auch irgendwann in Java und HTML programmieren.

Programmieren für Anfänger ist mit C kinderleicht zu erlernen und Du wirst erstaunt sein, wie viel von Deinem erworbenen Wissen Du in der Realität und bei den weiteren Lerneinheiten auch mit anderen Sprachen immer wieder anwenden kannst. C programmieren lernen ist ein konsequenter erster Schritt. Auch wenn diese Sprache in dieser Form heute fast nicht mehr angewendet wird, so bietet sie doch einen leichten Einstieg und ermöglicht es Dir deutlich einfacherer bei Deinem Vorhaben voranzukommen. Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Kursen im Netz, aber auch entsprechende Fachliteratur. Um C zu erlernen benötigst Du zudem eine Reihe von Softwares.

Doch dazu in einem nächsten Abschnitt ein wenig mehr. Grundsätzlich sei für diesen Absatz festzuhalten, dass Du mit C eine Menge an Vorarbeit für tiefgehende Studien leistest und Dich quasi an die Wurzeln der modernen Programmierung heranwagst.

Darum solltest Du HTML programmieren können!

Du möchtest eine eigene Homepage entwickeln, oder Dich in der Zukunft mit Webdesign und Homepageentwicklung auseinandersetzen? Dann führt kein Schritt an HTML vorbei. Auch heute noch ist dieses Programmiersprache der wichtigste Grundstein für jede Webseite und wird auf der ganzen Welt angewendet. Das Schöne an dieser Sprache ist, dass sie leicht erlernt werden kann. Noch leichter geht es, wenn Du Dich bereits ein wenig mit C auseinandergesetzt hast.

In diesem Fall werden Dir viele Probleme bekannt vorkommen, und auch die damit verbundenen möglichen Lösungen. HTML programmieren ist heute die Grundvoraussetzung, wenn Du Dich auf eigenen Füßen im Web präsentieren möchtest. Ohne das Wissen über die Programmiersprache bist Du auf keinen Fall in der Lage eine eigene professionelle Homepage zu erstellen und wirst auch im Alltag häufig auf Probleme stoßen. Doch das praktische Wissen über HTML bringt Dir eine Menge an Vorteilen.

Beispielsweise kannst Du jetzt sofort Seiten aus einer technischen Perspektive beurteilen, Dir Anregungen für Deine eigene Webpräsenz einholen und mit Kollegen ein wenig fachsimpeln. Für das Studium, aber auch für technische Berufe gehört das Wissen über HTML und die damit verbundenen Möglichkeiten auf jeden Fall dazu. Heute musst Du einfach in HTML programmieren können, um bei Deiner Studienwahl oder Deinem künftigen beruflichen Weg auch in der Zukunft weiterhin erfolgreich bleiben zu können.

Diese Möglichkeiten hast Du, um Programmieren lernen zu können

Grundsätzlich gibt es viele Möglichkeiten, mit denen Du Dich auseinandersetzen solltest. Die nachfolgenden Abschnitte sollen die gängigsten einmal näher beleuchten und vorstellen. Doch letztlich bist Du derjenige, der das Programmieren lernen möchte. Also musst Du darüber entscheiden, wie Du Programmieren lernen willst.

Es gibt viele Kurse und Angebote, bei denen das Programmieren lernen ermöglicht wird. Nicht alle sind gut, aber viele sind geeignet. Wichtig ist es, dass Du für Dich die passende Wahl triffst. Heute kannst Du direkt und leicht online Programmieren lernen, aber auch ein Kurs an einer Schule oder an einem Fortbildungszentrum gehört zu den Möglichkeiten.

Die wohl schwerste Alternative ist das Erlernen in eigener Regie. Doch das ist in der Regel nur dann eine Lösung, wenn Du wirklich nicht genügend Zeit hast, um Dich intensiv mit den verschiedenen Problemstellungen auseinanderzusetzen. Denn wie bei vielen anderen Lerninhalten gilt auch beim Programmieren lernen, dass Du im Team einfach immer deutlich effektiver sein wirst.

Gerade wenn Fragen aufkommen, benötigst Du kompetente Ansprechpartner. Und diese findest Du fast immer nur im Internet, bei Deinen Kollegen aus der Klasse und nur seltenst im eigenen Schrank. Wenn Du also Programmieren lernen möchtest, solltest Du Dich für eine Lösung mit anderen Menschen entscheiden. Gerade wenn Du bisher nicht sonderlich viele Erfahrungen im technischen Bereich sammeln konntest, ist dieser Weg in der Regel der bestmögliche für Dich. Und jetzt zu den verschiedenen Möglichkeiten:

1. Online Programmieren lernen

Was ist näherliegend, als beim Programmieren lernen das Internet zu nutzen? Kurze Antwort: Nichts!

Fakt ist, dass Du in der Regel so oder so einen Internetanschluss brauchst, um das Programmieren lernen zu können. Doch Du kannst noch einen Schritt weiter gehen. Es gibt mittlerweile viele Angebote, die sich explizit dem Thema „Programmieren für Anfänger“ widmen. Das tolle daran ist, dass viele dieser Angebote nicht einmal Geld kosten. Wenn Du auf Plattformen, wie YouTube einmal „Anfängerkurs Programmieren lernen“ eingibst, dann kommt in der Regel sofort eine riesige Auswahl an unterschiedlichen Möglichkeiten.

Das ist natürlich praktisch, spart Zeit und vor allem Geld. Der einzige Nachteil ist, dass Du hierfür kein Zertifikat bekommst. Zumindest ist dem Verfasser dieses Ratgebers derzeit noch keine Streamer bekannt, der für das Ansehen seiner Filme ein Zertifikat ausstellt. Zumindest kein relevantes. Wegen der Qualität musst Du Dir in der Regel auch keine Gedanken machen. Oftmals handelt es sich um Hobby-Projekte, welche von professionellen und teilweise von renommierten Programmierern betrieben werden. Unter Umständen sind diese Inhalte zum Teil sogar deutlich besser, als die kostenpflichtigen.

Das einzige was stört, sind die Werbeunterbrechungen. Aber auch das Problem kannst Du recht einfach lösen: Lade Dir einfach einen Werbeblocker herunter und installiere ihn. Noch besser ist es natürlich, wenn Du Dein neues Wissen einsetzt und gleich eine eigene Lösung programmierst.

Neben den kostenlosen Angeboten gibt es im Netz natürlich auch eine Reihe von kostenpflichtigen Lösungen. Du kannst ganze Online-Kurse buchen, sogar solche die von offiziellen Hochschulen oder privaten Hochschulen mit Zertifikaten angeboten werden. Hier hast Du dann gleich noch einen praktischen Nachweise über Dein neues Können und kannst diesen bei Bewerbungen angeben. Doch ein wenig Vorsicht ist hier bei der Auswahl geboten. Achte vor allem darauf, dass der Anbieter über einen Sitz in Deutschland und über die entsprechenden staatlichen Zertifizierungen verfügt.

Es gibt auch deutliche Unterschiede zwischen vorbereitenden, und mit einem Abschluss verbundenen Angeboten im Netz. Viele Anbieter bereiten lediglich auf eine Zertifizierung vor, bieten diese aber nicht an. Doch die Werbung für dieses Angebot liest sich weniger eindeutig. Deswegen schau besser zweimal hin, bevor Du Dich für einen kostenpflichtigen Kurs entscheidest. Das Internet hat aber auf jeden Fall einen sehr großen Stellenwert für Dein Vorhaben. Denn beim Programmieren lernen benötigst Du mit Sicherheit irgendwann einmal die Hilfe von Profis. Es gibt viele Communities und Foren, in denen sich die Szene trifft und sich intensiv mit den verschiedenen Fragen auseinandersetzt.

Auch spezielle Gemeinschaften für Studierende und Lernende gibt es in einer großen Zahl. Beteilige Dich ruhig aktiv und stelle Deine Fragen. Denn alleine lässt sich nur selten ein Problem lösen.

2. Studium, Hochschulkurse und andere Kurse anderer Anbieter

Natürlich kannst Du auch den klassischen Weg wählen, wenn Du Programmieren lernen willst. Das Studium an der Hochschule setzt aber in der Regel schon einiges an Vorwissen voraus. Deswegen solltest Du Dich hierfür erst einmal mit dem Onlinestudium, oder dem Selbststudium befassen. Doch anstelle des richtigen und vollwertigen Studiums kannst Du für die Vorbereitung auch erst einmal einen Kurs an einer Hochschule besuchen.

Auch als externer Teilnehmer kannst Du eine Prüfung absolvieren und so schon einmal wertvolle Punkte für ein späteres Studium sammeln. Das erworbene Wissen ist auf jeden Fall tiefgründig und reichhaltig. Die Kurse an den Hochschulen gelten fast durchwegs als exzellent. Allerdings sind sie meist nicht kostenlos. Die Gebühr für einen Kurs an der Hochschule wird durch die Verwaltung der Hochschule festgelegt.

Pro Kurs kannst Du mit Kosten in Höhe von 150 €, tendenziell sogar eher mehr rechnen. Dafür bekommst Du zum Abschluss ein offizielles und staatliche anerkanntes Zertifikat, dass auch bei einem Studium eine wertvolle Stütze sein kann. Zudem hast Du immer einen professionellen Ansprechpartner in Forme eines Professors an Deiner Seite und bekanntlich lernt man neue Menschen am besten während der Studienzeit kennen. Du lernst nicht alleine, oft im Team und kannst das erworbene Wissen direkt im Alltag anwenden.

Eine weitere sinnvolle Alternative sind die Kurse der regionalen IHK. Diese haben vor allem einen beruflichen Schwerpunkt und bilden Dich zielgerichtet in den verschiedenen Programmiersprachen fort. Wenn Du beispielsweise als zusätzliche Qualifikation das HTML programmieren erlernen möchtest und bereits einem Beruf nachgehst, sollte die IHK Dein erster Ansprechpartner sein. Auch hier werden alle Kurse von Profis begleitet, Du lernst gemeinsam mit Menschen die fest im Berufsleben stehen und kannst Dich beruflich qualifizieren. Die Kurse bei der IHK sind sehr beliebt, weswegen Du Deinen Kurs immer rechtzeitig buchen solltest.

Es gibt auch eine Reihe von privaten Universitäten und Fernuniversitäten, die entsprechende Kurse anbieten. Von rein privaten Anbietern bei denen es nur darum geht die anfänglichen Schritte und das Grundwissen zu erwerben solltest Du aber in der Regel einen großzügigen Abstand halten. Denn Du findest fast dasselbe Angebot, wenn nicht sogar in besserer Form auf YouTube und das ohne zusätzliche Kosten. Die einzige Ausnahmen sind hier Lernkurse, die von renommierten Lernverlagen angeboten werden. Hier gibt es auch ein paar kleinere Verlage, die gute Lektüren und Lernvorlagen entwickelt haben.

3. Das Selbststudium

Wie im letzten Satz des oben stehenden Absatzes schon erwähnt, gibt es auch die Möglichkeit des Selbststudiums. Nur musst Du hierfür deutlich mehr Aufwand und Zeit einplanen. Denn auch wenn die ersten Schritte recht leicht erscheinen, wird es bei komplexeren Fragestellungen doch schnell anstrengend sich nur auf die eigenen Fähigkeiten zu verlassen. Es gibt durchaus eine Reihe von Büchern und Fachzeitschriften, die sich ganz dem Thema gewidmet und Lerninhalte für ein effektives Lernen der Programmiersprache entwickelt haben. Doch es kostet immer ein wenig Selbstüberwindung sich konzentriert an die Arbeit zu machen.

Obendrein bekommst Du für Dein Selbststudium auch kein offizielles Zertifikat, mit dem Du bei einer Bewerbung beeindrucken könntest. Dennoch lohnt es sich, auch diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Gerade im Zusammenspiel mit einem Onlinekurs kannst Du die wichtigen Grundlagen des Programmierens im Selbststudium, zusammen mit der passenden Fachliteratur relativ leicht erlernen. Davon profitierst Du später in den Kurse, aber auch bei einem Studium. Programmieren lernen verlangt auch immer ein wenig autodidaktische Fähigkeiten. Du musst in der Lage sein Probleme zu erkennen, und diese möglichst logisch zu lösen.

Mathematik sollte kein Fremdwort sein, und gerade dieses Fach ist ein Lernfach was zum Selbstlernen animiert. Online Programmieren lernen bedeutet meist, dass man zumindest in Teilen ein Selbststudium durchführt. Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet ähneln sich beide Arten des Lernens durchaus. In einem späteren Absatz wollen wir uns deswegen die verschiedenen Lernkurse einmal näher ansehen, die derzeit angeboten werden und die sich in der Praxis bewährt haben.

Welche Ausrüstungen benötigst Du?

Um Programmieren lernen zu können benötigst Du auf jeden Fall einen PC. Ohne diesen ist es praktisch unmöglich effektiv eine Programmiersprache zu erlernen. Programmieren für Anfänger bedeutet auch immer, dass Du die Möglichkeit für praktische Übungen und Tests hast. Diese sind nur an einem PC möglich. Neben dem PC gibt es eine Reihe von Softwares, die sich als Standard etabliert haben.

Ein ausführliches Verzeichnis findest Du in Deinem Studienratgeber, oder es wird Dir über die von Dir vermittelte Lernplattform vermittelt. Es gibt viele verschiedene Programme, auf denen Du das Programmieren lernen kannst. Deswegen ist es müßig diese hier einzeln aufzuzählen und es würde letztlich auch zu viel Platz verbrauchen. Das Java programmieren, das C programmieren und das HTML programmieren benötigt jeweils eine individuelle Lösung und auch hier hast Du wiederum eine breite Auswahl.

Neben dem PC brauchst Du Notizzettel und vor allem die Möglichkeit ein Organigramm zu erstellen. Ein Organigramm wirst Du immer wieder benötigen. Denn durch diesen einfachen Trick schaffst Du es, eine gute Struktur in den verschiedenen Programmzeilen zu schaffen. Das wiederum erleichtert Dir nicht nur die Arbeit, sondern erlaubt es Dir schnell ein tolles Programm zu entwickeln. Programmieren lernen kann so einfach sein, wenn man nur richtig ausgerüstet ist.

Was kannst Du nach dem Programmieren lernen alles machen?

Nach dem Programmieren lernen, ist vor dem Programmieren lernen. Du musst wirklich damit rechnen, dass Du immer am Ball bleiben musst. Zumindest wenn Du komplexere Programme schreiben willst, oder Dich für ein Informatik-Studium interessierst. Doch wenn Dir die Grundausstattung reicht, kannst Du auch hier viel erreichen. In der Regel ist Dein Wissensschatz groß genug um einfache, bis hin zu mittelschweren Programme und Apps zu schreiben.
Je nach Programmiersprache kannst Du diese Softwares für verschiedene Betriebssysteme schreiben und Dir damit den Alltag erleichtern. Es lohnt sich oft, wenn Du neben dem Java programmieren lernen und dem C programmieren lernen, auch noch das HTML programmieren lernen betreibst. Diese drei Programmiersprachen gehören zu den bekanntesten auf der Welt und sie werden in vielen Programmen für den Alltag genutzt. Wenn Du hier über ein breites und aktuelles Wissen verfügst bist Du auf jeden Fall gut gerüstet für ein weiteres Vorgehen und kannst im Alltag einen Blick hinter die Kulissen wagen.
Für Deine Karriere ist es auf jeden Fall förderlich, wenn Du etwas über das Programmieren verstehst. Du wirst in Deinem Leben sicherlich irgendwann merken, dass sich die Zeit und der Aufwand für das Programmieren lernen für Dich gelohnt haben.
Spätestens, wenn Du selbst einmal eine schnelle Software-, oder App-Lösung für ein Problem brauchst und genau in diesem Moment auf Dein Wissen zurückgreifen kannst. Programmieren für Anfänger ist vielleicht nicht die Lösung, mit der Du alle Probleme bewältigen kannst. Aber mit diesem Wissen kannst Du anfangen Dich zu verbessern und hast auf jeden Fall eine sinnvolle Entscheidung getroffen.

Du kannst nicht früh genug beginnen!

Das Programmieren lernen ist heute wichtiger denn je. Auch aus diesem Grund wird teilweise schon an Schulen das HTML programmieren gelehrt. Schon die Kindern kommen in Berührung mit den Programmiersprachen und können zumindest kleine Anwendungen schreiben.
Es gibt natürlich auch für Kinder entsprechende Kurse, die gebucht werden können. Spezielle Lernsoftwares bieten hier ein individuelles Umfeld, an dem schon die kleinsten die Kunst des Programmierens für sich entdecken können.
Auch ältere Menschen können ohne Probleme das Programmieren lernen. Das ist das Schöne am Programmieren. Es gibt quasi keine Altersgrenze und die Kunst der Sprachbeherrschung von Programmen kann von jedem und zu jeder Zeit erlernt werden.
Es gilt dabei: Je früher desto besser! Je eher Du Dich mit den verschiedenen Programmiersprachen auseinandersetzt und das Programmieren lernen kannst, umso besser. Es qualifiziert Dich beruflich, und auch privat. Das Programmieren lernen vermittelt Dir zudem nicht nur das Wissen über die Sprache der Programme. Zusätzlich werden verschiedene Deiner Fähigkeiten gefordert und gefördert. Beispielsweise ist es sehr wichtig logisch zu denken, oder aber komplexe Zusammenhänge leicht greifbar zu machen. Dazu im nächsten Absatz mehr!

Welche Skills und Fähigkeiten brauchst Du, um Programmieren lernen zu können?

Streng genommen brauchst Du nicht einmal zehn Finger. Das ist kein Scherz, denn durch die moderne Technik ist es möglich den PC komplett mit der Spracheingabe zu bedienen. In der Praxis ist es aber dennoch nützlich, wenn Du Deine Hände nutzen kannst. Wenn das nicht möglich ist, bleibt nur noch der wichtigste Teil der menschlichen Physis: Der Kopf und sein Inhalt. Das Programmieren lernen und die Programmierungen richtig anwenden benötigt vor allem geistige Fähigkeiten.

Du solltest über ein erweitertes mathematisches Vorwissen verfügen. Stochastik und Analytik sollten für Dich keine Fremdwörter sein. Auch Formeln solltest Du beherrschen, und sie zumindest verstehen können. Zwar benötigst Du diese nur selten für Berechnungen, aber die Programmiersprache ist meist verschachtelt wie eine eigenständige Formel aufgebaut. Je komplexer die Programme werden, die Du schreiben möchtest, umso größer auch die Wichtigkeit einer mathematischen Vorbildung. Das soll Dich aber nicht davon abhalten, dass Programmieren lernen zu wollen. Es geht auch ohne Mathematik, nur tust Du Dich mit ein wenig leichter.

Weitere wichtige Skills sind die Merkfähigkeit, aber auch die bereits beschriebene Fähigkeit zum logischen Denken. Je ausgeprägter diese beiden Fähigkeiten bei Dir sind, umso besser auch Deine Chancen beim Programmieren lernen. Gerade die Logik ist extrem wichtig. Mit ihrer Hilfe kannst Du auch schwere Probleme leicht erfassen und Dir ein umfassendes Bild von den vorhandenen Tatsachen machen. Eine Programmierung ist immer die logische Lösung eines Problems, welche durch die Programmiersprache vorgegeben ist.

Diese Schlussfolgerung ist gleichzeitig der erste Lösungsansatz, den Du bewältigen musst. Das hört sich kompliziert an, aber bist Du erst einmal richtig in der Materie drin kannst Du diese Aussage auch deutlich leichter verstehen. Wenn Du in Gruppen, oder während des Studiums lernen möchtest benötigst Du zusätzlich natürlich auch Softskills. Nettigkeit, Ausdauer und genügend eigener Antrieb, um sich durchzubeißen sind ebenfalls immer hilfreich und unterstützen Dich beim Programmieren lernen.

Welche Lernkurse eignen sich für das Programmieren lernen?

Es gibt eine Reihe von Programmen und Lernlektüren, mit deren Hilfe Du das Programmieren lernen kannst. Es ist natürlich unmöglich diese einzeln zu erfassen, weswegen in der nachfolgenden Auflistung nur ein paar Namen von bekannten Verlagen erscheinen. Deren Bücher und Lernkurse haben sich in der Praxis besonders bewährt und berücksichtigen die wichtigsten Inhalte der Programmiersprachen. Du musst Dir grundsätzlich darüber im Klaren sein, dass das Programmieren lernen schnell eine lebenslange Tätigkeit werden kann.

Wer heute mit Java programmieren kann, muss sich morgen vielleicht schon auf eine völlig neue Software einstellen. Dasselbe gilt auch für alle, die heute mit C programmieren lernen oder mit HTML programmieren können. Gerade HTML unterliegt einem stetigen Wandel und verändert sich fortlaufend. Deswegen ist es so wichtig, dass man sich beim Programmieren lernen immer wieder auf dem neuesten Stand hält. Auch dann, wenn der Kurs eigentlich schon längst abgeschlossen ist. Anbei eine Liste von bekannten Anbietern für Lernkurse:

  • Langenscheidt
    Dieser große Wissenschafts- und Lernverlag bietet Dir unterschiedliche Kurse an. Hier kannst Du Java programmieren lernen, oder Dich ganz auf HTML oder C und C++ konzentrieren. Das praktisch an diesem großen und bekannten Verlag ist, dass für die meisten Kurse auch gleich Online-Lerneinheiten angeboten werden. Mit deren Hilfe kannst Du online Programmieren lernen und Dein Wissen über den erlernten Stoff leicht vertiefen.
  • Programmieren für Dummies
    Diese praktischen Ratgeber gibt es für fast alle Sprachen. Wenn Du schnell einen möglichst soliden Grundschatz an Wissen über die Programmiersprachen brauchst, dann sind diese kleinen Bücher genau die richtige Lösung für Dich. Für tiefgehendere Studien sind sie in der Regel nicht geeignet, aber für den oberflächlichen Einstieg auf jeden Fall!
Wenn Du Programmieren lernen möchtest, dann ist es auch nie falsch Dir englischsprachige Literatur anzueignen. Das Programmieren in der heutigen Form wurde mehr oder weniger im englischsprachigen Raum erfunden. Zudem ist Englisch eine wichtige Weltsprache. Viele der Codes und Parameter sind auf Englisch gehalten und Du tust Dich deutlich leichter, wenn Du diese Sprache gut beherrscht. Du musst zwar kein Muttersprachler sein, aber zumindest in groben Zügen kommunizieren können.
Für alle weiteren Fragen kannst Du dann gerne ein Wörterbuch nutzen. Auch hierfür gibt es spezielle Ausgabe, die ganz auf die Bedürfnisse der IT-Welt zugeschnitten sind und einen entsprechenden Wortschatz enthalten. Besonders der Langenscheidt-Verlag ist für seine guten und hochspezialisierten Wörterbücher bekannt.

Viel Spaß bei Deinem Vorhaben! Du wirst viele Vorteile daraus haben

Du möchtest Programmieren lernen und hast den Ratgeber gut gelesen? Dann bleibt eigentlich nur noch übrig Dir viel Spaß zu wünschen und ein paar gute Ratschläge mit auf den Weg zu geben. Denk immer daran, dass die Sonne auch wieder einmal aufgehen muss. Das Programmieren lernen kann gerade für unerfahrene Menschen eine echte Herausforderung werden. Aber hat man es einmal geschafft, dann kann man mit Fug und Recht sehr stolz auf sich selbst sein.
Du hast eine Reihe von Vorteilen, wenn Du wirklich ein wenig programmieren kannst. Zum einen ist es natürlich eine zusätzliche Qualifikation. Es kommt auf Bewerbungen immer gut an, wenn darunter steht das Du HTML programmieren kannst oder eine andere Programmsprache beherrschst. Auch wenn Du Dich beruflich weiterentwickeln möchtest, ist das Beherrschen von Programmsprachen immer eine nützliche Sache. Im besten Fall verfügst Du über ein offizielles Zertifikat, oder kannst belegen das Du das Programmieren lernen als intensives Hobby betreibst.
Arbeitgeber sind in der Regel sehr an vielseitigen Mitarbeitern interessiert und werden dementsprechend positiv auf diese Nachricht reagieren. Auch für ein mögliches späteres Studium ist das Programmieren lernen eine sinnvolle Lösung. Ja, eigentlich sogar zwingend notwendig. Denn wenn Du das Grundwissen über die Programmsprachen nicht kennst, dann wirst Du es in einem Informatik-Studiengang entsprechend und deutlich schwerer haben.
Gerade junge Menschen tun sich heute viel leichter und können das Programmieren schnell lernen. Das liegt auch daran, dass sie bereits in der Schule das Programmieren lernen. Ältere Menschen haben es hier etwas schwerer, sollten aber die Flinte auf keinen Fall in den Korb werfen. Denn auch im praktischen Alltag kannst Du Dein Wissen schnell und effektiv einsetzen. Du möchtest eine kleine Homepage für Deinen Verein, oder Deine Familie basteln? Dann musst Du in HTML programmieren und solltest auch in Java programmieren können.
Ist das der Fall, dann hast Du es deutlich leichter. Du sparst Dir viel Zeit und viele Kosten, wenn Du selber Lösungen entwickeln kannst und dafür nicht auf die Dienste von anderen zurückgreifen musst. Auch aus diesem Grund lohnt es sich für Dich, das Programmieren lernen zu wollen. Der Weg dorthin ist vielleicht nicht ganz so leicht. Aber wenn man es einmal begriffen hat, vergisst man die Lektion in der Regel nicht und kann mit seinem Wissen sehr viel anfangen.

Informatik Studium oder Ausbildung – Was ist das Richtige für mich?

Informatik Studium oder Ausbildung?

Du hast dich schon immer für ein Informatik Studium oder eine Informatik Ausbildung interessiert? Zudem begeistern dich die technischen Abläufe in einem Computer oder in mobilen Geräten? Dann ist eine IT Ausbildung im Bereich Informatik genau das Richtige für dich. Du hast dabei die Wahl zwischen einem Informatik Studium oder einer Ausbildung. Dabei haben beide Formen der Ausbildung ihre Vor- und Nachteile.

Bei der Auswahl an Studiengängen und Ausbildungen hat man jedoch die Qual der Wahl. Ein IT Studium ist wesentlich anspruchsvoller, bietet aber gleichzeitig höhere Verdienstchancen. Vor allem duale Studiengänge haben auch viel Praxisbezug, was sehr wichtig für den späteren Berufseinstieg ist. Im Folgenden werden beide Ausbildungsformen konkret beleuchtet und miteinander verglichen, damit du die beste Entscheidung für dich treffen kannst.

Informatik Studium

Wenn du die Grundkenntnisse in der Informatik ausführlich und tiefgehend behandeln willst, bietet sich ein klassisches Informatik Studium an. Dieses ist meist sehr theoretisch aufgebaut. Hier lernst du, wie die Verarbeitung und die Analyse von Informationen abläuft und wie diese Informationen für die Lösung eines Problems genutzt werden. Weitere Inhalte in diesem Studiengang handeln von der Planung und Entwicklung von komplexen Rechnersystemen sowie von dem Aufbau der Architektur dieser Systeme.

Wenn du dich für dieses IT Studium interessierst, solltest du ein hohes Interesse und Verständnis für technische Zusammenhänge haben. Zudem sind sehr gute Kenntnisse der Mathematik erforderlich. Dies wird von vielen angehenden Studenten unterschätzt, weshalb die Abbruchquote wie in einigen anderen sog. MINT-Fächern sehr groß ist. Es lohnt sich aber, das Studium durchzuziehen, da Absolventen mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von ca. 35.000 bis 40.000 € jährlich rechnen können.

Die Studiengänge werden in der Regel mit einem Bachelor of Science bzw. mit einem Master of Science abgeschlossen. Die Regelstudienzeit beträgt beim Bachelor 6-8 Semester und beim Master 3-4 Semester. Studiengänge in der Informatik werden von vielen Universitäten, technischen Universitäten und Fachhochschulen angeboten. Ein Informatik Studium kann auch an einer Fernschule absolviert werden. Hier musst du meistens keine Vorlesungen oder Seminare besuchen, sondern du kannst dir die Inhalte durch Selbststudium aneignen. Bei den Prüfungen besteht aber natürlich Anwesenheitspflicht.

Zwar können die Hochschulen ihre Inhalte unterschiedlich festlegen. In der Regel ähnelt sich der Studiengang aber in den meisten Hochschulen. In den ersten Semestern lernst du die Grundlagen der theoretischen und praktischen Informatik wie Algorithmen und formale Sprachen sowie die notwendigen Grundlagen in der Mathematik wie Algebra, Stochastik und Analysis. Nach den ersten Semestern kannst du dich auf ein Themengebiet aus einem der Grundfächer spezialisieren. Nach Abschluss des Studiums ist auch ein ergänzendes Studium, etwa in der Wirtschaftsinformatik, möglich.

Um für das Studium an einer Universität zugelassen zu werden, wird das Abitur benötigt. Für eine Fachhochschule reicht das Fachabitur aus. Wer sich für ein Duales Studium in der Informatik interessiert, muss das Abitur oder Fachabitur sowie einen Ausbildungsvertrag, der die gleiche Laufzeit wie ein Studium hat, nachweisen können. Diese spezielle Ausbildungsform wird weiter unten noch genauer vorgestellt.

Die Leistungen werden, wie bei fast allen Bachelor- und Masterstudiengängen, während des gesamten Studiums in Form von Klausuren und Seminararbeiten erbracht. Am Ende muss noch eine wissenschaftliche Abschlussarbeit sowie eine Abschlussprüfung geschrieben werden. Die vorgeschriebenen studienbegleitenden Leistungen müssen erbracht werden, um für die Abschlussprüfung zugelassen zu werden. Diese besteht oft aus mehreren Klausuren und einer mündlichen Prüfung.

Nach Abschluss des Studiums trägst du nicht offiziell die Berufsbezeichung Informatiker. Vielmehr bist du beispielsweise ein Wirtschaftsinformatiker oder ein Medieninformatiker, da meistens eine Spezialisierung auf einen Fachbereich erfolgt. Zu den Aufgaben von Informatikern gehören aber, unabhängig von der Spezialisierung, die Entwicklung und Kontrolle von Hardware und Software. In der Softwareentwicklung ist die Hauptaufgabe die Entwicklung und Umsetzung der Computer-Programme.

Viele Informatiker arbeiten als Angestellte, einige als Selbstständige und wiederum andere sind in der Forschung tätig. Absolventen können aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage beim Berufseinstieg mit hohen Gehältern rechnen. Das Einstiegsgehalt liegt, je nach Spezialisierung, zwischen 2.500 und 3.000 € monatlich. Absolventen von Fachhochschulen müssen mit etwa 10 Prozent weniger rechnen.

Falls du dich also für ein Informatik Studium entscheidest, hast du einen anstrengenden und herausfordernden Weg vor dir. Vor allem der Anfang des Studium beinhaltet sehr viel Mathematik, was viele Studieninteressierte abschreckt. Durch die hohe Nachfrage bieten sich aber sehr gute Berufsaussichten. Außerdem ist meist auch ein schneller Aufstieg in Führungspositionen möglich.

Informatik Ausbildung

Ein Studium kommt für dich aufgrund der hohen Anforderungen nicht in Betracht? Dann solltest du dir überlegen, eine IT Ausbildung als Fachinformatiker zu absolvieren. Diese Ausbildung ist ein staatlich anerkannter Beruf in der Informatik. Als Fachinformatiker kannst du in den unterschiedlichsten Bereichen arbeiten. Viele ausgebildete Fachinformatiker sind in einer IT-Abteilung in einem Unternehmen oder in einem Systemhaus angestellt. Er kann viele unterschiedliche Aufgaben haben wie die Analyse von Kundenwünschen, die Einrichtung und Pflege von Systemen, die Datenbankentwicklung oder auch das Beraten im Hinblick auf die IT-Sicherheit.

Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre und zeichnet sich durch eine gleichmäßige Verteilung der Lerninhalte auf einen Betrieb und eine Berufsschule aus. In manchen Bundesländern ist bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen, wie gute Leistungen in der Berufsschule oder auch das Nachweisen der allgemeinen Hochschulreife, eine Verkürzung der Ausbildungsdauer möglich. Dafür muss aber sowohl der Ausbildungsbetrieb als auch die Industrie- und Handelskammer zustimmen. Wenn du bereits über eine allgemeine Hochschulreife verfügst, ist es auch möglich, dass du auf den Besuch einer Berufsschule komplett verzichten kannst. Die Ausbildung kann auch gemeinsam mit einem Studium an einer Fachschule erfolgen (duales Studium).

Ein angehender Fachinformatiker muss sich entweder für die Anwendungsentwicklung oder für die Systemintegration als Schwerpunkt entscheiden. Die Anwendungsentwicklung umfasst die Entwicklung. Wartung und Anpassung von Datenbanken und Software. Hierbei werden auch verschiedene Programmiersprachen gelehrt. Bei der Systemintegration werden Systeme und Netzwerke installiert und verwaltet. Hier sind unter anderem auch Themen wie die IT-Sicherheit sehr wichtig.

Nach Abschluss der Ausbildung erfolgt oft eine Beschäftigung als Systemadministrator. In beiden Fachbereichen sind zudem Themen wie Datenbanktheorie, objektorientierte Softwareentwicklung, Systemtechnik und die betriebswirtschaftliche Analyse zentrale Bestandteile der Ausbildung. Eine gesetzlich vorgeschriebene Voraussetzung ist für die Ausbildung nicht vorgesehen. Jedoch haben viele Auszubildende die allgemeine Hochschulreife oder zumindest die mittlere Reife.

Ein Fachinformatiker verdient während seiner Ausbildung im Durchschnitt ca. 790 € monatlich, unabhängig davon, welche Fachrichtung er wählt. Dabei gibt es Unterschiede je nach Bundesland. In den alten Bundesländern wird durchschnittlich ca. 820 € monatlich gezahlt, in den neuen Bundesländern sind es durchschnittlich nur ca. 760 €.

Die Abschlussprüfung der Informatik Ausbildung

Die Informatik Ausbildung endet mit einer zweiteiligen Abschlussprüfung bei der Industrie- und Handelskammer. In beiden Teilen müssen mindestens 50 Prozent erreicht werden. Im ersten Teil wird ein betriebliches Projekt durchgeführt, das regelmäßig dokumentiert und am Ende bei der IHK, inklusive einem fachlichen Gespräch, präsentiert werden muss. Dieses Projekt umfasst ca. 70 Stunden in der Anwendungsentwicklung und ca. 35 Stunden bei der Systemintegration.

Dabei wird die Dokumentation des Projektes mit 50 Prozent bewertet, die Präsentation und das anschließende Gespräch jeweils mit 25 Prozent. Der zweite Teil der Abschlussprüfung umfasst 3 schriftliche Prüfungen. In der ersten Prüfung werden Fragen zu der speziellen Fachrichtung gestellt. In der zweiten Prüfung werden im Rahmen der Kernqualifikation die Kenntnisse zum Kern der Ausbildung abgefragt. Diese beiden Prüfungen dauern jeweils 90 Minuten und fließen mit einer Gewichtung von 40 Prozent in das Gesamtergebnis ein.

In der letzten Prüfung erfolgt schließlich die Prüfung des Wissens aus dem Fach Wirtschaft und Soziales, die 60 Minuten dauert und mit einem Gewicht von 20 Prozent in das Ergebnis einfließt. Nachdem die Prüfungen erfolgreich abgelegt sind, wird dem Auszubildenden der Titel Fachinformatiker-/in Systemintegration oder Fachinformatiker-/in Anwendungsentwicklung verliehen.

Allgemein ist festzuhalten, dass die Informatik Ausbildung, ähnlich wie beim Informatik Studium, eine allgemeine Ausbildung ist. Es werden die unterschiedlichsten Themen aus verschiedenen Bereichen abgedeckt sowie betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse vermittelt.

Nach der Informatik Ausbildung eröffnen sich vielfältige Chancen in der freien Wirtschaft und im öffentlichen Dienst. Hier sind Fachkräfte für die Systemintegration und die Anwendungsentwicklung stark nachgefragt. Ausgebildete Informatiker können sowohl in der IT-Abteilung eines großen Unternehmens als auch direkt bei einem Kunden eingesetzt werden. Die Informatik Ausbildung ist also sehr lohnenswert, da sie nicht nur sehr abwechslungsreich ist, sondern auch für den späteren Berufseinstieg beste Voraussetzungen schafft. Das Einstiegsgehalt liegt bei ca. 2.300 EUR monatlich. Wer sich als Softwareentwickler spezialisiert, kann mit einem Einstiegsgehalt von ca. 2.500 bis 2.800 € rechnen.

Duales Studium in der Informatik

Wenn du dich nicht zwischen einem Informatik Studium oder einer Informatik Ausbildung entscheiden kannst, lohnt es sich, einen Blick auf das duale Studium zu werfen. Hierbei handelt es sich um ein Studium an einer Hochschule, das ca. zu 50 Prozent aus Praxis besteht. Das theoretische Wissen erwirbst du also an der Hochschule, die praktische Erfahrung dagegen in einem Unternehmen. Für diese Ausbildungsart wirst du natürlich auch entlohnt, wodurch du dein Studium finanzieren kannst. Die besten Berufsaussichten bei dualen Studiengängen bieten momentan die Technische Informatik und die Wirtschaftsinformatik. Absolventen können hier, verglichen mit der Informatik Ausbildung und dem normalen Informatik Studium, mit den höchsten Gehältern rechnen.

Fazit

Ein Informatik Studium ist vor allem für diejenigen geeignet, die mit viel Lernstoff umgehen können und sich ein ausführliches Grundwissen in allen Bereichen aneignen möchten. Wer das nicht will und von Anfang an Geld verdienen und praktische Erfahrungen sammeln möchte, ist mit einer Informatik Ausbildung besser bedient.
Wenn du dich zwischen einem Informatik Studium oder einer Ausbildung nicht entscheiden kannst, bietet es sich an, ein duales Studium zu wählen. Hier ist zwar eine hohe Arbeitsbelastung die Regel, dabei sind aber später die höchsten Gehälter möglich.