Wie Du mit Hobbies im Lebenslauf richtig punkten kannst

Die Sektion im Lebenslauf, die Hobbies und Interessen beschreibt, ist immer wieder Thema in Diskussionen wenn es um das Verfassen von Bewerbungen geht. Nicht selten sind Bewerber verwirrt und verzweifelt und entschließen sich dazu, diesen Teil komplett auszulassen. Tatsächlich ist dieser Teil der Bewerbung für Personaler von einem gewissen Interesse und dient vor allem dazu, Kandidaten besser einzuschätzen zu können. Wie Du deine Hobbies im Lebenslauf anführst, kann also potenziell entscheidungsweisend für deine zukünftige Arbeitsstelle sein. Hier kannst du mehr dazu lesen, was du bei Hobbies im Lebenslauf beachten solltest.

Hobbies bieten einen Einblick in das Privatleben eines Arbeitnehmers

Fast jeder Mensch hat Tätigkeiten, denen er regelmäßig nachgeht und die einen Großteil seiner Zeit einnehmen. Die individuelle Freizeitgestaltung lässt dabei auch Rückschlüsse auf die einzelne Person und deren Charaktereigenschaften zu. Während einer es bevorzugt, am Wochenende in der Garage am Auto zu schrauben, bevorzugt es ein anderer, die ländliche Umgebung beim Wandern zu Erkunden, während wiederum ein anderer am liebsten seinen Garten pflegt oder ausgedehnte Fahrradtouren unternimmt.

Tatsächlich ist es für den Arbeitgeber zunächst aber nicht interessant, wie ein potenzieller Arbeitnehmer seine Freizeit gestaltet, es sei denn es gibt einen gewissen Bezug zu der zu besetzenden Stelle. Lassen sich Gemeinsamkeiten entdecken, kann der Bewerber das Interesse bei den Personalern steigern und möglicherweise zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen werden. Dadurch haben sich die Hobbies im Lebenslauf ins Spiel gebracht und über Jahre im Bewerbungsschreiben etabliert.

Was sind Hobbies?

Hobbies sind Aktivitäten und Interessenfelder, denen Du in deiner Freizeit nachgehst. Musik machen wie Klavierspielen oder Singen, Sportarten wie Tanzen, Reiten oder Tennis und andere Tätigkeiten wie Lesen, Kochen oder auch Reisen sind hier nur einige Beispiele von vielen Hobbies, denen man mit einer gewissen Regelmäßigkeit nachgehen kann.

Interessant werden diese Hobbies im Lebenslauf dann, wenn sie in einen Kontext zur jeweiligen Stellenbeschreibung gesetzt werden können. Wird in einer aktuellen Stellenausschreibung ein Teamplayer gesucht, ist es vorteilhaft, seine Freizeitaktivitäten im örtlichen Volleyballverein aufzuführen, da Volleyball ein Teamsport ist und in Gruppen ausgeübt wird.

Wird in einer Ausschreibung strategisches Denken gefordert, ist Schachspielen als relevantes Hobby sicherlich nicht nachteilig auf dem Lebenslauf eines Bewerbers. Solange Personaler sich über ein paar Seiten der Bewerbung einen ersten Eindruck eines Bewerbers verschaffen müssen, können Hobbies im Lebenslauf das Bild eines Kandidaten weiter schärfen und dadurch entsprechend hilfreich sein. Diesen Umstand solltest du für dich also positiv nutzen!

Warum sollte ich Hobbies in meinem Lebenslauf erwähnen?

Das Anführen von Hobbies und Interessen im Lebenslauf ist zunächst sinnvoll, um deinen Lebenslauf einzigartiger zu machen und das Interesse der sichtenden Personen weiter anzuregen. Des Weiteren können Hobbies auch aufzeigen, dass Du für gewisse Positionen, auf die Du Dich bewirbst, auch durch deine privaten Tätigkeiten besonders geeignet bist. Außerdem hilft es den Personaler, dich anhand deiner aufgeführten Hobbies und Interessen im Lebenslauf besser einschätzen zu können und die Hobbies im Lebenslauf eventuell als weiteres Thema während eines möglichen Bewerbungsgesprächs anzuschneiden.

Natürlich solltest du so ehrlich zu Dir und deinem zukünftigen Arbeitgeber sein, auch nur Hobbies im Lebenslauf anzuführen, die Dich auch wirklich interessieren. Kommt es nämlich im Bewerbungsgespräch zu dem durchaus realistischen Fall, dass du näher auf eines deiner Hobbies im Lebenslauf angesprochen wirst, solltest du natürlich mit Detailwissen oder Erfahrung aufwarten können. Wenn allerdings nur betretenes Schweigen oder unsichere Aussagen deinerseits folgen, kann das unprofessionell wirken und einen negativen Eindruck beim Arbeitgeber hinterlassen.

Deshalb sollte man auch nicht Hobbies im Lebenslauf anführen, die man nicht ernsthaft verfolgt, sich aber möglicherweise gut im Lebenslauf machen. Wer beispielsweise Programmieren bei Interessen im Lebenslauf anführt, nur weil er mal eine Webseite über einen Baukasten zusammengestellt hat, kann schnell in eine unangenehme Situation im Bewerbungsgespräch landen und sich selbst seine Karriere verbauen. Ehrlich währt also auch hier am Längsten!

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Anführen von Hobbies im Lebenslauf nur ratsam und sinnvoll ist, wenn sie dich als Bewerber für die ausgeschriebene Stelle attraktiver erscheinen lassen und dich möglicherweise sogar von Mitbewerbern positiv abheben können. Dabei muss der Zusammenhang vom Hobbies und Interessen im Lebenslauf zum Beruf nicht direkt offensichtlich sein, im weitesten Sinne sollte aber auf jeden Fall ein Bezug gegeben sein.

Sind meine Hobbies im Lebenslauf passend für das Unternehmen?

Jedes Unternehmen präsentiert sich auf eine gewisse Art und Weise in der Öffentlichkeit. Um herauszufinden, ob deine Hobbies für das Unternehmen interessant sind, versuche zunächst, Dir ein Bild vom Unternehmen zu machen. Sind die Mitarbeiter eher professionell oder locker? Wie ist der Auftritt des Unternehmens in der Öffentlichkeit? Nach welchen Werten handelt das Unternehmen?

All diese Informationen können Dir dabei helfen, deinen zukünftigen Arbeitgeber besser einzuschätzen und abzuwägen, ob deine Hobbies im Lebenslauf einen Mehrwert bieten können. Je genauer du sowohl das Unternehmen, als auch die Stelle einschätzen kannst, desto besser kannst du deine passenden Hobbies im Lebenslaufeinbringen und deine Chance auf Erfolg verbessern.

Müssen Hobbies immer absolut relevant für die angebotene Stelle sein?

Grundsätzlich sollten deine Hobbies, die du in deinem Lebenslauf aufführst, für Interesse für die jeweilige Stelle sein. Dabei können deine Hobbies im Lebenslauf auch erst auf den zweiten Blick einen Bezug zur jeweiligen Position haben.

Deine Hobbies müssen also nicht zwangsläufig auf direktem Wege mit der ausgeschrieben Stelle in Verbindung stehen und trotzdem können sie einen Mehrwert für den Arbeitgeber bieten, denn es gibt durchaus Fähigkeiten, die in der Arbeitswelt dienlich sind und auch bei Hobbies zum Tragen kommen.

Da bei der Wahl von Hobbies unterschiedliche Präferenzen und Charaktereigenschaften der jeweiligen Person eine Rolle spielen, lassen sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ähnliches Verhalten der jeweiligen Person im Arbeitsleben erwarten. Dieses Transferieren von Tätigkeiten aus der persönlichen Welt in die Arbeitswelt macht die Hobbies im Lebenslauf für den Personaler so interessant. Es gilt also, relevante Parallelen zwischen der Tätigkeit in der Arbeit und der Tätigkeit in dem Hobby zu erkennen.

Dies lässt sich leicht anhand der folgenden Beispiele erläutern:

Ein Bewerber, der in seiner Freizeit Theater spielt, wird seine Schauspielfähigkeiten möglicherweise auch in seiner Verkäuferposition innerhalb eines Unternehmens überzeugend einsetzen können, um neue Kunden zu akquirieren.

Wer hobbymäßig am Wochenende erfolgreich Nachwuchsfussballer trainiert, könnte die Fähigkeit, andere zu motivieren, ebenfalls gewinnbringend in ein Unternehmen einbringen und sich auch in der Arbeitswelt als exzellenter Teamplayer mit Führungskompetenz beweisen.

Entsprechend ist immer von Fall zu Fall abzuwägen, welche Tätigkeiten als Hobbies für die jeweilige Position wirklich sinnvoll anzuführen sind, können sie doch das ausschlaggebende Kriterium sein, wenn sich ein Personaler zwischen mehreren Kandidaten entscheiden muss.

Gibt es weitere Beispiele, inwiefern im Lebenslauf Hobbies für eine Stelle relevant sein können?

Natürlich sind nicht alle Hobbies für eine Stelle relevant. Wenn aber beispielsweise ein Bewerber allerdings aufführt, dass er sich gemeinnützig in einem Tierheim engagiert, zeigt dies seine soziale Ader und macht ihn als Pflegekraft durchaus zu einem interessanten Kandidaten für die engere Auswahl, sofern die weiteren erwünschten Qualifikationen stimmen.

Es gibt noch viele weitere Beispiele, die ähnliche Parallelen aufweisen. Wer privat mit einem gewissen Erfolg einen Reiseblog und Social Media Profile betreibt, wird von gewissem Interesse für eine Stelle als Redakteur, Journalist oder Textautor sein, da seine Kreativität und Kommunikationsfähigkeiten bereits durch seine Tätigkeit als Blogger eindeutig belegt ist.

Ein Bewerber, der in seiner Freizeit gerne puzzelt oder Schach spielt, zeigt sowohl die Fähigkeit zum Abstrahieren, als auch eine gewisse strategische Weitsicht. Stellenausschreibungen, die eine analytische Denkweise und Vorausplanung erfordern, sind für solch einen Kandidaten also eine Möglichkeit, mit seinen Hobbies auch beruflich zu überzeugen.

Sportliche Aktivitäten sind auch anzuführen, wenn sie nicht nur von Teamgeist zeugen, sondern auch eine gewisse Durchsetzungsfähigkeit erfordern. Ausdauersportarten zeugen von Zielstrebigkeit und Disziplin, Gruppensportarten von Teamgeist und Kommunikationsstärke. Leadership Qualitäten und Ehrgeiz sind besonders bei hochrangigen Positionen immer gern gesehen, es ist also ok, wenn sich diese Skills bei einem Bewerber auch anhand seiner Wahl der Hobbies im Lebenslauf niederschlagen.

Auch Mitgliedschaften in Vereinen können von großem Interesse sein, wenn diese besondere Positionen beinhalten und sollten unbedingt genannt werden. Wer als Kassenwart des örtlichen Ruderclubs agiert, geniesst ein gewisses Vertrauen innerhalb eines Bundes von Dritten, was wiederum eine gewisse Aussagekraft für einen Personaler hat. Wer mit einem besonderen Amt betraut ist, hat sich in einer Gruppe bereits bewiesen und wirkt dadurch interessant und kompetent.

Kreative Tätigkeiten sind ebenfalls von gewisser Argumentationskraft. Wer kreativ ist, kann oft gut neue Lösungsansätze entwickeln und Probleme identifizieren. Neue Denkansätze sind in vielen Unternehmen erwünscht, wer also nicht mit sportlichen Hobbies aufwarten kann, kann trotzdem durch kreative Hobbies einen gewissen positiven Eindruck hinterlassen.

Ich habe keine Hobbies, was soll ich tun?

Wenn Du keine Tätigkeit mit Elan und Passion verfolgen solltest oder auch keine Interessen vorweisen kannst, solltest du dennoch die Spalte Hobbies im Lebenslauf auf keinen Fall unerwähnt lassen. Tätigkeiten wie Freunde treffen, Spazieren oder Bücher lesen sind zwar relativ vage, aber immer noch besser, als überhaupt keine Tätigkeiten aufzuführen.

Auch ist bei sportlichen Tätigkeiten nicht immer die Mitgliedschaft in einem Verein zwingend erforderlich, wer sich regelmäßig am Wochenende zum Kicken mit Freunden im Stadtpark trifft, kann trotzdem Fussball als Hobby nennen. Du solltest Dir also genau überlegen, ob es nicht doch einige Sachen gibt, die du mit großem Interesse verfolgst und anführen kannst, um nicht den Eindruck aufkommen zu lassen, dass dein Privatleben nur aus Langeweile besteht.

Sollten im Lebenslauf Hobbies nicht angeführt werden?

Natürlich gibt es auch Hobbies, die besser nicht im Lebenslauf aufgeführt werden sollten, da sie keinen wirklichen Nutzen für die Bewerbung stiften. Dazu gehören vor allem nachvollziehbar alle Sportarten, die ein extremes Verletzungsrisiko beinhalten. Ein Arbeitgeber wird sich zweimal überlegen, ob er eine Person einstellt, die am Wochenende regelmäßig Fallschirmspringen geht oder Steilwandklettern betreibt, auch wenn dessen Qualifikationen ansonsten noch so gut sind.

Es wäre also mit höchster Wahrscheinlichkeit nachteilig, solche Aktivitäten aufzuführen. Auch Tätigkeiten, wie „Serien schauen“ oder „Feiern“ sind auszuschließen und haben keinen Platz im Lebenslauf. Zuletzt sollte man auch politische und religiöse Tätigkeiten und Zugehörigkeiten eher vermeiden und nicht aufführen. Ehrenamtliches Engagement hingegen kann in den meisten Fällen einen positiven Eindruck hinterlassen, nichtsdestotrotz sollte auch hier eine gewisse Relevanz zur ausgeschrieben Stelle gegeben sein.

Fazit

Das Anführen von Hobbies und Interessen ist für Bewerber immer ratsam, um die eigene Bewerbung abzurunden und dem Personaler eine persönlichen Einblick der eigenen Lebensgestaltung zu geben. Die Gestaltung der Freizeit eines Menschen lässt Personaler zu genaueren Einschätzungen kommen und können erste Eindrücke bestätigen oder sogar verstärken. Denn zeugen die Lebenslauf Hobbies von gewissen Charaktereigenschaften, die auch in der Stellenausschreibung erwünscht sind, kann ein gewonnener positiver Eindruck durchaus verstärkt werden und die Einladung zum Bewerbungsgespräch ein kleines Stück näher gerückt sein.

So interessant die Lebenslauf Hobbies eines einzelnen Bewerbers auch sein mögen, sollten sie allerdings nicht zu stark während des Verfassens vom Lebenslauf gewichtet werden. Da immer noch die Arbeitserfahrung aus vorangegangen Positionen die wichtigste Komponente bei einer Bewerbung darstellt, sollte die Sektion der Hobbies am Ende im Lebenslauf entsprechend als Abschluss gesehen werden, um möglicherweise kleine Zusatzpunkte sammeln zu können.

Die Aussagekraft von Lebenslauf Hobbies als alleiniger Faktor ist letztendlich zu gering, um einen Personaler zu überzeugen, die Aufführung kann aber zum Gesamtgelingen der Bewerbung durchaus beitragen.

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3 Kommentare zu „Wie Du mit Hobbies im Lebenslauf richtig punkten kannst“

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