Feedbackgespräche – So sollten Sie Ihren Mitarbeitern Rückmeldung geben

Weiterentwicklung nicht Kritik sollten im Fokus bei einem Feedbackgespräch stehen. Zudem handelt es sich bei einem Mitarbeitergespräch nicht um einen Monolog, sondern einen Dialog. Zugegeben, Richtig Feedback geben will gelernt sein. Es gibt einige Feedback Regeln zu beachten und sinnvolle Feedback Methoden. Doch wollen Mitarbeiter Feedback überhaupt? Was ist eigentlich die richtige Feedback Bedeutung? Hier gibt es die Antworten schnell und unkompliziert.

Was ist ein Feedbackgespräch?

Die Feedback Bedeutung umfasst ein Sammelsurium aus Beobachtungen und Analysen. Gegenstand ist immer ein spezieller Mitarbeiter. Welche Fragen im Einzelnen aufgegriffen werden, hängt von der Stellung ab, wie lange der Mitarbeiter bereits im Unternehmen ist und auch, ob Zielvereinbarungen und Meilensteine getroffen wurden, die es zu überprüfen gilt.

Übrigens: Ein Mitarbeitergespräch kann durchaus auch vom Angestellten selbst ausgehen. Es handelt sich nicht um eine Einbahnstraße. Aufmerksame und motivierte Mitarbeiter bitten um Feedback bei Ihnen; vor allem, wenn diese regelmäßigen Gespräche noch nicht zu Ihrem Unternehmensalltag gehören. Sicherlich ist ihr Ziel etwas anders orientiert als das Ihre. Dennoch sollten Sie sich unter keinen Umständen einem solchen Wunsch verweigern. Denn ein Mitarbeiter, der sich traut, um Feedback zu bitten, ist auch im Stande, großen Schaden in der Firma anzurichten. Zudem ist das für Sie eine wunderbare Chance, zu wachsen.

Welchen Sinn es hat ein Mitarbeitergespräch?

Der Sinn ist, dass Sie ansprechen, was Ihnen nicht gefallen hat und loben, was Ihnen gefallen hat. Auf dieser Basis wollen Sie gemeinsam – man möchte ein Ausrufezeichen setzten – rückwärtsblickend vorwärts lernen. Sie wollen, dass Ihre Mitarbeiter im besten Falle auf Grund des Gespräches sein Potential weiter ausschöpft.

Deshalb ist es hilfreich, wenn Sie sich als Rolle eines Mentors in das Feedbackgespräch begeben; nicht nur als Arbeitgeber. Sehen Sie, ein Arbeitgeber will wenig Geld für viel Leistung bezahlen und auch ein Arbeitnehmer wird entsprechend diese stumpfe Einstellung spiegeln. Wahrscheinlich geht alles dann sogar zu einem Ohr rein und zum anderen wieder raus.
Bieten Sie aber an, zu wachsen, zu lernen und passiert all das durchaus mit Kritik und kleinen gut gemeinten Ratschlägen – dann fühlt sich auch der Mitarbeiter motiviert.

Commitment und Loyalität sind hier auch zwei wichtige Begriffe, die unbedingt zum Thema richtig Mitarbeitergespräch führen gehören. Warum? Weil ein Mitarbeiter Ihnen sehr Loyal gegenüber sein wird, wenn Sie viel für ihn und seine Karriere getan haben. In der Zeit von Fachkräftemangel und Globalisierung kann das auch der einzige Grund bleiben, warum das High Potential bei Ihnen bleibt und nicht abwandert.

Commitment erzeugt alleine die Tatsache, dass der Mitarbeiter das Gefühl hat mit einem Team auf ein Ziel hinzuarbeiten und sich nicht für jemanden abzuarbeiten.

Weitere Ziele sind Gehaltsverhandlungen, die Feststellung von Benefits und anderen Zusatzleistungen sowie das Erstellen von Meilensteinplänen. Sie können mit Ihrem Personal überdies in Mitarbeitergesprächen über Weiterbildungsoptionen und Entwicklungswünsche reden.

Auch Zerwürfnisse im Team sowie auffallende Änderungen der Mitarbeiter gehören als Thema hierher.

Richtig Feedback geben: Wie geht das?

Feedback findet unter vier Augen statt

Selbst, wenn Sie eine geteilte Führungsspitze fahren, wählen Sie bitte im Interesse des Gelingens einen aus, der die Gespräche führt. Es entsteht sonst direkt das Gefühl aus der Kindheit „alle gegen einen“. Wir wissen heute aus zahlreichen psychologischen Studien, dass so das Gehirn direkt auf Angriff oder Flucht schaltet. Beides macht es völlig unmöglich, gesagtes vernünftig und rational wahrzunehmen.

Auf Augenhöhe reden

Überlegen Sie sich, welche Eloquenz Ihrem Gegenüber zur Verfügung steht. Wählen Sie eine entsprechende Ausdrucksweise. Wirklich. Das ist wichtig. Denn wenn Sie beispielsweise einem Straßenbauarbeiter Feedback auf dem Sprachniveau eines Professors geben, dass wird nichts hängen bleiben außer „arroganter Schnösel, denkt, er sei was Besseres“. Was Sie aber erreichen wollen, ist ein Wir-Gefühl. Sie möchten, dass der Mitarbeiter alles unterlässt, was für das Unternehmen schädlich ist und alles tut, was zuträglich ist. Dies erreichen Sie nur, wenn Sie auf Augenhöhe agieren.

Es geht nicht darum, dass Sie sich klein machen sollen und plötzlich mit den Jungs pokern müssen. Nein, Sie dürfen Leader bleiben, aber eben als einer von ihnen. Kennen Sie das Bild von dem der den Karren zieht? Das ist produktiver als das Bild von dem, der auf dem Kutschbock sitzt.

Sandwichtaktik: Die wohl bekannteste Feedback Methode, die es so gibt

Jeder weiß, dass Menschen immer nur einen ganz kleinen Klecks echte Kritik vertragen. Manche übrigens gar keine. So versucht man also das bisschen schlechte Wurst zwischen ein leckeres, saftiges Sandwich voller Soße und Brot aus Lob zu verstecken.

Klappt das? Ja, zuweilen schon. Aber es ist kein Patentrezept. Je empathischer ein Mitarbeiter ist, desto weniger wird das funktionieren.
Was aber auf jeden Fall stimmt ist, dass Sie nur ganz wenig auf einmal kritisieren sollten. Führen Sie lieber öfter ein kleines Feedbackgespräch.

Tipp: Entwickeln sie eine Art Feedbackkultur. Selbst bei nur drei Angestellten lohnt das. Wie? Sie etablieren die Chance, dass jeder den anderen nach einem Gespräch fragen kann. Auch Sie fragen bei spontanem Aufeinandertreffen immer mal wieder unverbindlich, ob ein Gespräch erwünscht ist. Monatlich/Vierteljährlich/halbjährlich gibt es einen festen Termin. So entsteht nicht die Abwehrhaltung und Angst vor seltenen Gesprächen oder ein Muster wie „geht er mit mir Kaffee trinken, gibt es Lob und zitiert er mich ins Büro, gibt es Kritik“.

Gibt es Feedback geben Übungen?

Kritisieren Sie sich mal selbst. Ehrlich. Stellen Sie sich vor den Spiegel und motzen Sie Ihr Spiegelbild an. Schonungslos mit all dem, das Sie an sich so doof finden. Danach sind Sie niedergeschlagen und absolut demotiviert, richtig?

Versuchen Sie nun folgendes: Sie motzen Ihr Spiegelbild nur ganz kurz an und sagen sich dann, dass mit einem kleinen Plan alles in kurzer Zeit besser wird. Sie sind motivierter, oder?
Machen Sie diese Übungen auch mit Mitarbeitern, die ein Mitarbeitergespräch führen werden.

Feedback geben Übungen für Mitarbeiter:
Spielen Sie Rollenspiele. Arbeiten Sie mit Videoaufnahmen und erarbeiten Sie Wortfelder mit positiven Begriffen. Außerdem brauchen Sie eine Liste mit Tabu-Wörtern.

Feedback Regeln für Mitarbeiter Feedback

Welche Fehler soll ich beim Feedbackgespräch vermeiden?

Diese Feedback Regeln beim Mitarbeiter Feedback sollten Sie beherzigen:

  1. Von oben herab
  2. Nur Kritik
  3. Persönliche Präferenzen, die nichts mit dem Wohl des Unternehmens zu tun haben, bleiben außen vor
  4. Keine Motivation mitgeben
  5. Nein -Sagen ohne Begründung und in dem Zusammenhang auch
  6. Wegnehmen von Kontrolle. Geben Sie Ihrem Mitarbeiter das Gefühl, er kontrolliert seinen Erfolg in diesem Unternehmen selbst mit seiner Leistung, Konkret: Bieten Sie Optionen
  7. Ungleichbehandlung, die später herauskommt
  8. Versprechen, die Sie nicht einhalten können
  9. Fragen stellen, die Sie nichts angehen oder aber rechtlich verboten sind (Schwangerschaft etwa)

Fazit: Konstruktive Kritik ist weniger Wert als eingeschränktes Lob

Es ist also so: Menschen hören einfach lieber, dass sie etwas ganz gut gemacht haben, aber sehr viel besser hätten sein können, als dass sie etwas nicht so gut gemacht haben und das nächste Mal etwas besser als XY tun sollten.

Diese Tatsache gilt es in Mitarbeitergesprächen zu beachten. Sie können damit steuern, ob Ihr Mitarbeiter motiviert aus dem Raum geht oder nicht. Bedenken Sie immer, das Gespräch ist nicht vorbei. Es beginnt erst nach Beendigung seine Kreise zu ziehen. In Zeiten des Internets und Social Networkings stehen die Chancen gar nicht so schlecht, dass auch potentielle Bewerber in Amerika mitbekommen, wie Sie mit Ihren Mitarbeitern in Hintertupfingen umgehen. Lesen Sie dazu auch gerne den Artikel zur Mitarbeiter Motivation. Denn wie schon eingangs erwähnt: Wer Feedback Methoden richtig anwendet, macht seine Mitarbeiter groß und nicht klein.
Mitarbeitergespräch führen und richtig Feedback geben.

Sie haben beide das gleiche Ziel: mehr Geld, mehr Ansehen. Sie für Ihr Unternehmen und der Mitarbeiter für sich. Niemandem hilft Unzufriedenheit.

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4 Kommentare zu „Feedbackgespräche – So sollten Sie Ihren Mitarbeitern Rückmeldung geben“

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